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Wie oft Blutzucker messen?
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am 03.03.2015 13:02:44
Hallo zusammen, ich bin ein Neu-Diabetiker und hatte noch keine Schulung. Von meinem Arzt habe ich ein BZ-Testgerät, sowie Urin-Teststreifen erhalten. Leider habe ich aufgrund des Diagnose-Schocks vergessen zu fragen, wie oft ich denn den BZ messen soll. Ich bin Typ 2 Diabetiker, Hba1c war 90, der in der Praxis gemessene Nüchtern-BZ war 309 und ich nehme morgens und abends Metformin 850.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Lg -
am 03.03.2015 13:07:21
Hallo!
Blutzucker messen – immer dann, wenn es für die Therapie sinnvoll ist. ;)
Wichtig für Dich ist wohl erstmal der Nüchterwert morgens. Der sollte in den nächsten Tagen kleiner werden.
Was hat der Arzt denn zur Ernährung gesagt?2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 13:08:36
Ich würde morgens, vor den Essen, ein zwei und drei Stunden nach den Essen sowie vor dem Schlafen. Damit hast du auf jeden Fall ordentliche Tagesprofile für die nächsten paar Tage :-)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 13:13:32
Ernährungstechnisch hat er zur Reduktion geraten und zu vermehrter Bewegung. (den Rest würde ich in der Schulung erfahren). So oft muss ich messen? Ich dacgte Typ 2 Diabetiker müssen nicht so oft. Und das bei meiner Wehleidigkeit, wenn es um Nadeln geht -
am 03.03.2015 13:19:49
Solche Ausführlichen Tagesprofile... das ist doch jetzt nicht zielführend.
Du fängst jetzt frisch mit Metformin an. Es wird ein paar Tage dauern, bis sich am Blutzucker überhaupt was bewegt.
Das beobachtest Du mit dem Nüchternwert am Morgen.
Du kannst tagsüber vor dem Mittagessen und vor dem Abendessen mal testen – aber nicht jeden Tag!
Wichtig ist, die Werte mit Uhrzeit in ein Tagebuch zu schreiben.
Sinken die Werte nach ein paar Tagen, macht das Metformin seine Arbeit und der Arzt kann weitere Schritte plane.
Tagesprofile sind Feintuning... das kommt später.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 13:25:32
purea schrieb:
Ich würde morgens, vor den Essen, ein zwei und drei Stunden nach den Essen sowie vor dem Schlafen. Damit hast du auf jeden Fall ordentliche Tagesprofile für die nächsten paar Tage :-)
Purea, so einen Zirkus macht man noch nicht mal zur Neueinstellung auf ICT.
Blutzuckermessen auf eigene Rechnung, da mag das OK sein. Bringt aber nicht allzuviel... -
am 03.03.2015 13:29:34
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am 03.03.2015 13:34:46
Meilert schrieb:
Lohnt es sich für mich, mir Diabass oder SiDiary anzuschaffen? Danke für die bereits erhaltenen Antworten, ich befürchte ich wäre sonst in panischen Aktionismus verfallen.
Wenn's unbedingt Digital sein muss, hol Dir was kostenfreies...
Aber soooo furchtbar viel wirst Du nicht testen müssen, da ist das gute, alte BZ-Tagebuch wohl das einfachste... Spart man sich die Umstände mit Werte/BE/Bewegung/Krank am PC eintragen und dann für den Doc ausdrucken.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 13:37:59
Ich dachte an zusätzlicher Blutdruckmessung (bei Hypertonie), sowie Ernährungsprotokoll und Bewegungsprotokoll. Dann müsste ich nicht verschiedene Apps bzw. Programme nutzen. -
am 03.03.2015 13:49:40
Meilert schrieb:
Ich dachte an zusätzlicher Blutdruckmessung (bei Hypertonie), sowie Ernährungsprotokoll und Bewegungsprotokoll. Dann müsste ich nicht verschiedene Apps bzw. Programme nutzen.
Hmmmm... die Frage ist, wie lange Du sowas nutzen möchtest!
– und bei den vielen Werten ist das kleine Papier-Büchlein auch für unterwegs recht praktisch ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 13:53:16
Das stimmt natürlich, wobei ich ja auch das Smartphone immer dabei habe. Wie dem auch sei, danke für die schnelle und unkomplizierte Hilfe :) -
am 03.03.2015 13:59:47
schauma http://www.DiabetesConnect.de/
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 03.03.2015 14:01:13
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 03.03.2015 14:06:07
Meilert schrieb:
Lohnt es sich für mich, mir Diabass oder SiDiary anzuschaffen? Danke für die bereits erhaltenen Antworten, ich befürchte ich wäre sonst in panischen Aktionismus verfallen.
Sidiary und DiabetesConnect gibt es auch als kostenlose Versionen. Das mach Sinn wenn du mit Broteinheiten oder Kallorieneinheiten rechnest -
am 03.03.2015 14:11:30
Wenn du genau wissen willst, welche Nahrungsmittel wie anschlagen, dann ist das oben skizzierte Vorgehen das effektivste. Ich würde es an deiner Stelle genauso machen und dementsprechend dann fundierte Rückschlüsse auf meine künftige Ernährung ziehen.
Das von typeinser skizzierte Vorgehen ist da allenfalls drittbeste Lösung. Ich halte es nicht für ausreichend, lediglich aufs Metfromin zu gucken und deine Nüchtern- und Abendwerte zu berücksichtigen. Du wirst um eine Ernährungsumstellung, wie dein Arzt dir ja bereits zu verstehen gab, nicht herumkommen. Da gilt in der Anfangsphase: Essen, Messen, Erkenntnis. Es geht halt leider nur so :-) -
am 03.03.2015 14:11:31
Doppelpost
Bearbeitet von User am 03.03.2015 14:12:53. Grund: . -
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am 03.03.2015 14:16:34
purea schrieb:
Wenn du genau wissen willst, welche Nahrungsmittel wie anschlagen, dann ist das oben skizzierte Vorgehen das effektivste. Ich würde es an deiner Stelle genauso machen und dementsprechend dann fundierte Rückschlüsse auf meine künftige Ernährung ziehen.
Das von typeinser skizzierte Vorgehen ist da allenfalls drittbeste Lösung. Ich halte es nicht für ausreichend, lediglich aufs Metfromin zu gucken und deine Nüchtern- und Abendwerte zu berücksichtigen. Du wirst um eine Ernährungsumstellung, wie dein Arzt dir ja bereits zu verstehen gab, nicht herumkommen. Da gilt in der Anfangsphase: Essen, Messen, Erkenntnis. Es geht halt leider nur so :-)
Darf die Patientin erstmal das Medikament einschleichen und halbwegs normale Werte fahren?
Was nutzt es denn, wenn das Frühstückbrötchen aktuell einen Bogen um 400 bringt, und in zwei Wochen die entspannten Betas völlig neue Profile bringen?
@Meilert
Mach Du bitte in Ruhe. Und Dich vor allem nicht verrückt.
Die Viel-Messerei bringt aktuell nicht viel! Da ist Lektüre vom Doc in Sachen Typ 2 besser und bringt Dich weiter als viele Messwerte, die nach der Einstellung überhaupt nicht zu verwerten sind. -
am 03.03.2015 14:27:18
So ein wenig habe ich mich in Sachen Ernährung schon eingelesen und es wird ja nicht mehr zwingend nach Broteinheiten reguliert, bzw gegenreguliert, sondern nach der glykämischen Last. Reicht es aus, wenn ich Lebensmittel vermeide, deren glykämische Last hoch ist? Oder ist das individuell verschieden? Wenn es nicht individuell verschieden ist, dann müsste ich den BZ ja vielleicht nicht so oft messen. (Ihr merkt, ich winde mich, wegen der Nadel *g*)
Ich hoffe, ich bin noch im richtigen Forumbereich, falls nicht, bitte ich das zu entschuldigen.
Bearbeitet von User am 03.03.2015 14:28:26. Grund: Zusatz -
am 03.03.2015 14:33:13
Klar, Metfromin sollte wirken, eingeschlichen werden etc. das zähle ich zur Anfangsphase dazu. Ich denke aber auch, dass es bereits jetzt durchaus Sinn macht. Die Qualität bleibt nämlich gleich. Nur der Ausschlag würde sich ändern. Dann würde sie später mit deutlichem Erkenntnisvorsprung starten. Außerdem wäre eine bereits jetzt angepeilte Reduktion der Medikamente möglich.
Ich kann aber gut verstehen, wenn du jetzt erstmal einen Schritt nach dem anderen gehen möchtest. Das macht auch durchaus Sinn. Da geht jeder seinen Weg.
Zu deiner Nadelangst: ums Messen kommst nicht wirklich herum. Die GL gibt sehr gute Anhaltspunkte, aber individuell bleibt es trotzdem. Es ist das einzig verlässliche Instrument sozusagen :-)
Beim Stechen gibt es Finger, die weniger schmerzen. Bei mir ist es der kleine Finger Innenseite, linke Hand. Da spüre ich sehr oft gar nichts und denke, ich hätte nicht getroffen.
Bearbeitet von User am 03.03.2015 14:37:59. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 14:33:47
Meilert schrieb:
Ich hoffe, ich bin noch im richtigen Forumbereich, falls nicht, bitte ich das zu entschuldigen.
Du bist richtig! ;)
Die von Purea angepriesene Vielmesserei wird selbst von Insulinpflichtigen nicht so durchgeführt.
Warum auch?
Du solltest wissen, wie die Lebensmittel, die Du magst, auf Deine Blutzucker wirken.
Das jetzt mit Messungen zu ermitteln ist quatsch - Deine Werte sind eh durcheinander.
Das kommt mit der Schulung in mit Deiner "Neugier"! -
am 03.03.2015 14:36:08
purea schrieb:
Klar, Metfromin sollte wirken, eingeschlichen werden etc. das zähle ich zur Anfangsphase dazu. Ich denke aber auch, dass es bereits jetzt durchaus Sinn macht. Die Qualität bleibt nämlich gleich. Nur der Ausschlag würde sich ändern. Dann würde sie später mit deutlichem Erkenntnisvorsprung starten. Außerdem wäre eine bereits jetzt angepeilte Reduktion der Medikamente möglich.
Ich kann aber gut verstehen, wenn du jetzt erstmal einen Schritt nach dem anderen gehen möchtest. Das macht auch durchaus Sinn. Da geht jeder seinen Weg.
Welche Glaskugel hat Dir das denn gesteckt? -
am 03.03.2015 15:03:10
Naja, die Ausschläge werden an sich wohl nicht mehr so drastisch ausfallen, wie ohne Metformin. Aber dennoch bleibt ja dann zb die Erkenntnis, dass Nudeln mit Parmesan eher ungünstig sind, während ein Salat mit Thunfisch und einem Stück Vollkornbrot besser dasteht. Zusätzlich ist Übung mit dem Stechen da. Und man könnte das Metfromin eventuell von vornherein niedriger dosieren. Da ist engmaschige Kontrolle unschlagbar.
Bearbeitet von User am 03.03.2015 23:23:10. Grund: . -
am 03.03.2015 15:08:50
purea schrieb:
Da ist engmaschige Kontrolle unschlagbar.
Da wollen wir doch mal Fragen, wieviele Teststreifen der Onkel Doktor denn verschrieben/mitgegeben hat.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.03.2015 23:32:16
Fazit: Typeinser will, dass du so weiter machst wie bisher. Das ist die einfache Methode ohne Stechen und mit maximaler Midekamentengabe. Kann durchaus Sinn machen, kommt auf den Grad des Engagements an.
Ist aber bei weitem nicht die Meinung aller Patienten, inklusive meiner nicht. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass die meisten die Medikamentengabe als so unerfreulich betrachten, dass sie bereits im Vorfeld alles dagegen tun möchten. Das ist aber in der Tat deine persönliche Entscheidung. Ich kann gut verstehen, wenn es jemand anders macht aus persönlichen Gründen. -
am 04.03.2015 07:41:36
purea schrieb:
Fazit: Typeinser will, dass du so weiter machst wie bisher. Das ist die einfache Methode ohne Stechen und mit maximaler Midekamentengabe. Kann durchaus Sinn machen, kommt auf den Grad des Engagements an
Purea,
Deine Tipps finden bei Deinen Sockenpuppen bestimmt viel Anklang.
Kannst Du die Einstellung/Therapie bitte dem behandelnden Arzt überlassen?
Du kannst Dich gerne mit ihm in Verbindung setzen und Deine Vorschläge kundtun – der Fragesteller ist mit einem HbA1c von 10 unterwegs und ist frisch diagnostiziert.
Die Frage war: Wie oft Blutzucker messen?
Dein Rat war: Sinnlose Stechorgie. Mit eigenem finanziellen Einsatz, denn die benötigten Mengen wird der Arzt niemals verschreiben.
Und dazu ohne therapeutischen Wert...
Der Threadstarter wird in den nächsten Tagen/Wochen lernen, mit der neuen Situation klarzukommen. Wie hoch sein Engagement sein wird, kannst Du nicht wissen. Und wie der Einsatz von Medikamenten nötig sein wird kannst Du auch nicht wissen.
Die Einstellung auf PP-Werte wird gewiss noch Erfolgen – spätenstens nach der Schulung.
3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.03.2015 14:11:10
Ich danke euch beiden sehr für eure Meinung und eure Ausführungen. Die Medikamentengabe stört mich nicht sonderlich, da ich bisher keine der zu erwartenden Nebenwirkungen zu spüren bekommen habe. Ich werde es erst einmal beim Nüchtern-BZ belassen und bei exorbitant hohen Werten nochmals kontrollieren. Teststreifen sind ausreichend vorhanden und dank gutem Draht zur Ärztin und Hilfsmittelverordnung jederzeit requirierbar.
Trotz meines Lobes für die schnelle Aktivität in diesem Forum noch etwas nachdenkliches:
"Ich bin dankbar für die schärfste Kritik, wenn sie nur sachlich bleibt." (Bismarck)
In dem Sinne, fröhliches diskutieren ;-)
lg -
am 06.03.2015 10:38:12
Hallo, bin auch neu und messe seit 3 Tagen. Meine Ärztin sagte mir 4 x messen zum Anfang. Morgens nüchtern, Jeweils vor den folgenden Mahlzeiten, also mittags, abends und spät vor dem Spritzen.
Gruß Verena
Das Leben ist wie die vier Jahreszeiten. Es gibt vier edle Weisheiten und ein achtspeichiges Rad mit acht edlen Pfaden. Ich versuche so gut ich kann danach zu leben. Mir tut es gut. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 06.03.2015 11:04:25
Hallo und Herzlich Wilkommen,
Was sollst du eigentlich mit den Urin- Teststreifen Messen?
Die Aktuellen Blutzuckermessgerät messen mit Bluttropfen weil der Blutzucker im Urin viel zu spät ankommt ( genauer gesagt, der Blutzuckeranstieg muss zu hoch sein) . Dazu kommt noch, dass jeder Mensch den Zucker bei unterschiedlichen Schwellen abgibt. Manchmal werden aber noch Ketone mit Urin- Teststreifen Gemessen. Diese Messungen erfolgen unabhängig von den Mahlzeiten.
Zum Blutzucker Messen: Da, du keine Medikamente einnimst welche zum Unterzuckerung führen kann und den Insulinspiegel nicht unmitelbar verändern müssten 3 Messungen am Tag (JEWEILS vorm Essen) aufschlussreich genug sein um den Arzt und Dir die nötigen Informationen zu liefern , die du benötigst.
Ratsam wäre sich noch einmal mit dem Arzt in Verbindung zu setzen und das genaue vorgehen zu besprechen.
Bearbeitet von User am 06.03.2015 12:48:37. Grund: (