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Insulinüberproduktion? - Ernährung?
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Gast
Rang: Gastam 02.07.2011 16:43:55
Hallo,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich habe schon das Netz durchsucht, nichts Passendes gefunden und dachte mir, dass hier wohl die fachkundigsten Leute anzutreffen wären ;-).
Ich hatte diese Woche einen Glucosebelastungstest. Heraus kam, dass mein Blutzucker nur leicht anstieg und dann rapide abfiel. Weil er zu niedrig wurde, gab mir der Arzt eine Zuckerlösung intravenös. Dann das gleiche Spiel von vorn. Dann wurde der Test abgebrochen, es sei zu gefährlich sagte der Arzt. Ich durfte mein Vollkornbrot essen und dann nach Hause. (Werte kenne ich nicht)
Als ich den Arzt fragte, was das nun zu bedeuten habe, antwortete er mir, dass er eine Insulinüberproduktion vermute und evtl. "etwas" herausoperiert werden müsse, je nachdem, was ein Hungertest im KH ergeben würde. Zu Hause habe ich nachgeforscht, was dieses "etwas" sein könnte und stieß auf Insulinome. Langsam bekam ich es mit der Angst zu tun! Habe dann aber gemerkt, dass die Ursachen sehr vielfältig sein können, zumal ich eine Hashimoto Thyreoiditis habe. Der Arzt hat mir gesagt, ich solle möglichst Vollkornprodukte essen und Zucker aller Art meiden.
Ich bin nun total verunsichert, habe Angst, möchte möglichst alles richtig machen. Wie soll ich mich denn nun ernähren?! Es ist ja ein totaler Teufelskreis, immer wenn ich was esse, wird ja anscheinend die Insulinproduktion angeregt. Aber so wenig wie möglich essen kann doch auch nicht die Lösung sein, dann unterzuckere ich auch. Wenn ich stark unterzuckert bin, darf ich dann noch Traubenzucker nehmen? Ich fühle mich irgendwie im Regen stehen gelassen. Mein nächster Arzttermin ist erst Anfang August! Hinzu kommt, dass ich den Unterzucker kaum noch spüre. Eigentlich erst, wenn es schon sehr spät ist...
Freue mich über alle Antworten!
Vielen Dank,
Proserpina -
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Gast
Rang: Gastam 02.07.2011 18:25:28
Ein niedriger Blutzucker (2,7), den ich mal in der Apotheke habe messen lassen. Außerdem Unterzuckerungssymptome wie Schwindel und Konzentrationsstörungen. Des Weiteren meine Schilderung, dass ich das Gefühl habe, den Unterzucker durch Nahrungsaufnahme kaum beheben zu können. -
am 02.07.2011 19:20:00
Mal generell: Diabetes heißt, sehr viel mehr als gesund an Blutzucker, nicht zu wenig. Und sehr viel weniger als notwendig an eigenem Insulin, nicht zu viel. - Wir könnten uns also super ergänzen, wenn das ginge ;-(
Praktisch kannst Du dich wohl damit über Wasser halten, dass Du 1-2-stündlich so was wie ne halbe Scheibe Brot knabberst oder auch 2 Bonbons lutscht oder... Alle Stärke-Kohlenhydrate taugen dafür, denn sie sind verdauungstechnisch alle genau son Zucker wie der, der schließlich aus den Süßigkeiten im Blut ankommt. Da kann kein Chemiker mehr den Unterschied in der Herkunft erkennen, und all dieser Zucker hat die selbe Wirkung: Er erhöht den Blutzucker und regt die Insulin-Ausgabe an. Das behebt selbstverständlich nichts, sondern gleicht bestenfalls einigermaßen beschwerdefrei aus.
Wichtig: Nach Möglichkeit immer gerade so viel essen, dass der Blutzucker nicht unter die Höhe sackt, unter der Dein mieses Gefühl und vielleicht auch der Hunger anfangen. Auch da würde dann ne halbe bis ne ganze Scheibe Brot für den normalen Blutzucker reichen. Aber damit ist man das miese Gefühl dann noch lange nicht los, weil das Essen erst durch Magen und Darm muss, bis der Blutzucker wieder etwas ansteigt. Und wenn man da dann erst zu essen aufhört, wenn das miese Gefühl aufhört, kommt man aus dem Befressen so schnell nicht wieder raus.
Ne Unterfunktion der Schilddrüse kann wohl auffällig niedrigen Blutzucker machen. Und dann waren 2 Frauen in meinem weiteren Familienkreis ihre Beschwerden mit niedrigem Blutzucker los, als sie ihre Pillen gegen andere Verhütungsmittel ausgetauscht hatten. Nur erlebte Beispiele, keine Ahnung, wie da was zusammen gehangen haben kann.
Und wenn dann doch Insulinom? Geht auch Deine Welt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht unter :-) -
Gast
Rang: Gastam 02.07.2011 19:26:34
Vielen Dank, du glaubst gar nicht, wie du mir geholfen hast!
Es ist so schwer, die für sich wichtigen Informationen zu filtern.
Die Pille nehme ich nicht.
Ich schwankte zwischen Low-Carb, LOGI, Insulin-Trennkost...nun weiß ich, was ich zu tun habe...und werde hoffentlich auch nicht dick dabei. ;-) -
am 03.07.2011 10:43:18
Hallo Proserpina,
hör auf zu schwanken und entscheide dich für eine low-carb-Ernährung, am besten für LOGI. Bei LOGI werden die KH moderat reduziert mit dem Ziel, den BZ-Spiegel und den Insulinspiegel zu glätten. Außerdem kannst du mit der Ernährung dein Essen dauerhaft wohlschmeckend und ohne Entbehrungen gestalten - sieh es dir mal in dem Forum genauer an.
Insulintrennkost würde dein Probelem bei der KH-reichen Mahlzeit sogar noch verschärfen, das kommt wirklich nicht in Frage.
LG Rainer -
Gast
Rang: Gastam 03.07.2011 13:42:10
Hm, schon wieder Verwirrung...;-)
Aber LOGI erscheint mir auch sinnvoller. Ich möchte meiner Bauchspeicheldrüse ja mal ein bisschen Ruhe gönnen!