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Nichtakzeptanz d. Diabetes
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michaela
Rang: Gastam 21.02.2002 16:16:09
Hi, bitte um Info bzw. Hilfe. Unser Sohn, 17 Jahre, Typ 1 seit 6 Jahren hat hba1c 13
keinen Bock auf testen und will die Erkrankung weit wegschieben durch "verdrängen". Hat jemand ähnliches
erlebt und kann Tipps geben? Vielen Dank für Hilfe!!! -
Gast
Rang: Gastam 21.02.2002 21:22:29
Hat er denn keinen Diabetologen, der ihn
behandelt? Statt mit Folgeschäden, die
bei dem HbA1c unweigerlich drohen, zu
argumentieren, besser an die Vorzüge
eines möglichst normalen Lebens appellieren.
Evtl. Freundin hierfür einspannen ;-)
Buchempfehlung: Dr. Axel Hirsch
"Mit Diabetes leben lernen"
Ferner gibt es speziell auf Diabetiker spezialisierte
Psychologen. Adressen sind im
"Diabetes Journal - Das Buch" enthalten.
von Gast -
Daniel
Rang: Gastam 22.02.2002 09:45:29
Hi, habe seit 2 Monaten Diabetes Typ1.
Ich wurde mit einem diabetischen Koma ins Krankenhaus eingeliefert, dort haben mir die Ärzte von Anfang an alles super erklärt und auf mich eingeredet.
Am Tag muss ich mich 5mal spritzen und 4mal meinen Blutzucker messen und ich muss sagen bis jetzt komm ich damit sehr gut klar.
Er muss lernen seine Diabetes zu akzeptieren, ansonsten wird er durch die Folgeerscheinungen in seiner Lebensqualität stark eingeschränkt werden.
Ich würde es durch abschreckende Beispiele ihm versuchen klar zu machen, das hat bei mir auch sofort geholfen.
Verdrängen bringt sicher null Punkte bei Diabetes, man kann doch sehr gut damit leben, klar ist man etwas eingeschränkt aber was solls.
Bis denne, Daniel -
Hannah
Rang: Gastam 01.03.2002 23:11:08
Hallo.
Bin inzwischen 23 und komme seit ein paar Jahren sehr gut mit meinem Diabetes zurecht. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit (da war ich ca. zwischen 13 und 18 Jahre alt), als ich absolut keinen Bock auf Diabetes, Messen oder Spritzen hatte. Habe einfach alles Pie-mal-Daumen gemacht, wollte mir nicht reinreden lassen.
Inzwischen bin ich überzeugt, dass es mir sehr geholften hätte, wenn ich andere Jugendliche gekannt hätte, denen es wie mir geht. Die kann man z.B. bei einem Jugendkurs kennenlernen (Klinik-Aufenthalt während der Schulferien mit Extra-Betreuung und Sonderangebot für Jugendliche mit Diabetes - z.B. in Bad Mergentheim oder in Kaiserslautern - gibt es bestimmt auch in vielen anderen Diabetes-Kliniken).
Es bringt meiner Meinung nach nichts, wenn die Eltern ständig mit erhobenem Zeigefinger auf die schlechten Werte zeigen. Das "verhärtet nur die Fronten".
Schließlich geht es in dem Alter ja nicht nur um den Diabetes. Im Gegenteil. Da ist eigentlich alles andere wichtiger (Freunde, Party, COOL sein...).
Versuchen Sie als Eltern, nicht die Geduld zu verlieren und Verständnis für die Situation zu haben.
Alles Gute!
von Hannah -
Ruth Reiferscheid
Rang: Gastam 02.03.2002 15:26:22
Hallo!
mein Name ist Ruth, ich bin 28 jahre alt und seit 1 Jahr Typ I Diabetikerin. Für mich war die Diagnose am Anfang ein echter Hammer. Auch bei mir gibt es Tage, da könnte ich den ganzen Mist in die Ecke pfeffern. Das Spritzen tut weh, oder mein Finger gibt nach dem 5. mal stechen immer noch nicht genug Blut für eine Messung her. Dann soll man wieder alles aufschreiben und, und und! Hier helfen mir gute Freunde und mein Mann. ich habe einen Stiefsohn mit 15 Jahren (der gesund ist), aber wenn ich bei dem was erreichen will, ist er der Vernunft keineswegs zugänglich. Das liegt am Alter! Leider! ich weiß nicht welchen Kontakt Ihr zum Freundeskreis Eures Sohnes habt, aber wenn er wirklich gute Freunde hat, dann haben die mehr Einfluß auf Ihn als die Eltern. Vielleicht könnten seine Freunde Ihn motivieren? Hat er eine Freundin? Wenn ja, vielleicht schafft Sie es durch gutes zureden! Aber vielleicht sollte er mit jemanden mal reden, der fast gestorben wäre... meine Wenigkeit! Mein Mann ist Typ II Diabetiker (er ist jetzt 36 Jahre alt). Er hat seinen Zucker 5 Jahre lang total vernachlässigt, bis ich mit über 1000mg in die Klinik eingeliefert wurde, seit dem hat er sich total geändert. Ähnlich erging es auch meinem Schwiegervater (Typ II) und einigen Bekannten von uns. Wenn ich helfen kann hier meine Mail-Adresse: Kater.Reiferscheid@t-online.de
Alles Liebe
Ruth von Ruth Reiferscheid -
michaela
Rang: Gastam 19.03.2002 12:04:57
Danke-tut gut zu wissen daß andere jugendliche Diabetiker ähnlich reagieren-
ich werde mich nach einer Klinik mit extra Betreuung für jugendliche D. umsehen
herzlichen Dank und liebe Grüße
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michaela
Rang: Gastam 19.03.2002 12:04:57
Danke-tut gut zu wissen daß andere jugendliche Diabetiker ähnlich reagieren-
ich werde mich nach einer Klinik mit extra Betreuung für jugendliche D. umsehen
herzlichen Dank und liebe Grüße
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michaela
Rang: Gastam 19.03.2002 12:04:57
Danke-tut gut zu wissen daß andere jugendliche Diabetiker ähnlich reagieren-
ich werde mich nach einer Klinik mit extra Betreuung für jugendliche D. umsehen
herzlichen Dank und liebe Grüße
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L.Ackermann
Rang: Gastam 20.02.2008 23:04:31
Habe zwei insulinpflichtige Töchter 24 und 19 J.
mit Diabetes. Die älteste ist jetzt so weit, Diabetes zu akzeptieren.
Mit der jungeren habe seit ca. 2Jahren nur Sorge
u. Probleme, akzeptiert Diabetes nicht, trotz zwei
Schulungen, im Herbst 2007 Intensivstation!!!,
Hat zur Zeit Grippe, so konnte ich sie überzeugen
Blut ab zu nehmen. Schock!!! HbA1C von 15,2!!!
Sie weigert sich in ein Krankenhaus zu gehen.
Nach dem ich sie zum tausendsmal aufklärte
wegen Folgeerkrankungen:
Nierenversagen, Blindheit usw.,
sagte mir meine Tochter:" Na und , dann habe
ich vorher gelebt! (Ohne Spritzen und Zuckermessungen).
Einen Psychotherapeuten lehnt sie ab,
ich glaube, ich brauche einen, weil ich sonst
das ganze nicht schaffe.
von L.Ackermann