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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.04.2011 08:04:45
    Moinmoin,

    letzter Anlass für diesen kurzen Medizin-Ausflug: In einem der anderen aktiven Freds hatte jemand von der Bekannten geschrieben, bei der alle Mittel nix mehr bewirken und die jetzt spritzen muss:

    Typ2 gilt als progrediente Krankheit, also als eine Krankheit, die sich auch bei ordentlicher Behandlung mit der Zeit immer mehr verstärkt > Krankheits-Progression.
    Dieser Progression entspricht dann die Therapie-Eskalation > die Behandlung mit immer mehr immer "stärkeren" Medis bis hin zu Insulin und immer mehr Insulin.

    Meistens:
    Zuerst mehr Bewegung und mehr gesunde Ernährung,
    dann mehrere Jahre Metformin - bremst von der zu vielen Zuckerausgabe der Leber,
    dann mehrere Jahre Sulfonylharnstoffe o.ä. - treiben den immer kleineren verbliebenen Rest an Insulin produzierenden Zellen zur Mehrausgabe an,
    dann zusätzlich oder als Ersatz Insulin.

    Bisdann, Jürgen
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.04.2011 09:27:34
    moin Jürgen,
    einen kleines Trostpflaster gibt es dennoch:
    Wir Typ2er haben mehr Zeit um uns mit der Materie vertraut zu machen und werden nicht gleich ins kalte Wasser geworfen.

    bis dahin

    --- verzweifeln hilft eher nichts ---
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.04.2011 10:53:20
    hjt_Jürgen schrieb:
    Moinmoin,

    Meistens:
    Zuerst mehr Bewegung und mehr gesunde Ernährung,
    dann mehrere Jahre Metformin - bremst von der zu vielen Zuckerausgabe der Leber,
    dann mehrere Jahre Sulfonylharnstoffe o.ä. - treiben den immer kleineren verbliebenen Rest an Insulin produzierenden Zellen zur Mehrausgabe an,
    dann zusätzlich oder als Ersatz Insulin.

    Bisdann, Jürgen



    gekürzt


    Daß sich chronische Krankheiten mit zunehmendem Alter verschlechtern, ist keine neue, bahnbrechende Erkenntnis.

    Das mit der Bewegung und der gesunden Ernährung ist mir zu pauschal. Nicht jeder, der an Diabetes erkrankt, ist ein bewegungsfeindliches Faultier und ernährt sich von Junk Food. Das gilt insbesondere für die, die einem Beruf nachgehen und den Diabetes nicht zu ihrem Lebensinhalt machen können oder wollen.

    Die Gabe von Sulfonylharnstoffen sollte m.E. als Kunstfehler betrachtet werden. Die rechtzeitige Gabe von Insulin sollte heute eigentlich Standard sein. Bei Typ2 zu warten, bis die BSD gänzlich ihren Geist aufgibt und dann erst Insulin zu spritzen, erschwert eine vernünftige Handhabung des Diabetes ungemein oder macht sie fast unmöglich.