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Ende des Lowcarbs?

  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 14.03.2015 07:19:30
    purea schrieb:
    Etwas außerordentlich spannendes passiert hier seit meiner Ernährungsumstellung von Lowcarb/Highfat auf Highcarb/Lowfat/vegan. Mein Werte verbessern sich täglich und eine Erklärung habe ich dafür nicht. Gestern habe ich beispielsweise zwei Portionen je 100g (Trockenmasse) Vollkornnudeln gegessen (kein Fett oder andere verlangsamende Komponenten dazu). Kaum ein Anstieg, weit unter 140. Heute Morgen, ohne Sport am Vortag, NBZ bei 83!

    Kann es sein, dass durch die selektive Erhöhung von KH der Insulinspielgel allgemein höher ist und es deshalb nicht mehr zu radikalen Spitzen kommt? Das würde aber immer noch nicht die sich augenscheinlich verbesserte Rechtsverschiebung erklären. Es kommt mittlerweile immer nur noch zu sehr kurzen Spitzen, quasi im Minutenbereich. Ein diametrales Bild zu noch vor 4 Wochen bei LCHF.

    Ein ähnliches Bild bei meinem Haferfrühstück. Ich habe die Hafermenge ein wenig reduziert. Dennoch scheint mir der BZ-Verlauf dafür zu auffällig gut: nach 30 Minuten knapp unter der 140 gekratzt, nn10 Minuten später schon unter 110.

    (gekürzt)




    Vereinfacht dargestellt: Der Körper reduziert bei Lowcarb die Basale Insulin Ausschüttung, das führt dann dazu dass eine höhere Menge an Kohlehydraten nicht so schnell abgearbeitet werden kann. Außerdem hat der Körper ein Errinerungsvermögen für die Insulin Mengen die er gewöhnlich für eine Mahlzeit ausschütten muss. Da er bei Lowcarb nur wenig ausschüttet ist die Erstantwort zu gering für die größere Menge an Kohlehydraten. Das ist aber keine Resistenz sonder eine Frage der Anpassung des Körpers auf die Umweltbedingungen. Nach einigen Tagen anderer Kost normalisiert sich dass wieder.
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    am 14.03.2015 13:42:30
    Das würde dann auch eine vermehrte Stressung der BSD bedeuten. Gute Werte sind bei Prädiabetern auch mit vermehrten Insulingaben verbunden. Jetzt müsste ich also nur an den c- Peptidwert rankommen, um es genau zu wissen :-)

    Naja, so etwas ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Eine Frage wäre dann, ob niedrigere BZ Werte durch erhöhte KH Zufuhr besser sind oder die höheren BZ Werte bei wenig KH, dafür aber weniger Stressung der BSD. Mir scheint das letztere auf den ersten Blick langfristiger. Also die Werte sind kurz bis mittelfristig höher, können aber über längere Zeit so gehalten werden. Während bei KH Ladung die Werte kurz bis mittelfristig gut aussehen, wegen der BSD Stressung dann aber ab einem gewissen Punkt sich ruckartiger verschlechtern. Dilemma Dilemma.... Da wäre eine entsprechende Langzeitstudie interessant.
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 14.03.2015 16:34:02
    Na Purea,
    das währ doch was für dich und deine Egos))
    Eine gaaaanz laaaange Studie))
    Schon interessant das deine Werte wieder soooo gut sind!
    Schön für dich.
    Da braucht du nicht zum Doc,was wüsste der schon,Dilemma ,Dilemma
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    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 14.03.2015 22:42:01
    Kato schrieb:

    Schon interessant das deine Werte wieder soooo gut sind!


    Das ist eigentlich überhaupt nicht komisch und DM1 hatte das auch sehr anschaulich und leicht verdaulich erklärt. Das muss vermutlich, weil es wohl nur fast direkt über deinem Beitrag stand, deiner Aufmerksamkeitsspanne entgangen sein.

    Vielleicht kannst du ja jetzt, nachdem du seinen Beitrag gelesen hast, auch eine Verbindung herstellen zwischen einem oGtt und der ärztlichen Anordnung, Patienten sollen 3 Tage vorher je 150g KH täglich zu sich nehmen?

    Interessant wäre aber in der Tat der C-Peptidwert. Bei massiver Erhöhung würde sich die naheliegende Vermutung bestätigen, dass gute BZ-Werte teuer über eine "Auspressung" der BSD erkauft wären, nebst beschleunigter Ermüdung der Betazellen und bald wieder steigenden Werten. Ein endokriner Jojo-Effekt sozusagen, nur ohne Chance zum Zurückdrehen.
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    am 15.03.2015 12:43:39
    purea schrieb:
    Vielleicht kannst du ja jetzt, nachdem du seinen Beitrag gelesen hast, auch eine Verbindung herstellen zwischen einem oGtt und der ärztlichen Anordnung, Patienten sollen 3 Tage vorher je 150g KH täglich zu sich nehmen?



    Die Frage hatte ich mir auch gestellt, vor allem im Hinblick auf die Vorbereitung meines oGTT in wenigen Wochen.

    Prof. Schwarz (der Typ übrigens, der Initiator bzw. Verfechter der 10k Schritte ist), erklärt das hier ganz gut:

    JG schrieb:
    JG fragt:

    Ich soll einen Zuckertoleranztest machen. Mein Arzt hat mir gesagt, dass ich in den Tagen davor viel Kohlenhydrate essen soll. Da ich momentan eine low carb Diät mache gefällt mir das nicht gut und ich verstehe auch den Sinn nicht. Können Sie mir das erklären und sagenw ieviel Kohlenhydrate ich essen muss.



    Professor_Schwarz schrieb:
    Professor Schwarz:

    Liebe(r) JG
    Der Sinn eines Glukosetoleranztestes besteht darin, die Verstoffwechselung der Glukose zu messen. Wenn ein Patient nun vorwiegend Proteine zu sich nimmt oder sich fettreich ernährt, führt das zu einer starken Einschränkung der Verstoffwechselung der Kohlenhydrate und kann damit die Ergebnisse eines
    Glukosebelastungstestes deutlich verfälschen. Aus dem Grund sollten Patienten 3 Tage vor dem Glukosetoleranztest kohlenhydratreich essen, um ein adäquates Bild der Glukoseverstoffwechselung zu erreichen. Tun sie das nicht, kann das dazu führen, dass der Körper in dem Test überschießend oder zu langsam reagiert und damit falsche Ergebnisse generiert und sie unter Umständen fälschlicherweise als Diabetiker oder Nichtdiabetiker eingeschätzt werden.
    Viele herzliche Grüße
    Ihr Professor Peter Schwarz



    http://www.diabetesde.org/experten_chat/themen_von_a_bis_z/praevention/experten_chat_prof_schwarz/


    Keto- bzw. VLCD-Anhänger berichten in der Tat von einer physiological IR, die wohl aber (angeblich) nichts mit der IR eines Diabetikers bzw. Prädiabetikers zu tun haben soll:

    http://ketopia.com/physiological-insulin-resistance/

    https://www.paleohacks.com/ketogenic/the-high-blood-glucose-dilemma-on-low-carb-lc-diets-14400#axzz23eMsO5pQ




    Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust, mich mit 150 g KHs vollzustopfen, ich wüsste zum einen gar nicht, wie ich auf die Menge kommen soll, zum anderen ist die maximale Toleranzspanne bei mir pro Mahlzeit ~ 1 BE, also um die 15 g KHs, um keine gefährlichen Spitzen zu provozieren. Da müsste ich also 3 Tage lang 10 kleine Mahlzeiten a 15 g KHs essen, also 10 Stunden am Tag 1 Stunde was zwischen die Kauleiste...aber was muss, das muss.

    Außerdem war es bei mir schon immer so, auch bevor ich meine diabetischen Ausflüge entdeckt hatte, dass ich bei zuvielen carbs dem Rettungsring regelrecht beim Wachsen zuschauen konnte. Ich würde daher immer moderate carb-Mengen anstreben (heißt bei mir: unter 100 g, im Tagesschnitt aber eher so um die 70), auch wenn sich dein Experiment als langfristig erfolgreich herausstellen sollte.

    Berichte mal weiter, unterschiedliche Erfahrungen sind immer gut und spannend!


    Bearbeitet von User am 15.03.2015 12:47:34. Grund: .
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 15.03.2015 15:08:41


    Die Frage hatte ich mir auch gestellt, vor allem im Hinblick auf die Vorbereitung meines oGTT in wenigen Wochen.


    Der Sinn eines Glukosetoleranztestes besteht darin, die Verstoffwechselung der Glukose zu messen.

    Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust, mich mit 150 g KHs vollzustopfen, ich wüsste zum einen gar nicht, wie ich auf die Menge kommen soll, zum anderen ist die maximale Toleranzspanne bei mir pro Mahlzeit ~ 1 BE, also um die 15 g KHs, um keine gefährlichen Spitzen zu provozieren. Da müsste ich also 3 Tage lang 10 kleine Mahlzeiten a 15 g KHs essen, also 10 Stunden am Tag 1 Stunde was zwischen die Kauleiste...aber was muss.

    Moin,
    Du hast also einen Termin zum ogtt,schön,
    Was erwartest du dir davon???
    Du testest doch seit Wochen alle möglichen Varianten aus,
    was soll der Test finden,
    dafür willst du dich quälen,weil's muss???
    Welche Behandlung des Arztes erwartest du,
    Medis magst du bestimmt nicht,oder???
    Was ist also deine Intention ???
    Wie du dich ernähren und Verhalten sollst,weißt du ja,
    Mehr wird dir der Doc auch nicht ans Herz legen!
    Hast du sonst nichts was dein Leben ausfüllt???
    .???


    Bearbeitet von User am 15.03.2015 15:37:33. Grund: 😂
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 15.03.2015 15:24:07
    Das ist dass was ich ich mich auch frage. Mit welcher Intention jemand, der sich so sicher ist die Krankheit x oder y zu haben zum Arzt geht, wenn er/sie mehr zu wissen meint als der Arzt? Über alle Methoden verfügt sich selbst zu Therapieren usw.Wäre ich Prädiabetiker, der ich nicht bin, bräüchte ich erst einmal eine Ernährungsschulung und Ganz viel Informationen noch vieles mehr. Was benötigt ihr? Eine besteigung dass es so ist?

    Dann ist es ganz einfach Lowcarb Diät bis zum lezten Tag und eine Erkältung, Grippe usw. einfangen, ah ja sich selbst Stressen funktioniert auch gut um die gewünschten Ergebnisse zu erlangen.
    Bearbeitet von User am 15.03.2015 15:28:59. Grund: ÷
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 15.03.2015 16:33:52
    Jetzt wird es langsam spannend:
    Entweder der oGTT sagt aus, dass Du Diabetiker bist, dann war der ganze Stress umsonst oder er sagt aus dass Du keiner bist. Dann zweifelst Du das Ergebnis an und machst den nächsten....

    joralo schrieb:

    Berichte mal weiter, unterschiedliche Erfahrungen sind immer gut und spannend!



    ... Das war zu befürchten... :-(
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 99
    Mitglied seit: 20.12.2014
    am 15.03.2015 17:14:09
    Diese Frage habe ich schon tausendmal beantwortet! Da mein hba1c im Bereich des Normalen liegt, meine Spitzen nach dem Essen jedoch über 200 gehen, will ich wissen, ob es ein LADA-Diabetes sein könnte, da dieser, wie ich hier, aber auch in anderen Foren, bereits erfahren konnte, sich genau SO ankündigt!

    Das kann man entweder an AKs (30% der Typ1er haben jedoch keine, oder noch nicht) oder am C-Peptid erkennen. Der Endo will erst den oGTT machen und an Hand dessen Ergebnis entscheiden, ob er weitere Werte untersucht, also muss ich da wohl durch, wenn ich wissen will, ob's Richtung 1er oder 2er geht!

    Warum mir das so wichtig ist? Weil es bei einem LADA vorteilhaft zur Schonung der Betas wäre, bald /sofort mit Insulin anzufangen!

    Der Sinn des Ganzen sollte sich also eigentlich von selbst verstehen. Echt peinlich, dass ich euch "gestandenen" Diabetikern das erklären muss....
    Bearbeitet von User am 15.03.2015 17:17:12. Grund: .
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 15.03.2015 18:06:31
    Ok,
    wenn dein Doc so vorgeht.....,
    Dann viel Glück dafür,auch wenn das in deinem speziellen Fall,
    (was auch immer) bedeutet😜
    Du wirst die gespannte Leserschaft bestimmt genau informieren ,))
    ick freu mir,
    Hoffentlich bekommst du keine unnötigen Rettungsringe
    so kurz vor der Badeseson.......
    LG