Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

wie machen wir es richtig ?

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 09.10.2014
    am 09.10.2014 19:16:45
    Hallo zusammen
    Seit vier Wochen lese ich hier nur,nun habe ich mich angemeldet,weil ich das Gefühl habe,je mehr ich mich informiere,desto weniger verstehe ich.
    Ganz kurz nur ein paar Eckdaten: es geht um meinen Mann,nicht um mich.
    Seit ein paar Monaten ( ca.Juli ) hatte er ständig Durst,war schlapp und müde und hat dann urplötzlich innerhalb von vier Wochen 13kg abgenommen. Anfang Mai lag er wochenlang mit einer TBC im KH und muss immer noch Hammer Medikamente nehmen.Sein Lungenarzt meint nur,alle Symptome kommen von den Medikamenten.
    Vor 5 Wochen auf einen Freitag habe ich ihn zur Apotheke *gejagt*,damit er seinen Blutzucker messen lässt,er war zitterig,blass und hatte Unmengen getrunken,seltsamerweise total viel Malzbier,was er sonst nie anrührt.Der Apotheker hat ihn ohne zu messen sofort zum Arzt weitergeschickt,da der aber Feierabend hatte,ist er gleich weiter ins KH gefahren.
    Die haben ihn dann gleich für eine Woche einkassiert,weil die Werte so hoch waren. ( Kann gerne die Blutwerte vom Entlassungsbericht hier posten,wenn es hilft )
    Am Entlassungstag habe ich ihn mit einiger Mühe und Überredungskunst einen Termin bei einen Diabetologen besorgt,der auf jeden Fall wohl ganz nett ist.
    KH meinte: Typ2,Arzt meinte nach Gespräch: Typ1,nach einer Blutuntersuchung und ein paar Tagen später dann doch Typ2.
    Die BZ Werte schwanken ständig,ändern sich manchmal innerhalb einer halben Stunde nach etwas Gartenarbeit extrem und Abends steigen sie völlig an ohne erkennbaren Grund.
    z.B. heute 12:30 154, eine halbe Stunde Gartenarbeit nur noch60,nach einen Traubenzucker und einer Banane nach 20 Minuten wieder 171.
    Insgesamt extrem schnell erschöpft,unsicher und mit vielen kleinen merkwürdigen Sachen wie: taube Fingerspitzen schon seit Wochen,entzündeter Bauchnabel,ständig kalter Schweiß,Schmerzen im Knie und ganz heftig im rechten Fuß usw.
    Montag fängt er wieder an zu arbeiten und hat echt Panik,da er hauptsächlich Auto fährt.
    Eine Gruppenschulung steht noch aus,da die Ernährungs-Beraterin meint,noch ist er nicht so weit,dann ist sie drei Wochen im Urlaub und danach geht es los.

    Was kann ich tun,um ihn zu unterstützen,ihm etwas die Angst ztu nehmen und wie können wir sicherer werden im Umgang mit dem ganzen Kram ?
    Habe Kalorien mundgerecht bestellt und sauge mich gerade mit Infos voll,allerdings tauchen immer mehr Fragen auf und ich muss gestehen,das ich Diabetes und die Folgen total unterschätzt habe:-(

    Sorry,so viel und lange wollte ich gar nicht schreiben/ jammern,aber vielleicht kann mir jemand Tipps geben,wie wir etwas mehr Sicherheit für den Alltrag bekommen.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.10.2014 19:42:06
    Was für Diabetesmediakemte bekommt er denn?

    Meine Empfehlung ist eine KH-reduzierte Ernährung, z.B. LOGI. Damit kann er seinen BZ mit möglichst wenig Medikamenten gut führen und die BZ-Schwankungen gering halten. Wenn er viel Auto fahren muss, dann ist für ihn besonders wichtig, dass er seinen BZ möglichst glatt ohne riesige Schwankungen hinbekommt. Dann klappt das auch mit gutem BZ und gefahrlosem Auto fahren.

    Regelmäßige und möglichst viel Bewegung ist auch sehr hilfreich, zumal bei ihm die Bewegung den BZ offensichtlich sehr stark senkt und damit sehr hilfreich ist. Das richtige Zusammenspiel zwischen Bewegung und Medikamenten muss er erlernen, um damit keine Hypo zu erzeugen.

    Beste Grüße, Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1002
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 09.10.2014 19:42:46
    Mit kommt das alles merkwürdig vor. Was meint die Ernährungsberaterin damit, daß dein Mann nicht "soweit" sei. Worauf will sie warten?
    Was dein Mann als allererstes braucht ist eine Schulung und nicht nur eine Ernährungsberatung. Was tut denn Der Diabetologe? Wieso hat ihn das Krankenhaus in diesem Zustand entlassen? Ihr beide seid völlig überfordert mit der Situation, daher auch die Angst und die ist ein schlechter Ratgeber.
    Arbeitsfähig ist dein Mann offensichtlich nicht, warum wird er nicht krankgeschrieben vom Diabetologen? Er kann sich doch in diesem Zustand nicht hinters Steuer setzen.

    Einzelne Tipps werden dir nicht helfen, ich weiß auch gar nicht, wo man da anfangen sollte. Es würde den Rahmen eines Forums sprengen.
    Ich bin sonst nicht so dafür, aber bei deinem Mann scheint mir ein Aufenthalt in einer Diabetesklinik das Mittel der Wahl zu sein. Darum solltest du kämpfen, dein Mann wird wohl im Moment dazu nicht in der Lage sein
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 09.10.2014 20:07:02
    ich finde, dass die schwankenden werte schon sinn ergeben bei den von dir genannten ernährungsbeispielen. ultraschnelle KH und dann körperliche betätigung bei typ 2 ergibt ganz gerne unterzucker. dann fängt das zittern an, der kalte schweiß kommt usw usf.

    um eine ausgewogene ernährung als basis eines gesamtkonzepts wird er nun nicht rumkommen. ausgewogen meint hier KH-achtsam. traubenzucker plus banane ist schon etwas harakiri :-)
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 09.10.2014
    am 09.10.2014 20:10:15
    Hallo Rainer

    Also am Tag hat er Apidra Solostar,zur Nacht Lantus Solostar.
    Ich ernähre mich seit Jahren stark KH reduziert,schon fast in Richtung Atkins und dachte,das wäre für meinen Mann auch eine gute Sache,da er ja gegen die KH spritzt,wenn ich richtig verstehe.
    Die Beraterin meinte allerdings NEIN dazu.Logi wäre doch ähnlich,nur mit mehr Obst,oder ?

    Danke
    Myra

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8853
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.10.2014 20:24:39
    Moin Myra,

    wo Dein Mann viel Auto fahren muss, gehört er so lange krank geschrieben, bis er so mit dem Insulin umgehen kann, dass er während seiner Arbeit nicht unterzuckert.

    Hilfreich ist dabei zumindest in den ersten Wochen bis Monaten der weitgehende Verzicht auf Kohlenhydrate. Damit steigt der BZ mit dem Essen wenig an und braucht auch dann nur wenig Apidra zur gesunden Absenkung. Und wenn er's dann kann, kann Mann in kleinen Schritten mehr KHs dazu nehmen und schauen, wie viel Apidra er da dann für welche Menge(n) und Sorten braucht.

    Wenn ich nach dem Essen Gartenarbeit geplant habe, spritze ich nur die Hälfte von der Menge Apidra, die ich für das selbe Essen brauche, wenn ich anschließend hier vor dem Bildschirm sitze.

    Daumendrück, Jürgen
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 09.10.2014
    am 09.10.2014 20:34:49
    Hallo EF
    Danke,ich versuche mal,der Reihe nach zu antworten.
    Die EB meint,mein Mann hätte noch nicht genug Grundwissen und das wäre schlecht bei einer Gruppenschulung,da die anderen schon weiter sind.
    Den Arzt hat er bisher nur 1x gesehen,das war gleich am Tag der Entlassung,ich war mit dabei,da war er sehr gründlich und hat sich viel Zeit genommen.Es war allerdings schon im Vorfeld sehr schwer,überhaupt so rasch einen Termin zu bekommen.
    Warum das KH ihn nach einer Wochen entlassen hat ? Er war dort mit BZ Werten über 800 und der Langzeitwert war 14,1,,im Entlassungsbericht stand verbesserter Allgemein-Zustand o.ä. und die Werte sind jetzt halbwegs okay ?? Ich weiß es doch auch nicht.
    Er war jetzt 5 Wochen krank geschrieben,die Beraterin sagt,normal wären drei, Augenarzt Termin hat er erst im November,aber seine Augen haben sich anscheinend auch rapide verschlechtert,was ihn natürlich noch mehr verunsichert.Der Arzt meinte allerdings im 1. Gespräch,das ist normal und lässt nach 3/ 4 Wochen wieder nach.

    Warum bist Du im Normalfall gegen eine Diabetesklinik ?
    Ich werde mich darüber mal informieren.
    Danke und einen schönen Abend
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 09.10.2014
    am 09.10.2014 20:40:38
    Hi Purea,also Traubenzucker und Banane sind KEIN Ernährungsbeispiel,das war heute sozusagen die Notfall-Ration,als der BZ auf 60 gesackt ist.
    Ernährung versuche ich momentan viel Gemüse,wenig Reis/Nudeln oder Kartoffeln und mäßig Fleisch.
    LG
    Myra
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 10
    Mitglied seit: 09.10.2014
    am 09.10.2014 20:54:50
    Moin Jürgen

    Also die Aussage hilft mir jetzt echt weiter,da ich zu den KH immer noch nichts entgültiges gefunden habe.
    Dann ist es also doch gut,KH zu vermeiden ? In der Ernährungsrichtung habe ich ganz gute Erfahrungen und könnte fast *blind* kochen.
    Die Formeln sind bei ihm momentan 1,5 x Morgens und Abends und 1x Mittag.

    Morgen muss er zum Arzt zum Blut abnehmen,vielleicht bekommt er dann auch den Doc zu Gesicht,was ihr so schreibt,erscheint mir arbeiten doch etwas riskant.

    Danke für`s Daumen drücken
    Myra
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 163
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 09.10.2014 21:46:53
    Myra, ich empfehle dir, euch grundsätzlich an die Empfehlungen des Arztes und der Diabetesberatung zu halten.
    Es scheint, dass Pura, Jürgen und Rainer in dir ein Opfer wittern, welches mit ihren Weisheiten übergossen werden kann. Vorsicht, dass du darin nicht ersäufst.
    Bearbeitet von User am 09.10.2014 21:48:18. Grund: *
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.