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hba1c zum diabetesausschluß
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Thomas99
Rang: Gastam 19.02.2014 16:04:39
inwieweit ist der hba1c zum ausschluß eines diabetes geeignet und wo liegen seine Grenzwerte bzw. wie wäre das procedere? ist dann Nüchternblutzucker wirklich nicht mehr nötig bei einem bestimmten hba1c wert?
Gruß Thomas -
am 19.02.2014 17:27:55
Sieh dir mal hier die Diagnosekriterien zum Diabetes an, besonders das Flussdiagramm auf der 3 .Seite. Bei einem HbA1c unter 5,7 geht man davon aus, dass Diabetes ausgeschlossen werden kann und ab 6,5 besteht er. Lediglich zwischen 5,7 und 6,4 werden die anderen Diagnosekriterien herangezogen, weil mit dem HbA1c in diesem Bereich keine gesicherte Aussage getroffen werden kann.
Der Nüchtern-BZ ist sowieso nicht besonders aussagefähig, weil der oft erst ansteigt, wenn der Diabetes schon eine Weile besteht. Die sicherste Diagnose zu Diabetes und Prädiabetes kann mit dem Zuckerbelastungstest oGTT getroffen werden.
Bearbeitet von User am 19.02.2014 17:29:37. Grund: . -
Thomas99
Rang: Gastam 19.02.2014 18:19:10
Danke Rainer
Sowie ich es dort interpretiere schliessen die irgendwas mit Diabetes aus und verlangen erst danach einen Glucosewert -
Gast
Rang: Gastam 19.02.2014 18:20:28
Meinte sie schliessen alles unter hba1c 5,7 aus, also wäre ich mit meinetwegen zB 5,2 auf der sicheren seite? -
Gast
Rang: Gastam 19.02.2014 18:30:24
Die DDG sieht den hba1c als primäres Diagnosekriterium an. Unter 5,7 wird ein Diabetes ausgeschlossen. Wie Du indem Fließschema siehst brauchst Du dann keine weiteren Untersuchungen. Und derjenige mmit 5,2, ich weiß jetzt nicht ob Thomas99 oder ein User braucht sich wohl auch (denke da geben mir die anderen Recht) Gedanken um Prädiabetes machen, denn dann wäre der hba1c Wert schon weitaus höher. 5,2 ist der absolute Durchschnittswert eines Gesunden und da brauchst wohl wirklich keine weiteren Werte um was auszuschliessen; denke nicht das eine Krankenkasse da einen ogtt bezahlen würde.
Gruß Annika -
Gast
Rang: Gast -
Bernd
Rang: Gastam 20.02.2014 08:35:48
Hi Annika und Rainer
Da sehe ich alles nicht so; der hba1c hat seine Berechtigung in der Therapiekontrolle, aber niemals in der Diagnostik eines Diabetes. Welcher Arzt stzt denn bitte schön diesen Wert zur Diagnose ein? Ob ein hba1c von 5,2 einen Diabetes ausschliesst ist wohl sehr zu bezweifeln und eher unwahrscheinlich
Gruß Bernd -
am 20.02.2014 09:55:15
Moin Bernd,
der Diabetes ist Durch Zahlen=Grenzwerte definiert. Einen Tick unterm Grenzwert ist kein Diabetes, einen Tick drüber voll Diabetes.
Klar kann auch schon bei HBA1c 5,2 die Entwicklung zum Ansteigen des Blutzuckers bis über die Diagnose-Grenzwerte angelegt sein. Das kann aber niemand in irgendeiner Weise untersuchen und bestätigen bzw. ausschließen. Denn es gibt bislang keine Merkmale, an denen sich so eine Untersuchung orientieren könnte. Das kann man tatsächlich nur beobachten.
Der HBA1c-Wert ist kein unabhängiger Zauberwert, sondern abhängig von den alltäglichen Blutzucker-Verlaufen. Mit denen wird je nach Höhe immer ein kleiner Teil der roten Blutkörperchen dauerhaft verzuckert, und die Menge der verzuckerten wird mit dem HBA1c bestimmt. Und die Beobachtung zeigt, dass beim HBA1c von 5,2 keiner der Diagnose-Grenzwerte überschritten sein kann. Also ist ein Diabetes zur Zeit der HBA1c Bestimmung mit 5,2 ausgeschlossen.
Ab HBA1c 6,5 ist fachoffiziell in vielen Ländern dieser Welt und auch in D Diabetes.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 20.02.2014 10:21:19
hallo jürgen
also würdest du dich bei dem wert auf der sicheren seite fühlen keinen diabetes momentan zu haben?
meiner meinung nach ist dieser wert nichts wert
gruß bernd -
am 20.02.2014 10:47:44
Moin Bernd,
für die Diagnose Diabetes muss man morgens nüchtern wenigstens 126mg/dl messen oder/und 2 Stunden nach dem Zuckerwasser wenigstens 200 oder mehr als 200 zu beliebigen Zeiten an mehreren aufeinander folgenden Tagen.
Diese Grenzwerte sind mit HBA1c 5,2 einfach nicht zu knacken.
Gesund wacht der Mensch mit maximal 90 morgens auf und misst 2 Stunden nach dem Zuckerwasser auch schon wieder höchstens so um 90.
Der HBA1c-Wert bis 5,5 passt ohne Diskussion zum Rahmen dieses gesunden Verlaufs. Mit dem Anstieg darüber passen Nüchtern- und OGTT-Werte immer mehr zum Prädiabetes und bei 6,5 schließlich die meisten zum Diabetes.
Aber es wird noch ne Menge Betroffene mit 6,5 geben, die nüchtern mit weniger als 126mg/dl aufwachen oder 2 Stunden nach dem Zuckerwasser weniger als 200 auf dem Tacho haben. D.h. die 6,5 sind - vielleicht zusammen mit den mehr als 200 zu beliebigen Zeiten an mehreren aufeinander folgenden Tagen - aktuell der niedrigste der Diagnose-Grenzwerte. Deswegen erwarte ich auf lange Sicht, dass in der Folge von den 6,5 als Diagnose-Grenzwert die anderen Grenzwerte ein Stück weit gesenkt werden.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 20.02.2014 11:26:00
Hi Berndren
Also darf ich das so interpretieren, dass du dich bis hba1c 5,5 sicher fühlen würdest einen normalen blutzuckerverlauf zu haben und darüber die gedanken machen würdest einen prädiabetes zu haben, also keine weiteren messungen unter hba1c 5,5 ohne diskussion:)?
Gruß Bernd -
Gast
Rang: Gastam 20.02.2014 11:29:23
meinte natürlich hi jürgen, sorry, aber ich verstehe schon was du meinst, bin halt dem hba1c bißchen skeptisch gegenüber, vielleicht gehe ich nicht mit der zeit aber früher war er halt nicht erlaubt, aber frueher gabs ja auch keine handys, also unter 5,7 neuerdings kein diabetes und du denkst bei 5,2 am ehesten ganz normaler blutzuckerverlauf
gruß bernd
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Marita
Rang: Gastam 20.02.2014 20:37:03
Moin Bernd
Ich gebe Jürgen recht, die Grenzwerte können bei hba1c niemals erreicht werden und hba1c bis 5,5 stellt einen normalen Blutglucosenoch verlauf mit normalem Nüchternblutzucker und keinen postprandialen Spitzen dar. Ab 5,7 sollte man sich Gedanken machen ob man sich auf dem Weg zu einem Diabetes befindet, aber selbst so ein Wert ist keine Garantie dass du mal einen bekommst.
Die meissten Wissenschaftler und Diabetologen raten daher auch zur Diagnose bzw Ausschluss mit dem hba1c und nicht mehr mit dem Nüchternblutzucker.
Gruß Marita -
Gast
Rang: Gastam 21.02.2014 13:05:18
Hi Marita
Ich sehe es nicht so wie Du und Jürgen, für mich ist der hba1c in der Wertigkeit nicht so hoch anzusetzen und kann nicht zum Ausschluß genutzt werden.
Gruß -
Sabine
Rang: Gastam 21.02.2014 13:21:13
Sorry kann hier nicht mal jemand jetzt sagen was Sache ist, der eine schreibt dies der andere das, mein Arzt verwendet schon seit Jahren bei mir den hba1c und nicht den Blutzucker zum Ausschluß......liegt er dann also falsch damit
Gruß Sabine -
Markus
Rang: Gastam 21.02.2014 14:04:52
Hallo liebe User
Darf ich hier mal ne Anmerkung machen..........mein Diabetologe ist wirklich ein guter (hoffe das denkt jeder von seinem) er ist immer da wenn ich eine Frage hat und steht mir immer zur Verfügung. Auf das Internet ist er im allgemeinen nicht gut zu sprechen; er spricht schon von vielen googel Kranken, die an Hand von Foren für krank erklärt werden etc...aber jetzt komMTS, er selbst sagt das es ein Forum bzw. eine Person im Forum gibt die wirlich Ahnung von der Materie hat und sehr gute Tipps gibt und diese Person benannte er als Jürgen den er schon häufiger bei onmeda gelesen hätte und über dessen Fachkenntnisse er erstaunt ist............also liebe User wenn Jürgen hier schreibt das der hba1c zum Ausschluß genutzt werden kann und ein Wert von bis zu 5,5 einen gesunden Blutzuckerverlauf darstellt dann denke ich das man ihm als Experten glauben kann und wer es nicht macht der soll sich halt weiter krank googeln.
Danke Jürgen dass Du Dir für Fragen immer Zeit nimmst
Gruß Markus -
Markus
Rang: Gastam 21.02.2014 15:43:25
Hi Jürgen
Kannst Du Dich nicht nochmal abschliessend dazu äussern damit das hier ein Ende nimmt?
Gruß Markus -
Gast
Rang: Gastam 21.02.2014 21:53:45
Dann will ich auch mal was dazu sagen, ich habe nun seit 2 Jahren Diabetes "LADA" und mein Hb1c lag gestern bei 5,3 nüchtern zwischen 80 und 90, 2 Stunden nach dem Essen unter 100 und ich nehme zur Zeit kein Insulin und auch sonst nichts! Bin ich jetzt kein Diabetiker mehr?
Gruß -
gast
Rang: Gastam 22.02.2014 00:05:07
es geht doch darum was zu diagnosebeginn ist, freu dich doch das du jetzt so gute werte hast......es gibt immer außnahmen aber generell hat man bei unter 5,7 kinen diabetes.und mit diesen werten wärest du auch nie als diabetiker eingestuft worden auch nicht durch den nüchternwert.........honeymoonphase????? -
Maren
Rang: Gastam 22.02.2014 07:37:04
na da siehst du aber doch mal wieder genau was jürgen gesagt hat, deine gesunden blutzuckerverläufe ergeben einen hba1c unter 5,5, nehme an das er bei der diagnose höher war.
glückwunsch und Gruß Maren -
am 22.02.2014 10:07:48
Moin LADA,
im Frage-Zusammenhang hier geht es um die Erst-Diagnose. Und wo da vorher noch keine Diabetes-Behandlung dran war, kann man dem HBA1c schon trauen. Und wer daran für sich zweifelt, kann doch ohne lange Diskussion seinen Nüchternwert selbst messen und auch völlig ohne Schwierigkeiten einen Zuckerwasser-Test nachbauen.
Trotzdem ist Dein Einwand stimmig: Denn wenn Du 1 Jahr lang ohne Medis mit unter 100mg/dl aufwachst und mit HBA1c unter 6 gemessen wirst, hast Du eine vollständige Remission. Und die wird zunehmend mit Heilung gleich gesetzt.
Die Definition wird zwar vornehmlich im Zusammenhang mit bariatrischen OPs oder/und VLCD-Erfolgen bei Typ2 gebraucht, aber ist auf diesen Personenkreis natürlich nicht beschränkt. Denn Diabetes oder nicht ist ja ausschließlich durch BZ-Grenzwerte definiert.
Bisdann, Jürgen -
Sabiene
Rang: Gastam 22.02.2014 10:31:15
Hi liebe User
Ich nehme nicht an dass eine Gesellschaft wie die ddg oder auch die Ada oder die WHO wahllos und ohne irgendwelche Begründungen und forschungsergebnisse den hba1c wert als diagnostikum der ersten wahl beschreibt. Sie Fließdiagramm der DDG bezüglich Diabetesdiagnose bzw. Ausschluß........bei Werten über 6,5 Diabetes sicher, bei Werten unter 5,7 sicher kein Diabetes, bei Werten zwischen diesen hba1c werten Diagnose durch ogtt oder Nüchternzucker.........der hba1c wert ist bei weitem teurer als die Bestimmung des Nüchternblutzuckers und bei aller liebe, die Leute die diese Werte festgelegt haben und diese mit Studien rechtfertigen sind nicht nur blöd.....eine 100 prozentige Sicherheit gibt es in der Medizin nie.
Ich gehe mit Jürgen überein das man dem hba1c Wert zur Diagnose oder Ausschluß trauen kann.
Gruß Sabiene -
Gast
Rang: Gastam 22.02.2014 10:54:03
ich gebe mich geschlagen, jürgen hat recht , vertraut dem hba1c zur diagnose bzw. ausschluß
gruß -
Gast
Rang: Gastam 22.02.2014 14:24:15
der hba1c wird von der ddg als primäres diagnostikum gesehen um einen diabetes auszuschliessen oder zu diagnostizieren, schaut mal auf deren internetseite
MfG Tatjana -
Tina
Rang: Gastam 25.02.2014 13:37:36
Hi Thomas99
Der hbac1 wird laut meinem Hausarzt, der auch Diabetologe ist dazu verwendet einen Diabetes auszuschliessen bzw. zu diagnostizieren. Habe erst genauso getutzt geschaut wie Du als er mir mitteilte dass ich zu der Kontrolluntersuchung, die ich alle 2 Jahre routinemässig, wie Hautkrebsvorsorge etc. machen lasse nicht mehr nüchtern kommen müsse, da er den hba1c verwende der wesentlich genauer als der Nüchternblutzucker sei. Nachdem bei mir 5,3 gemessen wurde erläuterte er mir, dass dies ein gutes bzw. normales Ergebniß sei, welches einen gesunden Blutzuckerlauf wiederspiegele und ich mir daher keine Gedanken um Diabetes oder Vorstufen machen müsse. Erst ab 5,7 würde man die Gefahr eines sich anbahnenden Diabetes sehen und daher Vorstadien per Glucosemessung genauer abklären. Ab 6,5 wiederrum wäre sicher von einem Diabetes auszugehen. Er hofft das zukünftig mehr Allgemeinmediziner den hba1c nutzen da er seiner Meinung nach unabhängiger als der NBZ sein der durch verschiedene Umstände mal falsch hoch oder niedrig ausfallen könne.
Dir alles gute
Gruß Tina