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Habe mich für wait an see entschieden

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    am 18.02.2015 10:52:14

    Letzten Herbst hat ein Diabetologe Typ 2 diagnostiziert.
    Zuerst bekam ich Januviar, weil ich ein Spritzenphobie habe.
    Ich beobachtete und habe gemessen.
    Mein max Wert liegt etwa 45 min nach den Malzeiten. Ohne Medikamente lag er durchschnittlich bei 230 nach 45 min nach dem Essen - mit Januviar bei 200.

    Der Arzt war nicht zufrieden und drängte mich zum Spritzen. Gut ich hatte mich darauf eingelassen.
    Ich bekam Victoza. Die Werte verschlechterten sich auf 220.
    Den Arzt störte das nicht und empfahl mir so weiter zu machen. Zwei Monate habe ich das gemacht.
    Ich fühlte mich kein bisschen besser als ohne Medikamente und auch die Messwerte waren sehr nahe der Werte ohne Medizin.
    Vor 3 Wochen habe ich mich entschlossen Victoza abzusetzen und fühle mich damit nicht schlechter als mit Victoza.

    Ab und an merke ich am frühen Abend Unterzuckerungssymptome. Die Werte sind dann zwischen 70 und 80. Also immer noch im grünen Bereich, aber da die Werte meist über 100 liegen, merkt mein Körper die niedrigeren Werte. Insulin scheint meine Bauchspeicheldrüse noch genug zu produzieren.
    Wenn überhaupt, dann bin ich ganz am Anfang einer Diabetikerkarriere.

    Ich habe mich entschieden das Ganze im Auge zu behalten und einfach abzuwarten.

    Was spricht dagegen?



    „Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)
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    am 18.02.2015 11:35:06
    Du bewegst dich zur Zeit ohne Medis zwar nicht im gesunden Rahmen, aber im BZ-Rahmen einer guten ärztlichen Diabetes-Einstellung. Deswegen sieht der Dok auch nicht wirklich Handlungsbedarf.

    Wo Du nicht mehr willst, spricht absolut nix gegen Dein wait an see :)

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    am 19.02.2015 01:48:51
    Vielleicht wird daraus ja überhaupt gar keine Diabeteskarriere. Am Anfang hat man noch einiges an Stellschrauben :-). Schön, weitere Frühkandidaten hier zu haben. Inwiefern hast du die Stellschrauben Bewegung und Ernährung für dich verstellt?

    Gute Reise übrigens.
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    am 19.02.2015 12:56:28
    Ich muss dich enttäuschen. Ich ernähre mich so wie ich es auch vor der Diagnose getan habe.
    Hinterher merke ich gelegentlich, dass ich etwas falsch gemacht habe. Vielleicht schaffe ich es eines Tages aus meinen negativen Erfahrungen schlauer zu werden. Die Hoffnung gebe ich nicht auf.
    Ich bewundere Menschen sehr, die völlig diszipliniert sind und nicht mit dem Bauch, sondern alleine mit dem Verstand Entscheidungen treffen (aber würde das die Welt nicht viel ärmer machen, wenn der Mensch zum Roboter wird).

    „Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)
    Bearbeitet von User am 19.02.2015 12:57:47. Grund: .
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    am 19.02.2015 14:21:47
    Hans, deine Annahme, gesunde Ernährung bedeutete Verzicht/Kasteiung/Verlust und die Anwendung eines rationalisierten, disziplinierten und gewohnheitsbrechenden Willens, gilt für dich, weil du es so siehst. Dein Umkehrschluss, bei ungesunder Ernährung handelte es sich um lustbringende Freude an der Freiheit, demzufolge das andere der selbstgewählte Knast sei, ist dann sicher folgerichtig innerhalb deiner Logik.

    Ich kann dir aus eigener Erfahrung zumindest sagen, dass gesunde Ernährung bei mir ein intrinsisches Verlangen ist. Sonst wäre das gar nicht realisierbar. Wenn ich jeden Tag mit dem Gefühl des Verlustes einkaufen würde, dann würde ich das sicherlich nicht machen.

    Und so freue ich mich schon auf den nächsten Einkauf, wenn ich an der Frischeabteilung vorbeikomme. All die bunten Sachen, die so viel Freude machen :-)
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