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Keine eindeute Diagnose / schwankende Blutzuckerwerte
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am 23.10.2014 19:09:25
Hallo Diabetes-Forum!
Ich bin so langsam nach verschiedenen Arzt-Aussagen am ende mit meinem Vokabular und hoffe hier vielleicht Mitglieder mit ähnlichen Erfahrungen wie ich sie habe anzutreffen.
Zur Person:
ich bin männlich, 34 Jahre alt, nicht übergewichtig, habe einen Bürojob und mache überhaupt keinen Sport (ist nun mal Fakt). Keine besonderen bzw. chronischen Erkrankungen bis auf weiter unten stehende Problematik.
Zum Problem:
Vor ca. 3 Jahren hatte ich das Gefühl, das etwas nicht stimmt und es stellte sich heraus das ich überhöhte Blutzuckerwerte habe, das war zu der Zeit nüchtern über 300.
Zwar fielen die Auffälligkeiten auf eine berufsbedingte/terminliche Leistungs/Stresssituation (nicht körperlich) zusammen, nach mehreren Aussagen dass es nicht unbedingt einen Zusammenhang geben muss nahm ich das mal so auf. Diagnose damals: "eher" Diabetes-Typ2, Medikation "Janumet".
Der Grundtenor immer: alles irgendwie seltsam bei Ihnen, kann man evtl. doch nicht so eindeutig sagen. Ein Arzt sagte mal, alle Faktoren und Werte, die für den Typ2 sprechen sind bei Ihnen nicht zutreffend, bis auf den Blutzucker. Das können Sie sich so vorstellen wie einen 6er im Lotto - nur dass Sie hier nichts gewonnen haben (irgendwie fand ich das in dem Moment nicht besonders witzig, aber gut).
Mit diesen Fragezeichen im Kopf habe ich in den letzten 3 Jahren meine Ernährung in sofern umgestellt, dass ich einfach auf die massenhaften Süßigkeiten die ich früher sehr (!) gerne aß, nur noch Zero-Produkte zu mir nahm und in der Cafeteria brav Süßstoff-Tabletten zum Cappuchino orderte - nicht sehr viel mehr und nicht viel weniger.
Bis neulich war das Endergebnis mit dem ich auch gut leben kann: gute Langzeitergebnisse keine Tabletten mehr nötig.
Dann hatte ich jedoch erneut eine rel. akute hohe psychische Belastung geschäftlicher Natur (also nicht das übliche, gewohnte "Grundrauschen" an Problemen Geld/Job/Ehe usw.) und mein Blutzucker stieg akut auf ca. 300.
Ein Besuch beim Arzt warf noch mehr Fragen auf: jetzt soll nochmal überprüft werden, ob die Einstufung als Typ2 richtig ist?!
Nun belastet mich eher genau diese Ungewissheit als vielleicht die möglichen Einschränkungen eines (anscheinend vorhandenen) Defektes, die mit einer eindeutigen Diagnose einhergehen würden. Konkret ist es die Sorge, womöglich im Endeffekt psychisch nicht belastbar zu sein, was sich z.B. im Berufsleben oder aber auch Privatleben bemerkbar macht:
"Erspare ich mir in Zukunft das Risiko meines Kalküls in einer Verhandlung weil ich weitreichendere gesundheitliche Folgen durch den Stress fürchte, bilde ich mir das ganze nur ein, oder schlimmer: mache ich mir selber was vor um unterbewusst ein Scheitern rechtfertigen zu können und reagiere über, weil ich mir eben nicht was vormachen will?" - nur ein kleiner Ausschnitt davon, wie sich die erwähnte Ungewissheit psychisch inzwischen auswirkt.
Meine Frage:
Hat jemand Erfahrungen in Richtung
"gute Langzeitergebnisse beim Blutzucker aber große Schwankungen bei vor allem akuter psychischer Belastung" ???
Bearbeitet von User am 23.10.2014 19:09:49. Grund: Rechtschreibung -
am 23.10.2014 19:51:17
Allzuviel kann ich zu deinem Beitrag nicht sagen, dazu fehlt mir das Hintergrundwissen.
Daß der BZ bei psychischer Belastung steigt, ist durchaus bekannt. Ich selbst kenne das auch. Erst letztlich schrieb ich hier im Forum, daß ich bei einer Darm-OP mit meinem BZ nicht unter 200 kam, obwohl ich tagelang nichts gegessen und trotzdem (vorsichtig) Insulin gespritzt habe. Bei Krankenhausaufenthalten geht mir das immer ähnlich, ist halt eine belastende Situation.
Ich habe auch schon beobachtet, daß der BZ bei Aufregung ohne wirklichen Grund ansteigt und schwer wieder runterzukriegen ist.
Ich würde dir raten, einen Diabetologen mit psychologischer Ausbildung aufzusuchen. Solltest du in München leben, kann ich dir sogar einen empfehlen.