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Zu süß für diese Welt ....
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am 27.06.2014 20:06:02
schrieb:
oder im Schnitt 10 Minuten am Tag an "Diabetes-Service" bei ansonsten völlig unbeschwertem ganz normalem Leben?
Also wie du das mit 1o Minuten am Tag machst weiß ich nicht. Ich bin mindestens 1 bis 1,5 Std. am Tag mit DM - Management beschäftigt. In jeder Situation muß ich den DM berücksichtigen.
Aber ich stimme dir zu "man sollte sich mit dem DM arrangieren".
schrieb:
Es hat sich auch nicht wirklich viel geändert, außer ein paar Pillen, einmal täglich ein Bisschen Insulin und ab und zu mal meine Finger quälen.
Aber diese Aussage ist für einen Typ1 lachhaft.
@Zuckerwatte,
"deinen DM" hast du ja schon ganz gut im Griff.
schrieb:
Aber: abends laufen mir dann doch tränen übers Gesicht und ich bin sehr traurig.
Das geht vorbei obwohl immer mal wieder so Situation kommen wo einem der DM auf die Nerven geht. Vielleicht hilft dir ja ein Gespräch mit einem Psychologen, bei mir hat das Wunder bewirkt.
lg
Paul
Bearbeitet von User am 27.06.2014 20:16:37. Grund: . -
am 27.06.2014 20:53:15
Moin PaulFox,
natürlich kann ich die 1-2 Stunden intensiver Bewegung pro Tag wie dieser hier in dem kleinen Video auf das Diabetes-Konto buchen zu den 5-10 Minuten, die ich für's Messen & Spritzen und Eintragen brauche. Aber das wär maßlos übertriebener Quatsch, denn die Bewegung bräuchte ich für die Gesundheit und Vitalität, die ich jetzt mit Diabetes genieße, genau so auch ohne Diabetes.
Was machst Du denn in den 1-1 1/2 Stunden pro Tag an Diabetes-Management? Beschreibst Du's mal bitte?
Bin neugierig, Jürgen
Bearbeitet von User am 27.06.2014 20:54:20. Grund: Korrektur -
zuckerpuppe
Rang: Gastam 27.06.2014 21:55:10
Hallo - ich hab Diabetes seit November 2013 Typ 1 diagnostiziert - ich hab deswegen noch keine Träne vergossen - sicherlich im ersten Moment ein Schock - aber des hat mich net wirklich groß aus der Bann geworfen - oder mich mega traurig gemacht - allerdings bin ich 45 jahre und ich wäre mit 25 vielleicht anders damit umgegangen - wie jetzt. Noch dazu müssen Säuglinge - Kleinkinder - Jugendliche lernen damit umzugehen und zu leben - da werd ich als Erwachsener doch wohl auch meistern....das ist meine Einstellung - und ich hab gute Vorbilder in meinem Umfeld....die auch alle super damit leben.
hoff du findest einen Weg - damit besser leben zu lernen - ansonsten kann uns solltest du dir Hilfe holen - dies zu lernen....damit du wieder eine bessere Lebensqualtiät und Lebensfreude hast.
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Gast
Rang: Gastam 27.06.2014 22:58:42
Hi jürgen
also bist du nicht mehr in der lage ein normales rad zu fahren? -
am 27.06.2014 23:15:35
Ich hab als Baby Polio gehabt und seitdem mein linkes Bein kürzer und schlapper und z.T. gelähmt. Konnte zwar nie rennen, aber bis Ende 30 zwar hinken, aber auch 5 Stunden und praktisch überall hin. Dann brauchte ich nen Stock und seit 2002 2 Stöcke und seit 2012 heißt diese Entwicklung fachoffiziell Post Polio Syndrom: Nervenbereiche, die nicht ganz so stark angegeriffen waren und die Aufgabe der durch Polio geschädigten übernommen hatten, geben mit ner Verzögerung von X Nummern Jahrzehnten nach dem ersten Zuschlagen der Krankheit nach, mit dem Verlust der entsprechenden Funktionen. Bei mir zum linken dann auch das rechte Bein, so dass ich seit 3 Jahren draußen mit dem Rolli mobil bin. Übrigens recht munter mobil ;) -
Gast
Rang: Gastam 28.06.2014 07:47:14
Hi Jürgen
Respekt wieviel Kraft in Dir steckt. Hat das fortschreiten dieser Krankheit was mit Deinem Diabetes zu tun?
Gruß -
am 28.06.2014 09:48:12
Nein, Polio und Folgen und Diabetes haben direkt definitiv nix miteinander zu tun und auch statistisch keine auffällige gemeinsame Häufigkeit.
Was die bewunderte Kraft anbetrifft, würdest Du mit ähnlichen Herausforderungen auch entsprechend ähnliche Kraft aufbringen.
Aber mal zurück zum zentralen Thema hier, dem Diabetes und dem, was Du im von mir angeprochenen Gesundheits-Coach-Zusammenhang zynisch nennst.
Was Du als normal bezeichnest, das lockere Essen und Trinken über Hunger und Durst hinaus und das eher mäßige Bewegen, hätte evolutionsmäßig zu deutlich anderen Menschen geführt als zu uns.
Mit der vorherrschend beständigen Überversorgung mit Lebensmitteln und der vorherrschend beständigen Unterforderung unseres Bewegungs-Systems halten wir unsere Biologie ganz im Gegensatz zu unserer subjektiven Wahrnehmung beständig mehr oder weniger gewaltig überlastet, vor allem unsere Logistiker Herzkreislauf- und Lymph-System.
Unsere Art ist hervorragend dafür entwickelt, mit insgesamt gerade ausreichendem Essen und Trinken den ganzen Tag munter auf den Beinen klar zu kommen. Deswegen machen sich immer mehr Menschen ihren unserer Biologie eher entsprechenden Alltag zum Programm und verzichten bewusst auf all die Annehmlichkeiten, die Du hier schon mal so locker skizziert hast. Wobei immer schwierig ist, die passende eigenen Spur zu finden und sich dann auch noch zuverlässig drin zu halten. Denn außer der Waage gibt es keine unabhängig vom Doktor mit seinen Blutuntersuchungen direkt nutzbaren Anhaltspunkte.
Außer mit Diabetes. Denn wer seine defekte Blutzucker-Automatik ergänzt bis ersetzt und seinen Blutzucker in der Hauptsache mit der Auswahl und Portionierung von Essen & Trinken und dem gezielten Einsatz von Bewegung steuert und nur gerade immer so viel an Medis zugibt, wie zum Einhalten der gesunden Grenzen dann noch notwendig ist, bewegt sich damit mit der ganz einfachen Steuerung mit seinem Testgerät praktisch ganz nebenbei in seiner gesunden Spur.
Das heißt noch einmal ganz deutlich, dass er damit nicht nur mit eher passendem Essen und Trinken und Bewegen seine Biologie vor Überlastung bewahrt, sondern auch sehr wirksam der Entwicklung der gefürchteten diabetischen Plagen vorbeugt. Und ich kann noch immer beim besten Willen nicht erkennen, was daran zynisch sein sollte.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 28.06.2014 10:08:31
ja du hast ja recht eigentlich ist es wie du gesagt hast, gruß