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Bekomme den Zucker nicht in den Griff

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    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 08.02.2015 09:08:11
    Hallo, ich bin Andrea, 39 Jahre alt und habe seid März 2012 festgestellten Diabetes. Meine Oma hatte auch mit diesem Alter Diabetes sowie auch mein Vater. Also Erblich spielt es auch eine kleine Rolle. Ich bin 159 cm Groß und wiege 75 Kilo. Am Anfang bekam ich Metformin und ich hatte die üblichen Nebenwirkungen. Damit konnte ich meine Werte einigermaßen in den Griff bekommen. Nach ca. einem Jahr, hatte ich ständig Durchfall und Bauchschmerzen. Dazu kam ständiger Schwindel und Schlappheit. Ich kämpfte lange damit und konnte nirgends mehr hin. Zum Schluss bekam ich sogar eine Darmspiegelung. Da wurde ein kleiner Polyp entdeckt und entfernt. Die Beschwerden blieben. Eine Freundin (sie ist Ärztin) meinte dann zu mir, dass es auch von Metformin kommen kann. Auf ihr anraten, setzte ich eigenwillig die Tabletten ab und schon am ersten Tag merkte ich eine deutliche Verbesserung. Und am zweiten Tag, hatte ich nichts mehr von den Beschwerden. Einfach wie weggeblasen. Ich sprach daraufhin mit meiner Diabetes Ärztin und sie meinte auch, ich solle es dann weglassen. Sie meinte, dass ich es auch mal ohne Tabletten versuchen könne, da meine Werte recht gut waren. Langzeitwert von 5,8. Ungefähr ein Jahr habe ich es gemacht. Habe ein wenig auf die Ernährung geachtet, aber die Werte wurden dann langsam schlechter. Bis es gar nicht mehr ging. Werte eigentlich immer über 200. Vor allem morgens immer Nüchtern über 200. Meine Ärztin hat mir dann Xelevia 100mg verschrieben und die soll ich immer morgens nehmen. Trotz der Tabletten bekomme ich die Werte nicht im Griff. Ich esse abends so um 19 Uhr das letzte mal (meistens warmes Gemüse und oft Suppe mit kaum Kohlenhydraten) und morgens ist mein BZ auf über 200. Manchmal ist er auch über 300. Natürlich merke ich das, denn ich bin Müde und antriebslos und habe oft Kopfschmerzen. Meine Ärztin weiß das und jetzt am 18.02. soll ich wieder hin um den Langzeitwert zu messen. Und sie meinte, wenn es weiter so schlecht geht muss irgendein anderes Medikament her. Am besten Metformin, aber das vertrage ich ja nicht. Sie sagte auch mal nebenbei, wenn alles nichts hilft muss man über Insulin nachdenken. Ich versuche auf meine Ernährung zu achten. Aber leider habe ich auch eine Sünde. Wenn ich von der Arbeit komme (arbeite Körperlich schwer und habe noch einen geistig behinderten Sohn, der auch viel Nerven fordert) brauche ich ein wenig Schokolade (oft ein Negerkuss). Den Rest des Tages versuche ich vorrangig Vollkorn Produkte zu essen. Klappt nicht immer, aber ich versuche es. Ich muss immer für 6 Leute bei mir zu Hause kochen und dann wird es manchmal schwer. Habt Ihr vielleicht einen Plan, was ich noch machen könnte? So kann es ja nicht weitergehen. Danke schon mal für die Antworten.
    Lg Andrea
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 08.02.2015 09:27:21
    Hallo Andrea,

    meinst du mit deiner Ärztin die Hausärztin? Dann suche dir ganz schnell einen Diabetologen und lass dich vom Fachmann behandeln.

    Verabschiede dich von der Vorstellung, dass du nur mit Metformin wieder auf bessere Werte kommen würdest. Metformin wirkt schwächer als Xelevia. Dein diabetes hat sich unterdessen so weit verschärft, dass du passende stärkere Medikamente benötigst. Ein Diabetologe wird mit seiner Erfahrung viel schneller die passende Therapie finden, als das deine Hausärztin kann.

    Dein täglicher Negerkuss auf leeren Magen ist BZ-mäßig ein Supergau. Ich glaube dir gerne, dass du um die Zeit etwas brauchst, aber du solltest dir unbedingt etwas harmloseres suchen. Wie wäre es z.B. mit einem Schüsselchen Quark oder Schlagsahne mit Beeren oder einem Stück schön cremigen Käse?

    LG Rainer
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    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 08.02.2015 09:53:49
    Danke Rainer für Deine schnelle Antwort.
    Ich bin seid zwei Jahren bei einer Diabetologin. Ganz leer ist der Magen nicht. Esse immer um Acht ein Vollkornbrötchen mit Wurst. Und um 12 Uhr komme ich nach Hause. Fange schon um 5 Uhr morgens an zu Arbeiten. Selbst nach 7 Stunden Körperlicher Belastung ist mein Wert Mittags bei 180. Vielleicht sollte ich zum Naschen nach der Arbeit was anderes suchen :o), aber das Süße lässt mich echt von der schweren Arbeit runterfahren. Na mal sehen, was am 18. raus kommt. Die sollen sich was einfallen lassen. Kann so nicht weitergehen.
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    am 08.02.2015 09:54:12
    Hallo Andrea,

    ich rate dir auch, einen Diabetologen aufzusuchen, möglichst eine Schwerpunktpraxis, denn nicht bei jedem, bei dem Diabetologe draufsteht, ist auch ein Diabetologe drin.
    Bei dir liegt es nahe, daß dein Diabetes genetisch bedingt ist. Besonders in diesem Fall möchte ich deine Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, daß Insulin das beste bei einem Diabetes ist, besonders bei einem genetisch bedingten. Es hat keine Nebenwirkungen und wenn du erstmal gelernt hast, damit umzugehen, wird es dein Leben sehr erleichtern. Bei den Belastungen, denen du im täglichen Leben ausgesetzt bist kannst du keine Experimente hinsichtlich der Ernährung machen und Bewegung hast du mehr als genung.
    Such dir einen Diabetologen und wenn du das Gefühl hast, er nimmt dich nicht ernst, dann such dir einen anderen. Ich habe jahrelang nach einem guten Diabetologen gesucht, allerdings war das in den den siebzigern, da hatte man es sowieso schwer mit Typ2.

    Alles Gute!
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    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 08.02.2015 10:05:41
    Danke EH
    Ja, an Insulin habe ich auch schon gedacht. Zumal Nüchtern und nach 10 Stunden essen morgens der Bz immer über 200 liegt. Normal kann das doch nicht, oder? Ob man auf Insulin bestehen kann? Was meint Ihr?
    Lg Andrea
  • Kato01

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    am 08.02.2015 13:40:23
    Wenn dein Doc vernünftig ist geht er auf deine Vorschläge ein,du solltest eventuell auch mal das Thema Lada ansprechen .
    Klingt danach.
    Mein Doc empfiehlt selber messen und reagieren(geht mit Insulin)
    ich habe Kohlenhydrat arme Tage ohne Insulin,aber auch andere mit.
    Ich esse-messe und reagiere dementsprechend , brauche dafür nur ein langzeitinsulin zur Nacht,am Tag 2 x Janumed, das geht z.Z. super
    (trotz Lada) jeder Diabetes ist halt anders.
    Viel Erfolg
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    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 08.02.2015 14:51:30
    Danke Kato
    Das mit dem Lada klingt sehr interessant. Darauf werde ich mal meine Ärztin ansprechen. Problem ist eben, dass der BZ dauerhoch ist und er nicht runter will -_- Ich achte schon auf weniger Kohlenhydrate aber nichts passiert.
    LG Andrea
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    Der Mensch kann nicht tausend Tage
    ununterbrochen gute Zeit haben,
    so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.
    Tseng-Kuang
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 08.02.2015 19:50:07
    Andrea schrieb:
    Danke Kato
    Das mit dem Lada klingt sehr interessant. Darauf werde ich mal meine Ärztin ansprechen. Problem ist eben, dass der BZ dauerhoch ist und er nicht runter will -_- Ich achte schon auf weniger Kohlenhydrate aber nichts passiert.
    LG Andrea
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    Tseng-Kuang



    Ja, Lada wäre auch eine Möglichkeit. Auf jeden Fall brauchst du meiner Meinung nach Insulin. Ich würde auf jeden Fall die Ärztin darauf ansprechen. Aber laß dich nicht auf Mischinsulin ein, es sollte schon die intensivierte Insulintherapie sein mit einer guten Schulung.
    Sollte die Ärztin auf diesem Ohr taub sein, dann würde ich in die Ambulanz einer Uniklinik oder jedenfalls in die Ambulanz einer größeren Klinik mit Diabetesabteilung gehen. Dort ist man meist aufgeschlossener gegenüber Insulintherapie als niedergelassene Ärzte.
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