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Teilnehmer für Diabetesstudie gesucht

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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 1002
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 04.12.2014 11:33:49
    TypEinser schrieb:
    .... die Antworten hier im Thread sind mittlerweile für Psychologie-Studenten, Facharbeit "Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für insulinpflichtige Typ2er" wertvoller als die von 50 Fragebogen-Interviewten...



    Da magst du recht haben. Immhin orientieren sich die Antworten im Forum an der Wirklichkeit und nicht an den Vorstellungen von Leuten, die sich niemals wirklich mit Diabetikern und ihrem Alltag beschäftigt haben.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 02.12.2014
    am 05.12.2014 10:50:36
    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge. In der Tat könnte man mit diesen Diskussionsbeiträgen hier schon eine kleine qualitative Studie ins Leben rufen, allerdings müsste man hier wohl ein völlig anderes Thema wählen als wir untersuchen wollen.

    Zuerst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Bedenken und Sorgen gut verstehen kann, deshalb habe ich im ersten Beitrag auch schon meine E-Mail-Adresse veröffentlicht. Sie können jederzeit mit Fragen, Anregungen und Bedenken auf mich zukommen und ich werde versuchen diese nach Möglichkeit auszuräumen. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Kritiken hier sehr dekonstruktiver Natur sind und daher in meinen Augen wenig legitim sind. Wir können gerne eine konstruktive Diskussion führen, aber auf persönliche Angriffe werde ich im Weiteren bestimmt nicht eingehen.

    Die Absicht dieser Untersuchung ist es nicht, eine neue und höchst revolutionäre Behandlung zu entwickeln. Falls Sie das so verstanden und interpretiert haben, tut uns das sehr leid. Wir wollen lediglich das Wissen, um den emotionalen Umgang mit einer Diabeteserkrankung erweitern. Dieses Wissen könnte dann in Zukunft zur Entwicklung von Behandlungen (mit)beitragen (wobei das auch von den Ergebnissen abhängen wird). Wir haben konkrete Hypothesen aufgestellt und die sollen statistisch überprüft werden. Dafür reichen die Daten unserer Erhebungen aus. Wir sind uns durchaus bewusst, dass allein auf der Grundlage dieser Studie selbstverständlich keine neue Behandlung entwickelt werden kann und angesichts des Querschnittdesigns der Studie wäre es wohl auch sehr naiv zu glauben, dass diese Untersuchung alleinige Ursache für die Einleitung einer neuen Behandlungsmethodik sein wird. So funktioniert der wissenschaftliche Betrieb nicht! Zudem besteht keinerlei Absicht diese Ergebnisse zu publizieren. Gerne können Interessierte nach Ablauf der Datenauswertung und -präsentation einen Ergebnisbericht von uns erhalten. Dann wird auch verständlicher, was mit dieser Befragung untersucht wird. Vor Ablauf der Datenerhebung möchten wir darauf aber wirklich nicht weiter eingehen. Sie werden auch verstehen, dass wir nicht daran interessiert sind die konkreten Hypothesen vorab bekannt zu geben, damit bestimmte Interessengruppen dann möglicherweise die Ergebnisse tatsächlich in eine gewünschte Richtung verzerren. Das liegt nicht in unserem Interesse und deshalb ist es auch gut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorab nicht wissen worum es geht.

    Bei manchen Unterstellungen hier bekomme ich aber doch das Gefühl, dass einige ganz genau wissen, was wir untersuchen und erreichen wollen, obwohl sie anscheinend gar nicht an der Befragung teilgenommen haben: So z. B. die Unterstellung, dass wir „eine grundsätzlich megatiefe Einstellung kommunizieren und damit zwangsläufig eine Ergebnistendenz vorgeben“. Wenn ich das so lese, dann muss ich davon ausgehen, dass hier geurteilt wird ohne an der Befragung teilgenommen zu haben. Es ist schlichtweg nicht richtig, dass wir nur negative und neutrale Einstellungen vorgeben. Einiges davon zielt z. B. auf positives Coping mit der Erkrankung ab, aber offensichtlich wurde das überlesen, nicht erkannt oder fehlinterpretiert. Entgegen der Auffassung einiger hier ist es jedenfalls ein Fakt, dass auch positive Aspekte erhoben werden und wir diese – ob Sie es nun glauben oder nicht – auch gelten lassen, wenn Sie gewählt werden.

    Die Antwortmöglichkeiten sind außerdem ausreichend, weil uns die Hypothesen der Untersuchung bekannt sind und wir wissen, was wir damit untersuchen wollen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Ihnen nicht klar ist worauf diese Untersuchung abzielt, aber das ist – wie oben ausgeführt – auch ganz gut so. Wir sind allen Personen sehr dankbar, die uns in der Befragung – offen und ehrlich – Ihre Meinung kundtun. Mehr wollen wir überhaupt nicht! Das Misstrauen und die Skepsis kann ich verstehen, aber – wie gesagt – sobald die Untersuchung abgelaufen ist, informieren wir gerne alle Interessierten darüber, was untersucht wurde. Wir machen da kein Geheimnis draus, es handelt sich hierbei nicht um Politik!

    Es ist aber doch hoch interessant, dass uns vorgeworfen wird, dass wir mit dieser Untersuchung Diabetes ins Negative ziehen und ein negatives Bild davon in der Öffentlichkeit präsentieren wollen und damit auch implizit behauptet wird, dass wir starke Vorurteile gegenüber dieser Krankheit hätten und krampfhaft versuchen diese zu bestätigen, aber gleichzeitig unsere Befragung von einigen bedenkenlos vorverurteilt wird, obwohl keiner weiß, was damit eigentlich untersucht werden soll.

    Wir mögen in Ihren Augen viele Fehler gemacht haben und eine völlig sinnlose Studie durchführen, aber wir entschuldigen uns ganz sicher nicht dafür, dass wir uns für die Zielgruppe der Typ-2-Diabetiker interessieren!!!

    Beste Grüße
    Martin Küng
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.12.2014 12:00:57
    Moin Martin,

    denk mal gerade nicht an 2 niedliche rosa Elefanten!

    Wetten, dass Du vor Deinem inneren Auge gerade 2 gesehen hast?

    Nein nein, Du solltest ausdrücklich doch nicht dran denken und hattest ja auch den argumentativ eindeutigen Auftrag, eben nicht dran zu denken.
    Aber psychologisch kommunikativ hast Du mit der Formulierung gar keine Möglichkeit, nicht zuerst an rosa Elefanten zu denken.

    Und genauso funzt das, wenn Du fragst, wie belastend jemand seinen Typ2 empfindet - auch wenn unter den Antwortmöglichkeiten dann auch "überhaupt nicht" anzukreuzen geht.
    ZUDEM schließt das ja immer noch aus, dass jemand seinen Typ2 als besonders anspornend empfindet.

    Mein Vorschlag: Entweder von vornherein auf rosa/belastend verzichten oder auf eine ausgewogene Tendenz achten und ähnlich viele Fragen mit der entgegengesetzten Grundtendenz einbauen, also wie anspornend jemand seinen Typ2 empfindet.

    Bisdann, Opa Jürgen
    Bearbeitet von User am 05.12.2014 12:02:46. Grund: Ergänzung
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    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 05.12.2014 12:21:44
    Eben wollte ich nochmal in eure Fragen reinsehen und bekam die Antwort "Sie haben die Umfrage bereits abgeschlossen". Nein, das habe ich nicht, habe lediglich versucht, die ersten paar Fragen zu beantworten und dann abgebrochen, weil sie für einen Typ-2-Diabetiker gar nicht beantwortbar sind.

    Die typische Behandlung eines Typ-2-Diabetikers mit Medikamenten ist z. B. gar nicht gefragt. Oder die Frage, ob man glaube, dass mit der Behandlung der Diabetes geheilt wird...gehts noch? Jeder weiß, dass Diabetes nicht heilbar ist.

    Da können Sie, Herr Küng, noch so viel herumschwafeln, mit dieser Befragung können Sie für Typ-2-Diabetiker nichts ausrichten.
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    am 05.12.2014 12:49:13
    Hallo Zuckerle!

    Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, "Zucker" könnte geheilt werden.


    Und die Nummer mit den Therapiemöglichkeiten - das passt ja nun perfekt auf Typ1er.


    Ich finde es klasse, dass wir eine ausführliche Antwort erhalten haben.
    Warum man sich jetzt ausgerechnet Typ 2 Diabetes ausgesucht hat und dabei mit den angegebenen Therapiemöglichkeiten den größten Teil der Betroffenen ausgrenzt - vielleicht ist das Teil der Methodik, die Hypothesen zu untermauern...
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    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 05.12.2014 13:06:44
    TypEinser schrieb:
    Hallo Zuckerle!

    Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, "Zucker" könnte geheilt werden.


    Und die Nummer mit den Therapiemöglichkeiten - das passt ja nun perfekt auf Typ1er.


    Ich finde es klasse, dass wir eine ausführliche Antwort erhalten haben.
    Warum man sich jetzt ausgerechnet Typ 2 Diabetes ausgesucht hat und dabei mit den angegebenen Therapiemöglichkeiten den größten Teil der Betroffenen ausgrenzt - vielleicht ist das Teil der Methodik, die Hypothesen zu untermauern...



    Auch wenn ich mir jetzt wieder den Unmut der Herren Studenten zuziehe, ich glaube einfach, da fehlt es - wie schon erwähnt - am Grundwissen.
    Vermutlich ist nicht bekannt, daß es es zwei (und mehr) Typen von Diabetes gibt und daß das im Grunde zwei verschiedene Krankheiten sind, die nur dasselbe Symptom haben, nämlich den erhöhten Blutzucker. Daß es bei Typ2 fast immer mit einer Tablettentherapie losgeht, scheint auch nicht bekannt zu sein.

    Ich hab mich noch nie an so einer Befragung beteiligt - jetzt weiß ich auch wieder warum.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 05.12.2014 13:28:32
    Student8 schrieb:
    Liebe Diskussionsteilnehmer,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge. In der Tat könnte man mit diesen Diskussionsbeiträgen hier schon eine kleine qualitative Studie ins Leben rufen, allerdings müsste man hier wohl ein völlig anderes Thema wählen als wir untersuchen wollen.

    Zuerst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Bedenken und Sorgen gut verstehen kann, deshalb habe ich im ersten Beitrag auch schon meine E-Mail-Adresse veröffentlicht. Sie können jederzeit mit Fragen, Anregungen und Bedenken auf mich zukommen und ich werde versuchen diese nach Möglichkeit auszuräumen. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Kritiken hier sehr dekonstruktiver Natur sind und daher in meinen Augen wenig legitim sind. Wir können gerne eine konstruktive Diskussion führen, aber auf persönliche Angriffe werde ich im Weiteren bestimmt nicht eingehen.

    Die Absicht dieser Untersuchung ist es nicht, eine neue und höchst revolutionäre Behandlung zu entwickeln. Falls Sie das so verstanden und interpretiert haben, tut uns das sehr leid. Wir wollen lediglich das Wissen, um den emotionalen Umgang mit einer Diabeteserkrankung erweitern. Dieses Wissen könnte dann in Zukunft zur Entwicklung von Behandlungen (mit)beitragen (wobei das auch von den Ergebnissen abhängen wird). Wir haben konkrete Hypothesen aufgestellt und die sollen statistisch überprüft werden. Dafür reichen die Daten unserer Erhebungen aus. Wir sind uns durchaus bewusst, dass allein auf der Grundlage dieser Studie selbstverständlich keine neue Behandlung entwickelt werden kann und angesichts des Querschnittdesigns der Studie wäre es wohl auch sehr naiv zu glauben, dass diese Untersuchung alleinige Ursache für die Einleitung einer neuen Behandlungsmethodik sein wird. So funktioniert der wissenschaftliche Betrieb nicht! Zudem besteht keinerlei Absicht diese Ergebnisse zu publizieren. Gerne können Interessierte nach Ablauf der Datenauswertung und -präsentation einen Ergebnisbericht von uns erhalten. Dann wird auch verständlicher, was mit dieser Befragung untersucht wird. Vor Ablauf der Datenerhebung möchten wir darauf aber wirklich nicht weiter eingehen. Sie werden auch verstehen, dass wir nicht daran interessiert sind die konkreten Hypothesen vorab bekannt zu geben, damit bestimmte Interessengruppen dann möglicherweise die Ergebnisse tatsächlich in eine gewünschte Richtung verzerren. Das liegt nicht in unserem Interesse und deshalb ist es auch gut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorab nicht wissen worum es geht.

    Bei manchen Unterstellungen hier bekomme ich aber doch das Gefühl, dass einige ganz genau wissen, was wir untersuchen und erreichen wollen, obwohl sie anscheinend gar nicht an der Befragung teilgenommen haben: So z. B. die Unterstellung, dass wir „eine grundsätzlich megatiefe Einstellung kommunizieren und damit zwangsläufig eine Ergebnistendenz vorgeben“. Wenn ich das so lese, dann muss ich davon ausgehen, dass hier geurteilt wird ohne an der Befragung teilgenommen zu haben. Es ist schlichtweg nicht richtig, dass wir nur negative und neutrale Einstellungen vorgeben. Einiges davon zielt z. B. auf positives Coping mit der Erkrankung ab, aber offensichtlich wurde das überlesen, nicht erkannt oder fehlinterpretiert. Entgegen der Auffassung einiger hier ist es jedenfalls ein Fakt, dass auch positive Aspekte erhoben werden und wir diese – ob Sie es nun glauben oder nicht – auch gelten lassen, wenn Sie gewählt werden.

    Die Antwortmöglichkeiten sind außerdem ausreichend, weil uns die Hypothesen der Untersuchung bekannt sind und wir wissen, was wir damit untersuchen wollen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Ihnen nicht klar ist worauf diese Untersuchung abzielt, aber das ist – wie oben ausgeführt – auch ganz gut so. Wir sind allen Personen sehr dankbar, die uns in der Befragung – offen und ehrlich – Ihre Meinung kundtun. Mehr wollen wir überhaupt nicht! Das Misstrauen und die Skepsis kann ich verstehen, aber – wie gesagt – sobald die Untersuchung abgelaufen ist, informieren wir gerne alle Interessierten darüber, was untersucht wurde. Wir machen da kein Geheimnis draus, es handelt sich hierbei nicht um Politik!

    Es ist aber doch hoch interessant, dass uns vorgeworfen wird, dass wir mit dieser Untersuchung Diabetes ins Negative ziehen und ein negatives Bild davon in der Öffentlichkeit präsentieren wollen und damit auch implizit behauptet wird, dass wir starke Vorurteile gegenüber dieser Krankheit hätten und krampfhaft versuchen diese zu bestätigen, aber gleichzeitig unsere Befragung von einigen bedenkenlos vorverurteilt wird, obwohl keiner weiß, was damit eigentlich untersucht werden soll.

    Wir mögen in Ihren Augen viele Fehler gemacht haben und eine völlig sinnlose Studie durchführen, aber wir entschuldigen uns ganz sicher nicht dafür, dass wir uns für die Zielgruppe der Typ-2-Diabetiker interessieren!!!

    Beste Grüße
    Martin Küng



    Naja, wenn Sie unter Kritik nur Zustimmung erwarten, dann hätten Sie das dazuschreiben müssen. Negative Kritik mag Ihnen nicht gefallen, destruktiv ist sie deswegen nicht. Ganz im Gegenteil.

    Daß Sie den Teilnehmern unterstellen, sie wären nicht in der Lage Ihre Intention zu verstehen, finde ich... naja, vielleicht denken Sie mal darüber nach.

    Daß Sie die Krankheit ins Negative ziehen und in der Öffentlichkeit ein negatives Bild davon präsentieren und was der Unterstellungen mehr sind, muß ich zurückweisen. Ich habe derartiges niemals geschrieben, das können Sie jedezeit hier im Thread nachlesen.
     3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.