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Prädiabetes laut Krankenkasse schon ab 90 nüchtern Kapilar?
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Gast
Rang: Gastam 14.08.2011 08:51:04
Guten morgen,
ich selbst habe eine Insulinresistenz...seit dem ich das erfahren habe versuche ich morgens u. a nüchtern unter 100 zu kommen. Nun habe ich gestern im Rahmen des DMP von meiner Krankenkasse ein Prospekt bekommen. Darin steht das der Prädiabtes schon kapilar bei > zu erkennen ist. Kann das sein? Ich habe Freunde un d Verwandte gemessen fast alle haben morgens Werte von >90 auch die die einen völlig gesunden Hbsa1 Wert von <5,4 haben meineeinen von 4,5 und morgens >90 -
Gast
Rang: Gastam 14.08.2011 13:25:43
habs auch bekommen, aber schon entsorgt, strotzt vor murks.
die haben vollblut und plasmakalibrierung, mit venös/kapilar verwechselt.
reden bei 70 von unterzucker und empfehlen tz , damit beginnt die achterbahn.
bei 50 tz ok,bei 70 reicht halbe scheibe brot.
aber du mißt nicht, du -testest- und zwar plasmakalibriert (wobei auch das wort kalibriert falsch ist) und da kommt ca 15% mehr raus als bei vollblut, dazu mit einer -genauigkeit-
von +-20% .
die max 90 beziehen sich auf vollblut (laborgerät) bei völlig gesunden mit hba1c 4,8%.
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am 14.08.2011 14:42:38
Moinmoin,
Prädiabetes und Typ2 sind nicht zu erkennen, sondern definiert. Noch vor etwas mehr als 20 Jahren war Typ2 erst mit mehr als 180 morgens nüchtern definiert, dann mehr als 140 und inzwischen mehr als 125. Weil auf dem Weg von gesund bis dahin schon 10-12 von 100 Betroffenen wenigstens eine diabetische Folge ausgebildet haben, wurde der Prädiabetes erfunden, zunächst definiert ab 100mg/dl und inzwischen immer häufiger ab 90.
Dabei kommt es nicht auf die 90 oder die 100 als absoluten Wert an. Sondern mehr als 85 weisen darauf hin,
dass die Insulin-Produktion wahrscheinlich nachlässt,
dass die Insulin-Ausgabe nachlassen kann,
dass die Blutzuckerspitzen jeweils etwa 1 Stunde nach dem Essen deutlich höher als 140 ansteigen können.
Und was am meisten in diesem Stadium krank macht, ist genau diese mehrmals tägliche und immer höhere Spitze. Die größeren Schwankungen sind das einzige, womit wir einstweilen erklären können, dass auch schon im frühen Prädiabetes-Bereich bei noch völlig gesundem HBA1c diabetische Folgen beobachtet werden können. Und deswegen erkläre ich jedem Betroffenen und auch jedem Arzt, dass auch Obst keinen Gesundheitswert an sich hat, sondern nur in dem Maße auch für uns mit Diabetes gesund ist, in dem wir damit unseren BZ im gesunden Bereich halten.
Mein Standardbeispiel: Der Apfel, mit dem mein BZ um 60mg/dl ansteigt, ist gesund, so lange ich ihn bei 80mg/dl esse und damit eben in der Spitze maximal 140mg/dl erreiche. Wenn ich den bei 140 esse, ist er völlig ungesund.
Es hat mithin viel mehr Sinn, die Spitzen über 140 nach dem Essen zu vermeiden, als irgendein Hirnschmalz oder gar Medi darauf zu verschwenden, den Nüchtern-BZ unter 90 oder unter 100 zu schieben. Zum al die Erfahrung zeigt, dass der Nüchtern-BZ von selbst Richtung gesund sinkt, wenn man die Spitzen nach dem Essen konsequent auf max 140 etwa 1 Stunde nach dem Essen begrenzt :-)
Bisdann, Jürgen