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Wann, wie oft messen ?
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Carlos
Rang: Gastam 16.04.2009 11:41:43
Zitat:
Nicht zuletzt, weil im normalen Behandlungsablauf nicht zum Gebrauch des BZ-Messens als Werkzeug zur Verhaltenssteuerung angeleitet wird. Mir absolut unverständlich, wie die normale Typ2-Behandlung auf ein so überzeugend einfach und wirksam anwendbares Werkzeug weitgehend verzichten kann!Zitatende.
Da sprichst du ein wahres Wort gelassen aus.
@anonym:
Teststreifen und verworren. Die Debatte über die Verordnung von Teststreifen gerade zu Beginn einer Therapie wird nicht die erste und nicht die letzte sein, bei der man sich mit KK auseinandersetzen muss, weil die anscheinend angewiesen sind, ALLES. Ist die Argumentation des behandelnden Arztes gegenüber der KK für die Notwendigkeit ausreichend, wird es auch keine Probleme geben.
Im Gegensatz zum Hausarzt (aber flexible haben es auch..) haben die Diabetologen oft die Dinger direkt im Schrank.
Ich finde, es ist in den meisten Fällen sehr ratsam, lieber zum Diabetologen zu gehen, als sich vom Hausarzt behandeln zu lassen.
Die Menschen bleiben aber öfter lieber beim Hausarzt, weil der (oft unzureihend)mit Tabletten hantiert und der Gang zum Diabetologen gleihgesetzt wird mit: Spritzen und Angst vorm Spritzen.
Leider. von Carlos -
Rainer
Rang: Gastam 16.04.2009 13:26:29
Hallo Carlos,
ich freue mich mit jedem dem es gelingt, ein paar Teststreifen mit Rezept oder auf andere Weise preiswert zu bekommen. Wem das nicht gelingt, der sollte es aber nicht als Ausrede dafür benutzen, dass er nicht messen kann. Gemessen an dem, was viele Leute freiwillig für Vitaminpräparate und andere Supplemente ausgeben, sind die Kosten nicht besonders hoch und das bei einem sehr viel deutlicher nachweisbaren Nutzen für die Gesundheit. Es wird nur wenige geben, die sich das wirklich nicht leisten können.
Wer seine Teststreifen selber bezahlen muss, sollte sich allerdings eine klare Messstrategie zulegen und nur dann messen, wenn er aus dem gemessenen Wert auch wirklich klare Schlussfolgerungen und Aktionen ableiten will. Sonst passiert es schnell, dass man in eine wahre Messorgie verfällt und häufig nur noch misst, um sich mit guten Werten die Seele zu streicheln. Nach meinen Erfahrungen lässt sich mit einer ordentlichen Strategie der Verbrauch für die 140-120-100 mg/dl in der Lernphase von 4...6 Monate auf max. 100 Streifen pro Monat begrenzen. Danach sollte 50 Streifen für 3 Monate vollkommen ausreichen.
von Rainer -
ndhfzt
Rang: Gastam 16.04.2009 18:26:33
"Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf unsere nicht achten." J.W.v.Goethe -
Hajo Janse
Rang: Gastam 16.04.2009 18:36:37
@ Rainer
Quote
Nach meinen Erfahrungen lässt sich mit einer ordentlichen Strategie der Verbrauch für die 140-120-100 mg/dl in der Lernphase von 4...6 Monate auf max. 100 Streifen pro Monat begrenzen. Danach sollte 50 Streifen für 3 Monate vollkommen ausreichen.
Ich finde dies Überoptimistisch und verstehe nicht dass dann die KK für ICT und Pumpe bis zum 500 Streifen standard genehmigt, wenn laut Rainer 50 Streifen ausreichen..
Für mich mit strategien brauche 5 Streifen am Tag, habe wechselende Zeiten und Belastungen.
LG
Hajo Janse -
Jürgen
Rang: Gastam 16.04.2009 19:41:25
Der Mensch in meinem aktuellen Beispiel hat in der Woche pro Tag um die 20 Streifen verbraucht. Mit unserer Erfahrung kämen wir sicher mit weniger zu dem selben Ergebnis. Aber dem Neuling stellen sich ne Menge Fragen, die er sich halt am besten selbst mit dem Messgerät beantwortet. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass schnell wieder 300und erreicht werden und dass es einen Tag dauern kann, davon wieder runter zu kommen, wenn man auf ner Familienfeier die neu gewonnenen Erkenntnisse mal für einige leckere Happen in den Hintergrund gestellt hat. Die nachfolgenden Messungen an diesem Tag waren mit unserer Erfahrung alle überflüssig, haben den Mann aber definitiv davon abgehalten, sich schon 3 oder 4 Stunden weiter und noch immer bei 200und den BZ wieder auf 300und zu futtern :-) von Jürgen -
Rainer
Rang: Gastam 17.04.2009 11:36:57
Ich wollte mit meinem Beitrag hauptsächlichst denjenigen, die ihr Geld straff zusammenhalten müssen, die Angst nehmen, dass das Messen ein unbezahlbarer Luxus sei. Natürlich geht es gerade am Anfang mit ein paar mehr Streifen besser - auch ich habe nicht so gespart. Alle mir bekannten Veröffentlichungen dazu, z.B. diese http://www.phlaunt.com/diabetes/22229807.php, raten zum häufigen Messen, um Erfahrungen zu sammeln. Ich denke aber, wer sich das finanziell nicht leisten kann und keinen Sponsor für die Teststreifen findet, der kann mit den 100 Streifen für 4...6 Monate auskommen und muss dafür je nach Bezugsquelle mit 30..50 Euro im Monat rechnen. Wer ein paar Tipps zum planmäßigen Messen benötigt, der kann die gerne per eMail bei mir anfordern.
Ich stehe voll dazu, dass man nach der Lernphase nur noch wenige Streifen benötigt. In max. 6 Monaten kann man gut lernen, wie man seinen Speise- und Bewegungsplan auf den gesunden BZ-Verlauf ausrichten muss. Die wenigen Kontrollmessungen, die man dann noch benötigt, zeigen meist auch die Werte, die man erwartet. Wer das nicht fertig bringt, für den macht das ganze Messen wahrscheinlich nicht viel Sinn. Hajo, dabei geht es nicht um die ICTler - die brauchen ihre Teststreifen und bekommen die ja auch. Es geht um all diejenigen, die von anonymen Schreiberlingen und vielleicht auch von ihrem Arzt gesagt bekommen, dass das Messen nichts bringen würde und dass sie das auch sein lassen können.
von Rainer -
a
Rang: Gastam 17.04.2009 12:55:28
Rainer, wo ist das Problem?
Zu Beginn jeder DM-Therapie und in schwankenden Situationen, also IMMER dann, wenn es aus ärztlicher Sicht notwendig ist, dass gemessen wird, erhält der Patient problemlos ausreichend Teststreifen, wenn nicht grad mal wieder der Arzt irgendwelche Märchen erzählt.
Und das sollte er als Patient auch durchsetzen. Wer als Patient diese Konfrontation scheut aus Bequehmlichkeit, wer lieber beim inkompetenten Hausarzt hocken bleibt, weil er zu faul ist, zum Diabetologen zu gehen, der soll sich nicht beschweren, dass er die Dinger kaufen muss.
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Rainer
Rang: Gastam 17.04.2009 13:08:42
- Es entspricht nicht meinen Erfahrungen, dass ärtzlicherseits die Notwendigkeit des Messens angemessen anerkannt wird.
- Die Möglichkeit zum Arztwechsel ist sicher in Ballungsräumen immer gegeben, an anderen Stellen kann das recht schwierig sein.
- Definitiv keine Teststreifen verschrieben bekommen Prädiabetiker. Für die kann das Messen den allergrößten Nutzen bringen - den Erhalt der Gesundheit mit sehr einfachen Mitteln.
von Rainer -
v
Rang: Gastam 17.04.2009 14:51:28
Hast du es versucht, mit deinem Arzt zu klären?
Hast du mal die Kassenärztliche Vereinigung kontaktiert?
Man muss auch leider sehr oft einfach hartnäckig sein. Da muss man nciht gleich den Arzt wechseln. -
Carlos
Rang: Gastam 17.04.2009 14:55:07
Rainer, hast du mal sorgfältig in einem möglichen Streitfall der Krankenkasse gegenüber schriftlich den dokumentiert und aufgerechnet, wie deine Werte sind, wie oft du messen musst und vorgerechnet, wie hoch damit dein minimaler Bedarf ist?
Es ist immer eine Frage der logischen und nachvollziehbaren Argumentation.
Man kann sich aber natürlich auch hinsetzen und maulen.
Es ist schlimm, dass es so ist, aber man muss sich seine Therapie leider auch oft in Detailsfragen erkämpfen. Dabei helfen auch die kassenärztlichen vereiniungen. von Carlos