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Selbstzerstörung
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am 17.12.2014 23:39:56
ja, gut, lassen wir das mit den namen in zukunft sein :-)
in einigen punkten muss ich dir allerdings widersprechen. ich glaube in der tat, dass blutzuckerspitzen über normal, so wie bei mir, kein einzelfall sind. es wird ja schließlich jeder t2er mit unauffälligen hba1c werten rumlaufen, bis der _durchschnittliche_ blutzucker endlich auch erhöht ist.
wen soll das aber nun verunsichern? mit hba1c von 5,3 ist man schließlich weit davon entfernt, morgen an den folgen von diabetes zu leiden. das sieht man ja bei meinen werten auch recht gut. sie sind zwar keinesfalls normal und zeigen sehr deutlich eine störung an. aber es funktioniert ja eben alles noch recht gut.
blöd gelaufen, wie du schreibst, kann man bei mir nicht unbedingt sagen. ich habe mir das selber eingebrockt. meine lebensweise war eindeutig riskant aus diabetischer sicht. insofern habe ich ziemlich konsequent darauf hingesteuert. das ergebnis kann mich daher nicht verwundern. für die sehr frühe kenntnis der störung, aufgrund des ogtt, bin ich aber sehr dankbar. mein spaß-affiner umgang mit diabetes sollte dich nicht verstören. ich halte es für prä-diabetes sogar für eines der geeignetsten umgangsformen. das ist ein luxus, den man sich in diesem stadium nämlich guten gewissens erlauben darf. ich kann aber gut verstehen, dass so ein spaßiger umgang mit diabetes bei t1ern skeptisch beäugt wird. nur sind das eben 2 verschiedene paar schuhe.
den fachgesellschaften habe ich übrigens zu keinem zeitpunkt widersprochen. eher sollte man die richtlinien für sich bei bedarf einfach nach unten hin verlängern, wenn man abolute sicherheit haben will und hba1c werte nur knapp unter 5,7 hat. deshalb habe ich immer wieder gesagt: hba1c flankieren durch ogtt. 5,3, oder 5,5...das ist halt nicht so weit weg. wer unsicher ist, der geht auf nummer sicher. ganz einfach. wem es egal ist, der wird nicht sterben. ich hätte statistisch gesehen 3,4,5 jahre einfach so weiter machen können und keinem arzt wäre etwas aufgefallen. der preis wäre allerdings ein manifester diabetes gewesen. und den bin ich nicht bereit zu zahlen, sofern ich eine wahl habe. die wahl ist mir durch den ogtt, zumindest nach jetziger lage, geschenkt worden.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 18.12.2014 08:02:59
Hi purea
So habe ich zu Beginn der Krankheit auch gedacht und es hat die ersten Jahre wunderbar funktioniert. Ich war sportlich Mitte 20 schlank und dann wurde bei mir Diabetes 2 festgestellt der hba1c lag bei 5,3, da konnte nicht passen. Der Doc tippte damals schon direkt auf einen Lada aber der der Diadoc hielt an der Diagnose Vorstadium 2 fest. Meine Werte beim ogtt waren ähnlich wie Deine und ich versuchte auch durch Ernährung die Sache aufzuhalten. Das erste Jahr hats auch geklappt aber dann gings rapide runter bis Der Diabetologe trotz erhöhten peptidwerte auch den Lada aussprach. Da musste ich dann knapp 2 Jahre nach dem ersten ogtt anfangen zu spritzen. Der Arzt meinte dies sei der typische Verlauf, da beim Lada der hba1c wie beim 1er noch okay sein kann, beim 2er wäre dies selten der Fall. Also bisher ein ähnlicher Verlauf mit gleichen Aussagen wie bei Dir.
Gruß Michael
Bearbeitet von User am 18.12.2014 14:54:49. Grund: durcheinander gebracht -
am 18.12.2014 12:58:19
tja, werden wir in ein paar jahren dann wissen. bis dahin: abwarten und tee trinken, weiterhin proaktiv sein.
allerdings war dein c-peptid ja bereits erniedrigt. das ist typisch für den 1er, da ja absoluter insulinmangel besteht. bei t2 mit IR ist er entsprechend erhöht, so wie bei mir. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 18.12.2014 14:56:04
siehe meine änderung ich hatte es verwechselt, der wert war bei mir erhöht, daher war der arzt irritiert -
am 18.12.2014 15:53:27
hm, ich weiß nicht michael, irgendwie klingt das noch nicht ganz schlüssig. hab1c von 5,3 und man hat diabetes t2 bei dir diagostiziert? wie das denn? bei einem solchen hba1c würde man doch gar nicht mehr weiter intervenieren nach deiner einschätzung ;-). oder hat man etwa doch trotz hba1c 5,3 einen ogtt veranlasst, der dann eine diabetische störung aufzeigte? hoffentlich nicht.....kannst dir ja denken warum.
einen ogtt mit jungen 20 bei hba1c 5,3%, demnach (höchstwahrscheinlich) in diabetischer hinsicht absolut beschwerdefrei, das würde wohl auch kein arzt einfach so anordnen. also was habe ich überlesen, damit es etwas mehr sinn macht, was du schreibst? -
Michaelheuer
Rang: Gastam 18.12.2014 16:11:12
purea schrieb:
hm, ich weiß nicht michael, irgendwie klingt das noch nicht ganz schlüssig. hab1c von 5,3 und man hat diabetes t2 bei dir diagostiziert? wie das denn? bei einem solchen hba1c würde man doch gar nicht mehr weiter intervenieren nach deiner einschätzung ;-). oder hat man etwa doch trotz hba1c 5,3 einen ogtt veranlasst, der dann eine diabetische störung aufzeigte? hoffentlich nicht.....kannst dir ja denken warum.
einen ogtt mit jungen 20 bei hba1c 5,3%, demnach (höchstwahrscheinlich) in diabetischer hinsicht absolut beschwerdefrei, das würde wohl auch kein arzt einfach so anordnen. also was habe ich überlesen, damit es etwas mehr sinn macht, was du schreibst?
Hi Purea
Genau aus diesem Grunde sage ich ja immer, dass Du nicht immer absolute Ausnahmen auf andere münzen solltest. Ich hatte einen Motorradunfall wobei im Krankenhaus das Blubild mit allen Werten bestimmt wurde, dabei kam heraus dass mein Blutzuckerwert erhöht war. Daraufhin veranlasste mein Hausarzt nach meiner Entlassung einen ogtt trotz des im Krankenhaus gemessenen hba1c der mit 2h Wert 230 ausfiel. Wie gesagt ich war Ende 20 körperlich fitt viel Sport, schlank, gesunde Ernährung. Damals sagte mein Hausarzt schon, dass er bei diesem niedrigen hba1 und dem hohen ogtt auf einen 1er tippen würde, da sonst der hba1c bei einem sich anbahnenden 2er bzw. schon existierenden höher sei. Daraufhin hiess es gesund ernähren, dass alles klappte 2 - 3 Jahre wobei ich den hba1c so locker halten konnte und auch den NBZ ...irgendwann gings aber rapide runter bis es dann hiess, upps trotz des damaligen peptid wertes der auf nen 2er schliessen lies, ist es ein Lada, also Typ1, aber diese ganze Geschichte mit dem niedrigen hba1c Wert wäre äusserst selten.
Daher rege ich mich auch auf dass Du hier pauschal erklären willst dass ein hba1c nicht zum Ausschluss genutzt werden kann. Es gibt immer absolute Außnahmen und nur weil mir dies passiert ist muß dies nicht bei anderen so sein. -
am 18.12.2014 16:25:47
2h-wert bei 230 ist aber schon krass. da müsste der hba1c wirklich höher sein als 5,3, michael. es sei denn es hat sich gerade in der woche so rapide verschlechtert. aber das war ja bei dir nicht der fall, denn du bist ja noch 2-3 jahre unauffällig geblieben.
wie dem auch sei, da bleibt dann wohl nur abwarten. wäre aber schon äußerst bemerkenswert, beinahe ein lottogewinn, wenn bei uns beiden eine identische story vorliegt, die ja eigentlich sehr selten sein sollte ;) -
am 19.12.2014 07:58:51
purea schrieb:
2h-wert bei 230 ist aber schon krass. da müsste der hba1c wirklich höher sein als 5,3, michael. es sei denn es hat sich gerade in der woche so rapide verschlechtert. aber das war ja bei dir nicht der fall, denn du bist ja noch 2-3 jahre unauffällig geblieben.
wie dem auch sei, da bleibt dann wohl nur abwarten. wäre aber schon äußerst bemerkenswert, beinahe ein lottogewinn, wenn bei uns beiden eine identische story vorliegt, die ja eigentlich sehr selten sein sollte ;)
Ich bin mit etwas Übergewicht, Ketoazidose und HbA1c 14,7 im Krankenhaus gelandet. Als 40ig-Jähriger.
Ein halbes Jahr zuvor hatte ich den 40er-Check beim Doc, da war der Hba1c bei 5,1.
Und in der Fachklinik (eine ziemlich bekannte) meinte man: Typ 2, wegen hohem Insulinspiegel....
Nach ein paar Tagen waren dann die Antikörper ausgezählt, und mittlerweile ist C-Peptit bei 0,1.
Da kann man mal sehen, was die Organe, in meinem Fall die restlichen Beta-Zellen, leisten können!
Und mit dem "Lada" beschäftigt man sich noch nicht so lange, bei mir ist das jetzt 6 Jahre her.... -
Michaelheuer
Rang: Gastam 19.12.2014 08:43:31
TypEinser schrieb:
purea schrieb:
2h-wert bei 230 ist aber schon krass. da müsste der hba1c wirklich höher sein als 5,3, michael. es sei denn es hat sich gerade in der woche so rapide verschlechtert. aber das war ja bei dir nicht der fall, denn du bist ja noch 2-3 jahre unauffällig geblieben.
wie dem auch sei, da bleibt dann wohl nur abwarten. wäre aber schon äußerst bemerkenswert, beinahe ein lottogewinn, wenn bei uns beiden eine identische story vorliegt, die ja eigentlich sehr selten sein sollte ;)
Ich bin mit etwas Übergewicht, Ketoazidose und HbA1c 14,7 im Krankenhaus gelandet. Als 40ig-Jähriger.
Ein halbes Jahr zuvor hatte ich den 40er-Check beim Doc, da war der Hba1c bei 5,1.
Und in der Fachklinik (eine ziemlich bekannte) meinte man: Typ 2, wegen hohem Insulinspiegel....
Nach ein paar Tagen waren dann die Antikörper ausgezählt, und mittlerweile ist C-Peptit bei 0,1.
Da kann man mal sehen, was die Organe, in meinem Fall die restlichen Beta-Zellen, leisten können!
Und mit dem "Lada" beschäftigt man sich noch nicht so lange, bei mir ist das jetzt 6 Jahre her....
Tja ähnlich wie bei purea und mir nur dass es noch ein wenig länger gehalten hat, wie zeigt sich eine Ketoazidose, hatte sie noch nie? -
am 19.12.2014 09:23:12
Ketoazidose ist eine komplette Stoffwechsel-Entgleisung wegen Insulinmangel.
Man läuft komplett auf Fettverbrennung, dabei entstehen Ketonkörper. Dabei übersäuert man und dazu kommt massiver Gewichtsverlust. Trotz der Unmengen Kalorien, auf die man unbändige Lust hat...
Durch den permanent hohen BZ dehydriert man, ich habe um die 12 Liter am Tag getrunken und rund 14 wieder rausge....elt.
Durch den Wasserverlust sieht man schlechter, durch die Übersäuerung ist man fix und fertig, kaum leistungsfähig und permanent müde.
Brauch ich nicht nochmal.... Und die Nummer ist jetzt echt nur grob beschrieben.