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Gesund abnehmen mit Diabetes Typ 1 (momentan ICT)

  • Cookie

    Rang: Gast
    am 11.02.2014 19:04:53
    Ich habe keine falsche Auffassung von professioneller Hilfe und auch nirgends etwas von Klapse geschrieben. Ich lasse mich von dir aber nicht als von einem Wahn befallen verurteilen, nur weil du meine Problematik oder meine Schilderungen nicht nachvollziehen kannst.

    Ich glaube, dass Ernährungsideen wie Low-Carb oder Low-Fat ihren Sinn haben und sie auch sinnvoll eingesetzt werden können, z.B. bei verschiedenen Krankheiten, die auf die Ernährungsweise eines Patienten reagieren. Als Diabetikerin finde ich das Konzept von Low-Carb z.B. sehr logisch. Das hat für mich aber nichts mit einer kurzweiligen Diät zu tun, sondern mit einer langfristigen Umstellung der Ernährung bzw. der Lebensweise.

    Wie hälst du es ernährungstechnisch denn? Achtest du auf etwas Bestimmtes? Und bist du Diabetiker/in?

  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.02.2014 19:45:23
    Hallo Cookie,

    also vorweg: Als Diabetiker nimmt man genauso ab und zu wie jeder andere auch.
    Zunahme= mehr gegessen als verbraucht.....

    Für mich wäre LowCarb keine Lösung, da ich das nie und nimmer dauerhaft durchhalten würde.Aber ansonsten ist das zum Abnehmen sehr effektiv, nur nicht die Variante mit "abends keine KH mehr", das bringt nix. Du musst dann die Kohlenhydrate komplett zurückfahren auf ca. 80g pro Tag. Das ist deshalb so effektiv, da du ja sicher als Ausgleich keinen Ziegel Butter essen wirst! Nur: du musst das wirklich dauerhaft durchhalten können....
  • Cookie

    Rang: Gast
    am 11.02.2014 22:20:48
    Das finde ich interessant. Heißt das, dass eine Zunahme komplett unabhängig von der Insulinmenge ist, die ich mir täglich spritze?

    Ich kenn das etwas gelockerte Low-Carb-Prinzip so, dass man morgens ruhig eine KH-reiche Mahlzeit zu sich nehmen kann, mittags sollte es eine Mischkost geben und abends dann eben möglichst ohne KHs. Stattdessen gibt's abends dann mehr Proteine und (gute) Fette. Die Reduzierung der Gesamtmenge an KHs auf 60 oder 80g gehört dann wahrscheinlich zu der extremeren Low-Carb-Form, oder?

    Wie isst du denn? Und bist du auch Diabetiker/in?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.02.2014 14:33:40
    Ich gehe davon aus, dass du dir die Menge Insulin spritzt, die du benötigst, also das Basalinsulin plus das Bolusinsulin zum Essen. Und klar, wenn du mehr isst, verbrauchst du natürlich mehr (Bolus-)insulin. Wenn du die Hälfte des Insulins weglassen würdest, würdest du natürlich abnehmen ( weil die Hälfte der KH vom Körper gar nicht verstoffwechselt werden können), aber diese Methode-auch als Diabulimie oder Insulin-purging bekannt- ist wohl kaum empfehlenswert....

    Wenn man nur wenig ißt, wird man, von Wassereinlagerungen vielleicht mal abgesehen, sicher abnehmen, anders geht es ja fysiologisch gar nicht voreinander. Der Kalorienverbrauch bei Sport wird ja meistens ziemlich überschätzt, das Bier im Anschluss macht den Verbrauch beim Sport direkt wieder hinfällig....

    Ich selber ernähre mich "normal", alles querbeet, Diäten habe ich noch nie gemacht, war und bin schon immer normalgewichtig und sehe da keinen Handlungsbedarf.Und Typ 1 Diabetikerin. Habe aber schon viele Bekannte bei Abnehmversuchen gesehen und was am Ende immer gewirkt hat war eine Woche Tagebuch, alles, wirklich alles incl. Getränke, Soßen, Brotbelag usw.
    aufzuschreiben und dann mal die Kalorien addieren! Vielen sind da erst die Schuppen von den Augen gefallen....

  • Cookie

    Rang: Gast
    am 12.02.2014 17:24:09
    Wenn man sich mit einer Pulsuhr ausstattet, hat man aber zumindest eine relativ genaue Ahnung davon, wieviel Kalorien man wirklich beim Sport verbraucht und kann sich dementsprechend ernähren.

    Für "Anfänger" in Ernährungs- oder Abnehmsachen ist das Kalorientagebuch sicher hilfreich, ja. Ich selbst führe es schon seit Jahren und kenne Kalorien-, Fett- und KH-Angaben mittlerweile fast auswendig - zumal die Ernährung sich teilweise ja schon auch wiederholt. Insofern habe ich einen guten Überblick, sowohl über meine verbrannten Kalorien als auch über die gegessenen/getrunkenen Kalorien. Und trotzdem, trotz eines Kaloriendefizits, stagniert mein Gewicht bzw. ich nehme zu. Irgendwann versucht man da dann auch mal - neben "gesunder Ernährung" allgemein - speziellere Ernährungsweisen wie Low-Carb oder Low-Fat, um zu sehen, wie der Körper drauf reagiert. Umso verwunderter bin ich, dass bei mir da nichts passiert. Vielleicht kannst du meine Problematik jetzt ein bisschen besser nachvollziehen.

    Über das Buch, das du mir empfohlen hattest, habe ich mal im Internet ein bisschen recherchiert. Mir scheint da auf den ersten Blick, als würde der Autor die Formel "Abnahme= weniger Kcal aufnehmen als verbrauchen" etwas überstrapazieren. Bei vielen Menschen mag das das allein funktionieren. Bei Menschen mit verschiedenen Erkrankungen funktioniert die Formel aber vielleicht nicht mehr so einwandfrei.

    Um mal auf meinen Ursprungspost von gestern zurück zu kommen: Hat vielleicht noch jemand einen Tipp, welche Art Arzt ich da mal ansprechen könnte? Mein Diabetologe scheint da ernährungs- und sporttechnisch überfragt zu sein. Ich weiß nur nicht, ob ein Sportmediziner die richtige Wahl wäre oder doch eher ein Ernährungsberater oder so?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.02.2014 17:53:22
    Buch?? Also ich hatte kein Buch empfohlen, da musst du etwas verwechselt haben. Aber: auch bei Erkrankungen gilt die Formel, allerdings kann natürlich z.B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion der Grundumsatz massiv abgesenkt sein, sodass die "normale" Kalorienzahl für den Grundbedarf deutlich niedriger liegt.
    Allerdings sollte dann natürlich auch die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden.Wie sieht es denn bei dir mit den Schilddrüsen- und ggf. auch den Cortisolwerten aus? Wurde das schonmal geprüft? Das kann dein Hausarzt machen oder evtl. auch ein Endokrinologe.
  • Cookie

    Rang: Gast
    am 13.02.2014 12:08:39
    Naja, wenn ihr hier bei Antworten keinen Namen oder was auch immer hinterlasst, kann ich natürlich nicht beurteilen, ob mir da jetzt eine Person als "Gast" antwortet oder ob das hier unterschiedliche Personen sind :D

    Die Schilddrüse habe ich mal überprüfen lassen, ihre Form ist normal und der TSH lag bei um die 3. Ich hab da auch schon mal Tabletten genommen, weil ich den Wert von 3,.. nicht besonders gut finde. Aber nachdem ich bei 25µg L-Thyroxin nach 3 Wochen keine Verbesserung der Symptome gemerkt habe und mein TSH auch nur auf 2,7 gesunken war, sollte ich die Tabletten wieder absetzen. Cortisolwerte habe ich bisher noch nicht nachgefragt, das ist ne gute Idee, danke!



  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.02.2014 19:59:52
    Ich bin da jetzt kein Experte, aber ein TSH- Wert von 3 kommt mir schon recht hoch vor. In Kombination mit Typ1 Diabetes kommt ja recht häufig auch Hashimoto-Thyreoiditis vor, ich persönlich würde das vermutlich doch nochmal abklären lassen. Will dich jetzt aber nicht verunsichern. Ob das im Zusammenhang mit dem Nicht- Abnehmen steht, ist ja auch nicht gesagt.
  • Cookie

    Rang: Gast
    am 13.02.2014 22:02:11
    Zumindest wäre es aber nochmal eine Sache, die ich abklären könnte und je mehr mögliche Ursachen ich dann letztendlich abhaken kann, desto besser.

    Ja, diese Werte und ihre Normbereiche... der Arzt, bei dem ich war, meinte, dass ein Wert bis 4,0 noch normal sei. Wobei ich mich schon gewundert hatte, dass ich bei der Einnahme von L-Thyroxin absolut keine Veränderung bemerkt habe. Wenn mit der Schilddrüse alles okay wäre, hätte ich durch die Medikamente doch in eine Überfunktion rutschen müssen, oder? Also, zumindest hört sich das für mich logisch an.

    Welche Symptome bzw. Beschwerden hat man denn bei Hashimoto-Thyreoiditis? Und wie lässt sich das in den Griff kriegen?
    Bei der nächsten Blutabnahme werde ich dann mal auf die TSH- und Cortisolwerte achten.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 14.02.2014 07:43:55
    Also,wie schon gesagt, ich bin da kein Experte, aber Hashimoto ist eine Entzündung der Schilddrüse die durch Auto- Antikörper ausgelöst wird und zur Zerstörung der Schilddrüse führt. (Im Prinzip so wie die BSD bei DM 1).Die Symptome sind wohl die einer SD- Unterfunktion. Man kann das Blut ziemlich einfach auf diese Antikörper testen (auch wieder vergleichbar mit dem GADA Test bei DM).
    Hattest du denn außer der Gewichtsproblematik irgendwelche Symptome, die zu einer SD- Unterfunktion passen würden? Welcher Arzt hat dir denn L- Thyroxin verschrieben bzw. es dann nach 3 Wochen wieder absetzen lassen? Dieses Vorgehen erscheint mir auch irgendwie suspekt, aber wie gesagt, bin selber nicht betroffen und da kein Experte.