Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Warum die Anzweiflung am hba1c?
-
am 28.08.2014 18:41:54
Gast schrieb:
Die neueste Tendenz der Diabeteswissenschaft deutet auf höhere HbA1c-Werte und geht bei Diabetikern von folgenden Soll-Werten aus:
bis 50 Jahre max. 6
50-60 Jahre max. 7
über 60 Jahre nicht unter 6 (Gefahr von coronaren Reitzleitungsstörungen)
Nennenswert belastbare Zahlen zu Langfrist-Behandlungs-Ergebnissen kenne ich nur ab etwa HBA1c 7,5 aufwärts. Eine Schwerpunkt-Praxis, die mit der Mehrzahl ihrer Diabetiker bis 60 Jahre mit 5 und mehr Diabetes-Dienstjahren im Bereich unter HBA1c 7 leben wollte, müsste ihre meisten Langzeit-Diabetiker in eine Bad-Praxis ausgliedern. Denn die weitaus meisten mit niedrigerem HBA1c durchlaufen noch die ersten Monate bis Jahre ihrer Diabetes-Karriere.
10 Jahre und mehr unter 6 mit einem ursprünglich voll diagnosereifen Diabetes sind zahlenmäßig statistisch völlig unbedeutend. Was sich bei den Leuten an coronaren Reizleitungen tut, wenn sie denn ihren 60.Geburtstag gefeiert haben, könnte vielleicht eher bei gleichaltrigen Nichtdiabetikern studiert werden? -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 20:25:43
Gast schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
Dass da was gesunken wär, kann ich bei dem Diagnose-Grenzwert von HBA1c 6,5 nicht sehen. Der is doch völlig eindeutig höher als 6, oder?
Interessanter fände ich die Diagnose nach der Behandlung, die sich der jeweils Betroffene machen will. Warum muss bei jemandem, der mit HBA1c 8 leben will, der behandlungsbedürftige Diabetes schon bei 6,5 anfangen?
Auf der anderen Seite Leute wie ich, die ihren BZ im Rahmen bis max HBA1c 5,5 haben wollen. Für die wäre schon jede Blutuntersuchungs-Info über dieser persönlich gesunden Obergrenze und noch weit von dem Diagnose-Grenzwert interessant.
Eigentlich müssten die vehementen Verfechter gegen den Diagnose-HBA1c zum harten Kern dieser Gruppe gehören und ihre HBA1cs systematisch bei 5 und niedriger halten.
Aber hast Du nicht immer geschrieben dass Du einen Diabetes bei einem hba1c unter 5,5 für ausgeschlossen hälst un in dem rahmen Blutzuckerwerte über gesund auch? Das wäre ja dann ein Wiederspruch.
Gruß Michael
Das würde mich auch interessieren Jürgen
Gruß Klaus -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 20:28:48
hjt_Jürgen schrieb:
Gast schrieb:
Also wird in anderen Ländern der hba1c zur Diagnose und Ausschluß nicht genutzt?
ein anderes Land http://care.diabetesjournals.org/content/37/Supplement_1/S14/T2.expansion.html
Danke für den Link Jürgen, aber auch da steht nichst darüber das ein bestimmter Wert einen Diabetes ausschliesst oder gehen die Amerikaner von 6,5 aus? Haben nur die Deutschen den hba1c 5,7 festgesetzt um einen Diabetes auszuschliessen?
Gruß Werner -
am 28.08.2014 20:37:24
Ich finde den Hba1c nicht sehr aussagekräftig. Man kann sich einen "guten" Wert auch erkaufen, wenn hohe Werte und Hypos einander abwechseln. Das ist noch schädlicher als ein konstanter hoher BZ.
Da ist der Nüchtern BZ schon aussagekräftiger.
Gruß, Wildflower -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 20:48:38
wildflower schrieb:
Ich finde den Hba1c nicht sehr aussagekräftig. Man kann sich einen "guten" Wert auch erkaufen, wenn hohe Werte und Hypos einander abwechseln. Das ist noch schädlicher als ein konstanter hoher BZ.
Da ist der Nüchtern BZ schon aussagekräftiger.
Gruß, Wildflower
Aber hier gehts doch um die Diagnose? Ein gesunder hat doch ohne Medikamente keine Hypos oder liege ich da falsch, diese Aussage verstehe wer will
Gruß -
am 28.08.2014 20:58:27
Ah okay, wenn es nur um die Diagnose geht, trifft das wirklich nicht zu. Ohne Medikamente kann man ja keine Hypos bekommen, da hast du recht.
Ich bin der Meinung dass heutzutage viel zu zeitig mit der Diabetestherapie begonnen wird. Da werden Gesunde zu Kranken gemacht.
Aber das Thema hatten wir ja schon.... -
am 28.08.2014 21:04:41
Moin Michael,
noch mal extra für Dich:
Persönlich gehe ich beim HBA1c bis 5,5 ohne irgendwelche Nahrungskarenz von völlig gesundem BZ aus. Ausnahmen mögen vorkommen (sind offenbar möglich!), aber die halte ich für so selten, dass ich kein Familienmitglied bis 5,5 mit meinem BZ-Messer bedrohen würde.
Aber bei all den fachoffiziellen Definitionen geht es doch auch überhaupt nicht um den Ausschluss vom Diabetes oder seinem Vorlauf, sondern um den Einschluss. Also ab wo sollte behandelt werden? Klar bei den Grenzwerten für die Diagnose Diabetes.
Noch etwas schwammig für die fachoffizielle Obergrenze von gesund bis HBA1c 5,7. Die Idee dahinter: Darüber sind Betroffene, die in weniger oder mehr Jahren auf Diabetes (meistens Typ2) vorrücken. Diese Entwicklung soll möglichst ohne Medis und ohne teuren ärztlichen Aufwand mit günstigen Präventionsmaßnahmen verlangsamt bis vielleicht sogar gestoppt werden. Und jedes Jahr, das die Diagnose Diabetes auf diese Weise hinausgeschoben wird, gilt für das Gesundheitssystem als erhebliche finanzielle Entlastung. Mit solchen Programmen sind uns übrigens Länder wie GB oder auch die USA weit voraus.
Dabei scheint sich die HBA1c 6 als neue Zielmarke zu etablieren. Also nach Möglichkeit drunter bleiben. Und wer schon diagnosereif war und sie dann aber ohne Medis 1 Jahr lang hält und dazu morgens nüchtern unter 100mg/dl, wird dafür fachoffiziell mit einer kompletten Remission eingestuft. Übrigens völlig unabhängig davon, ober er in dem Jahr ganz normal isst oder LC oder LCHF oder sportelt oder nicht.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 21:23:28
Gääähn, das ewig gleiche Geschreibsel von Jürgen wirkt echt ermüdend. Dass er einfach Recht haben will wissen wir lämgst. -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 21:26:35
dieses sich einen guten hba1c erkaufen, mit hypos ist auch so ein dämlicher spruch,
ja es ist nichts als ein spruch, oder hat das wildflower schon mal gemacht ?
oder davon mal was gehört ?
mein diadoc wollte mir mal damit kommen, das macht der nie wieder. -
Gast
Rang: Gastam 28.08.2014 21:34:20
hjt_Jürgen schrieb:
Moin Michael,
noch mal extra für Dich:
Persönlich gehe ich beim HBA1c bis 5,5 ohne irgendwelche Nahrungskarenz von völlig gesundem BZ aus. Ausnahmen mögen vorkommen (sind offenbar möglich!), aber die halte ich für so selten, dass ich kein Familienmitglied bis 5,5 mit meinem BZ-Messer bedrohen würde.
Aber bei all den fachoffiziellen Definitionen geht es doch auch überhaupt nicht um den Ausschluss vom Diabetes oder seinem Vorlauf, sondern um den Einschluss. Also ab wo sollte behandelt werden? Klar bei den Grenzwerten für die Diagnose Diabetes.
Noch etwas schwammig für die fachoffizielle Obergrenze von gesund bis HBA1c 5,7. Die Idee dahinter: Darüber sind Betroffene, die in weniger oder mehr Jahren auf Diabetes (meistens Typ2) vorrücken. Diese Entwicklung soll möglichst ohne Medis und ohne teuren ärztlichen Aufwand mit günstigen Präventionsmaßnahmen verlangsamt bis vielleicht sogar gestoppt werden. Und jedes Jahr, das die Diagnose Diabetes auf diese Weise hinausgeschoben wird, gilt für das Gesundheitssystem als erhebliche finanzielle Entlastung. Mit solchen Programmen sind uns übrigens Länder wie GB oder auch die USA weit voraus.
Dabei scheint sich die HBA1c 6 als neue Zielmarke zu etablieren. Also nach Möglichkeit drunter bleiben. Und wer schon diagnosereif war und sie dann aber ohne Medis 1 Jahr lang hält und dazu morgens nüchtern unter 100mg/dl, wird dafür fachoffiziell mit einer kompletten Remission eingestuft. Übrigens völlig unabhängig davon, ober er in dem Jahr ganz normal isst oder LC oder LCHF oder sportelt oder nicht.
Bisdann, Jürgen
Sehen sie mal wie schnell Jürgen seine Meinung zum hba1c revidiert, da muss nur mal eine purea um die Ecke kommen :) und übrigends ist der Satz ja nett das es nicht um Ausschluß geht, aber die Fachgesellschaften schreiben wortwörtlich das unter hba1c 5,7 ein Diabetes ausgeschlossen ist!!!!!! also bitte nicht so einen Schmarn reden Jürgen
Gruß H. Schulz