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SPRITZFREI! mit ketogener Ernährung
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Sabine
Rang: Gastam 18.09.2002 16:55:04
Jedem Diabetiker lege ich dringend ans Herz sich eingehend mit der ketogenen Ernährung zu beschäftigen. Ich kenne genügend Beispiele, wo Betroffene Diabetes Typ2 kein Insulin mehr spritzen müssen (natürlich mit Absprache des Arztes). Die schweren Folgeerkrankungen bei Stoffwechselstörungen besonders bei Diabetes brauche ich an dieser Stelle ja nicht zu erwähnen. Man kann seine Zeit mit den Zählen dämlicher Broteinheiten verschwenden oder aber sein Problem von Grund auf mit dem natürlichen Fettsäure-Stoffwechsel lösen. Die Hauptursache für viele Zivilisationskrankheiten ist ein gestörter Glukose-Stoffwechsel und der enorme Zuckerverbrauch in den industrialisierten Ländern. Leider interessieren sich Ärzte und Apotheker kaum für diese alternative Therapie. Ihre Patienten werden trotz ständig neuerer (noch teuerer) Arzneimittel und aufwendiger Therapien immer kränker. Kein Wunder, denn mit Gesunden ist kein Geld zu verdienen. Erst als Chronisch Kranker ist man sehr interessant, denn dann läßt es sich mit den Betroffenen bombisch gut verdienen (viele liebe Grüße an die Insulinmafia!). Wer mehr wissen will - informiert sich bei den Ketariern. Ketarier sind praktische Anwender der ketogenen Ernährung. Diese spezielle kohlenhydratarme Ernährung kann positiv auf die Verbesserung vieler Krankheitsbilder wirken (auch Fettsucht, Epilepsie, Rheuma, Krebs, Arteriosklerose, Athma, Alzheimer und Darmpilz). Eine Chance für Ihre Gesundheit!
http://www.ketarier.de
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Andreas
Rang: Gastam 18.09.2002 17:51:49
Hallo Anonym,
es trifft sicherlich zu, daß viele Typ 2-Diabetiker keine diabetische Stoffwechsellage hätten, wenn sie sich kohlenhydratarm ernähren würden.
Ob man dadurch jedoch das Risiko, an Epilepsie, Rheuma, Krebs usw. zu erkranken verringern kann, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Gerade bei Rheuma ist eine Ernährung mit viel Fleisch völliger Unsinn. Sinnvoll wäre es hier, durch vegetarische Ernährung ein alkalisches Körpermillieu zu schaffen.
Andererseits stellt sich hier auch die Frage, ob ein Umbau von Fett durch Adremalin bzw. ein Umbau von Proteinen durch Cortisol in Glukose für unseren Bedarf ausreichend ist. Um diese Glukose dann in den Zellen aufnehmen zu können, ist jedenfalls das ausreichende Vorhandensein von Insulin erforderlich.
Ich denke mal, daß es nicht immer so einfch ist, wie es hier beschrieben wurde.
Herzliche Grüße
Andreas -
Erika
Rang: Gastam 18.09.2002 20:27:05
Tut mir leid, aber deine Behauptung Diabetes Typ 2 käme vom übermäßigen Verzehr von Zucker, ist schlichtweg falsch. Diabetes vom Typ 2 ist eine genetisch bedingte Krankheit, wer keine genetische Disposition hat, kriegt keinen Diabetes und wenn täglich ein Kilo Zucker verzehrt.
Das Problem liegt in der sich entwickelnden Insulinresistenz, die wiederum die Blutinsulinspiegel steigen läßt, was leider Gewichtszunahme bedingt. Das Ganze ist ein Teufelskreis.
Mit kohlehydratarmer Ernährung ist da nichts zu machen.
Ich halte mich lieber an die Insulinmafia, denn ich brauche Insulin um Spätschäden zu vermeiden und ein normales Leben führen zu können.
Ich wünschte, es würden nicht immer derartige Postings auf Diabetiker-Seiten veröffentlich. In meinen Augen grenzen diese Fehlinformationen an Körperverletzung.
Erika -
Andreas
Rang: Gastam 18.09.2002 21:49:33
Hallo Erika,
ich möchte jetzt nicht deinen Zorn auf mich leiten, aber hier geht es eigentlich nicht darum, daß Diabetes durch den Verzehr von Zucker entsteht. Es geht darum, daß vieleTyp 2-Diabetiker bei einer Ernährung ohne bzw. mit wenig BE, keine Insulininjektionen brauchen und diese Aussage ist doch sinngemäß richtig, oder?
Übrigens habe ich dir schon vor längerer Zeit mitgeteilt, daß ich deine Auffassung über die Entstehung von Dm Typ 2 teile. Bis auf die Insulinresistenz, die sicherlich nicht immer zutreffend sein muß!
Herzliche Grüße
Andreas -
Erika
Rang: Gastam 18.09.2002 22:02:54
Hallo Andreas,
ich muß dich leider korrigieren, der Anonymus hat behauptet: "Die Hauptursache für viele Zivilisationskrankheiten ist ein gestörter Glukose-Stoffwechsel und der enorme Zuckerverbrauch in den industrialisierten Ländern." Und genau das ist eben nicht so. Ich finde es albern, wenn man ein Nahrungsmittel so verteufelt, denn ich finde alle Extreme sind mit Vorsicht zu genießen. Außerdem kann ich es nicht leiden, wenn wieder über die "Insulin-Mafia" hergezogen wird. In der Pharmaindustrie sind sicherlich keine Unschuldslämmer zugange, aber so zu tun als seien alle Medikamente Teufelszeug, das ist doch mittelalterlich.
Außerdem hasse ich diese anonymen Postings die Heilung von Diabetes versprechen und bei manchen Leuten Hoffnungen wecken, die sich nicht erfüllen und allenfalls eine vernünftige Diabetesbehandlung verhindern.
Das war der Grund für mein wütendes Posting.
Übrigens, die Insulinresistenz mußt du anerkennen, damit steht und fällt doch die ganze Theorie!
Erika -
Georg
Rang: Gastam 18.09.2002 22:38:20
Ignorieren ist die einzig vernünftige
Reaktion ... von Georg -
Andreas
Rang: Gastam 18.09.2002 22:53:49
Hallo Erika,
Diabetes kann man sicherlich nicht durch Ernährungsumstellung heilen und da sollte man natürlich auch keine Hoffnungen wecken. Aber wenigstens versucht der Anonymus nicht, uns irgendwelche Produkte zu verkaufen.
Zu deiner Theorie: ich stelle mir da immmer wieder die Frage, wie es denn zu der Gewichtszunahme kommt. Allein durch Insulin sicherlich nicht. Überschüssige Glukose wird in Fettzellen gespeichert.
Ist es nicht so, daß die große Insulinmenge benötigt wird, um eine große Glukosemenge in der Leber und in den Muskelzel- und Fettzellen zu speichern?
Bleibt also weiterhin die Frage zu klären, woher die erhöhte Glukosemenge kommt, wenn nicht durch eine vermehrte Nahrungsaufnahme.
Da könnte z.B. eine erhöhte Cotisol-Ausschüttung vermehrt Eiweiß in Glukose umbauen. Das halte ich für durchaus wahrscheinlich, denn die übergewichtigen Diabetiker haben vorwiegend eine Stamfettsucht wie bei Morbus cushing entwickelt. Die Gewichtszunahme erfolgt nicht in der Peripherie, sondern bei Männern am Bauch und bei Frauen am Po und an den Oberschenkeln.
Jetzt folgt hier kein Heilpraktiker-Hokuspokus, sondern Schulmedizin: Morbus Cushing entsteht durch eine Überfunktion der mittleren Schicht der Nebennierenrinde. Ursache hierfür ist vielfach ein Hypophysenvorderlappen-Adenom. Diese Überfunktion kann auch auftreten, wenn das Adenom nicht nachweisbar ist, denn bei enem eosinophilen HVL-Adenom treten die Symptome viele Jahre im Voraus auf.
Die zweite Variante ist eine psychische Ursache. Es funktioniert über das lymbische System-Hypothalamus- Hypophyse-Nebennierenrinde und führt hier ebenfalls zu einer Überproduktion von Cortisol. Ich zitiere nun den Atlas der Physiologie aus dem Thieme-Verlag sinngemäß: "Streß und Depressionen erhöhen die Cortisolausschüttung bis auf das 10-fache der normalen Menge."
Hier muß zwangsläufig eine diabetische Stoffwechsellage entstehen, weil die Insulinmenge nicht ausreicht, um die durch Umbau von Eiweiß entstandene große Glukosemenge zu speichern. Durch die emormen Insulinmengen, die durch Injektionen noch erhöht werden, wird die überschüssige Glukose in den Fettzellen gespeichert und führt so zur Gewichtszunahme.
Diese Voraussetzung würde auch erklären, daß solche Patienten kaum eine Chance haben, ihr Gewicht durch geringere Nahrungsaufnahme zu reduzieren.
Wichtig ist es auch hier, daß der diagnostizierende Mediziner nach der Ursache fragt. Der Cortisol-Spiegel ist meßbar und Ursachenbehandlung wäre sicherlich sinnvoll.
Abschließend möchte ich anmerken, daß die Forschung eigentlich ganz am Anfang steht, wenn es um Hormone und den hormonellen Regelkreis geht und wir werden hier in der Zukunft sicherlich noch so manche bahnbrechende Erkenntnis erfahren, die unsere Theorien widerlegen oder bestätigen wird.
Herzliche Grüße
Andreas -
Andreas
Rang: Gastam 19.09.2002 09:59:44
Hallo,
ich muß mich korrigieren:
überschüssige Glukose wird natürlich nicht in Fettzellen gespeichert, sondern in Fett umgebaut und dann im Zellgewebe gespeichert.
Herzliche Grüße
Andreas -
Erika
Rang: Gastam 19.09.2002 20:39:18
Hallo Andreas,
ich finde deine Ausführungen sehr interessant, wenn ich auch gestehen muß, daß ich mir eher laienhafte Vorstellungen von den Vorgängen mache. An Morbus Cushing habe ich auch schon mal gedacht, weil bei mir (und bei meiner Schwester) der Fettansatz am Bauch ist, also völlig untypisch für Frauen. Aber diese Krankheit hab ich wohl nicht. Auch Stress wäre eine Erklärung, was aber nicht erklärt, wieso dann bei meiner Schwester und mir im genau gleichen Lebensalter (Mitte bis Ende 20) dieses plötzliche Zunehmen und etwa 5 Jahre später der Diabetes einsetzte. Unsere Lebensumstände waren völlig verschieden. Sie war verheiratet und hatte ein Kind und ich habe studiert. Ich konnte das gut beobachten, denn meine Schwester war 9 Jahre älter als ich.
Ich bin deshalb immer noch auf die genetische Disposition fixiert. Ich denke einfach, daß - aus welchen Gründen auch immer - bei belasteten Menschen eben zu einem bestimmten Zeitpunkt die Insulinresistenz ausbricht (klingt etwas blöd, ich weiß) und damit der Teufelskreis Zunahme - Diabetes - weitere Zunahme anfängt. Ich frage mich, ob ich es noch erleben werde, das die Forschung hier die Zusammenhänge klären kann, denn du hast völlig recht, da stehen wir noch ganz am Anfang. Aber ímmerhin wird geforscht und ich muß sagen, in der Uniklinik habe ich von keinem Arzt den blöden Ausspruch gehört, daß mein Diabetes ein Diätproblem sei - bei anderen Ärzten schon.
Grüße
Erika -
Andreas
Rang: Gastam 20.09.2002 15:11:33
Hallo Erika,
zum Thema Streß und genetische Disposition hatte ich kürzlich ein recht interessantes Erlebnis:
in meinem Bekanntenkreis gibt es eine Frau, die sich wegen jeder Kleinigkeit fürchterlich aufregt. Sie fühlt sich sofort angegriffen und bekommt dann Schwindel, Schweißausbrüche, Herzrasen usw. Diese Frau ist sehr leicht verletzbar und meint ständig, sich rechtfertigen zu müssen. Somit steht sie zwangsläufig fast immer unter "Spannung". Nach längerer Zeit lernte ich kürzlich ihre Mutter kennen und diese Frau war unverkennbar der gleiche Typ: leicht verletzbar, ständig angegriffen und aufgeregt.
Auch wenn ich meine psychischen Eigenschaften nüchtern betrachte, dann kann ich diese sowohl bei meiner Mutter als auch bei meinem Großvater wiedererkennen.
Ich will damit sagen, daß es auch hier eine familiäre Dispositon geben könnte.
Natürlich mag es auch eine Insulinresistenz geben, wobei ich allerdings der Meinung bin, daß dieser Begriff viel zu oft verwendet wird, wenn Ärzte die Schwankungen des Blutzuckerspiegels nicht erklären können. Die Insulinresistenz allein kann jedoch aus meiner Sicht nicht zur Gewichtzunahme führen.
Wenn wir unter diesem Aspekt dann bei Dm Typ 2 b (mit Übergewicht) versuchen, durch eine Akupunkturbehandlung auf die Bauchspeicheldrüse einzuwirken, wäre das eigentlich völlig falsch. Richtig wäre es dagegen, auf den hormonellen Regelkreis einzuwirken. Vielleicht dadurch, daß man über den Akupunkturpunkt zwischen den Augenbrauen die Hypophyse erreicht!?
Herzliche Grüße
Andreas