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Teilnehmer für Diabetesstudie gesucht

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 02.12.2014
    am 02.12.2014 12:01:08
    Hallo Zusammen,

    im Rahmen des Projektmoduls im Masterstudiengang Psychologie untersuchen wir das Erleben von und den Umgang mit Typ 2 Diabetes sowie deren Einfluss auf mögliche diabetesbezogene Probleme und Belastungen. Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können.

    Es wäre für uns eine große Hilfe und wir wären überaus dankbar, wenn Ihr den Link zu unserer Umfrage an möglichst viele Betroffene weiterreicht oder, falls Ihr selbst Typ 2 Diabetiker seid, direkt an der Studie teilnehmt.

    Nähere Informationen sowie Zugang zu der Studie erhaltet Ihr unter dem folgenden Link:

    http://ww3.unipark.de/uc/SKT_diabetes/

    Für weitere Informationen stehen wir jederzeit bereit und beantworten gerne alle Eure Fragen zu dieser Studie (martin.kueng@fernuni-hagen.de).

    Wir danken Euch für Eure Unterstützung!

    Das Autorenteam,
    Martin Kueng, Peter Sillaro, Kerstin Wittke-Laube
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    am 02.12.2014 12:28:54
    Wollte eben die Fragen beantworten, aber schon bei Seite 2 hört es auf. Auf die Frage, welche Therapie setzen Sie ein lauten die möglichen Antworten:

    - konventionell (Insulingabe nach festem täglichen Schema)
    - intensiv konventionell (Verzögerungsinsulin basal, kurz wirksames Insulin vor den Mahlzeiten)
    - Insulinpumpentherapie (automatisierte Injektion)

    oder z. B. wie oft kontrollieren Sie Ihren Blutzucker:

    - 1x täglich
    - 2x täglich
    - 3x täglich
    - 4x täglich
    - öfter als 4x täglich
    - nie

    Das betrifft so nur wenige Typ-2-Diabetiker, nicht alle spritzen, und wenn dann nicht so wie die möglichen Antworten lauten, nicht alle kontrollieren ihren Blutzucker mehrmals täglich.

    Also, wenn ihr schon eine Umfrage macht und etwas verbessern wollt, dann solltet ihr euch im Vorfeld schon besser informieren. Insbesondere auch über den Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2.


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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 02.12.2014 12:49:44
    Student8 schrieb:

    Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können.




    Hallo!

    Im Fragenkatalog geht ihr leider nicht auf die anderen Therapie-Möglichkeiten des Typ 2 ein, und dann habt ihr da durchaus seltsame Fragen, insbesondere, wie lange man meint, an Diabetes Typ 2 erkrankt zu bleiben...


    Diese "Diabetesstudien" tauchen ja nun regelmäßig auf. Und jedesmal fehlt den Fragestellern ein nötiges Grundwissen.
    Hier wäre ein Besuch beim nächsten Diabetologen, Teilnahme an Schulungen und Fachliteratur angesagt - zumal die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessert werden soll...


    Ich will nicht meckern, - just my 2 cents...
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    am 02.12.2014 13:16:46
    Das mit dem fehlenden Grundwissen stimmt, (das ist bei diesen Studien meist so) deshalb ist es fast unmöglich manche Fragen zu beantworten, weil es keine passenden Antwortmöglichkeiten gibt.

    Was mich besonders stört, ist dieser deprimierende Unterton der Fragen. Sicher, Diabetes ist eine chronische Krankheit, aber eine, mit der man sehr gut leben kann. Diese Weltuntergangsstimmung (Trost im Glauben u.ä.) würde wohl eher zu einem Fragebogen über die Parkinson- oder Huntingtonsche Krankheit passen. Das sind chronische Krankheiten, die einem Menschen deprimieren und am Leben verzweifeln lassen können. Aber nicht Diabetes.

    Last not least sollte man vielleicht vermerken, daß diese Fragen in erster Linie für neu diagnostizierte Diabetiker gedacht sind. Für mich als langjährig Betroffene sind viele der Fragen schlichtweg sinnlos.

    Zudem stört mich auch die Unterstellung, man sei an seinem Diabetes selbst schuld. Ich dachte, Behauptungen dieser Art hätten wir hinter uns.
    Inwieweit diese Studie eine Verbesserung der Behandlung von Diabetes bewirken soll, ist mir schleierhaft.
    Bearbeitet von User am 02.12.2014 13:20:22. Grund: *
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    am 04.12.2014 09:15:03
    Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.

    Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend. Es geht hier nicht darum eine völlig erschöpfende Studie durchzuführen. Allein der zeitliche Rahmen lässt das für uns gar nicht zu.
    Dennoch freut es uns, dass hier darüber diskutiert wird und Anregungen und Bedenken geäußert werden. Wenn die Fragen einen deprimierenden Unterton haben, dann tut uns das natürlich sehr leid, aber Emotionen entstehen in erster Linie in einer Person selbst und werden viel weniger von außen induziert als das manchmal von Personen angenommen wird. Es mag sein, dass Sie keinen Trost im Glauben suchen oder dergleichen (was auch völlig ok ist), aber nur weil Sie diese Auffassung haben, heißt das noch lange nicht, dass das auf JEDEN anderen Menschen ebenso zutrifft. Allzu gerne glauben wir, dass unsere eigene Auffassung die einzige, richtige und mögliche ist. Das ist ein fataler Irrtum!
    Auch tut es uns leid, wenn viele Fragen von Ihnen als sinnlos interpretiert werden. Das war sicher nicht unsere Absicht. Allerdings kann man jedem Statement zustimmen oder es ablehnen. Es geht um Ihre Meinung und nicht um unumstößliche Tatsachen. Das ist ein großer Unterschied!
    Auf keinen Fall wollten wir unterstellen, dass Diabetiker ihre Krankheit selbstverschuldet haben! Das ist nun eine grobe Unterstellung ihrerseits und das können wir so auf keinen Fall stehen lassen, weil es schlichtweg nicht korrekt ist. Erneut muss ich nachdrücklich darauf hinweisen, dass es um Ihre Einschätzungen geht und nicht darum jemandem wegen seiner Krankheit Schuldzuweisungen zu machen. Wenn Sie diese Aussage für nicht korrekt halten, dann lehnen Sie diese bitte einfach ab, damit wäre uns schon sehr weitergeholfen.

    Ich möchte mich abschließend dennoch bei Allen bedanken, die sich trotz Einwände und Bedenken die Zeit und das Interesse genommen habe, um an der Befragung teilzunehmen. Ihre Meinung zählt und ist uns wichtig!

    Beste Grüße
    Martin Küng
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    am 04.12.2014 09:33:40
    Hallo!

    Zuerst habe ich das gelesen:

    " Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können."


    Und im letzten Beitrag dann das:

    "Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend."



    Natürlich hat jeder Patient seine eigene individuelle Art, mit seiner Erkrankung umzugehen.
    Mir ist allerdings jetzt erst recht schleierhaft, was mit dieser Umfrage in Bezug auf Verbesserung der Behandlung von Typ 2 erreicht werden soll.


    Besteht denn die Absicht, ein Ergebnis zu publizieren?
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    am 04.12.2014 10:30:50
    Ein Fragebogen, der bei Betroffenen weit überwiegend negative Empfindungen und Erfahrungen und bestenfalls neutrale zu ihrer Krankheit/Behinderung (ich halte Diabetes heute für eine leichte und leicht gesund ausgleichbare Behinderung - war im Fragebogen an keiner Stelle zum Ankreuzen vorgesehen!) und ihrem Umgang damit abfragt, kommuniziert damit eine grundsätzlich megatiefe Einstellung dazu und gibt damit zwangsläufig die Ergebnistendenz vor.

    Meine laienhaften 2 Cents. Ein Psychologe mag das anders sehen.
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    am 04.12.2014 10:48:24
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ein Fragebogen, der bei Betroffenen weit überwiegend negative Empfindungen und Erfahrungen und bestenfalls neutrale zu ihrer Krankheit/Behinderung (ich halte Diabetes heute für eine leichte und leicht gesund ausgleichbare Behinderung - war im Fragebogen an keiner Stelle zum Ankreuzen vorgesehen!) und ihrem Umgang damit abfragt, kommuniziert damit eine grundsätzlich megatiefe Einstellung dazu und gibt damit zwangsläufig die Ergebnistendenz vor.

    Meine laienhaften 2 Cents. Ein Psychologe mag das anders sehen.



    So sehe ich das auch und ich finde es schlimm, daß Diabetes einen derart schlechten Ruf in der Öffentlichkeit hat. Wenn man manche Beiträge in den diversen Foren liest, kann man manchmal den Eindruck bekommen, die Betroffenen sehen darin ihr Todesurteil. Daß es heutzutage möglich ist, ein ganz normales Leben zu führen, wird viel zu wenig erwähnt, wenn überhaupt.
    Wozu derartige Studien gut sein sollten, erschließt sich mir nicht, sie verstärken diese Untergangsstimmung nur und das braucht keiner.
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    am 04.12.2014 10:55:54
    Student8 schrieb:
    Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.

    Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend. Es geht hier nicht darum eine völlig erschöpfende Studie durchzuführen. Allein der zeitliche Rahmen lässt das für uns gar nicht zu.
    Dennoch freut es uns, dass hier darüber diskutiert wird und Anregungen und Bedenken geäußert werden. Wenn die Fragen einen deprimierenden Unterton haben, dann tut uns das natürlich sehr leid, aber Emotionen entstehen in erster Linie in einer Person selbst und werden viel weniger von außen induziert als das manchmal von Personen angenommen wird. Es mag sein, dass Sie keinen Trost im Glauben suchen oder dergleichen (was auch völlig ok ist), aber nur weil Sie diese Auffassung haben, heißt das noch lange nicht, dass das auf JEDEN anderen Menschen ebenso zutrifft. Allzu gerne glauben wir, dass unsere eigene Auffassung die einzige, richtige und mögliche ist. Das ist ein fataler Irrtum!
    Auch tut es uns leid, wenn viele Fragen von Ihnen als sinnlos interpretiert werden. Das war sicher nicht unsere Absicht. Allerdings kann man jedem Statement zustimmen oder es ablehnen. Es geht um Ihre Meinung und nicht um unumstößliche Tatsachen. Das ist ein großer Unterschied!
    Auf keinen Fall wollten wir unterstellen, dass Diabetiker ihre Krankheit selbstverschuldet haben! Das ist nun eine grobe Unterstellung ihrerseits und das können wir so auf keinen Fall stehen lassen, weil es schlichtweg nicht korrekt ist. Erneut muss ich nachdrücklich darauf hinweisen, dass es um Ihre Einschätzungen geht und nicht darum jemandem wegen seiner Krankheit Schuldzuweisungen zu machen. Wenn Sie diese Aussage für nicht korrekt halten, dann lehnen Sie diese bitte einfach ab, damit wäre uns schon sehr weitergeholfen.

    Ich möchte mich abschließend dennoch bei Allen bedanken, die sich trotz Einwände und Bedenken die Zeit und das Interesse genommen habe, um an der Befragung teilzunehmen. Ihre Meinung zählt und ist uns wichtig!

    Beste Grüße
    Martin Küng



    Wie kommen Sie darauf, daß die Antwortmöglichkeiten ausreichend sind? Sind Sie selbst Diabetiker?
    Sie wollen meine Meinung hören, lehnen Sie aber im selben Moment ab, da sie Ihrer Meinung nach nicht richtig ist. Ja was denn nun?
    Was die Schuldzuweisungen wegen der Krankheit betrifft, so mag es sein, daß ich in dieser Hinsicht besonders hellhörig und empfindlich bin. Ich hab mir schon zu viel in dieser Hinsicht anhören müssen.
    Sie haben aber doch ausdrücklich die Frage gestellt, ob man sich an seiner Krankheit selbst schuldig fühlt. Warum dies? Sind Sie wirklich der Ansicht, daß es selbstverschuldete Krankheiten gibt?

    Sie wollen Meinungen haben, aber keine Kritik hören. So geht es meiner Meinung nach nicht.
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    am 04.12.2014 11:06:26
    .... die Antworten hier im Thread sind mittlerweile für Psychologie-Studenten, Facharbeit "Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für insulinpflichtige Typ2er" wertvoller als die von 50 Fragebogen-Interviewten...
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    am 04.12.2014 11:33:49
    TypEinser schrieb:
    .... die Antworten hier im Thread sind mittlerweile für Psychologie-Studenten, Facharbeit "Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für insulinpflichtige Typ2er" wertvoller als die von 50 Fragebogen-Interviewten...



    Da magst du recht haben. Immhin orientieren sich die Antworten im Forum an der Wirklichkeit und nicht an den Vorstellungen von Leuten, die sich niemals wirklich mit Diabetikern und ihrem Alltag beschäftigt haben.
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    am 05.12.2014 10:50:36
    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge. In der Tat könnte man mit diesen Diskussionsbeiträgen hier schon eine kleine qualitative Studie ins Leben rufen, allerdings müsste man hier wohl ein völlig anderes Thema wählen als wir untersuchen wollen.

    Zuerst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Bedenken und Sorgen gut verstehen kann, deshalb habe ich im ersten Beitrag auch schon meine E-Mail-Adresse veröffentlicht. Sie können jederzeit mit Fragen, Anregungen und Bedenken auf mich zukommen und ich werde versuchen diese nach Möglichkeit auszuräumen. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Kritiken hier sehr dekonstruktiver Natur sind und daher in meinen Augen wenig legitim sind. Wir können gerne eine konstruktive Diskussion führen, aber auf persönliche Angriffe werde ich im Weiteren bestimmt nicht eingehen.

    Die Absicht dieser Untersuchung ist es nicht, eine neue und höchst revolutionäre Behandlung zu entwickeln. Falls Sie das so verstanden und interpretiert haben, tut uns das sehr leid. Wir wollen lediglich das Wissen, um den emotionalen Umgang mit einer Diabeteserkrankung erweitern. Dieses Wissen könnte dann in Zukunft zur Entwicklung von Behandlungen (mit)beitragen (wobei das auch von den Ergebnissen abhängen wird). Wir haben konkrete Hypothesen aufgestellt und die sollen statistisch überprüft werden. Dafür reichen die Daten unserer Erhebungen aus. Wir sind uns durchaus bewusst, dass allein auf der Grundlage dieser Studie selbstverständlich keine neue Behandlung entwickelt werden kann und angesichts des Querschnittdesigns der Studie wäre es wohl auch sehr naiv zu glauben, dass diese Untersuchung alleinige Ursache für die Einleitung einer neuen Behandlungsmethodik sein wird. So funktioniert der wissenschaftliche Betrieb nicht! Zudem besteht keinerlei Absicht diese Ergebnisse zu publizieren. Gerne können Interessierte nach Ablauf der Datenauswertung und -präsentation einen Ergebnisbericht von uns erhalten. Dann wird auch verständlicher, was mit dieser Befragung untersucht wird. Vor Ablauf der Datenerhebung möchten wir darauf aber wirklich nicht weiter eingehen. Sie werden auch verstehen, dass wir nicht daran interessiert sind die konkreten Hypothesen vorab bekannt zu geben, damit bestimmte Interessengruppen dann möglicherweise die Ergebnisse tatsächlich in eine gewünschte Richtung verzerren. Das liegt nicht in unserem Interesse und deshalb ist es auch gut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorab nicht wissen worum es geht.

    Bei manchen Unterstellungen hier bekomme ich aber doch das Gefühl, dass einige ganz genau wissen, was wir untersuchen und erreichen wollen, obwohl sie anscheinend gar nicht an der Befragung teilgenommen haben: So z. B. die Unterstellung, dass wir „eine grundsätzlich megatiefe Einstellung kommunizieren und damit zwangsläufig eine Ergebnistendenz vorgeben“. Wenn ich das so lese, dann muss ich davon ausgehen, dass hier geurteilt wird ohne an der Befragung teilgenommen zu haben. Es ist schlichtweg nicht richtig, dass wir nur negative und neutrale Einstellungen vorgeben. Einiges davon zielt z. B. auf positives Coping mit der Erkrankung ab, aber offensichtlich wurde das überlesen, nicht erkannt oder fehlinterpretiert. Entgegen der Auffassung einiger hier ist es jedenfalls ein Fakt, dass auch positive Aspekte erhoben werden und wir diese – ob Sie es nun glauben oder nicht – auch gelten lassen, wenn Sie gewählt werden.

    Die Antwortmöglichkeiten sind außerdem ausreichend, weil uns die Hypothesen der Untersuchung bekannt sind und wir wissen, was wir damit untersuchen wollen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Ihnen nicht klar ist worauf diese Untersuchung abzielt, aber das ist – wie oben ausgeführt – auch ganz gut so. Wir sind allen Personen sehr dankbar, die uns in der Befragung – offen und ehrlich – Ihre Meinung kundtun. Mehr wollen wir überhaupt nicht! Das Misstrauen und die Skepsis kann ich verstehen, aber – wie gesagt – sobald die Untersuchung abgelaufen ist, informieren wir gerne alle Interessierten darüber, was untersucht wurde. Wir machen da kein Geheimnis draus, es handelt sich hierbei nicht um Politik!

    Es ist aber doch hoch interessant, dass uns vorgeworfen wird, dass wir mit dieser Untersuchung Diabetes ins Negative ziehen und ein negatives Bild davon in der Öffentlichkeit präsentieren wollen und damit auch implizit behauptet wird, dass wir starke Vorurteile gegenüber dieser Krankheit hätten und krampfhaft versuchen diese zu bestätigen, aber gleichzeitig unsere Befragung von einigen bedenkenlos vorverurteilt wird, obwohl keiner weiß, was damit eigentlich untersucht werden soll.

    Wir mögen in Ihren Augen viele Fehler gemacht haben und eine völlig sinnlose Studie durchführen, aber wir entschuldigen uns ganz sicher nicht dafür, dass wir uns für die Zielgruppe der Typ-2-Diabetiker interessieren!!!

    Beste Grüße
    Martin Küng
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    am 05.12.2014 12:00:57
    Moin Martin,

    denk mal gerade nicht an 2 niedliche rosa Elefanten!

    Wetten, dass Du vor Deinem inneren Auge gerade 2 gesehen hast?

    Nein nein, Du solltest ausdrücklich doch nicht dran denken und hattest ja auch den argumentativ eindeutigen Auftrag, eben nicht dran zu denken.
    Aber psychologisch kommunikativ hast Du mit der Formulierung gar keine Möglichkeit, nicht zuerst an rosa Elefanten zu denken.

    Und genauso funzt das, wenn Du fragst, wie belastend jemand seinen Typ2 empfindet - auch wenn unter den Antwortmöglichkeiten dann auch "überhaupt nicht" anzukreuzen geht.
    ZUDEM schließt das ja immer noch aus, dass jemand seinen Typ2 als besonders anspornend empfindet.

    Mein Vorschlag: Entweder von vornherein auf rosa/belastend verzichten oder auf eine ausgewogene Tendenz achten und ähnlich viele Fragen mit der entgegengesetzten Grundtendenz einbauen, also wie anspornend jemand seinen Typ2 empfindet.

    Bisdann, Opa Jürgen
    Bearbeitet von User am 05.12.2014 12:02:46. Grund: Ergänzung
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    am 05.12.2014 12:21:44
    Eben wollte ich nochmal in eure Fragen reinsehen und bekam die Antwort "Sie haben die Umfrage bereits abgeschlossen". Nein, das habe ich nicht, habe lediglich versucht, die ersten paar Fragen zu beantworten und dann abgebrochen, weil sie für einen Typ-2-Diabetiker gar nicht beantwortbar sind.

    Die typische Behandlung eines Typ-2-Diabetikers mit Medikamenten ist z. B. gar nicht gefragt. Oder die Frage, ob man glaube, dass mit der Behandlung der Diabetes geheilt wird...gehts noch? Jeder weiß, dass Diabetes nicht heilbar ist.

    Da können Sie, Herr Küng, noch so viel herumschwafeln, mit dieser Befragung können Sie für Typ-2-Diabetiker nichts ausrichten.
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    am 05.12.2014 12:49:13
    Hallo Zuckerle!

    Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, "Zucker" könnte geheilt werden.


    Und die Nummer mit den Therapiemöglichkeiten - das passt ja nun perfekt auf Typ1er.


    Ich finde es klasse, dass wir eine ausführliche Antwort erhalten haben.
    Warum man sich jetzt ausgerechnet Typ 2 Diabetes ausgesucht hat und dabei mit den angegebenen Therapiemöglichkeiten den größten Teil der Betroffenen ausgrenzt - vielleicht ist das Teil der Methodik, die Hypothesen zu untermauern...
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    am 05.12.2014 13:06:44
    TypEinser schrieb:
    Hallo Zuckerle!

    Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, "Zucker" könnte geheilt werden.


    Und die Nummer mit den Therapiemöglichkeiten - das passt ja nun perfekt auf Typ1er.


    Ich finde es klasse, dass wir eine ausführliche Antwort erhalten haben.
    Warum man sich jetzt ausgerechnet Typ 2 Diabetes ausgesucht hat und dabei mit den angegebenen Therapiemöglichkeiten den größten Teil der Betroffenen ausgrenzt - vielleicht ist das Teil der Methodik, die Hypothesen zu untermauern...



    Auch wenn ich mir jetzt wieder den Unmut der Herren Studenten zuziehe, ich glaube einfach, da fehlt es - wie schon erwähnt - am Grundwissen.
    Vermutlich ist nicht bekannt, daß es es zwei (und mehr) Typen von Diabetes gibt und daß das im Grunde zwei verschiedene Krankheiten sind, die nur dasselbe Symptom haben, nämlich den erhöhten Blutzucker. Daß es bei Typ2 fast immer mit einer Tablettentherapie losgeht, scheint auch nicht bekannt zu sein.

    Ich hab mich noch nie an so einer Befragung beteiligt - jetzt weiß ich auch wieder warum.
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    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 05.12.2014 13:28:32
    Student8 schrieb:
    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge. In der Tat könnte man mit diesen Diskussionsbeiträgen hier schon eine kleine qualitative Studie ins Leben rufen, allerdings müsste man hier wohl ein völlig anderes Thema wählen als wir untersuchen wollen.

    Zuerst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Bedenken und Sorgen gut verstehen kann, deshalb habe ich im ersten Beitrag auch schon meine E-Mail-Adresse veröffentlicht. Sie können jederzeit mit Fragen, Anregungen und Bedenken auf mich zukommen und ich werde versuchen diese nach Möglichkeit auszuräumen. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Kritiken hier sehr dekonstruktiver Natur sind und daher in meinen Augen wenig legitim sind. Wir können gerne eine konstruktive Diskussion führen, aber auf persönliche Angriffe werde ich im Weiteren bestimmt nicht eingehen.

    Die Absicht dieser Untersuchung ist es nicht, eine neue und höchst revolutionäre Behandlung zu entwickeln. Falls Sie das so verstanden und interpretiert haben, tut uns das sehr leid. Wir wollen lediglich das Wissen, um den emotionalen Umgang mit einer Diabeteserkrankung erweitern. Dieses Wissen könnte dann in Zukunft zur Entwicklung von Behandlungen (mit)beitragen (wobei das auch von den Ergebnissen abhängen wird). Wir haben konkrete Hypothesen aufgestellt und die sollen statistisch überprüft werden. Dafür reichen die Daten unserer Erhebungen aus. Wir sind uns durchaus bewusst, dass allein auf der Grundlage dieser Studie selbstverständlich keine neue Behandlung entwickelt werden kann und angesichts des Querschnittdesigns der Studie wäre es wohl auch sehr naiv zu glauben, dass diese Untersuchung alleinige Ursache für die Einleitung einer neuen Behandlungsmethodik sein wird. So funktioniert der wissenschaftliche Betrieb nicht! Zudem besteht keinerlei Absicht diese Ergebnisse zu publizieren. Gerne können Interessierte nach Ablauf der Datenauswertung und -präsentation einen Ergebnisbericht von uns erhalten. Dann wird auch verständlicher, was mit dieser Befragung untersucht wird. Vor Ablauf der Datenerhebung möchten wir darauf aber wirklich nicht weiter eingehen. Sie werden auch verstehen, dass wir nicht daran interessiert sind die konkreten Hypothesen vorab bekannt zu geben, damit bestimmte Interessengruppen dann möglicherweise die Ergebnisse tatsächlich in eine gewünschte Richtung verzerren. Das liegt nicht in unserem Interesse und deshalb ist es auch gut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorab nicht wissen worum es geht.

    Bei manchen Unterstellungen hier bekomme ich aber doch das Gefühl, dass einige ganz genau wissen, was wir untersuchen und erreichen wollen, obwohl sie anscheinend gar nicht an der Befragung teilgenommen haben: So z. B. die Unterstellung, dass wir „eine grundsätzlich megatiefe Einstellung kommunizieren und damit zwangsläufig eine Ergebnistendenz vorgeben“. Wenn ich das so lese, dann muss ich davon ausgehen, dass hier geurteilt wird ohne an der Befragung teilgenommen zu haben. Es ist schlichtweg nicht richtig, dass wir nur negative und neutrale Einstellungen vorgeben. Einiges davon zielt z. B. auf positives Coping mit der Erkrankung ab, aber offensichtlich wurde das überlesen, nicht erkannt oder fehlinterpretiert. Entgegen der Auffassung einiger hier ist es jedenfalls ein Fakt, dass auch positive Aspekte erhoben werden und wir diese – ob Sie es nun glauben oder nicht – auch gelten lassen, wenn Sie gewählt werden.

    Die Antwortmöglichkeiten sind außerdem ausreichend, weil uns die Hypothesen der Untersuchung bekannt sind und wir wissen, was wir damit untersuchen wollen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Ihnen nicht klar ist worauf diese Untersuchung abzielt, aber das ist – wie oben ausgeführt – auch ganz gut so. Wir sind allen Personen sehr dankbar, die uns in der Befragung – offen und ehrlich – Ihre Meinung kundtun. Mehr wollen wir überhaupt nicht! Das Misstrauen und die Skepsis kann ich verstehen, aber – wie gesagt – sobald die Untersuchung abgelaufen ist, informieren wir gerne alle Interessierten darüber, was untersucht wurde. Wir machen da kein Geheimnis draus, es handelt sich hierbei nicht um Politik!

    Es ist aber doch hoch interessant, dass uns vorgeworfen wird, dass wir mit dieser Untersuchung Diabetes ins Negative ziehen und ein negatives Bild davon in der Öffentlichkeit präsentieren wollen und damit auch implizit behauptet wird, dass wir starke Vorurteile gegenüber dieser Krankheit hätten und krampfhaft versuchen diese zu bestätigen, aber gleichzeitig unsere Befragung von einigen bedenkenlos vorverurteilt wird, obwohl keiner weiß, was damit eigentlich untersucht werden soll.

    Wir mögen in Ihren Augen viele Fehler gemacht haben und eine völlig sinnlose Studie durchführen, aber wir entschuldigen uns ganz sicher nicht dafür, dass wir uns für die Zielgruppe der Typ-2-Diabetiker interessieren!!!

    Beste Grüße
    Martin Küng



    Naja, wenn Sie unter Kritik nur Zustimmung erwarten, dann hätten Sie das dazuschreiben müssen. Negative Kritik mag Ihnen nicht gefallen, destruktiv ist sie deswegen nicht. Ganz im Gegenteil.

    Daß Sie den Teilnehmern unterstellen, sie wären nicht in der Lage Ihre Intention zu verstehen, finde ich... naja, vielleicht denken Sie mal darüber nach.

    Daß Sie die Krankheit ins Negative ziehen und in der Öffentlichkeit ein negatives Bild davon präsentieren und was der Unterstellungen mehr sind, muß ich zurückweisen. Ich habe derartiges niemals geschrieben, das können Sie jedezeit hier im Thread nachlesen.
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