Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Ich benötige dringend Rat für meine Freundin

  • christina

    Rang: Gast
    am 19.03.2009 22:38:35
    Ein liebes Hallo an alle Hilfsbereiten,

    Ich mache mir sehr große Sorgen um meine Freundin. Sie ist Diabetikerin und total überfordert mit ihrem Leben seit dieser Diagnose.
    Seit fünf Jahren auch nicht mehr beim Arzt gewesen.
    Die Situation an sich ist sehr komplex, schwierig und zu intensiv das ich euch alles auf einmal berichten könnte deswegen erst mal kurz ein paar Probleme die ich mit ihrer Situation habe.

    Sie ist seit der Diagnose leicht depressiv. Ich sehe es aber sehr viel schlimmer.
    Sie schafft es nicht ein Monat lang durchgehend zur Arbeit zu gehen. Wenn sie dann mal anwesend ist misst sie sich in einer Stunde bestimmt 3 mal ihren Spiegel. Ihre Diabetes ist immer anwesend. Das mach ich ihr nicht zum Vorwurf, aber sowas kenne ich von anderen Kollegen nicht. Sie spritzt sehr häufig und isst sehr unregelmässig. Ihr Tagesablauf ist ebenfalls ein reines Chaos. Mal bis 12 im Bett liegen. Und am Wochende kommt sie meistens gar nicht raus. Zwichendurch aber auch euphorisch. Jedesmal wenn sie krank ist, Erkältung etc., was oft vorkommt, ca. 1 mal im Monat wie sie dann sagt, springt ihr Zucker so hin und her das sie nicht auf die Beine kommt. Sie muss nur 3 Stunden am Tag arbeiten und bekommt dies nicht auf die Reihe. Immer erwähnt sie Ihre Krankheit. Da ich nicht selbst betroffen bin, und ich nicht recht weiss was ich ihr glauben kann, suche ich euren Rat. Ist es bei dieser Erkrankung normal, das bei z.B. einer Erkältung es zu so enormen Zuckerschwankungen kommt. Heute Nacht waren wir bei 400 und es sinkt dann auch schon mal unter die 60. Ich mache mir große Sorgen weil ich ihre Situation überhaupt nicht einschätzen kann. Durch ihre Erkrankung hat sie vor 5 Jahren ihren Job verloren. Sie war eine taffe starke Frau die keinerlei Probleme hatte ihr Leben zu meistern, und jetzt geht gar nichts mehr. Ich mache mir mehr Sorgen als ich in der Lage bin sie in Worte zu fassen. Sollte ich sie z.B. Nachts bei so einem Zucker nach Tragen Bett und den täglichen versprechen heute mal zum Arzt zu gehen einfach packen und ins Krankenhaus fahren?

    Über einen Rat oder Schilderungen ähnlicher Situationen die Ihr kennt und mir mitteilen würdet wäre ich wirklich sehr sehr dankbar.

    Lieben Dank an euch alle

    P.S: Hinweise für Beerdigungsinstitute wie sie bei anderen Hilfesuchenden gegeben wurden möchte ich dankend im voraus ablehnen. von christina
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 19.03.2009 23:32:31
    Hallo Christina,

    Du beschreibst was ich auch erlebt habe - bei mir lag es am Insulin.
    Heute geht es mir mit tierischem Insulin wesentlich besser, was nicht bedeutet, dass Deiner Freundin eine Umstellung auf tierisches Insulin helfen würde.

    Ich weiß nicht genau wie ich Dir da weiter helfen kann - letztendlich muss Deine Freundin an ihrer "Not" etwas ändern wollen, wenn sie seit 5 Jahren nicht beim Arzt war scheint sie dafür keine Kraft oder Interesse zu haben.
    Es gibt die Möglichkeit über den sozialpsychiatrischen Dienst, Zwangseinweisung/Neueinstellung...- damit gehst Du das Risiko ein, die Freundschaft zu verlieren...
    Was sagen denn die Verwandten dazu?
    Hast Du mit ihr über Deine Sorge gesprochen, was denkt Deine Freundin über ihre Situation?

    Ich denke es wird sehr schwierig werden, wenn Du ihr wirklich helfen willst.

    Tierisches Insulin als Alternative bei der es manchem Diabetiker besser geht, ist auch nicht so einfach zu bekommen, einfach probieren ist also nicht möglich :-(

    Es muss auf jeden Fall geklärt werden warum es ihr so schlecht geht, dazu muss sie wahrscheinlich stationär aufgenommen werden (ich denke für ambulant fehlt es ihr an Kraft).

    Viel Erfolg und lieben Gruß,
    Daniela
  • Christina

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 00:36:09
    Hallo Daniela,

    lieben Dank für deine Antwort.

    Soviel ich weiß benuzt sie Schweineinsulin. Ihre Lebenssituation ist wirklich kopliziert.
    Der Grund warum ich mich in diese Problematik so reinhänge ist die Tatsache das ich fast ihr einziger Halt bin, und die einzige die bereit ist alles erdenkliche zu tun ihre Situation nicht nur zu bessern sondern auch zu ändern.
    Auf Grund ihrer Jobsituation ist sie wieder zurück zu ihrer 80 jährigen Herzkranken Mutter gezogen die selbst total überfordert ist und den Rat bei mir Sucht. Sie sorgt sich sehr um ihre Tochter, bevormundet sie extrem und kann leider keinerlei Privatsphäre akzeptieren. Da kommt es oft zu sehr extremen Auseinandersetzungen die meine Freundin mit ihren 40 Jahren eigentlich im Griff haben sollte. Ich denke oft das sie eine Depression hat die durch ihre Diabetis verstärkt wurde. Sie ist sehr agressiv, soweit das sie ihrer mutter auch droht, die dann wiederum Angst hat.

    Wie ist es denn so bei Krankheit?
    Ist es denn normal das der Zuckerspiegel so springt?
    Ich denke oft das sie ihre Diabetis als rechtfertigung ihrer Probleme sieht. Sie nimmt es nicht an. Das hört sich evtl. jetzt sehr gemein an, aber ich bin leider sehr unwissend und fange jetzt erst an mich genauer damit zu befassen.
    Ich würde sie gerne in eine Fachklinik für Diabetologie und psychologischer Betreung bringen. Gibt es sowas?

    Lieben Gruß von Christina
  • r

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 07:46:38
    Wie kann ich Insulin spritzen, wenn ich fünf Jahre nicht beim Doc war?
    Sie klaut das Insulin doch wohl nicht?!Wie soll das also gehen?
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 10:24:41
    klingt alles total verworren und unglaubhaft.
    Denn auch tierisches Insulin ist verschreibungspflichtig,
    "und" von der KK "genehmigungspflichtig".
    Zudem wie alles Insulin maximal 18 Monate im Kühlschrank haltbar.
  • sgrt

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 11:27:35
    Ihr wisst aber schon, dass man sich Insulin auch "borgen" kann bei "netten, hilfsbereiten" Menschen.
    Da die Mutter aber 80 ist, dürfte die Tochter schon über 50 sein und da ist bei Frauen alles nicht so einfach. Psychologische Hilfe ist hier klar angesagt!
  • Kassandra

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 13:45:22
    Borgen?
    5 Jahre lang.
    Mei, sowas. von Kassandra
  • dre

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 14:00:12
    Habsch doch glatt überlesen, dass die Tochter erst 40 ist. Sorry, wollte die Dame natürlich nicht älter machen. KA, ob man sich 5 Jahre Insulin "borgen" kann, aber Anke "borgt" sich schon das dritte Jahr welches! Und man sollte nicht sofort wieder 'nen Troll "riechen", denn: "aber ich bin leider sehr unwissend und fange jetzt erst an mich genauer damit zu befassen. Ich würde sie gerne in eine Fachklinik für Diabetologie und psychologischer Betreung bringen." Ich denke mal, die Freundin sollte schnellstens in eine Klinik mit diabet. Fachabteilung, psychologisch wird sie da auch beraten! Solche Kliniken gibt es im Land genug! Einfach mal im Netz suchen.
  • kati

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 15:50:45
    Ich würde sie gerne in eine Fachklinik für Diabetologie und psychologischer Betreung bringen.

    Wenn deine Freundin nicht will und du nicht ihr Vormund bist wirst du sie nirgends hinbringen.
    Bei ihr muss es "klick" machen.
  • Nora

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 16:09:12
    Hi!!

    Zu den BZ-Schwankungen: es kann schon sein, dass der BZ stark schwankt, ist bei mir leider im Moment auch so. Das liegt dann aber daran, dass die Einstellung nicht perfekt ist. D.h. deine Freundin müsste unbedingt zu nem guten Diabetologen und alles durchsprechen, ggf. anderes Insulin, Insulinpumpe... oder einfach die Basalrate und Faktoren wieder richtig anpassen.
    Das mit dem Schweineinsulin ist Quatsch. Ich spritze Analoginsulin und habe überhaupt keine Probleme damit... im Gegenteil: mit Analoginsulin ist man viel flexibler, keine Zwischenmahlzeiten, zwischendurch essen geht auch ohne Probleme usw. Auf jeden Fall muss deine Freundin zum Arzt... ich finde, das passt alles nicht so richtig zusammen. Wenn deine Freundin so oft misst und spritzt, scheint es ihr ja nicht vollkommen zu sein, warum geht sie dann nicht zum Arzt??
    Ich habe den DM mit 14 bekommen und hatte nie Probleme, regelmäßig zur Schule/Uni zu gehen... den Job verliert man durch den DM eigentlich auch nicht.. so schlimm ist das Ganze nun auch wieder nicht... da spielen bei ihr also sicher auch psychische Sachen ne große Rolle.. deshalb würde ich sagen: frag sie mal, warum sie nicht zum Arzt geht und versuche, sie dazu zu überreden (mehr machen kannst du natürlich nicht).... Der Diabetologe kann dann sicher auch die Situation einschätzen und sie ggf. zu nem Psychologen überweisen...

    Viele Grüße,
    Nora
  • Horst

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 16:52:49
    #1 Christina

    Sorry, aber das Ganze ist mir, freundlich ausgedrückt, zu unstimmig... von Horst
  • ich glaube nichts

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 17:14:29
    richtig, wer nicht zum Arzt geht hat weder insulin noch
    Streifen, außer er leiht oder klaut.
    Ins KH werden nur Notfälle aufgenommen(ohne ärztl. Einweisung, ohne Kostenübernahmestempel der KK),
    wer soll denn bezahlen?
    Genau das ist auch der Grund weshalb Insider den ganzen Ankegeschichten nicht glauben, woher hat sie ihre Streifen wenn sie Insulin geschenkt bekommt, Streifen bekommen nur INSULINER verschrieben!
    Oder hat sie genug Geld ? von ich glaube nichts
  • Anke

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 18:51:22
    Genau das ist auch der Grund weshalb Insider den ganzen Ankegeschichten nicht glauben, woher hat sie ihre Streifen wenn sie Insulin geschenkt bekommt, Streifen bekommen nur INSULINER verschrieben!


    Stellt euch mal vor...es gibt tatsächlich einen Internisten in LD (Dr.med.B.)der mir als insulinpflichtige Diabetikerin Bz-Teststreifen verordnet (auf Kassenrezept!!!) ,aber kein tierisches Insulin ...das is n' Ding wa ?
  • drte

    Rang: Gast
    am 20.03.2009 19:53:56
    Er wird schon seine Gründe haben! Und seinen Doktor, zu dem man ein Vertrauensverhältnis haben sollte, ein "Ding" zu nennen, finde ich unverschämt, aber das sind wir von dir ja gewohnt!
  • Christina

    Rang: Gast
    am 21.03.2009 01:37:44
    Hallo an alle die so nett geschrieben haben.

    Für den neusten Stand:

    Wir haben eine Termin beim Facharzt am Montag,
    Nachdem ich ihr die Pistole auf die Brust gesetzt habe. Schließlich spielt sie mit ihrem Leben.
    Woher sie ihr Insulin bezieht und die ganzen Streifen die sie verbraucht weiss ich nicht. Aber sie hat sie!
    Zum Glück.
    Es scheint eine Möglichkeit zu geben dies zu beziehen ohne zu klauen, denn Quellen um an diese Utensilien zu kommen hat sie nicht!
    Dank meines Jobs hatten wir die Möglichkeit in der Vergangenheit immer ihren Hba1c zu bestimmen, der lag immer so um die 6,9 - 7,3.
    Sie hat begriffen das es so nicht weitergeht. Wir wissen auch das ihre Probleme nicht nur durch die Diabetis enstanden sind.
    Es gibt da noch eine Reihe von Punkten die andere Fachärzte begutachten müssen.
    Iher depressionen hat sie bestimmt nicht nur durch die Diabetis.


    Die Zweifel die ihr an all dem habt was ich schreibe verstehe ich gut, denn auch ich habe das Problem nicht zu wissen was von all dem stimmt. Das macht es so schwierig.

    Kennt jemand von euch eine gute Fachklinik die nicht in der Nähe von Köln/Bonn liegt?
    Habt ihr Erfahrungen gemacht in solchen Kliniken?
    Ich habe gelesen das die meisten auf Insulinpumpen umstellen. Ist das ein Vorteil?
    von Christina
  • Anke

    Rang: Gast
    am 21.03.2009 11:30:44
    Die Kölner Uniklinik hat eine sehr gute Diabetes-Ambulanz -wende dich doch mal an die .
    Die Adresse findest du im Internet.

    Pumpe ist kein Vorteil,da gerade auch bei älteren Menschen die Neigung zu Entzündungen u.ähnl. gegeben ist(
    Solange es irgend geht sollte der Mensch seine Eigenständigkeit waren können. von Anke
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 21.03.2009 11:51:08
    Hallo Christina

    Eine Pumpe setzt Dizipline und eine genaue Diabetesführung voraus, anders macht es kein Sinn.

    Mann sollte erst ICT gut beherschen.

    Das über Entzundungen is Unsinn.

    LG

    Hajo Janse
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 21.03.2009 12:03:41
    natürlich hat anke wieder nur schwachsinn geschrieben,
    -aber-! daß man "legal" insulin beschaffen kann glaubst du doch wohl nicht wirklich ?
    daß man ohne rezept streifen bekommt ist völlig normal,
    machen die t2 sowieso, nur ist das für t 1 die
    ca. 500/quartal mind brauchen nur etwas für millionäre.
    bitte schreibe nicht die diabetis sondern der diabetes.
  • Gretel

    Rang: Gast
    am 21.03.2009 14:19:06
    Frage lautete: "Kennt jemand von euch eine gute FachKLINIK die NICHT in der Nähe von Köln/Bonn liegt?" und der Forentroll amtwortet: "Die Kölner Uniklinik hat eine sehr gute Diabetes-AMBULANZ -wende dich doch mal an die." Was wieder beweist, daß Anke NICHT liest, worum es geht. Ist aber nichts Neues! von Gretel
  • EH

    Rang: Gast
    am 22.03.2009 11:42:30
    "machen die t2 sowieso, nur ist das für t 1 die ca. 500/quartal mind brauchen nur etwas für millionäre.
    bitte schreibe nicht die diabetis sondern der diabetes"

    Das ist Unsinn! Ob man Teststreifen verschrieben bekommt oder nicht, hat nichts mit dem Typ zu tun, sondern mit der Therapie.
    Es soll auch Typ2-er geben, die ICT spritzen!!!!! von EH
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.03.2009 12:53:18
    danke für die richtigstellung, sollte heißen nicht mit insulin behandelte t2, denn entgegen der allg darstellung bekommen die meist nicht mal die 50/quartal
  • jj

    Rang: Gast
    am 22.03.2009 18:13:05
    vielleicht IST die Freundin Millionärin oder
    hat einen Apotheker zum Freund.
    Bei Liebe ist die Rezeptpflicht eh aufgehoben.*GGG*
    Der Pillendreher braucht keinen Nachweis.
    So ähnlich wie der Waffennarr bzgl. Aufbewahrung seiner xy-Waffen.
    von jj
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.03.2009 19:24:59
    bisher war die rede von - legal - bei insulin.
  • Krümel

    Rang: Gast
    am 23.03.2009 09:09:21
    Hallo Christina!

    Aus eigener Erfahrung mit dem Diabeteszentrum Bad Lauterberg im Harz kann ich Dir diese Klinik durchaus empfehlen. Schau mal

    www.diabeteszentrum.de

    Persönlich kenne ich die Klinik als Patient seit 1979 und bin immer noch von der Qualität der medizinischen, sozialen und fachlichen Kompetenz überzeugt. Ein Vorteil gegenüber anderen -sich Diabetesklinik nennenden- Einrichtungen, hier werden ausschließlich Diabetiker behandelt und betreut, es ist eine wirkliche Diabetesfachklinik! Andere Einrichtungen sind sehr oft "normale" Krankenhäuser mit einer Diabetesabteilung.
    Es gibt in "diesem unserem Lande mit den blühenden Landschaften" nicht mehr viele wirkliche Diabeteszentren! Mir persönlich ist außer Bad Lauterberg nur noch das Diabeteszentrum in Bad Mergentheim -aber ohne eigene Erfahrung- bekannt.
    Schau Dir die Seite an und mach Dir ein Bild.

    Viel Glück
  • Insider

    Rang: Gast
    am 23.03.2009 11:16:08
    Kann ich vollkommen bestätigen,
    Bad Lauterberg und Bad Mergentheim.

    Kürzlich hat jemand hier im Forum allerdings jemand den Leiter von Bad Lauterberg diskreditiert, weil er in den Schulungen, wie viele seiner Kollegen,
    die Einhaltung eines SEA , zumindest beim Typ2, für unnötig hält. von Insider