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  • sandrine

    Rang: Gast
    am 22.07.2002 16:20:58
    hallo,
    mein freund hat diabetes. das problem dabei ist nur, dass er (wie ich vermute) sich eigentlich nicht darum kümmert (u.a. nicht blutzucker misst) und auch nicht mit mir darüber reden will. ich würde es sehr schön finden, wenn wir dieses thema in unser gemeinsames leben einbeziehen. mir ist es sehr wichtig, dass es ihm gut geht und deshalb wäre es wirklich eine freude für mich, wenn wir uns gemeinsam mit möglichkeiten, die lebensqualität zu steigern(gesundheit, keine angst, keine tabuisierung, gute gesunde mahlzeiten, sport...) auseinandersetzen könnten oder es einfach ganz natürlich tun.

    Nun, wie gesagt ich weiss nicht wie ich ihn dazu motivieren kann, zum arzt geht er auch nicht und ich nerv ihn eh schon viel zu oft, wenn ich immer wieder das thema anschneide.

    ich weiss, dass vieles die geduld+vertrauen bringt, aber ich weiss nicht ob wir wirklich so lange warten sollten! von sandrine
  • Doro

    Rang: Gast
    am 23.07.2002 14:04:56
    Ich kenne einen ähnlich gelagerten
    "Fall". Solange Dein Freund nicht
    selbst zur Einsicht kommt, hast Du
    keine Chance.

    Was Dir vorschwebt, ist keine
    Partnerschaft, sondern ein Eltern-
    Kind-Verhältnis. Es ist nicht Deine
    Sache, seinen Diabetes zu überwachen.

    Vermutlich liegen seinem Verhalten
    (schwere?) psychische Ursachen
    zugrunde. Diese müssen behandelt
    werden. Es gibt Psychologen/Psycho-
    therapeuten, die auf diabetische
    Probleme spezialisiert sind, jedenfalls
    in Deutschland.

    Alles Gute Euch beiden! von Doro
  • sandrine

    Rang: Gast
    am 23.07.2002 15:24:21
    hallo doro!

    danke für deine antwort!

    weil du von überwachung schreibst - das ist für mich eigentlich nicht das thema, sondern die frage nach der motivation, dass sich jemand selbständig mit einem thema beschäftigt. ich weiss dass ich niemanden sein leben abnehmen kann und das will ich auch nicht. aber mir ist auch aufgefallen, dass es diabetiker gibt, die das gefühl haben, ihrer umgebung durch ihre situation "umstände zu bereiten".
    ich glaube zwischen kontrolle und offenheit sich auf lebensumstände einzulassen und sie zu bejahen indem man z.T. auch gemeinsame "förderliche Akrivitäten" unternimmt besteht ein unterschied.

    auf jeden fall war es gut, mal drüber zu "reden", und ich bin wirklich froh über deine antwort!!
    danke nochmals und liebe grüsse
    sandrine
  • Doro

    Rang: Gast
    am 24.07.2002 13:07:27
    Hallo Sandrine,

    Deine Absichten sind löblich, und
    wenn es so wäre, wäre es ideal.
    Aber Dein Freund will ja nicht,
    geht nicht mal zum Arzt ...

    Wenn ihm wirklich an Dir liegt -
    und damit natürlich auch an seiner
    Gesundheit und einer möglichst
    langen, schönen, von diabet. Folge-
    schäden verschonten Partnerschaft -
    müßte er von selbst drauf kommen,
    daß er etwas ändern muß.

    Aber wie schon gesagt: Wenn psychische
    Probleme vorliegen, sollte fachliche
    Hilfe gesucht werden, aber auch
    der wird er sich verweigern,
    vermute ich.

    von Doro
  • sandrine

    Rang: Gast
    am 25.07.2002 17:16:52
    man darf die hoffnugn nie aufgeben! von sandrine
  • Christof

    Rang: Gast
    am 26.07.2002 04:44:06
    Sein Problem ist einfach...
    Er hat einfach keine lust drauf. geht mir zur zeit ach so. Ich messe meinen Blutzucker auch nicht immer und ich schreibe ihn erst recht nicht auf. Ich halte ihn nach gefühl immer im grünen bereich und das reicht mir. Es ist normal das mal eine zeit kommt wo einem das nicht kümmert. Das wird sich wieder legen. Und ich denke keiner geht gern zu einem Arzt. von Christof
  • sandrine

    Rang: Gast
    am 26.07.2002 14:43:51
    Lieber Christof!

    Schön deine Ansicht zu hören! Ich glaube auch, dass man nicht gleich alles so extrem sehen muss!!
    Eine gewisse Sorgfalt im Umgang mit sich selbst ist allerdings immer wichtig!
    Ich bekomme einfach manchmal Angst, wenn ich das Gefühl habe, jemand kümmert sich nicht um seine gesundheitliche Situation und verharmlost und tabuisiert ein Thema.
    Aber wie gesagt, wird schon alles wieder ins Lot kommen! von sandrine
  • Christof

    Rang: Gast
    am 26.07.2002 18:37:49
    Ich denke man kann von niemanden erwarten. Über Jahre hinweg 100% auf sein Diabetes zu achten manchmal wird man halt einfach müde und braucht eine pause davon. Das dumme ist Diabetes macht keine pause :( von Christof
  • Sandrine

    Rang: Gast
    am 27.07.2002 16:48:52
    Ja das klingt logisch!

    Ich glaube aber auch nicht, dass es schwerwiegende Folgen hat, wenn man mal für 1-2 monate seinem gefühl nachgeht und so ca. über den daumen peilt, v.a wenn man vor und nach dieser pause seine werte wieder in einem vernünftigen maße kontrolliert!


    von Sandrine
  • Christof

    Rang: Gast
    am 29.07.2002 06:15:26
    Wo ist dann dein Problem ?
    Wenn er sich eine längere Zeit hängen lässt solltest du vorsichtig mit ihm darüber reden. von Christof