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Unterzuckerung bei meiner Freundin, habe Angst um sie.

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 17.08.2014
    am 17.08.2014 17:45:19
    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich erhoffe mir das ihr mir helfen könnt und mir Tipps geben könnt.

    Ich bin seit genau 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen, sie hat Diabetes Typ1. Ich hab mich natürlich etwas über Diabetes informiert aber leider nicht ausreichend.
    Es ist so das sie bei ihrer ersten Unterzuckerung so stark unterzuckert war das sie im Krankenhaus war und kurz im Koma lag... aber da war ich noch nicht mit ihr zusammen, das hatte sie mir erzählt. Dannach hatte sie nur noch solche knapp Unterzuckerungen so das wenn sie es merkte gleich Traubenzucker nahm. Heute früh war sie so stark unterzuckert so das sie einen Krampanfall bekam, das hat mich so stark geschockt ich dachte sie stirbt vor mir. Ich habe in meiner Panik ihr gleich Zucker in ihr Mund gegeben und sie zitterte und krampfte und war blass ich dachte das wars sie stirbt... Gott das ist so furchtbar... ich habe gleich den Notruf angerufen... sie kamen und spritzen ihr Glukose, sie war erstmal verwirrt und dann kam sie langsam wieder zu sich.
    Ich bin sehr stark beängstigt jetzt, so war es noch nie... und habe Angst das es wieder passieren könnte.

    Sie meint sie kann die Symptome irgendwie nicht mehr so wie sonst erkennen wenn sie anfängt zu unterzuckern. Sie hatte an dem Abend mit mir Alkohol getrunken aber nicht wirklich viel, höchstens 3 Gläser. Ich vermute selbst es kam wahrscheinlich vom Alkohol, das sie das irgendwie nicht berechnen konnte, da wir danach noch ein Döner essen waren. Naja dann so gegen früh so um 7:00 uhr gings ihr schlecht rief nach mir und dann fing es schon an...

    Was kann sie denn tun im sicher ins Bett zu gehen und keine Angst zu haben das sowas wieder passiert?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.08.2014 18:20:24
    daß t1er mal hypos haben lommt vor manche mehr manche wenig,
    für schlechte wahrmehmung gibt es kurse.
    alledings wenn alkohol im spiel ist nutzt kein kurs, denn der alkohol verhindert die normalerweise stattfindende sog gegenregulation, und die funktioniert nicht da die leber eben mit dem alkoholabbau beschäftigt ist.
    selbst die sog "notfallspritze" nutzt dann nicht.
    trotzdem solltet ihr die vom doc verschreiben lassen, denn normalerweise hilft sie gut.
    bei alk hilft nur erhöhten wert in kauf nehmen, und sicherheitshalber vor dem schlafen eine längerwirkende be gabe zb schokolade.
    im allgemeinen wirken hypos auf angehörige schlimmer als für den betroffenen (hab ich von meiner frau, die war auch so geschockt wie du)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.08.2014 20:16:00
    Dass du angesichts der Situation ziemlich geschockt warst, kann ich mir vorstellen.

    Leider ist es so, dass einige Diabetiker, gerade die, die schon länger Diabetes haben oder häufig ziemlich niedrige Werte, die Unterzuckerungen schlechter oder sogar gar nicht mehr merken.
    Dass kann man sich wieder antrainieren.Ganz zu vermeiden ist leider sowas meistens nicht, denn es gibt immer wieder unvorhergesehene Dinge (Essen falsch berechnet, Krankheiten usw.)
    Oft merken ja Außenstehende (z.B. du als Freund) eher als die Betroffenen selber, wann es an der Zeit ist, was zu essen. Wenn du soetwas bemerkst, solltest du ihr möglichst zügig etwas mit schnellwirkenden Kohlenhydraten zu essen oder zu trinken geben, auch wenn sie sagt "ist ja gar nicht nötig. Mirr geht´s gut..."

    Es gibt nur ein ganz großes Problem und das ist der Alkohol.Erstens läßt sich manchmal nicht mehr unterscheiden, ob das komische Fühlen oder Verhalten von der Unterzuckerung oder dem Alkoholpegel kommt. Leider sind die Symptome sehr ähnlich.
    Und das Hauptproblem ist, dass die Leber, die ansonsten Zucker ausgibt und den Blutzucker wieder anheben kann, leider mit Alkohol nicht so funktioniert .Das kann dann gefährlich werden. Also nach Alkoholgenuss unbedingt, wie oben geschrieben wurde, denn BZ etwas höher halten und ggf. noch zur Sicherheit etwas essen oder nachts zum Messen einmal den Wecker stellen.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 17.08.2014
    am 20.08.2014 13:03:20
    Danke für eure Antworten.

    Ich hätte da aber noch ein paar Fragen, die mir sehr wichtig sind damit ich Diabetes besser verstehen kann.

    Ok also erstens, fals meine Freundin wieder einen sehr niedrigen Wert haben sollte,( sie merkt es ja leider immer nur dann wenn sie kurz vor einem Krampfanfall ist, sie fängt dann immer an zu zucken mehrmals aber da können wir noch schnell was dagegen tun bevor sie einen Anfall bekommt, trotzdem macht mir diese Situation immer wieder Angst)... nun wieviel Traubenzucker, Cola sollte ich ihr geben? Das Problem ist ja wenn sie zuviel bekommt steigt der Wert dann ja auch stark an und kann sogar bis über 200 gehen.
    Und wie ist es denn so, wenn ich ihr Traubenzucker gegeben habe, könnte die Gefahr bestehen das der Zucker nach ein paar Stunden wieder fällt? Oder bedeutet das das der Zucker langsam steigt und das über Stunden so das man sich keine Gedanken machen muss, das es abfallen könnte? Meißt hat sie diese Probleme immer Abends und Nachts, deswegen wollte ich wissen, das wenn sie mal einen niedrigen Wert hat und ich ihr Traubenzucker gebe, das man dann beruhigt schlafen kann ohne sich gedanken zu machen es könnte nach 3-4 Std. wieder abfallen. Also wie kann man sowas verhindern Abends und Nachts damit der Zucker nicht mehr abfällt?

    Meine zweite Frage, meine Freundin hat sich nach dem Krampfanfall auch erkältet und ihre Werte waren dadurch immer über dem 200 Bereich. Wir haben alle 3 std, immer gemessen und sie hatte einen Wert von 360, das hat sie runtergespritz, später hatte sie einen Wert von 290 und das hat sie dann wieder gespritzt, war das denn soweit alles richtig? Also was ich wissen wollen würde, muss man immer runterspritzen solange man noch einen Wert über 200 hat? Wie sieht es aus mit einem Wert von 210 sollte man ab da auch weiter runterspritzen? Denn das hat sie gemacht, wir waren dannach etwas spazieren im Park, später abends hatte sie dann als sie ihren Wert messte einen Wert von 59, also sehr stark gesunken. Ich versteh das nicht so ganz, reicht es denn nicht aus einmal zu spritzen beim hohen Wert? Geht es denn dann nicht langsam, langsam immer runter? Oder stopt der Bluttzzucker irgendwo und steigt wieder an?

    Ich hab schon viel im Internet gelesen, aber so eine genaue Antwort hab ich irgendwie nicht gefunden, deswegen hoffe ich, mir kann hier jemand das genauer erklären. Vielen Dank.

    mfg

  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.08.2014 13:53:35
    sorry aber deine fragen sind von niemandem einfach so zu beantworten.
    wir wissen ja nicht was als auslöser der hypo wirkt bolus oder basisfehler.
    allg gegen hypo 200ml cola und eine halbe scheibe brot.
    natürlich geht der bz bei zuviel hoch.
    alles andere sollte sie in einer guten schulung lernen, geh doch mit schaden kanns nicht .
    ja bei infekten geht der insulinbedarf hoch, das kann man gleich beim bolus mitspritzen, ansonsten korrektur (weiß sie denn ihren faktor nicht ?)
    mehrmals hintereinander "nicht" korektur spritzen (kann mit hypo enden).
    "grundsätzlich" bei regelmäßig vorkomender hypo stimmt was ander therapie nicht (basis oder bolus) bei unregelmäßigen hypos sind es meist spritzfehler.
    beides kann durch teilnahme an einer guten schulung behoben werden,
    wer längere zeit ohne hypos auskommt, merkt sie wieder besser.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.08.2014 18:45:49
    Siemens, ich versuche mal dir einen Teil deiner Fragen zu beantworten.
    Normalerweise sollte man bei einer Unterzuckerung etwa 20g schnellwirkende Kohlenhydrate essen/trinken. Diese wirken natürlich nicht ewig lange, das ist meistens auch gar nicht erwünscht. Es kommt aber natürlich immer darauf an, warum es überhaupt zu der UZ gekommen ist. Man kann auch die Hälfte der KH als langsamer wirkende KH nehmen, dann hälts länger vor.

    Zunächst ist es bei einer stärkeren Hypo aber kein Problem, wenn sie etwas mehr KH isst, das lässt sich ja später wieder beheben. Dazu kommt ja auch noch, dass der Körper aus der Leber Zucker freisetzt, was im Anschluß auch noch zu höheren Werten führen kann.

    Wenn deine Freundin häufig UZ nachts hat, sollte sie unbedingt mit ihrem Arzt besprechen, wie die Therapie verändert werden muss.

    Bei Infekten steigt häufig der BZ, das ist soweit normal. Korrigieren("runterspritzen") ist dann schon richtig, nur sollte man das nicht mehrfach hintereinander in kurzen Abständen (je nach Insulin) machen, also eine zweite Korrektur erst, wenn die Wirkzeit der ersten Korrektur um ist.
    Wenn man dann noch spazieren geht, haut das Insulin nochmal mehr rein!

    Vielleicht sollte deine Freundin nochmal eine Auffrischungsschulung machen?
    Evtl. kommt für sie auch ein Dauersensor (CGMS genannt) in Frage, aber das ist auch was, was man mit dem Arzt besprechen müsste.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 17.08.2014
    am 21.08.2014 02:25:50
    Gast schrieb:
    Siemens, ich versuche mal dir einen Teil deiner Fragen zu beantworten.
    Normalerweise sollte man bei einer Unterzuckerung etwa 20g schnellwirkende Kohlenhydrate essen/trinken. Diese wirken natürlich nicht ewig lange, das ist meistens auch gar nicht erwünscht. Es kommt aber natürlich immer darauf an, warum es überhaupt zu der UZ gekommen ist. Man kann auch die Hälfte der KH als langsamer wirkende KH nehmen, dann hälts länger vor.



    Ok und wieviel Stunden ungefähr würde es denn wirken, wenn ich ihr schnellwirkende Kohlenhydrate gebe? Bzw. ab wann sollte man dann wieder messen?

    "Wenn deine Freundin häufig UZ nachts hat, sollte sie unbedingt mit ihrem Arzt besprechen, wie die Therapie verändert werden muss."

    Sie wurde schon sehr oft eingestellt, aber es passiert trotzdem immer wieder. Ich denke halt langsam das sie selbst viele Fehler macht einfach. Ich hab ihr auch mal geraten mal wieder eine Schulung zu machen aber das lehnt sie strikt ab, weil sie dann für 3 Wochen weg wäre und das will sie nicht. Dann meint sie immer sie bräuchte auch keins und kenne sich gut aus....

    "Bei Infekten steigt häufig der BZ, das ist soweit normal. Korrigieren("runterspritzen") ist dann schon richtig, nur sollte man das nicht mehrfach hintereinander in kurzen Abständen (je nach Insulin) machen, also eine zweite Korrektur erst, wenn die Wirkzeit der ersten Korrektur um ist.
    Wenn man dann noch spazieren geht, haut das Insulin nochmal mehr rein!"

    Was heißt das dann, nicht "mehrfach"? Wie lange sollte man denn warten wenn man einmal korrigiert hat? Gut also bei Bewegung geht der BZ schneller runter.
    Es ist auch so das wenn sie einen hohen BZ hat und sie essen will, sie dann spritzt, eine halbe Stunde wartet und dann isst, ist das soweit auch richtig?

    "Evtl. kommt für sie auch ein Dauersensor (CGMS genannt) in Frage, aber das ist auch was, was man mit dem Arzt besprechen müsste."

    Dieses CGMS hört sich interessant an, lese aber gerade ist mit kosten verbunden... das wäre echt ideal für sie.
    Bearbeitet von User am 21.08.2014 02:27:10. Grund: Fehler
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.08.2014 10:19:30
    gut daß du das "eingestellt" erwähnst, denn das gibt es überhaupt nicht,
    auch wenns tausendfach von ärzten behauptet wird, "wir" stellen uns jeden tag selbst ein, nicht der arzt, denn gerade bei frauen verändern sich die insulinmengen ständig, durch den hormonhaushalt.
    aber auch bei männern gibt es nirgends einen knopf wo was eingestellt werden kann, alle spritzmengen die im krankenhaus passen, sind am ersten tag zuhaus total daneben.
    daher die schulung (eine gute) ist dazu da "eigenständig" mit dem insulin umzugehen. einen arzt der mit heute sagen wollte wieviel ich spritzen soll, würde ich auslachen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.08.2014 11:33:27
    Un den Begriff "Eingestellt" gibt es doch:
    Wenn es mir gelingt, meinen Blutzucker mittels Insulin oder oralen AntiDiabetikas über einen längeren Zeitraum innerhalt eines definierten Zielbereichs zu halten, bich ich gut "eingestellt", indem ich die richtigie Ermnährungweise und/oder die geeignete Insulinisierung beherrsche.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.08.2014 12:25:43
    Ob der BZ erneut abfällt oder nicht, kann man ohne Kenntnis der Umstände nicht beantworten.
    Es ist ja immer abhängig davon, wieviel Insulin noch wirkt, welches Insulin benutzt wird und was im Vorfeld gewesen ist (z.B. Bewegung, Sport)

    Eine Schulung muss man nicht stationär machen, das geht auch ambulant, meistens sogar besser, weil man im normalen Alltagsgeschehen ist.
    Deine Freundin hat ja sonst auch die Möglichkeit, sich selber mal in Internetforen (z.B., insulinclub.de, speziell für Typ1 Diabetiker) umzusehen und ggf. dort ihr Problem zu schildern.