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Rat für Freund mit Diabetes
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Anonym120307
Rang: Gastam 09.11.2010 11:35:08
Hallo Zusammen,
bei einem guten Freund wurde vor ca. 1Monat Diabetes Typ 1 festgestellt ... durch eine Blutuntersuchung beim HA. Nach mehreren Wochen der BZ-Kontrolle, muss er nun seit ca. 2Wochen Spritzen (immer nur abends, weil seine Bauchspeicheldrüse wohl noch eine Restfunktion hat). Vorletztes WE hatte er trotz abendlichem Spritzen teilweise immer Werte um die 200. Auch sportliche Aktivitäten haben den Wert nicht gedrückt.
Nun ist er wöchentlich zur Kontrolle bei seinem HA. Auf Empfehlung doch mal einen Spezialisten (Diabetologe) aufzusuchen, reagiert er nicht. Er scheint seinem HA so sehr zu vertrauen !!!! Was meint, Ihr, ist dies ratsam? Kann ein HA einen Diabetiker auch gut einstellen?
Über Feedback würde ich mich sehr freuen.
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Jürgen
Rang: Gastam 09.11.2010 12:09:55
Mancher HA kann zur gesunden Blutzucker-Steuerung anleiten, ob sein ein HA, kann ich von hier aus nicht sehen, vermute aber wg der einmaltäglichen Insulingabe eher nicht. Und vergiss den Begriff Einstellen, obwohl er Dir im Diabetes-Zusammenhang jeden Tag ein paarmal über den Weg laufen kann. Aber würdest Du sagen, dass Dein Fahrlehrer dich eingestellt hat?
Fortschrittliche Diabetologen leiten dazu an, wie ihre Neuen sich die Restfunktion ihrer Betas noch lange erhalten können, weil das das Steuernlernen mit dem Insulinpen erheblich erleichtert. Ob Du ihm das aber irgendwie so verargumentiert kriegst, dass er sich ohne Knacks in Eurem Verhältnis danach richtet? von Jürgen -
anonym120307
Rang: Gastam 09.11.2010 13:05:22
Danke!
Sorry, für die Bezeichnung "Einstellen". Ich selbst bin kein Diabetiker und diese Begrifflichkeit gibt es leider immer noch :-)
SORRY !!!! -
Lilo
Rang: Gastam 09.11.2010 13:21:11
Deine Sorge ehrt dich sehr, aber, was willst du machen? WAS spritzt er denn abends? Weißt du das? Und eindeutig Typ 1?
Er ist vermutlich volljährig und erwachsen.
Und, wenn er deinen Hinweis nicht möchte, wirst du leider nix tun können. von Lilo -
anonym
Rang: Gastam 09.11.2010 14:04:58
keine Ahnung, wieviel er da spritzt. Ja, volljährig ist er auch :-)
Ich finde es nur gefährlich....schließlich lebt er allein und kann ja auch Überzucker bekommen.
Ich werde bei Gelegenheit noch einmal mit ihm sprechen und dann - da hast Du recht - muss er selbst wissen, was er macht.
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Lilo
Rang: Gastam 09.11.2010 15:14:26
Er wird sicher ein BZ-Messgerät haben.
Also es gibt Hausärzte, die fit sind in Sachen Diabetes.
Wenn du sagst, dass er Typ 1 hat (nehmen wir an, die Diagnose ist richtig), dann wird die Restproduktion vermutlich irgendwann aufhören, dafür gibts aber keine Regel, wann das ist.
Da ich Typ 2 habe, kann ich dazu auch nix sagen, da kennen sich Andere besser aus.
Den Berichten in den Foren nach bleiben viele beim Hausarzt, weil sie Angst vorm Insulin-Spritzen haben und meinen, Diabetologe heißt automatisch: Insulin spritzen.
Da du aber schreibst, dass der HAusarzt ihm was gibt zum Spritzen, klingt es doch so 2x durch die Glaskuller und einmal durch die Astronomie nicht völlig verkehrt. VERMUTLICH spritzt er Langzeitinsulin, aber nur vermutlich.
Ich würde, wenn ich an deiner Stelle wäre, ihn SO befragen, dass er dein Interesse sieht, es aber nicht als Gängelei und Quengelei uns Besserwisserei empfindet.
von Lilo -
eh
Rang: Gastam 09.11.2010 15:33:31
Es ist auf jeden Fall ratsam, besonders wenn man ein Diabetes-Neuling ist, einen Diabetologen aufzusuchen. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie gut sein HA ist, aber dieses nur abendliche Spritzen kommt mir für einen Typ1 seltsam vor.
Ich halte es auch für richtig, wenn du dir als Freund deine Gedanken machst und ihm deine Bedenken auch mitteilst. Auf jeden Fall sollte er eine Schulung mitmachen, da würde ich schon auf ihn einwirken.
Natürlich kann man auch sagen, er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Das ist einfach und man ist fein raus. Aber nicht jeder hat dieses Naturell.
Ich selbst habe immer versucht auf meine Mutter einzuwirken, einfach zuzusehen, wie sie sich schadet, das hab ich nicht fertig gebracht.
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Anonym
Rang: Gastam 10.11.2010 09:31:06
hallo anonym.
ich handele so, weil mir etwas an ihm liegt. Ich will eben nicht, dass er sich als Versuchskaninchen von seinem HA gebrauchen lässt - und so kommt mir das derzeit vor.
Das blöde ist, er hat neben Diabetes auch noch einige andere Krankheiten und meinte letztens....."mal schauen, was als nächstes kommt ".... also meiner Meinung nach ist das schon so eine Teilaufgabe seinerselbst und das finde ich mit knapp 40 doch ein wenig früh!
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Lilo
Rang: Gastam 10.11.2010 09:47:09
Erika, du drehst einem wirklich das Wort im Mund rum. Bei allem Respekt.
Und, wenn du nichts findest, interpretierst du einfach was Negatives rein.
Lass meine postings einfach bitte unkommentiert. Ich bitte dich sehr höflich darum.
Deine Aussagen sind einfach falsch!
Es gibt ausreichend Hausärzte, die auch Diabetologen sind. Kein Diabetiker MUSS zu einem Diabetologen.
Du sagst, er soll eine Schulung mitmachen.
Du kennst ebenso wie wir KEINEN Hintergrund.
Der Mann ist erwachsen.
Hat grad seine Diagnose erhalten. Stell dir vor, es würde dir so gehen und dann kommt ein Bekannter, der dir da reinquatscht und dir deinen Arzt am Besten noch ausreden will.
Dann würdest du sicher auch irgendwann sagen. Ich weiß, was ich tu. Oder?
Die Sorge um die Mutter oder die Verantwortung für die Kinder ist doch ein ganz andreres Ding, als wenn sich hier ein Bekannter um den anderen Bekannten sorgt und nicht mal weiß, was eigentlich Phase ist.
(Ich warte schon fast wieder auf die Auflösung: April, April, das war nur ein Test, wir haben das Forum getestet....erinnert Ihr Euch...)
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An den Erstposter:
Woher nimmst du denn die Annahme, dass er bei dem Hausarzt nicht gut aufgehoben ist und sogar als Versuchskarnickel behandelt wird? Diese Aussage finde ich schon sehr harter Tobak!
1. Du kennst den Hausarzt selbst NICHT!
2. Du kannst nicht mal sagen, WAS dein Bekannter abends spritzen soll, ich hatte nicht gefragt, wieviel, sondern WAS?
Du weißt eigentlich NICHTS.
Es KANN sein, dass er abends Langzeitinsulin spritzt.
Es kann sein. Es KANN sein, dass er sich geweigert hat, dazu noch Bolus zu spritzen.
Es KANN sein, dass er NICHT zum Diabetologen will. Kann alles sein.
Meine persönliche Meinung ist:
Wenn Deine Sorge aufrichtig ist, dann geh zum nächsten Termin mit und mach dir ein eigenes Bild von dem Hausarzt. Wenn dein bekannter damit einverstanden ist.
So ist doch nur alles Glaskugelguckerei.
Letzte Frage: Bist du überhaupt sicher, dass dein Bekannter TYP 1 ist?
Und das Alter 40 hat mit der Diagnose Diabetes nichts zu tun, schon garnicht mit Typ 1. Ich habe die Vermutung, du hast nicht richtig zugehört oder er und wir reden nicht über 1 sondern 2. Aber, wer weiß das schon.
WARUM schreibt dein Bekannter nicht hier, sondern du?
von Lilo -
werwer
Rang: Gastam 10.11.2010 10:17:04
Zum Glück wurde der Diabetes bei deinem Freund frühzeitig beim Hausarzt entdeckt. Dadurch blieb ihm vieles erspart. Der "Nachteil" dabei ist, dass er dadurch keinen Kontakt zu speziell geschultem Personal bekommen hat. Ich denke, eine Schulung (die nicht Wochen dauern muss) täte gut. Man kann sich auch durch Bücher oder im Netz informieren. Aber meine Erfahrung ist, dass es durch eine gezielte Schulung einfacher zu managen ist.
Nur abends spritzen find ich ein wenig komisch. Selbst wenn die Drüse noch Insulin ausschüttet, wird das doch niemals reichen bei einem 1er. Vielleicht mit konsequenter Nocarb-Diät. Aber das ist doch kein Leben. Auf Dauer wirds auch mal fertig sein mit Restinsulin. Und je nach Häufigkeit der Kontrollen beim HA wird erst spät festgestellt, dass diese abendlichen Spritzen nicht mehr ausreichen. Darum wär ihm der Besuch eines Spezialisten sicher anzuraten. Zu Schulungszwecken. Wenn das ganze BZ-Management dann mal läuft, gut läuft, er seinen Zucker im Griff hat, dann kann er auch gut mit dem Hausarzt schauen. Mach ich auch so. Klar, mein Hausarzt ist mit dem Thema vertraut, aber er ist nicht explizit Diabetologe. Pens und Streifen verschreiben kann er ja. Und der HbA1c wird ja eh von der Maschine ausgewertet. Solangs mir gut geht, geht das so auch gut. Wenn ich mal Probleme hätte, würd ich aber wieder eine Fachperson aufsuchen.