Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Glukosetoleranztest und die Werte
-
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 13:14:09
Hallo zusammen!
Hatte neulich einen Glukosetoleranztest, wie vor 8 Jahren auch schon einmal. Damals war er unauffällig. Jetzt war er soweit auch unauffällig. Doch mich stören folgende Sachen:
- Ich musste nach den 2 Stunden noch einmal eine halbe Stunde warten, erst dann war der Wert da, wo ihn der Arzt haben wollte (130).
- Nüchtern hatte ich einen Grenzwert von 110.
- Im Laufe dieses Tests stieg der Wert auf über 200 an, wie ich laut deren Tabelle entnehmen konnte.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen? Bin mir ehrlich gesagt nicht mehr sicher, ob ich instinktiv und ohne nachzudenken die Nacht vor dem Termin (ca. 8 Std vorher) nicht etwas Fenchelhonig eingenommen hatte oder nicht, da ich etwas verschnupft war.
Während dem Test saß ich die ganze Zeit nur auf einem Stuhl, wie auch die anderen Patientinnen. Vor 8 Jahren sollte ich dabei herumlaufen und tat das auch.
Bei mir gab es noch nie auffälligkeiten wegen den Zuckerwerten, beruflich darf ich auch kein Zucker haben und auch hier gab es noch nie Auffälligkeiten. Der Test wurde gemacht, weil ich auch Probleme mit der Schilddrüse habe und auch seit längerem unter Übergewicht, welches ich durch die Schilddrüse nicht senken kann, leide.
Vielleicht kann jemand Licht ins Dunkel bringen, gerade weil die Werte so an der Grenze zu "Normal" sind. Ich möchte auch keine abnorme Nüchternglukose haben. -
am 14.02.2012 14:45:49
Hallo,
bei einem Gesunden ist der BZ spätestens zwei Stunden nach dem Fenchelhonig wieder im Nüchternbereich. Aber auch bei einem Diabetiker beeinflußt er nach acht Stunden nicht mehr den BZ.
Das Herumlaufen hat nur zur Folge, daß der BZ nicht so hoch ansteigt. Ob das bei einem Glukosetoleranztest sinnvoll ist, kann ich mir schlecht vorstellen. Du mißt dann nämlich nicht nur den Effekt der Glukose, sondern auch den entgegengesetzten der nicht standardisierten(!) Bewegung! Dafür bräuchte man zumindest ein Ergometer, aber auch dann wäre des Vorgehen nicht wirklich sinnvoll. Stell Dir vor, Du willst das Beschleunigungsvermögen eines Autos testen und bremst gleichzeitig ... Du kannst die Werte hinterher nicht mehr sinnvoll interpretieren!
Viele Grüße
Katja -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 14:57:00
Ok, dann war es vermutlich also doch richtig, so wie es gelaufen ist.
Nun, ich habe wirklich angst, ich könnte eine Prädiabetes haben und das in dem Alter, wo es in meiner Familie nie Probleme damit gab. Weiß nicht, ob ich mir jetzt Gedanken machen soll oder nicht. Bisher gab es auch keine Auffälligkeiten bei den Werten.
Mein Messgerät kommt erst die nächsten Tage zu mir nach Hause. Dann kann ich zumindest mal morgens nach dem Aufstehen messen. -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 15:10:53
(Über)Gewicht kannst Du nur senken, indem Du weniger isst, als Du verbrauchst. Mit jedem Jahr mehr in unserem Lebenslauf verbraucht unser Organismus bei gleichem Verhalten weniger. Und schließlich können eine Fehlfunktion der Schilddrüse und ungesund hoher Blutzucker eine Senkung erschweren und eine Zunahme begünstigen.
Die geltenden Blutzucker-Grenzwerte findest Du hier schön übersichtlich in den 3 Pfeilen dargestellt. Dabei steht FBG für Nühternzucker und A1c für HBA1c.
Was machst Du beruflich, dass Diabetes dabei hinderlich wäre? -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 15:34:44
Das mit den WErten ist mir soweit bekannt, ich kann mir aber nicht erklären, wieso ich nüchtern am Grenzwert war und bei dem Test erst nach 2,5 Stunden (statt 2) auf unter 140. Hatte noch nie Probleme damit gehabt und vor einem Jahr wurde ich das letzte Mal untersucht mit Blutwerten und auch hier gab es keine Auffälligkeiten.
was ich beruflich mache, möchte ich hier nicht schreiben. Es ist jedenfalls ein Beruf, bei dem man mit Diabetes nicht mehr geeignet ist. Man wäre nur bedingt geeignet mit "Klinisch manifester Diabetes mit Insulin, Sulfonylharn -stoffen/analoga oder Gliniden behandelt mit zusätzlichem Gutachten durch Diabetologen" unter der Bedingung "Gute Stoffwechseleinstellung, insbesondere ohne Hypoglykämieneigung."
Aber noch wäre es bei einer Prädiabetes nicht soweit.
Kann man denn in der Regel sagen, wieviel Zeit man hätte, bis sich aus einer Prädiabetes eine richtige Diabetes entwickeln kann? Grobe Durchschnittswerte? Bis die Schilddrüse nicht richtig funktioniert, kann ich eine Gewichtsreduzierung auch vergessen. Bewegung habe ich ohnehin genug. -
am 14.02.2012 18:53:24
Hallo,
das Problem von Insulin, Sulfonylharnstoffen und Gliniden ist, daß sie zu Unterzuckerungen führen können! Es gibt aber noch eine Reihe anderer Medikamente wie Metformin oder neue wie Inkretin-Verstärker, bei denen praktisch keine Unterzuckerungsgefahr besteht! Damit dürfte der Diabetes kein Problem bei Deiner Arbeit darstellen.
Viele grüße
Katja -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 20:37:32
Moin #1,
hier hat mal ne Zeit lang ein Bundespolizist mit dem Nick flashbang05 mitgeschrieben, der in 2005 plötzlich einen Diabetes entwickelte. Damit wäre normal seine Versetzung an den Schreibtisch verbunden gewesen. Stattdessen hat er sich erarbeitet, wie er seinen Blutzucker unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig steuern kann, hat das im streng beobachteten mehrmonatigen Probedienst nachgewiesen und ist seitdem wieder ohne Einschränkungen im voll aktiven Dienst. - Es wird wenig Arbeitsbedingungen mit höheren Anforderungen und wenige Arbeitplätze mit höheren Auflagen geben.
Allerdings wirst Du dich aktiv drum kümmern müssen, wie Du Deinen Blutzucker zuverlässig gesund steuern kannst, so gut es geht, ohne Medis und dann mit. Denn mit den Blutzucker-Werten, die Du schreibst, würde mich ein Langzeitzuckerwert HBA1c von 6,5 und damit die Diagnose Diabetes nicht wundern. Hier mal eine bewährte Möglichkeit für den aktiven Einstieg http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 22:31:18
Ja genau richtig, da ich mit solchen Grenzwerten schon zu einer erhöhten Risikogruppe gehöre, unternehme ich jetzt auch was, das es funktioniert. Entsprechende ERnährung, etc. pp. Das es erst gar nicht soweit kommt. Denn noch habe ich kein Diabetes. Ich denke, das mit der Arbeit ist in der Tat auch möglich mit den ganzen Auflagen und wenn ich eben auch eine Art PRobebetrieb hätte. Wenn, das müsste man aber wenn es soweit wäre, abklären.
Danke für das PDF!
Was ich jetzt auch durch das Lesen von manchen Internetseiten und so weiter herausgefunden habe für mich ist folgender Plan:
- Erstmal nicht durch dieses Testergebnis verunsichern lassen, es ist das erste in meinem Leben, was auffällig sein könnte. Offiziell weiß ich aber von gar nichts, habe selbst nur auf deren Tabelle geschielt während einer Blutentnahme. Gesagt hat man mir überhaupt nichts, man hat mich nach 2,5 Stunden nach Hause geschickt.
- Wenn es jedoch wirklich eine Auffälligkeit gibt und die sich auch durdch eigene Messungen bestätigen würde, dann werde ich auf jeden Fall aktiv daran festhalten, meine Ernährung umzustellen. Soweit auf Kohlenhydrate zu verzichten, wie es geht. Eine gute Methode ist dabei Logi.
- Weiterhin werde ich dann auch mal die Methode mit Zimt ausprobieren, allerdings nicht mit teuren Kapseln, sondern mit einem halben Teelöffel in einem Schluck Milch.
- Und zu guter Letzt kommt noch ein Aktivitätsprogramm auf den Tisch mit Übungen, die ich so gut wie täglich für 10 bis 15 Minuten zu Hause ausführen kann, um Muskeln aufzubauen.
Ich denke, wenn ich diesen Weg einhalte und die Werte im Auge behalte, sollte sich eine abnorme Glukosetoleranz eingestellt haben, wird es auf jeden Fall klappen! Dazu habe ich noch ärztliche Betreuung im Sinne von einem Endokrinologen! -
Gast
Rang: Gastam 14.02.2012 22:32:26
Natürlich werde ich auch vorher schon meine Ernährung umstellen, muss ich sowieso. Ob mit Grenzwerten oder ohne ;-) -
am 14.02.2012 23:30:31
Gast schrieb:
die Methode mit Zimt ...mit einem halben Teelöffel
weil du dich gerade mit Grenzwerten beschäftigst
Havier
-
Gast
Rang: Gastam 15.02.2012 08:15:59
Gast schrieb:
... da ich mit solchen Grenzwerten schon zu einer erhöhten Risikogruppe gehöre ...
Wenn Du wissen möchtest, ob Du nur zu einer Risikogruppe gehörst, oder ob Du Dich, dem Grunde nach, bereits als Diabetiker ansehen müsstest, solltest Du mal 50 Euro opfern und vom Labor den Wert für das intakte Proinsulin im Blut bestimmen lassen.
Siehe Zeitungsartikel und Definitionen
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 15.02.2012 09:04:28
Moin Joa,
2005 war der Artikel, mit dem sich nach meinen Erfahrungen in der Selbsthilfe nix geändert hat. Inzwischen haben wir 2012, Diagnostik noch immer nach Blutzucker (und damit deutlich fortgeschrittener, als notwendig) und als Medi #2 nach Metformin der Ausgabepusher Glimepirid und ab und zu auch fortschrittlich Novonorm zur verstärkten Proinsulin-Ausgabe. Bei deutlichem Übergewicht gern auch Inkretin-Mimetika, aber nicht wegen der möglichen Beta-Schonung, sondern wegen des damit häufig beobachteten Abnehmeffektes.
Interessant fände ich, wenn im Progressions-Modell auch die Insulin-Wirkung eine Kurve hätte. Damit würde die gewaltige Hyperinsulinie-Kurve auf ihr einfaches Wirkmaß reduziert und die Frage nach den Ursachen hinter der so lieb gewonnenen Insulin-Resistenz nicht mehr so irreführend verbergen.
Bisdann, Jürgen