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Metformin 850 mg und Durchfall
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am 04.06.2014 12:09:33
Hallo zusammen,
ich nehme seit 20 Jahren 3x täglich Metformin 850 mg ein, zusätzlich zum Insulin Novorapid und Protaphane. Seit etwa 1/2 Jahr stelle ich fest, dass ich oft kurz nach dem Frühstück Durchfall bekomme. Es geht so rasch, dass ich froh bin wenn eine Toilette in der Nähe ist. Der Durchfall schwankt zwischen sehr breiig und sehr flüssig. Auch muss ich öfters 2 - 3 Mal kurz hintereinander auf die Toilette. Ich habe gehört und auch durch googeln erfahren, dass dies sehr verbreitet ist und auf das Metformin zurückgeführt wird. Ist dem so und welche Möglichkeiten gibt es den Stuhlgang wieder zu normalisieren?
Gruß Klaus -
Gast
Rang: Gastam 04.06.2014 12:29:38
auch wenn bis 3g/d erlaubt sind , empfehlen die diabetologen inzwischen max 2g/d met.
laß doch einfach mal die morgens met weg, du spritzt doch insulin, und hast deine werte unter kontrolle, kann doch garnichts aus dem ruder laufen.
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am 04.06.2014 12:57:41
Moin Opa Klaus,
die passende Insulin-Dosierung ersetzt von der Funktion her auch Metformin. Warum nimmst Du's also überhaupt? Wenn Du's weg lässt, siehst Du ja, ob sich Dein Problem erledigt oder Dir auch ohne Met treu bleibt ;)
Bisdann, Opa Jürgen -
am 04.06.2014 13:00:19
Ich nehme auch Insulin (Lantos) und zusätzlich Metformin 1000g. Aber die Probleme habe ich ganz selten.
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am 04.06.2014 15:08:53
OpaKlaus schrieb:
Hallo zusammen,
ich nehme seit 20 Jahren 3x täglich Metformin 850 mg ein, zusätzlich zum Insulin Novorapid und Protaphane. Seit etwa 1/2 Jahr stelle ich fest, dass ich oft kurz nach dem Frühstück Durchfall bekomme. Es geht so rasch, dass ich froh bin wenn eine Toilette in der Nähe ist. Der Durchfall schwankt zwischen sehr breiig und sehr flüssig. Auch muss ich öfters 2 - 3 Mal kurz hintereinander auf die Toilette. Ich habe gehört und auch durch googeln erfahren, dass dies sehr verbreitet ist und auf das Metformin zurückgeführt wird. Ist dem so und welche Möglichkeiten gibt es den Stuhlgang wieder zu normalisieren?
Gruß Klaus
Das Problem ist bekannt und bei den Nebenwirkungen von Metformin erwähnt. Bei mir hat es geholfen, das Metformin während des Essens zu schlucken, nicht vorher oder nachher.
The art of medicine consists in amusing the patient while nature cures the disease.
Voltaire -
am 04.06.2014 15:33:32
hjt_Jürgen schrieb:
Moin Opa Klaus,
die passende Insulin-Dosierung ersetzt von der Funktion her auch Metformin. Warum nimmst Du's also überhaupt? Wenn Du's weg lässt, siehst Du ja, ob sich Dein Problem erledigt oder Dir auch ohne Met treu bleibt ;)
Bisdann, Opa Jürgen
Hallo Opa Jürgen,
weil mein Diabetologe das so verordnet hat und er meint, dass ich ohne Metformin meine Insulin-Dosis drastisch erhöhen müsste. Und in der Zeit ehe dieses "Problem" auftrat, hat es doch auch funktioniert.
Gruß OpaKlaus -
am 04.06.2014 16:53:59
Moin OpaKlaus,
hat Dein Dok die Scheißerei oder hast Du die? Ne Unverträglichkeit kann sich nach Jahren der Verträglichkeit einstellen.
Ob und wie viel Insulin Du mehr spritzen müsstest, kann NIEMAND, auch nicht Dein Arzt, ohne Vergleich von DEINEN BZ-Verläufen an mehreren Tagen mit Metformin und mehreren Tagen ohne sagen.
Also mal 3 Tage mit Metformin Buch führen, morgens nüchtern und vor dem Mittag und vor dem Abendessen und jeweils ne Stunde nach dem Essen, dann Metformin 3 Tage raus lassen und nach diesen 3 Tagen 3 Tage eben ohne Metformin durchmessen und vergleichen. Dann kannst Du sehen, ob überhaupt und wie viel Insulin Du mehr brauchst - und ob die beschleunigte Verdauung vom Metformin kommt.
Munteres Ausprobieren, Opa Jürgen1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
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am 05.06.2014 10:33:30
Hallo Klaus,
Metformin setzt mit seiner Wirkung an einer anderen Stelle an als das Insulin. Deshalb kann die Einnahme von Metformin zusätzlich zum Spritzen von Insulin sehr sinnvoll sein. Sinnvoll ist es aber nur, wenn du es auch verträgst.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hast du nur nach dem Frühstück Probleme mit dem Metformin. Falls das so ist, dann verteile doch die Dosis auf zweimal und nimm mittags und abends je 1 1/2 von den Tabletten. Für die Wirkung vom Metformin hat das nur einen geringen Einfluss, es wirkt weiter relativ gleichmäßig.
Die meisten Diabetologen gehen allerdings davon aus, dass Metformin nur bis zu einer Tagesdosis von 2000 mg sinnvoll ist und eine weitere Erhöhung keine bessere Wirkung bringt. Das wurde anhand von entsprechenden Studien ermittelt, die dein Doc vielleicht nicht kennt. Deshalb würde ich an deiner Stelle mittags nur 1 und abends 1 1/2 Tabletten nehmen. Das macht aber nur Sinn, solange du das Metformin mittags und abends wirklich verträgst. Andernfalls wäre es schon besser, das Metformin wegzulassen und dafür das Insulin etwas zu erhöhen. Dauerdurchfall würde dich auch nicht weiter bringen.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 05.06.2014 10:34:10. Grund: . -
am 05.06.2014 11:18:49
Moin Rainer,
jede Insulingabe bremst auch die Glukose-Ausgabe der Leber, auch von der zuvielen beim Typ2 und setzt mithin bei der selben Stelle an wie Metformin. Metformin bewirkt tatsächlich häufig nichts wirklich messbares, bei mir z.B.
Systematisches Messen ist die einzige Möglichkeit zum Herausfinden, welches Mittel in welchem Umfang wirkt. Deswegen hab ich's vorgeschlagen. Erst dann macht Sinn zu schauen, wie man die Wirkung am verträglichsten erreichen kann.
Bisdann, Jürgen