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Studienprojekt
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am 11.05.2014 18:49:14
Hallo,
ich hoffe, ich bin hier im richtigem Themenbereich dafür.
Im Rahmen eines Studium soll in einem Projekt ein Konzept für eine benutzerfreundliche Anwendung gestaltet werden, welche intuitiv und nützlich sein soll. Dieses Konzept soll einen einfachen Prototypen beeinhalten, welcher die Funktion und den Aufbau der App (in Papierform) zeigt. Außrdem soll dieser anhand von Zielgruppentest auf Fehler und Schwachstellen untersucht werden.
Bei der Projektidee handelt es sich um eine App, die Blutzuckerwerte in einer Datenbank speichert und einen Alarm auf dem Handy auslöst, wenn der Anwender dieser App überzuckert oder unterzuckert sein sollte. Die Zielgruppe dieses Projekts sind demnach mit Diabetes erkrankte Menschen, denen diese Anwendung den Alltag erheblich erleichtern könnte. Um diese Anwendung nutzen zu können, muss der Anwender zunächst eine Art Chip bzw. ein Messinstrument transplantiert bekommen, welches den Blutzuckergehalt regelmäßig misst und die dort ermittelten Daten an die App versendet. Der Anwender kann seine Messwerte jederzeit über die App abrufen und einsehen.
Die Blutzuckerwerte werden in der Anwendung automatisch protokoliert und in regelmäßigen Abständen zum behandelnden Arzt(Je nach vorheriger Einstellung der App) des Anwenders geschickt. Die Anwendung soll bei Überzuckerung und Unterzuckerung auf dem Gerät des Anwenders einen Alarm auslösen, der durch den Anwender in einer gewissen Zeitspanne (Je nach vorheriger Einstellung der App) beendet werden muss. Tut der Anwender dies nicht so wird ein Alarm bei Familienangehörigen oder dem Notarzt ausgelöst (Je nach vorheriger Einstellung der App). Features dieser Anwendung könnten Ernährungstipps, Therapiemethoden und Gesundheitstipps sein, die auf dem Gerät des Anwenders angezeigt werden, wenn die Blutzuckerwerte des Anwenders starke Schwankungen aufweisen oder der Alarm zu oft ausgelöst wurde. Die Features können unabhängig von den gemessenen Werten jederzeit aufgerufen werden.
Weitere Features könnte ein Mahlzeitentagebuch sein, welches auch zum behandelnden Arzt des Anwenders verschickt werden könnte oder ein Rechner der die Dosis des zu injizierenden Insulins errechnet bzw. ein Rechner der die Menge der Kohlenhydrate, die der Anwender zu sich nehmen darf, berechnet. Auch ein Chatroom in dem sich Anwender und Arzt über Änderungen der Therapie austauschen können wäre ein weiteres, mögliches Feature. Ziel der Anwendung ist es, dem Anwender den Alltag zu erleichtern. Die schmerzhaften Blutzuckermessungen und das Protokollieren der Werte würden den Anwendern erspart bleiben. Lediglich das Injizieren von Insulin müsste der Anwender noch selbst vornehmen. Die Anwendung soll für die Anwender übersichtlich gestaltet werden, sodass der Anwender seine Daten stets übersichtlich abrufen kann.
Geplante Features:
Kalender:
Ein üblicher Kalender, wie man ihn von Handys und Smartphone kennt. Hier kann man z.B. eintragen, wann man, wie viel Insulin injeziert hat.
Insulinrechner:
Hier kann man entweder manuell, oder automatisch anhand der Daten des implantieren Chips die richtige Dosis Insulin berechnen lassen.
Mahlzeitentagebuch:
Wann hat man was gegessen/ getrunken
Ereignisprotokoll:
Hier werden alle Vorgänge in der App protokolliert. Also wenn Alarm ausgelöst oder die Werte zum Azt gesendet wurden, wird das hier festgehalten. Außerdem können die Werte hier eingesehen werden.
Chatroom/ Forum:
Im Chatroom kann man direkt mit dem behandelnden Arzt kommunizieren. Allerdings wird man bevor man in den Chatroom gelangt in ein FAQ geleitet, wo es bereits viele Antworten auf gängige Fragen gibt. So soll gewährleistet werden, dass der Arzt nur im Notfall kontaktiert wird. Zum FAQ kann man alternativ auch per Klick auf den Assistenten, welcher auf der Startseite zu finden ist, gelangen. Im Forum können sich Nutzer der App untereinander austauschen.
Tipps & Tricks:
Hier könnten z.B. Ernährungstipps zu finden sein.
Alarm & Notruffunktion:
Sobald der Patient unter- bzw. überzuckert ist, sendet der implantierte Chip automatisch ein Signal an die App, welches einen Alarm auslöst. Dieser Alarm soll erst deaktiviert werden, wenn die Werte wieder normalisiert sind. Sollte das in einer vorher eingestellten Zeitspanne nicht erfolgen, so wird automatisch ein Notruf an den Arzt oder einen Familienangehörigen abgesetzt werden.
Es folgt ein Link zu einer Art interaktiven Prototypen der App. Dieser beinhalet lediglich das Designe und den Aufbau der App. (Die Auflösung der Bilder ist durch die Software, welche zum erstellen des Prototypen genutzt wurde leider nicht sehr hoch.) Dazu haben wir einen entsprechenden Bewertungsbogen erstellt, welcher auch verlinkt ist.
Da es die Technologie für den zu implantierenden Chip noch nicht gibt, und vom Projekt nicht anders vorgesehen ist, ist das alles nur ein theoretisches Konzept. Aber wir würden uns dennoch über Feedback zu dem Konzept und der App freuen.
Bewertungsbogen:
https://www.umfrageonline.com/s/1c83b92
Prototyp:
https://popapp.in/w#!/projects/536d2975f9c42a24328d023f/embedded
Bilder der App in besserer Auflösung:
http://de.myalbum.com/Album=MQGBK6JE
Danke und Grüße
G. R.
Bearbeitet von User am 11.05.2014 18:50:08. Grund: Ergänzung -
Gast
Rang: Gastam 11.05.2014 19:39:05
Klingt sehr spannend - würd ich sofort machen!!!!Sag Bescheid wenn es das gibt :-)) -
am 11.05.2014 19:53:21
Moin G.R.,
schrieb:
Bei der Projektidee handelt es sich um eine App, die Blutzuckerwerte in einer Datenbank speichert und einen Alarm auf dem Handy auslöst, wenn der Anwender dieser App überzuckert oder unterzuckert sein sollte.
Schnelles Insulin braucht in Abhängigkeit von Person und Tageszeit und Höhe der Überzuckerung vom Spritzen bis zur vollen Wirkung 30-90 Minuten. Die Warnung müsste mithin individuell passend 30-90 Minuten vor der Überzuckerung einsetzen, damit der User sie wirksam verhindern kann. Zudem müsste die Mengenangabe darin berücksichtigen, was der User in den folgenden zwei Stunden körperlich zu tun gedenkt, vor allem in der ersten. Denn schon mit ausgiebigem Supermarkt-Jogging könnte nur die Hälfte von der Menge passen, die bei Absitzen am Rechner notwendig wäre.
Traubenzucker braucht in Abhängigkeit von Person und Tageszeit und Menge des zuviel wirksamen Insulins 20-40 Minuten bis zu seiner vollen Wirksamkeit. Die Warnung müsste also 20-40 Minuten vor der Unterzuckerung einsetzen, damit der User sie wirksam verhindern kann. Und auch hier ist bei der Menge wieder zu berücksichtigen, was in den folgenden 2 Stunden und besonders in der ersten davon körperlich getan wird.
In den Projekten zum artificial pancreas gibt es dafür umfangreiche Computer-Programme, die ausführlichst persönlich angelernt werden und fortlaufend mehrere Stunden CGM-und Insulin-Vorlauf für die jeweils aktuelle Insulin-Ausgabe (würde bei der App der Empfehlung entsprechen) auswerten.
Wenn die App-User den größten Teil solcher Programm-Leistung mit fortlaufenden einzelnen Eingaben leisten müssten, müssten sie schon mental sehr behindert sein, wenn für die jeweilige Zeit- und Mengen-Schätzung noch eine App bräuchten.
Warnungen vor Ausflüge des BZ-Verlaufs über und unter voreingestellte Grenzen sind Standard bei CGMs. Selbstverständlich könnten die auch auf ne App im Smartfon senden., und ich meine, davon auch schon gelesen zu haben.
Smartfon-Programme für die Bolus-Empfehlung zum Essen auf dem Teller gibt es wohl schon, aber das spricht ja nicht gegen ein weiteres ;)
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 11.05.2014 21:46:43
zu einem arzt mit dem ich gerade meine therapie diskutiere
(wo die zeit sowieso imer knapp ist) und der andauernd auf den bildschirm schaut um bz verläufe anderer patienten zu verfolgen, da wäre ich das letzte mal.
zudem meiner soviel zu tunhat daß er sich auf sowas garnicht einlassen würde.
außer in extremen notfällen bekommt man einen termin bei einem "guten" diabetologen in 6 wochen, wann, wenn der nur noch vorm monitor sitzt ?
cgm- werden extrem selten von der kasse übernommen, und bei alten , gerade die sowas brauchen garnicht.
bevor ihr an die betroffenen geht, hättet ihr vorher die machbarkeit überprüfen sollen. -
G.R
Rang: Gastam 12.05.2014 23:51:52
Guten Abend,
@ Gast 1
Danke für die positive Rückmeldung. :) Allerdings geht es in dem Projekt leide nur um die Erstellung des Konzepts und um das Testen des Protoytpen in der Jeweiligen Zielguppe. Daher würden wir uns sehr über Feedback im Bewertungsbogen freuen. :)
@ hjt_Jürgen
Danke für Ihre ausfühliche Antwort. Diese wird uns ganz bestimmt im weiteren Planungsprozess helfen. :)
Die technische Machbarkeit sollte bei der Planung der App keine Rolle spielen. Und im großen geht es auch nur um die App. Der Chip und die dadurch erfolgte Automatisierung sollte einfach nur den Unterschied zu den bereits vorhandenen Apps darstellen. Daher setzten wir vorraus, dass der Chip entwickelt wurde und dass in Zukunft die Medizin so weit ist, dass entsprechende Veränderungen bereits mehrere Stunden vorher bemerkt werden können.
Und der automatische Insulinrechner war einfach nur eine Idee für besonders faule Leute :)
@ Gast2
Danke für dein Feedback.
Die Chatfunktion ist ja auch nur für besonders wichtige Anliegen reserviert. Es ist kein Chat à la WhatsApp. So kann der Parient eine Frage Stellen und der Arzt kann wenn er Zeit hat eine kurze Antwort schicken. Es ist quasi eine dringende E- Mail an ein besonderes Konto des Arztes. Es ist also nichts anders, als ein Anruf beim Arzt, nur das der Patient nicht warten muss und der Arzt keine Behandlung unterbrechen muss (was er selbstverständlich nur in Ausnahmefällen tun sollte)
WIe bereits oben erwähnt, spielt die Machbarkeit bei der App absolut keine Rolle. Es geht nur um das Planen der App, das richtige Auswerten von Umfragen und das Testen des Protoytpen in der Zielgruppe.
Viele Grüße
Gerrit R.