Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
whohe Insulindosen gegen Insulinresistenz erfolgreich?
-
Tom
Rang: Gastam 05.06.2009 12:00:35
Insulinresistenz. Gewöhnlich erhöht der behandelnde Arzt dann immer wieder und immer wieder die Insulindosen. Die Mahlzeiten spielen dabei schon oft gar keine Rolle mehr, denn viele trauen sich gar nicht mehr zu essen, sondern sind nur damit beschäftigt, mit Kurzzeitinsulin den BZ zu korrigieren, auch ohne Essen. Nun könnte man sagen, die Basalversorgung stimmt nicht. Aber komisch:
Es bleibt völlig ohne Wirkung, ob das Basalinsulin um 2,10, 20 oder mehr Einheiten erhöht wird. Warum ist das so?
Und die Gewichtszunahme erfolgt extrem eben dann, wenn man hohe Insulindosen spritzen muss. Also ich habe noch von keinem einzigen Patienten gehört, dass durch das Spritzen der Insulinmassen die Insulinresistenz durchbrochen wurde und man dann wieder weniger Insulin benötigt hätte und die Pfunde auch wieder verloren. Und das wird ja immer wieder betont, das wäre das Ziel.
Ist das nun überhaupt möglich oder nicht? von Tom -
Ruth Zander
Rang: Gastam 05.06.2009 16:30:25
Hi Tom,
warum wird Insulin wohl zur Schweinemast missbraucht? Lass uns mal nachsehen, vielleicht wächst uns schon ein Ringelschwänzchen.
Liebe Grüße -
Jürgen
Rang: Gastam 06.06.2009 21:18:43
Schon interessant, was sich da alles in der Wundertüte mit dem Stempel Insulinresistenz findet, allerdings keine Schweinemast. Denn die funktioniert schlicht mit der natürlichen Hyporeaktion: Mehr Insulin als gebraucht wird, zieht einfach den BZ runter, egal wie insulinempfindlich, und macht HUNGER, auch wenn der Bauch gerade zuvor total vollgeschlagen wurde.
Bei einem Insulinresitenten, der einfach 2 IE statt 1 wie ein Nichtresistenter für einen gesunden BZ-Verlauf braucht, macht das zum BZ passende Mehr an Insulin keinen Hunger und damit auch keinen direkten Gewichtszuwachs :-( von Jürgen -
nmdhfgt
Rang: Gast -
Lulu
Rang: Gastam 07.06.2009 12:06:01
lieber Tom
mir geht es so, wie Dir anscheinend. Ich brauche, um gute Werte zu haben pro BE mitlerweile vier (!!!) E Kurzzeit statt wie noch vor einem Jahr zwei. Angefangen habe ich mit einer. Ich esse nur noch ein Drittel von dem, was ich vor zwei Jahren essen durfte. Nur mit einem pflanzlichen Mittel, das ich zu jeder Mahlzeit einnehme, halte ich mein Gewicht so in etwa. Aber der Hunger ist oftmals tierisch.
Wenn ich das LZ Insulin abends mal vergesse, dann habe ich morgens die gleichen Werte, als hätte ich es genommen.
Manchmal frage ich mich, ob das Zeug überhaupt noch was bringt. Wird es wohl noch ein bisschen.
Mein Arzt meint, dass ich eben spritzen soll, was ich brauche.
Ich hege den Verdacht, er weiß es auch nicht, wie man dem begegnet, weil ich kaum noch Pillen vertrage, ohne krasse Nebenwirkungen zu bekommen.
Wenn ich meinen Ranzen anschaue, dann stelle ich auch leise weinend fest: Dahin ist aller Glanz, ich mutiere zum Borstenvieh.
Ein Schwänzchen ist mir noch nicht gewachsen! Aber irgendwie mutiere ich langsam aber sicher....! Seufz! von Lulu -
Jürgen
Rang: Gastam 07.06.2009 16:18:48
In der Insulinresistenz-Wundertüte finden wir z.B.:
1. bei vielen Ärzten den erhöhten Nüchternwert vor dem Überschreiten der Diagnoseschwellen zum Typ2, hier also einfach eine Benennung für einen auffälligen BZ. Dagegen weiß sich die Fachmedizin wenig Rat, der sich morgens-mittags-abends verordnen ließe.
2. fachoffizell die Hauptursache für Typ2, obwohl offenbar weit über die Hälfte der Bevölkerung nicht nur in D insunlinresistent ist und in ihrer überwiegenden Mehrheit keinen auch nur minimal auffälligen BZ-Verlauf aufweist. Denn mit dem erhöhten Insulinbedarf durch eine Resistenz wächst die gesunde Insel(Beta)zellmasse einfach mit. Diese Art der Resistenz ist mit Insulinempfindlichmachern beeinflussbar.
3. fachoffiziell die Erklärung dafür, dass der BZ bei Typ2 nach dem Essen meistens besonders hoch ansteigt, obwohl seit Jahrzehnten in der Medizin bekannt ist, dass dieser Anstieg im Typ2-typischen diabetischen Ausfall des Regelkreises begründet ist, der gesund für die rechtzeitige Bereitstellung der zum Input passenden Menge Insulin sorgt. Byetta & Co sorgen hier sehr erfolgreich für Abhilfe, so lange noch ausreichend eigenes Insulin abgerufen werden kann.
4. fachintern die Fehlfunktion der Alphazellen des Pankreas, die diabetisch fehlgesteuert auch dann noch munter weiter Glukagon ausgeben und damit die Leber weiter zur Zuckerausgabe anregen, wenn die normale Blutzuckerhöhe längst überschritten ist. Und vor allem häufig vermehrt auch dann, wenn neue Glukose gegessen wird! (Dann verzichten gesund gesteurte Alphazellen auf die Glukagonausgabe, bis der Zucker aus der neuen Lieferung zuende verteilt ist.) Standardmedi hier ist Metformin, das allerdings nicht die Fehlausgabe der Alphazellen bremst, sondern ähnlich Alkohol die Zuckerausgabe der Leber behindert.
Die Alphazellen scheinen bei gesund niedrigem BZ und geringerem Glukose-Input weniger gestört zu funktionieren.
5. fachintern die receptor-down-regulation, die vor allem dann beobachtet werden kann, wenn immer höhere BZ-Verläufe beständig mit zwar immer mehr, aber im jeweiligen Ergebnis zu wenig Insulin beantwortet werden. Dann ist immer zu viel Zucker in Umlauf, den das immer mehr Insulin in die Zielzellen schleusen will. Aber die sind längst voll und können keinen Zucker mehr lassen. Deswegen schalten sie von den jeweils mehreren hundert Insulinrezeptoren immer mehr aus.
Wieder einschalten kann man die Rezeptoren, receptor-up-regulation, indem man keine Glukose einfüllt und so lange so viel Insulin spritzt, dass ein zuverlässig (ca. 24 Stunden) gesunder BZ-Verlauf im Bereich von über den gesamten Verlauf 100-140 mg/dl (nicht nur Zielberich vor dem Essen!) erreicht wird. Vorsicht! Damit verringert sich der Insulinbedarf pro BE auf weniger als Menge, die zu Beginn des Resistenzanstiegs üblich war! Und dieser gesunde Bedarf bleibt dann so lange erhalten, so lange der BZ weitgehend im gesunden Bereich geführt wird. Dann gibt die Waage an, wie viele BEs der Betroffene auf diese Weise dauerhaft verwursten kann.
Diese receptor-up-regulation ist in meinen Augen die einzige Art von Behandlung, die tatsächlich irgendwie die Bezeichnung Durchbrechen rechtfertigt. von Jürgen -
Lulu
Rang: Gastam 07.06.2009 21:11:49
Vielen Dank, lieber Jürgen. Was aber bitte macht ein Wesen wie ich, das von Amaryl, Metformin und Byetta lassen musste, weil die sowieso schon sehr angegriffene Gesundheit es nicht mehr zulässt, weiter Chemie in mich reinzupumpen? Aus diesem Grund hat mein Arzt mich vor zehn Jahren auf Insulin eingestellt. Bisher ging ja alles ganz gut. Ich bin schon über Sechzig, und da nimmt man sowieso schwerer ab.
Mir hat mal jemand gesagt, dass irgendwann das Insulin nicht mehr wirkt. Ist das so richtig?
Was macht man dann?
Ich muss mir Deine Ausführungen noch ein paar mal gut durchlesen. Jedenfalls danke ich Dir schon mal im Namen aller zweier, die auch dieses - mein Problem haben.
Lieben Gruß und eine schöne Woche wünsch ich euch allen! von Lulu -
mcv,vbkhg
Rang: Gastam 07.06.2009 22:30:40
Habt ihr noch immer nicht begriffen, dass nicht ein Diabetiker wie der andere ist? Unglaublich! -
Daniela
Rang: Gastam 09.06.2009 13:11:28
"Aus diesem Grund hat mein Arzt mich vor zehn Jahren auf Insulin eingestellt. Bisher ging ja alles ganz gut. Ich bin schon über Sechzig, und da nimmt man sowieso schwerer ab.
Mir hat mal jemand gesagt, dass irgendwann das Insulin nicht mehr wirkt. Ist das so richtig?
Was macht man dann?"
Hallo Lulu,
was macht man wenn das Insulin nicht mehr richtig wirkt?
Nun, es gibt verschiedene Methoden eine Resistenz zu verringern, bzw. das Optimum an Insulinmenge zu bekommen.
Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Insulindosis zu verringern, nicht immer nur zu erhöhen - das macht man schrittweise und soll nicht durch den Laien praktiziert werden. Sprich mit Dr. Teupe, Diabetesdorf Althausen, der hat wahrscheinlich Rat.
Natürlich nimmt man zu wenn zuviel Insulin vorhanden ist, vor allem in der Bauchregion. Deswegen spritzt man auch nicht immer nur runter sondern wirkt u.a. durch Bewegung der Resistenz etwas entgegen.
Versuche es mal mit Teupe, der ist gut :-) -
Lulu
Rang: Gastam 09.06.2009 22:41:55
Ein öffentliches Danke an Anonym!
: - )))))
von Lulu -
Ingeborg Schumann
Rang: Gastam 12.06.2009 18:04:17
Hallo, sehr seriöse Studien belegen, dass man mit Haferflocken die Insulinresistenz durchbrechen kann. In Baden-Württemberg hat man damit in mehreren diabetol. Abt. gute Erfahrungen gemacht. Ich selber bin Diabetesberaterin und selber Typ 2 und kann dies nur bestätigen. Ansonsten kann man Insulin absetzen und Byetta sich verordnen lassen und oft wird so auch die Insulinresistenz durchbrochen. Gruß Ingeborg von Ingeborg Schumann -
Lulu
Rang: Gastam 13.06.2009 20:42:28
Hallo Ingeborg,
das ist ja interesseant! Ich esse Haferflocken für mein Leben gern.
Was wäre da denn so drinne? Wieviel täglich dürfte ich essen?
Kannst Du mir empfehlen, wie ich vorgehen soll, oder gibt es Literatur darüber?
Byetta vertrage ich nicht, da macht meine Leber schlapp. Ich komme dann vom Klo nicht mehr runter. Und mir ist soooooo übel!
Danke für den Tipp! von Lulu