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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 19.12.2014 11:07:05
    Unser Organismus kann seine Energie vorwiegend aus Glukose gewinnen, wie bei unserer normal KH-betonten Ernährung. Dazu braucht er verhältnismäßig viel Insulin.
    Und unser Organismus kann seine Energie genauso gut weit überwiegend aus Fett gewinnen, wie bei ketogener Ernährung, also z.B. LCHF (Low Carb High Fat). Dabei versorgt sich das Hirn bis auf einen Glukose-Bedarfsrest von 40g/24 Stunden vorwiegend aus Ketonen. Dafür reicht sehr wenig Insulin.

    Dabei gibt es keinerlei Übersäuerung, sondern einen sehr stabilen und gesunden Stoffwechsel mit grundsätzlich erheblich kleineren BZ-Schwankungen. Von daher eine super Option für Menschen mit Diabetes und selbstverständlich auch für INSULINER, die ich seit nem Jahr mit gutem Erfolg nutze.
    Babies könnten sofort mit LCHF weiter machen, werden aber in unserer Kultur sofort an HCLF (High Carb Low Fat) gewöhnt. Damit stellen die Zellen ihres Organismus nach einiger Zeit die Produktion von Enzymen ein, die sie zur Energienutzung aus Fett brauchen. Wenn der Mensch seine Ernährung dann irgendwann wieder von der Glukose weg auf Fett umstellt, braucht der Organismus einige Tage, um sich wieder auf die Fettnutzung umzustellen.
    Diese Umstellung wird gesund durch zu wenig Glukose ausgelöst, die die Leber mit immer mehr Ketonen ersetzt, die so nach und nach immer besser verwertet werden, und dauert eben einige Tage, in denen der Mensch ein bisschen schlapp ist.

    Zur Ketoazidose beim Typ1 kommt es dagegen ausschließlich, wenn (über)reichlich Glukose vorhanden ist, also eigentlich gar kein Anlass zur vorrangigen Fettnutzung besteht, und da hinein in einer Art Kurzschluss-Reaktion plötzlich wg. des fehlenden Insulins ungebremst sehr viel mehr Ketone ausgegeben werden, als der Mensch bei seiner normal ketogenen Ernährung je brauchen würde.
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 20.12.2014 05:07:11
    ketone werden auch über den urin ausgeschieden und lassen sich so sehr leicht mit urinstreifen nachweisen. als ich die kortisontabletten einnahm, habe ich komplett auf KH verzichtet und konnte am 2. tag den urinstreifen an der ketonstelle deutlich verfärben ;-)