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Bekomme den Morgenzuckerwert trotz diabetesgerechter Ernährung nicht gesenkt

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    Mitglied seit: 26.02.2015
    am 26.02.2015 09:15:26
    Hallo an alle,

    also, ich habe Diabetes 2 und messe seit ungefähr 1,5 Wochen. Seit ungefähr 3 Wochen mache ich eine diabetesgerechte Diät, die angeblich den Zucker senken soll. Meine Nahrung (täglich) bestegt derzeit aus:
    1 Apfel, 1 Birne, 3 Mandarinen, 5/6 Tomaten m. Salz, Gemüse (gekochtes Gemüse), Fleisch. Brot nur dann, wenn ich panieren muss. Ich würze mit Salz, Pfeffer und Chili. - Zwischenzeitlich hatte ich auch gesalzene Cashewnüsse gegessen (angeblich darf man ja!).

    Ich gebe zu, dass ich die letzten Tage, nachmittags, etwas Räucherlachs gegessen und "gesündigt" habe. Zugegeben auch, dass ich 1 Tag Bitter Lemon mit Zucker getrunken habe (1/1 Flasche, verteilt auf mehrere Tage), ebenso hatte ich 1 Tag eine Pizza Margarita. Das aber war es an Sündenfällen.

    An Tabletten bin ich auf 1 Metformin 1000, 1 Enalaperil 5, 2 Janumet 50, 1 Glimeprid 2, B1isoprolol 5, 1 Simva 40.

    Seit dem spielen meine Zuckerwerte morgens Achterbahn, allerdings scheinbar derzeit die steigende Strecke. Vor meinen "Sündenfällen" war der beste Morgenwert 159, jetzt danach, obgleich ich mich seit dem nur diabetesgerecht ohne Sündenfall ernähre, spielt der Wert verrückt und lag soeben bei 192.

    Was kann ich jetzt tun, um diese Werte zu senken?
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    am 26.02.2015 12:54:15
    Hallo Schmichrido,

    überprüfe noch mal deine Medikamentenaufstellung, ob das Janumet wirklich stimmt. Janumet ist eine Kombitablette aus Januvia und Metformin. Zusätzliches Metformin wäre dann nicht sinnvoll.

    Mit Metformin, Januvia und Glimeperid hast du ja schon eine Sammlung von Diabetesmedikamenten. Wenn das nicht ausreicht, dann sprich mit deinem Arzt mal über die Erhöhung der Dosis. Für das Metformin könnte 2*1000 sehr sinnvoll sein, weil das stark auf den NBZ wirkt. Wenn das noch nicht ausreicht, dann kann auch das Glimeperid erhöht werden.

    Schön, dass du dir mit dem Brot so viel Mühe gibst. Leider kann auch das Obst für Diabetiker in größeren Mengen nicht gut sein. Für mich wären deine Mengen viel zu hoch. Gegen den Räucherlachs hätte ich dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Der ist gesund und diabetesgeeignet.

    Wenn du wissen willst, welche Speisen deinem BZ nicht gut tun, dann miss mal 1 nach dem Essen. Da siehst du ganz genau, wodurch dein BZ stark in die Höhe getrieben wird und wodurch nicht. Wenn du die BZ-antreibenden Sachen reduzierst und von den anderen mehr dazu nimmst, kannst du dir mit der Zeit dein Essen so zusammen basteln, wie es für einen möglichst guten BZ sinnvoll ist. Wenn die Werte nach den Mahlzeiten besser werden, dann werden nach einer Weile auc die Nüchternwerte wieder besser.

    LG Rainer
    Bearbeitet von User am 26.02.2015 12:55:57. Grund: .
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    am 26.02.2015 13:54:45
    Danke Rainer,
    An den Medikamenten an sich kann ich wenig regeln, höchstens an der Dosierung, was ich auch machen werde und auch kommende Woche mit meiner Doc darüber rede. Das Janumet habe ich ja von meiner Doc bekommen.

    Was jetzt die Obstmengen angeht ... um ehrlich zu sein ... ich stapfe da irgendwie in einer "Testphase", weil ich mich noch nie groß darum gekümmert habe bis vor einigen Wochen. Bist du noch so liebt und teilst mir einmal deine Mengen an Obst mit? Danke schon mal!

    Also pro Tag wie viele Äpfel, Birnen und Tomaten würdest du raten? Orangen/Mandarinen packe ich nicht mehr an jetzt, weil die Zeit sowieso vorüber ist. Von daher läuft es auf 1 Apfel, 1 Birne und 5 Tomaten pro Tag hinaus + eben Mittagessen ohne irgendwelche Nudeln, Reis, Kartoffeln und vor allem keine Soßen (auch, wenn ich die vermisse!) ;-). - Salznüsse habe ich mit dem heutigen Morgen auch gestrichen! Was ich noch an unbehandelten Mandeln habe, reiche ich an Elstern und Raben weiter ... die sich sicherlich freuen werden.

    Brot/Brötchen vermisse ich nicht wirklich, höchsten so ab und an mal ein Brötchen. Ist aber nicht tragisch.
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    am 26.02.2015 15:44:20
    Hallo Schmichrido,

    du versuchst wahrscheinlich, mehrere unterschiedliche Ernährungsempfehlungen einzuhalten und bekommst damit das Problem, dass du am Ende fast gar nichts mehr essen kannst. Das hältst du nicht lange durch und es ist auch kein schönes Leben mehr - nur noch Verzicht und schlechtes Gewissen.

    Ich finde deinen Ansatz sehr gut, die KH zu reduzieren. Wenn du das richtige weglässt oder einschränkst, dann reicht eine moderate Reduzierung aus. Ich empfehle dir für die diabetesgerechte Ernährungsumstellung eine Anleitung. Ich emfinde LOGI und das Buch "Stopp Diabetes" als gute Anleitung. Da kommt eine Ernährung raus, die für deinen Diabetes gut ist und trotzdem noch gut schmeckt.

    Bei dem Obst und Gemüse sind die Tomaten und die meisten anderen Gemüse gar kein Problem, auch nicht in größeren Mengen. Ich könnte mir Mandarinen und Orangen gar nicht leisten und wenn, dann höchsten 2...3 Stückchen. Beim Apfel geht bei mir 1/2 und süße Birnen sind auch nicht so gut, aber das ist bei jedem ein bisschen anders. Allgemein kann man sagen, dass Beerenobst am besten passt, natürlich auch nur in moderaten Mengen.

    LG Rainer

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    am 26.02.2015 15:52:36
    Du kannst dich für Anhaltspunkte auch immer an den Glykämischen Index halten: http://jumk.de/glyx/
    Der Glyx gibt an, wie schnell und hoch durchschnittlich der BZ ansteigt. In der Tabelle kannst du auch sehen, dass Obst gar nicht so krass ist, wie gemeinhin verrufen. Ausnahme sind Melone und Ananas. Auch kannst du in der Tabelle sehen, dass Mandeln ziemlich gut sind. Ich würde dieses wertvolle Lebensmittel lieber selber konsumieren, als es den Tauben zu verfüttern.

    Aber natürlich gilt auch mit Tabelle: Essen, Messen, Nachjustieren
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    am 26.02.2015 16:53:11
    Stimmt Rainer, ganz lieben Dank an dich!!! -

    Es könnten die 2 Mandarinen und die Birne die "bad guys" gewesen sein. Damit hast du mir schon sehr geholfen. Und Äpfel ... yep ... mehr als 1 Apfel geht bei mir auch nicht so wirklich (Apfel habe ich deswegen eingebaut, weil die für den Verdauungstrakt richtig Faserstoffe haben sollen ...).

    Was jetzt die Definition "moderate" Mengen angeht ... ähm ... ich habe absolut kein Gefühl für Mengen. Hatte neulich Heidelbeeren aus Chile und habe mir pro Tag so 125 g reingezogen.

    Was jetzt die "schlechten" Gewissen angeht, so hab ich beschlossen, pro 2 Wochen einen schönen "Sündentag" einzulegen (wenn die Werte es zulassen!), wo dann zwar nicht auf Teufel komm raus "geschaufelt" wird, aber ich mir dann doch schon Sachen gönne, die eigentlich unter "lass die Finger davon" laufen (z.B. ein satter Burger mit Pommes und Milchshake... ;-). -

    Augenblicklich ist es nur so, dass ich kommende Woche meiner Doc "gute Werte" anbieten anlässlich Blutabnahme und ab jetzt eigentlich auch langfristig gesehen, eine erträgliche Strategie ausarbeiten will, die für mich richtig gut funktioniert. - Jedenfalls könnte ich mich richtig knutschen, dass ich NICHT auf Süßigkeiten stehe ..., sondern herzhafte "Fleischesserin" bin . ;-)

    Spezielle Diäten, irgendwie stimmt es, ich pick mir überall die Komponenten raus, die ich darf und vor allem, die ich mag. Aber, dass ich die jetzt in "Kadavergehorsam" befolge ... das wäre nicht nicht ich wirklich. Ich guck nur, was funktioniert und was nicht. Mein Lieblingsgooglesuchwort ist derzeit: Produkt x Diabetes 2 ... nur stehen dort nur sehr selten Mengenangaben.

    Deine Tipps werde ich mir ansehen. Danke jedenfalls.

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    am 26.02.2015 17:01:49
    Nix Tauben Purea, sondern Elstern und Raben. ;-) - Die Tauben packen die nicht an.
    Gut das wir keinen Sommer haben, weil Wassermelone ... ich sterbe dafür, wenn sie gut ist ;-).

    Jedenfalls Du und Rainer ihr habt mir mit euren Tipps ganz schön aus der Patsche geholfen und das finde ich total klasse, weil ich schon richtig frustriert war. Immerhin konzentriere ich mich wie bekloppt darauf, gute Werte zu kriegen ... und dann heute dieser absolute Reinfall. - Im Grunde nämlich, bin ich weder eine gute Obst-, noch Gemüseesserin.

    Danke für die Richtungsgebung.


  • ferrato

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    am 26.02.2015 17:10:12
    Rainer schrieb:
    . .....Ich emfinde LOGI und das Buch "Stopp Diabetes" .....



    Zwei Beiträge von Rainer und schon wird wieder LOGI angepriesen....

    @Schmichrido,
    Natürlich ist es Dir selbst überlassen, wie Du Dich ernährst. Aber die permanente Bewerbung einer Diät, die von nahezu allen Fachleuten als sehr kritisch gesehen wird (und die z.B. von der Stiftung Warentest nur die Note "Ausreichend" erhalten hat, sollte nicht ohne Widerspruch bleiben. Du würdest sicher am besten fahren, wenn Du das mit Deinem Arzt besprichst, eine entsprechende Ernährungsberatung machst und dann auch das nötige Wissen hast, um Dir selbst ein Urteil zu bilden und eine Entscheidung für Dich zu treffen.
    Ich wünsche Dir hierfür viel Erfolg.


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    am 26.02.2015 18:02:03
    Danke auch dir ferrato.

    Man sollte sich immer alles ansehen. So werde ich das auch machen. Dann mit meiner Doc erzählen und danach weiter sehen. In der Regel bin ich sowieso keine gute Diätebefolgerin auf Dauer, sondern picke mir hier was raus und dort. - Nur die Mengen müssen sich bei mir einspielen, d.h. ich muss eine Art eigener funktionsfähiger Routine entwickeln innerhalb derer ich mich auch so dann und wann mit "Sündenfällen" belohnen kann.

    Wie ich sehe, esse ich ja nix falsches ... und Rainer hat mir gute Tipps gegeben, die meine "Praxisdunkelheit" schon auf den Weg brachte und mir Richtung gegeben hat. So war auch Rainers Einschätzung richtig, dass ich mich bei verschiedenen - wenn man es so nennen will - Diäten bediene und mir das rauspicke, was mir passt.
    So fand ich neulich auf ner US-Seite das Diabetes-Protocol (würde das gerne hier einstellen als pdf, was aber nicht geht). Der "Erfinder" propagierte u.a. auch jeden Morgen 1 Gläslein Apfelessigdrink (2 TL Apfelessig, Saft einer Limone/Zitrone, 1 TL echten Honig und die Mischung mit Wasser auffüllen) ... ich habe das brav - äußerst widerstrebend auch gemacht (ich mag überhaupt keinen Essig!) und hielt dies 4 Tage durch ... bis ich dann am 4. Tag über der Kloschüssel hing und die Suppe wieder ausspuckte. Danach nix mehr Apfelessigkur.

    Das Gute an der Sache war, dass der Mensch nicht mit Zahlen arbeitet, sondern die Wirkung der einzelnen Komponenten auf den BLutzucker aufzeigt. Leider aber geizt er mit Mengenangaben. - Jedenfalls war das Ding mein Einstieg in die "Blutzuckerbehandlung" ... ;-).
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    am 26.02.2015 19:03:34
    Welches Futter passt in welcher Menge zu meinem Blutzucker?

    Vor dem Essen messen, essen, nach ner Stunde Spitze messen. Wenn die Spitze im gewünschten Rahmen, haben Futterart und -menge gepasst. Wenn darüber, war's diesmal zu viel von der Sorte. Also beim nächsten mal entsprechend weniger probieren und schauen, wie's auskommt, usw. usw... :)

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