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Riesige Angst vorm Spritzen !

  • Bianca K.

    Rang: Gast
    am 08.07.2009 20:19:21
    Hallo,
    ich leide an Schwangerschaftsdiabetes.
    Nach einem Glukosetoleranztest wurde ich zur Eistellung ins KH eingewiesen, dort habe ich meine Zuckerwerte in den Griff bekommen, sodaß ich nur Diät halten mußte.
    Leider hielt es nicht lange, kaum war ich zuhause, erhöhten sich die Ergebnisse rapide.
    Nun steht für mich die Frage an, ob ich nochmal ins KH muß, um doch auf Insulin geschult zu werden.
    Davor habe ich eine Riesenangst. Habe eine Spritzenphobie, und nun soll ich lernen, mich selber zu stechen?!
    Ich habe nur noch etwa 3 Wochen Schwangerschaft vor mir.
    Die Blutzuckerwerte-Bestimmung ist schon eine Herausforderung, mach ich auch nur am Ohr.

    Wie schmerzhaft ist die Stecherei?
    Und wo am wenigsten.
    Wäre dankbar für eure Antworten

    LG, Binca K. von Bianca K.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.07.2009 20:51:27
    Moin Bianca,

    gratuliere! Dann hast Du's ja bald geschafft :-)

    Da muss Dein BZ aber schon mächtig aus der Reihe tanzen, wenn Dein Gyn nun doch noch auf Insulin drängt. Denn an und für sich sind die damit noch immer relativ träge.

    Zum Spritzen lässt Du dir z.B. so einen Diapen verpassen. Schau mal auf eben diapen.com Da ist auch die Handhabung genau bebildert. Bei dem Teil stellst Du die Menge ein, setzt es dann ohne zu stechen fest auf's Fell und drückst ab. Damit löst Du wie bei der Stechhilfe für den Fingerpieks den Injektionsmechanismus aus, vorzugsweise mit 5mm Kanülen, und ich versprech Dir, Du merkst davon irgendwo in Deiner Bauch- oder Hüftgegend nicht die Hälfte vom Merken vom Fingerpieks :-) Du brauchst bei dem Diapen auch keine Falte zu greifen, so dass Du auch in Bereichen spritzen kannst, die Du nur mit einer Hand erreichst. Bei so einer fortgeschrittenen Schwangerschaft ist frau ja auch nicht mehr ganz so beweglich (hey, nur noch DIE PAAR Tage!).

    Klar wirst Du 2-3 Tage brauchen, bis Du die passende Dosierung raus hast, aber das ist alles keine Hexerei. Hat meine Tochter auch gepackt, und unser Enkel ist inzwischen 8 Wochen und putzmunter. Schade nur, dass uns an die 600 km trennen, aber per Internet gibt’s ja zum Glück inzwischen instant Bild & Ton :-) Fehlt nur noch das Anfassen.

    Daumendrück, Jürgen
  • Bianca K.

    Rang: Gast
    am 08.07.2009 21:10:15
    Hey Jürgen,

    danke für deine Antwort.
    Habe auch schon auf der Seite geguckt. Sieht vielversprechend aus, obwohl ich als Phobikerin wirklich Probleme mit Nadeln habe.
    Ich hatte im KH einen Blutzuckerwert von Morgens etwa 80 nüchtern, 110, 2 h nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen so um die 90 und abends um die 100.
    War sehr gut eingestellt.
    Nun bin ich zuhause und habe nüchtern fast 100,heute waren es sogar 103! nach dem Früstück etwa 130, Mittags hatte ich heute 175! Und das nach einer Ofenkartoffel und Sourcreme. Abends muß ich jetzt mal schauen. War gestern

    Am meisten wird dem Arzt der Nüchternwert stören.
    Normal sind in der SSW. Werten von nüchtern bis zu 90, 2 h nach dem Essen um die 120- 155, abends 110.

    Ich schiebe hier echt Panik und frage mich , warum die Werte so in die Höhe schießen. Vielleicht Dauerstreß?

    Im KH werden zur Einstellung, denk ich mal, die normalen Pens genommen.

    LG, Bianca K.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.07.2009 21:53:15
    Moin Bianca,

    ich weiß, die Ärzte sind alle Nüchternwert-Phobiker. Am Nüchternwert gibt es absolut keine medizinische Magie. Die 103 vor dem Essen sind nicht einen Deut schlimmer als 103 irgendwann nach dem Essen. Einziger Nachteil: Je höher Du vor dem Essen anfängst, desto weniger Platz bleibt Dir für das Essen bis zur Obergrenze. Tscha, und Kartoffeln sind nun mal wie auch Nudeln und Brot verdauungstechnisch der pure Zucker :-( Aber da bist Du ja flexibel und kannst Portionen, die Deinen BZ zu hoch treiben würden, z.B. einfach in 2 teilen und mit ner Stunde Pause zwischendurch eben nacheinander essen. Entsprechend weniger hoch wird Dein BZ ansteigen :-)

    Dass Dein Blutzucker nun etwa mit einer Scheibe Brot sehr viel höher ansteigt, als noch vor 4 Wochen, hat nicht wirklich mit Stress zu tun, sondern damit, dass Dein Pankreas zu wenig Insulin produziert und dass dieses Zuwenig mit hormonell bedingt steigenden Anforderungen nun immer mehr auffällt. Wenn Dein kleiner Schreihals erst einmal draußen ist, reicht Deine eigene Produktion wahrscheinlich wenigstens ersteinmal wieder für einige Zeit ohne Hilfe von außen :-)

    Und auch wenn in den letzten 3 Wochen der eine oder andere Zacken in Deiner BZ-Kurve ein bisschen zu weit nach oben ausreißt, musst Du dir keine große Angst um Dein Kind machen. Noch vor 10 Jahren galt als völlig ausreichend, wenn kein Zucker im Urin nachweisbar war. Den Zucker im Urin gibt es aber erst, wenn der BZ irgendwann nach dem Essen für längere Zeit über 160-180 verläuft. Und auch damals sind schon die weitaus meisten Kinder von Müttern mit Diabetes gesund auf die Welt gekommen :-)

    Daumendrück, Jürgen

    Diapens werden extra für Nadelphobiker verordnet, und wenn Du von Anfang an und schon bei der Vorbesprechung drauf bestehst, bekommst Du sofort son Teil. Du musst dich da bloß nicht von irgenwelchen Geht-nicht-so-schnell-Bürokraten belabern lassen.
  • Tom

    Rang: Gast
    am 09.07.2009 09:58:18
    Hi Bianca,

    auch ich wünsche dir eine angenehme Geburt und alles Liebe und Gute für dich und den Terrorkrümel!
    (Kannst du deine Füße jetzt noch sehen?;-)

    Spritzen ist leider ein furchtbarer Begriff für die Pen-Nadel-Piekserei. Und nicht mehr gerechtfertigt. Es ist wirklich so, dass das Messen mehr weh tut als das Pen-Pieksen.
    Und am Besten ist der Bauch geeignet.
    von Tom
  • Marie

    Rang: Gast
    am 09.07.2009 11:49:12
    Hallo Bianca,

    ich hatte auch SS-Diabetes und musst auch gegen ende spritzen. In der SS spritzt man nicht in den Bauch sondern in den Oberschenken. Im Prinzip könnte man auch in den Bauch spritzen, aber als Schwangere empfindet man das nicht so schön.

    Das spritzen tut überhaupt nicht weh. Ich habe immer dabei an mein Kind gedacht und dann fiels mir sehr leicht, denn du willst doch das dein baby einen schönen Start ins leben hat und nicht sofort mit Unterzuckerungen kämpfen muss. Das müsste zur Motivation ausreichen.

    Ich drücke dir die Daumen ! Dir steht das schönste bevor was einen Frau erleben darf... dafür loht es sich zu spritzen: ein gesundes Baby!

    Viele Grüße
    Marie