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Prädiabetes Typ 2 – Eine Streitschrift.

  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 04.03.2015 14:32:15
    Anregungen, Erweiterung, Verbesserungen, Diskussion erwünscht.

    Vereinfachte Darstellung eines Komplexen Sachverhaltes

    Mit dem Beginn der Insulinresidenz steigt auch der Insulinbedarf an, bei zu nächst intakter Insulinproduzierender-Zellen (Beta Zellen). Je länger die Insulinrestlinz anhält um so mehr Insulin müssen die Beta-Zellen Produzieren wodurch im späteren Prädiabetischen Stadium der Anteil an Proinsulin (eine Vorform des Insulins ) steigt. Da Proinsulin nur 10 bis 20 % der Wirkung von Insulin ausmacht wird wiederum die Insulinausschütung gesteigert um die Blutzuckerwerte im gesunden Bereich zu halten. Die erhöhte Ausschüttung von Proinsulin lässt Präadipozyten (Vorläufer der Fettzellen) zu Adulten Fettzellen umwandeln. Dieser Prozess wird begleitet durch die erhöhte Zirkulation von Fettsäuren und Adipokinen (Hormone welches Fettgewebshormone steuert) im Blut (z.B das entzündungswirkende Zitokinen). Gleichzeitig wird das Schützende Hormon Adiponektin reduziert. Gegenspieler des Hormons Insulin werden verstärkt ausgeschüttet z.B Glukagon. Wodurch noch mehr Insulin benötigt wird und die Resistenz gesteigert wird

    Die drei Stadien des Prädiabetes
    Prädiabetes lässt sich in drei Stadien gliedern, die den Entwicklungsstand der Erkrankung widerspiegeln, die Übergänge sind fliesend :

    Stadium 1 – Die Frühe Phase einer Resistenz

    Die Nüchternblutzucker bewegen sich in gesunden Bereich,
    der Nüchterninsulinspiegel bewegen sich in gesunden Bereich,

    Es können erhöhte Triglycerid und LDL sowie erniedrigt HDL Spiegel vorhanden sein,

    Adiponektinwerte sind erniedrigt (Meiner bescheidenen und amateurhaften Meinung nach: Die Methode zum ermitteln von Prädiabetes Typ 2 im Stadium 1).

    Stadium 2
    gestörte Glukosetoleranz und steigende Werte
    Gluckosewerte leicht gestiegen
    hba1c leicht erhöht
    Nüchterninsulin leicht erhöht
    niedrige Adiponektinwerte,
    Es können erhöhte Triglycerid und LDL sowie erniedrigt HDL Spiegel vorhanden sein,

    (Es gibt also viele Methoden um diese Phase zu detektieren).

    Stadium 3 beginnender Diabetes mellitus
    fortschreitender Pankreas Beta-Zellfunktionstörungen

    Glukosewerte und hba1c sind Signifikat erhöht
    Nüchtern-Insulin kann im normalen Berreich sein, sie kann aber auch erhöht sein.
    Abnehmende Insulinwerte und Ansteigende Proinsulinwerte zeigen eine späte Phase des Stadium 3 an.





    Hochachtungsvoll


    Retter des Internets DM1Diabetes ;-)

    Bearbeitet von User am 04.03.2015 20:33:50. Grund: Resistenz
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    am 04.03.2015 16:21:33
    Dann lass uns den Katalog erst einmal um eine grundlegende Komponente erweitern. Denn gesund wächst die Beta-Zell-Masse und -Menge mit steigenden Insulin-Anforderungen. Damit haben auch die dicksten Schwergewichte mit ausgeprägter Insulinresistenz einen völlig gesunden BZ-Verlauf und keinen Grund, irgendwann einmal einen Diabetes zu entwickeln.
    Ist übrigens der selbe Prozess, der zuverlässig dafür sorgt, dass werdende Mütter in ihrer weit überwiegenden Mehrzahl keinen Schwangerschafts-Diabetes entwickeln, sondern eben für die Zeit nur entsprechend mehr Betas.

    Aus irgend einem diabetischen Grund funzt dieser Prozess bei einigen von uns irgendwann nicht und startet damit aus meiner Sicht die Entwicklung in den Typ2.

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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    am 04.03.2015 19:58:26
    Die früheste Phase der Residenz war im Jahr 1719 ;-))
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 04.03.2015 20:12:57
    Zuckerle schrieb:
    Die früheste Phase der Residenz war im Jahr 1719 ;-))


    Dabei ist mein Zuhause, heute noch eine ;-) Danke für die Info, ich habe es geendert.
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    am 04.03.2015 21:45:55
    Ja, auch die Residenz ist heute noch eine Residenz, daran hat sich nichts geändert...was sollte sie auch sonst sein...
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    am 18.03.2015 01:26:12
    DM1Diabetes schrieb:
    Anregungen, Erweiterung, Verbesserungen, Diskussion erwünscht.

    Vereinfachte Darstellung eines Komplexen Sachverhaltes

    Mit dem Beginn der Insulinresidenz steigt auch der Insulinbedarf an, bei zu nächst intakter Insulinproduzierender-Zellen (Beta Zellen). Je länger die Insulinrestlinz anhält um so mehr Insulin müssen die Beta-Zellen Produzieren wodurch im späteren Prädiabetischen Stadium der Anteil an Proinsulin (eine Vorform des Insulins ) steigt. Da Proinsulin nur 10 bis 20 % der Wirkung von Insulin ausmacht wird wiederum die Insulinausschütung gesteigert um die Blutzuckerwerte im gesunden Bereich zu halten. Die erhöhte Ausschüttung von Proinsulin lässt Präadipozyten (Vorläufer der Fettzellen) zu Adulten Fettzellen umwandeln. Dieser Prozess wird begleitet durch die erhöhte Zirkulation von Fettsäuren und Adipokinen (Hormone welches Fettgewebshormone steuert) im Blut (z.B das entzündungswirkende Zitokinen). Gleichzeitig wird das Schützende Hormon Adiponektin reduziert. Gegenspieler des Hormons Insulin werden verstärkt ausgeschüttet z.B Glukagon. Wodurch noch mehr Insulin benötigt wird und die Resistenz gesteigert wird





    ok...also IR heißt ja, daß die Körperzellen auf das Hormon Insulin wenig wirken. Dadurch bleibt der Zucker im Blut und der BZ steigt. Wenn die Beta-Zellen aber noch genug Insulin produzieren, der Arzt aber aufgrund des erhöhten BZSpiegels Medikamente wie Metformin, Janumet oder sogar Insulin verordnet, ist die Behandlung ja falsch...weil eben dadurch die IR gesteigert wird. Sehe ich das so richtig?
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    am 18.03.2015 09:34:00
    Günter schrieb:

    ok...also IR heißt ja, daß die Körperzellen auf das Hormon Insulin wenig wirken. Dadurch bleibt der Zucker im Blut und der BZ steigt. Wenn die Beta-Zellen aber noch genug Insulin produzieren, der Arzt aber aufgrund des erhöhten BZSpiegels Medikamente wie Metformin, Janumet oder sogar Insulin verordnet, ist die Behandlung ja falsch...weil eben dadurch die IR gesteigert wird. Sehe ich das so richtig?



    Grau - lieber Freund - ist alle Theorie (das wußte schon Goethe) und das ist eben leider Theorie.

    Tatsächlich kennt bis jetzt kein Mensch die Ursachen von Typ2. Es gibt Veröffentlichungen über einzelne Forschungsergebnisse und leider bekommen die viele selbsternannte "Forscher" in den falschen Hals und entwickeln eigene "Theorien".
    In Wirklichkeit sollen doch in erster Linie Folgeschäden vermieden werden, also muß - bis man es besser weiß - das Symptom, der hohe Blutzucker behandelt werden. Dafür gibt es Medikamente (einschließlich Insulin). Es geht ja nicht darum, irgendwelche Theorien zu beweisen, sondern darum, die Menschen gesund zu erhalten, soweit das eben möglich ist.

    In diesem Forum wird viel zu viel theorisiert, dafür fehlen eigene handfeste Erfahrungen . denn die bringen all die Theoretiker selten bis nie bei.
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 18.03.2015 18:53:08
    Günter schrieb:


    ok...also IR heißt ja, daß die Körperzellen auf das Hormon Insulin wenig wirken. Dadurch bleibt der Zucker im Blut und der BZ steigt. Wenn die Beta-Zellen aber noch genug Insulin produzieren, der Arzt aber aufgrund des erhöhten BZSpiegels Medikamente wie Metformin, Janumet oder sogar Insulin verordnet, ist die Behandlung ja falsch...weil eben dadurch die IR gesteigert wird. Sehe ich das so richtig?



    Nein, Medikamente erhöhen nicht die Resistenz. Metformi z.B. verbessert die Resistenz. In der Diskussion steht auch die Gruppe der Thiazolidinedione deren Wirkung könnte aus der Reduktion der Insulins Residenz beruhen. Die GewichtseduktIon ist aber auch bei sehr vielen Menschen in der Lage die Resistenz zu minimieren. Deswegen versuchen Ärzte in der 1. Phase die Patienten über Ernährung, Raucher Entwöhnung, weniger Alkoholkonsum und Bewegung, also einer algemeinen Gesunden Lebensweise, zu Therapieren. Diese Therapie hat mehrereVorteile z.B. keine Nebenwirkungen durch Medikamente, keine Unterzuckerung Gefahr. Und sie hat auch Positive Efekte auf den gesamten Organismus.
    Bearbeitet von User am 18.03.2015 18:54:38. Grund: ÷
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    am 18.03.2015 19:31:55
    Sorry...dann habe ich Deinen Satz: " Wodurch noch mehr Insulin benötigt wird und die Resistenz gesteigert wird" falsch verstanden.

    Bearbeitet von User am 18.03.2015 19:33:03. Grund: ;-)
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 18.03.2015 20:46:25
    Günter schrieb:
    Sorry...dann habe ich Deinen Satz: " Wodurch noch mehr Insulin benötigt wird und die Resistenz gesteigert wird" falsch verstanden.



    Sorry, fals ich mich missverständlich geäußert habe aber ich kann diesen Satz nirgends lesen. Was ich bereits meinte ist die Resistenz steigt wenn mehr Gegenspieler des Hormons Insulin ausgeschüttet werden z.B das Hormon Glucagon. Glucagon veranlasst den Körper die gespeicherte Glokose freizugeben.

    Bearbeitet von User am 18.03.2015 20:48:39. Grund: .