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Mich hats auch erwischt

  • Karen

    Rang: Gast
    am 02.09.2002 12:21:33
    Liebe Leute im Forum,

    bin gerade neu hier angekommen und -ebenfalls neu - Diabetiker Typ II -.
    Was mache ich jetzt? Lasse ich mich vorerst mit Pillen behandeln oder lieber gleich mit Insulin?
    Vor 8 Jahren war ich bereits während meiner letzten Schwangerschaft Diabetiker. Bei Schwangeren setzt man keine Tabletten ein, sondern stellt gleich auf Insulin ein. Nach der Entbindung war die Diabetes weg. Wie gesagt, 8 Jahre war Ruhe und jetzt gehts wieder los. ( Opa Diabetiker, Mutter Diabetikerin seit 13 Jahren )
    Kann mir bitte jemand schreiben, wie ich mich "verarzten" lassen soll! Können Ärzte einfach bestimmen oder hat man ein gewisses Mitspracherecht?

    Außerdem hätte ich gerne über Ihre Erfahrungen in Bezug auf die Sorte des Insulin gewusst. Meine Mutter wurde vor ca. 1 1/2 Jahren von Hoechst auf Lilly umgestellt und ist mit diesem Mix-Insulin überhaupt nicht glücklich. Mich haben Sie damals mit Produkten von Hoechst versorgt - Kurzzeit- und Langzeitinsulin.

    Für schnelle Antworten Ihrerseitswäre ich wirklich dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karen
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 02.09.2002 14:10:20
    Hallo Karen,

    herzlich willkommen!

    Da du bereits während der Schwangerschaft eine Insulintherapie geprobt hast, ist deine Bereitschaft dazu sicherlich größer als bei anderen Patienten.

    Ich persönlich halte eine Insulintherapie für das "kleinere Übel" gegenüber einer mit oralen AntiDiabetika. Für Insulin spricht die größere Unabhängigkeit und die Tatsache, daß die Nebenwirkungen geringer sind. Wichtig ist es jedoch immer, darauf zu achten, daß die Funktion von Leber und Nieren regelmäßig kontrolliert wird, denn fast alle Medikamente werden hepar oder renal abgebaut.

    Die Insulintherapie erfolgt als ICT, was soviel heißt wie "intensive konventionelle Therapie". Injeziert wird nach dem Basis-Bolus-Prinzip. Ein Basisinsulin, das den ganzen Tag lang wirkt und ein Bolusinsulin, das vor den Mahlzeiten injeziert wird und ca. 2 bis 4 Stunden wirkt.

    Bei der Art der Therapie eintscheiden Ärzte nach der Höhe des Blutzuckers, wobei ein nüchterner BZ von mehr als 200 sicherlich mit Insulin therapiert werden sollte. Ein Probelm ist es, daß sich Allgeminmediziner oftmals vor der Verordnung von Insulin scheuen. Der Grund mag vielleicht Unwissenheit sein, aber auch mangelnde Zeit, um sich mit dem Patienten auseinanderzusetzen, denn Krankenversicherer weigern sich in der Regel, die Kosten für Schulungen bei Typ 2-Diabetikern zu übernehmen.

    Es ist sicherlich immer sinnvoll, einen Diabetologen aufzusuchen!

    Vor einer medikamentösen Therapie ist es auch ratsam zu prüfen, ob eine Gewichtsreduzierung oder eine Ernährungsumstellung einer Alternative bieten.

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Karen

    Rang: Gast
    am 03.09.2002 11:45:39
    Hallo Andreas,

    danke erst einmal für Deine schnelle Nachricht.

    Ich war heute morgen gleich beim Internisten und habe erst einmal Blut und Urin abgegeben und mich bestimmt eine 1/2 Stunde mit dem Arzt unterhalten. Der Urin war in Ordnung ( Keratintest ) Der Blutzucker 195 ( nüchtern ) Wir sind dahingehend übereingekommen, daß ich erst einmal versuche mit meinen 10 BE täglich auszukommen. Donnerstag muß ich wieder hin um EKG und Schilddrüsen Sono zu machen. ( Musste im letzten Jahr Knoten an der Schilddrüse entfernen lassen ) Donnerstag erfolgt dann anschließend eine erneute Besprechnung mit dem Arzt. Ich wurde bereits darauf hingewiesen, daß ich in einer Schwerpunktpraxis in der Nähe eine Schulung machen sollte, um den richtigen Umgang mit Nahrungsmittel etc. zu lernen.

    Ich habe bereits vorsorglich darauf hingewiesen, daß ich keine Tabletten nehmen will ( unter Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes - Schwangere bekommen reines Insulin, also auch kein gentechnisch hergestelltes und schon gar keine Tabletten - das war jedenfalls vor 8 Jahren so )

    Ich kenne zwar nicht viele Ärzte, aber der war richtig nett und vor allem er hatte Zeit und hat mir zugehört.

    Am Donnerstag habe ich dann bestimmt noch einige Fragen mehr auf Lager, mit denen ich dann das Forum bombadieren werde.

    Ach so...und abnehmen muss ich mindestens 20 kg.

    Ausserdem sehe ich die Diabetes nicht als "Anfang vom Ende" da ich ja weiss, daß man gut damit leben kann. ( wenn man sich an die Regeln hält )

    Viele liebe Grüße
    Karen
  • Karen

    Rang: Gast
    am 03.09.2002 11:45:39
    Hallo Andreas,

    danke erst einmal für Deine schnelle Nachricht.

    Ich war heute morgen gleich beim Internisten und habe erst einmal Blut und Urin abgegeben und mich bestimmt eine 1/2 Stunde mit dem Arzt unterhalten. Der Urin war in Ordnung ( Keratintest ) Der Blutzucker 195 ( nüchtern ) Wir sind dahingehend übereingekommen, daß ich erst einmal versuche mit meinen 10 BE täglich auszukommen. Donnerstag muß ich wieder hin um EKG und Schilddrüsen Sono zu machen. ( Musste im letzten Jahr Knoten an der Schilddrüse entfernen lassen ) Donnerstag erfolgt dann anschließend eine erneute Besprechnung mit dem Arzt. Ich wurde bereits darauf hingewiesen, daß ich in einer Schwerpunktpraxis in der Nähe eine Schulung machen sollte, um den richtigen Umgang mit Nahrungsmittel etc. zu lernen.

    Ich habe bereits vorsorglich darauf hingewiesen, daß ich keine Tabletten nehmen will ( unter Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes - Schwangere bekommen reines Insulin, also auch kein gentechnisch hergestelltes und schon gar keine Tabletten - das war jedenfalls vor 8 Jahren so )

    Ich kenne zwar nicht viele Ärzte, aber der war richtig nett und vor allem er hatte Zeit und hat mir zugehört.

    Am Donnerstag habe ich dann bestimmt noch einige Fragen mehr auf Lager, mit denen ich dann das Forum bombadieren werde.

    Ach so...und abnehmen muss ich mindestens 20 kg.

    Ausserdem sehe ich die Diabetes nicht als "Anfang vom Ende" da ich ja weiss, daß man gut damit leben kann. ( wenn man sich an die Regeln hält )

    Viele liebe Grüße
    Karen
  • Nimue

    Rang: Gast
    am 23.09.2002 21:35:10
    Ich habe auch erst seit Februar Diabetes (Typ 1).
    Als ich in der Klinik zur ersteinstellung war wurde ich fast nur mit Typ 2 Diabetikern geschult; und die Ärztin hat ihnen eigentlich immer dazu geraten eine Insulintherapy zu machen. Sie sagte, dass die Tabletten die Bauchspeicheldrüße bis zum äußersten strapaziert und das eine Insulintherapy auch für Typ 2 Diabetiker unumgänglich ist. Das es aber schonender wäre, wenn sie sich von anfang an dazu entschließen würden.
    Mein Onkel hat auch Typ 2 und hat sich sehr früh für die Spritze entschieden und er ist damit eigentlich auch gut gelaufen. von Nimue