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Neues Insulin in ????? Jahren
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Diabmonarch
Rang: Gastam 19.02.2015 09:27:41
http://www.innovations-report.de/html/be…uckerwerte.html
Diabetes: Wissenschaftler entwickeln intelligentes Insulin
15. Februar 2015
Typ 1 Diabetes ist eine Krankheit, deren Management den Erkrankten einiges abverlangen kann. Täglich mehrere Injektion mit Insulin sind notwendig, um den Blutzuckerlevel konstant zu halten. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der University of Utah haben nun eine sine spezielle Art von Insulin entwickelt, die das Leben mit Typ 1 Diabetes erheblich erleichtern kann.
Diabetes
Smartes Insulin aktiviert sich selbst
Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das körpereigene Immunsystem die Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift, die Insulin produzieren. Insulin wiederum ist der Stoff, der dem Körper dabei hilft, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Insulinmangel resultiert regelmäßig in einem gefährlich hohen Blutzuckerspiegel, während ein zu hoher Insulinspiegel in einer sehr viel gefährlicheren hypoglykämischen Krise enden kann. Dieser Zustand kann sogar lebensbedrohlich sein.
Patienten mit Typ 1 Diabetes verwalten ihren Blutzuckerspiegel, indem sie sich das im Körper fehlende Insulin mittels Injektionen zuführen. Die richtige Dosis zu ermitteln kann sich dabei als schwierig herausstellen.
Dieses Problem will das Forscherteam mit dem neu entwickelten Insulin lösen. Das neuartige Insulin bindet sich an Blutproteine und wird erst bei einem bestimmten Blutzuckerlevel aktiv. Damit wird zum einen die Gefahr eines zu hohen Insulinlevels eliminiert, und zum anderen wären Injektionen mit dem Stoff nicht mehr so zeitsensitiv wie bei herkömmlichen Insulin.
Bisher wurde das neue Insulin nur an Mäusen getestet. Die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend. Diabetische Mäuse, die täglich eine Injektion mit dem Stoff erhielten, wiesen Blutzuckerlevel auf, die mit denen von gesunden Mäusen vergleichbar war. Außerdem erwies sich das neue Insulin als wirkungsvoller im Blutzuckermanagement direkt nach Mahlzeiten. Leider sind noch mehrere Jahre Forschung nötig, um eine Freigabe als Medikament zu erreichen. Dennoch handelt es sich um einen Schritt in die richtige Richtung, der das Leben von Diabetes-Patienten erheblich erleichtern könnte. Bis eines Tages eventuell sogar eine Heilung möglich ist.
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am 19.02.2015 10:11:38
Davon lesen wir immer mal wieder, und nicht erst seit dem Beginn der Nano-Technologie.
Für ne Vorstellung, worum es da geht:
Normal sind bei 80-100mg/dl 0,8-1g Glukose pro Liter Blut in Umlauf. So um 5 Liter Blut haben wir. Schon dafür muss fortlaufend Insulin aktiviert werden. Mehr natürlich, wenn der BZ steigt. Und AUSSCHLIESSLICH für die Glukose, nicht für alle noch so ähnlichen Moleküle, die z.T. völlig andere Funktionen haben. Und auch nicht plötzlich in größeren Mengen, weil sich irgendwelche andere Parameter im Blut im Promille-Bereich geändert haben. Zu den möglichen Beeinflussern, die da nichts durcheinander bringen sollen, das aber wahrscheinlich super gut können, gehören sicher auch sämtliche Medis.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
Diabmonarch
Rang: Gastam 19.02.2015 10:28:42
Herzlichen Dank für diese Antwort, die aber nach meiner Meinung keinerlei Bezug zum Eintrag hat!
Liest Du Dich eigentlich gerne selbst, oder was sollen Deine oft sehr unqualifizierten Antworten?
Denke, nach 53 Jahren mit Typ 1 Diabetes selbst genügend Ahnung zu haben und die Abläufe verstanden zu haben!
Bearbeitet von User am 19.02.2015 10:30:54. Grund: Korrektur -
am 19.02.2015 12:49:59
Immer schön locker bleiben. Man muss damit leben können, dass nicht jeder so antwortet, wie man es gerne hätte. Da hilft es wirklich nicht persönlich zu werden.
Ich habe große Zweifel an "intelligenten" Medikamenten. Die Stoffwechselvorgänge sind so kompliziert und sensibel, dass es solch ein intelligentes Insulin sehr schwer haben dürfte so zu wirken, wie es die Forscher gerne hätten.
Da muss ich Jürgen zustimmen.
„Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.02.2015 14:21:11
"Diabetes: Wissenschaftler entwickeln intelligentes Insulin"
Ich denke, das Ganze ist erstmal mit Vorsicht zu genießen. Die Forschung in Amerika ist in sehr hohem Maße von der Industrie abhängig, d.h. man kriegt nur Forschungsgelder wenn man auch etwas Spektakuläres zu bieten hat. Bei der Grundlagenforschung ist das aber nicht so einfach, Daher kommen immer wieder solche "Sensationsmeldungen", die praktisch immer im Sand verlaufen und von denen man nie wieder etwas hört.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 22.02.2015 11:19:43
ich sehe das anders als die Mehrheit der Kommentatoren. In den letzen Jahrzehnten hat die Arzneimittelforschung einen Grosen Vorschub in der Diabetes Behandlung geleistet.
1921 wurde das erste Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Tieren gewonnen. 1922 Wurde der erste Mensch mit Insulin behandelt. Neben einigen Verbesserung bei der Diagnose von Diabetes gelang der nächste Sprung erst 1955 mit der Entschlüsselung der Insulinstruktur.
1978 Gelingt es Insulin durch gentechnisch veränderte Hefepilze zu gewinnen. Sei dem geht es recht schnell weiter.
Z.B. 1980 Eindeckung der Insulinrezeptoren, 1982 gentechnisch Gewonnenes Insulin kann in Massen erzeugt werden. 1985 der erste InsulinPen usw. In den 90ern kommen die Insulinpumpen die auch als Geschlossenes system mit CGM und selbständigen Glucagongaben funktionieren können. Die 2000er sind durch die Entwicklung von Analoginsulin geprägt. Ich hoffe die 2010 durch Insulin wie es oben beschrieben wird. Was für ein Traum; keine Hypoglycemia, keine Hyperglycemia, keine BE Schätzungen und keine ständigen BZ Messungen. -
am 22.02.2015 15:24:10
DM1Diabetes schrieb:
Die 2000er sind durch die Entwicklung von Analoginsulin geprägt.
Das waren die Jahre vom Anfang der 80ger bis Ende der 90ger.
Einfach mal Faktencheck:
Humalog wurde 1996 zugelassen und fachlich wie hier begrüßt. Dafür hatte es nach der Entscheidung für diese Entwicklung eine konkrete Entwicklungs- und Testzeit von gut 15 Jahren durchlaufen. Daran hat sich bis heute nichts nennenswert verkürzt.
Was sich verändert hat, ist unsere Info-Welt. Denn damals mit der Info-Welt von heute wäre schon seit Mitte der 70ger Jahre, als erste Entwicklungs-Ideen in die Humalog-Richtung gingen, alle halbe Jahre von irgend einem durchbruchsreifen Fortschritt dabei zu lesen gewesen.
96 ist es gekommen und danach Novorapid und Apidra, und die 2000er sind geprägt durch die marktmäßige Verbreitung von diesen Kurzzeit- und den Langzeit-Analoga.
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 22.02.2015 17:15:31
Nur wenn eine Substanz schon in der Tierversuchsphase ist, dann hat es schon einige Jahre Entwicklung hinter sich gebracht. Sicher, sie kann noch in der klinischen Phase durchfallen oder in der Wirtschaftlichkeitsprüfung also denke ich das das Präparat entweder in 6 bis 8 Jahren auf den Markt ist. Oder in 2 bis 5 Jahren vom Markt verschwunden ist. Ich bin auch bereit in der Phase II oder Phase III der klinischen Studien mitzuwirken, wenn es nur die chace gibt dass es endlich so ein Medikament gibt. Die Phasen der Prüfung würde ich nicht gern verkürzt erleben. Hingegen hat die Forschung die Identifizierung und Modellierung von relevanten Molekülstrukturen durch Künstliche Intelligents stark beschleunigt. Heute dauert es von Idee ein Medikament zu entwickeln über die Entwicklung, Tests bis zur Zulassung durchschnitlich 13 Jahre. Dieses Präparat ist schon in der Testphase und ich finde es gut, dass darauf hingewiesen wird, dass noch einige Zeit vergehen könnte bis es auf dem Markt ist.