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Häufige Unterzuckerung - Vorbote von Diabetes?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 20.03.2015
    am 20.03.2015 17:26:47
    Hallo,
    was das Thema Diabetes angeht, bin ich totaler Neuling.

    Ich bin weiblich, 36 Jahre alt und leider stark übergewichtig. Solange ich denken kann, mache ich Diäten und erlebe immer wieder einen Jojo-Effekt.

    Vor gut 20 Jahre habe ich es geschafft, eine Menge an Gewicht zu verlieren. Leider war es damals so, dass ich auch erstmals mit einer Unterzuckerung in Berührung kam .Damals wusste ich es aber noch nicht. Ich wusste nur, schokolade hilft oder wenn ich mich ausruhe, geht es auch nach kurzerZeit weg. Der Hausarzt hat dem nicht viel Beachtung geschenkt,da ich nach einiger Zeit gemerkt habe, wenn ich 2-3 Täfelchen Traubenzucker esse, verschwindet es wieder. Daran hatte ich mich gewöhnt.

    Jedenfalls ist es in der Woche soweit gewesen, dass ich dachte, dass ich umkippe. Der Freund meines Bruders (Diabetiker) war dabei und hat mir den Blutzucker gemessen (Mittagszeit) Da war er bei 66 - nachdem ich bereits ca. 4-6 Plättchen Traubenzucker gegessen habe ! Nachdem ich dann noch einen halben Liter Cola getrunken habe, ging es besser, aber ich war im Gesicht immer noch Knallrot und ich hatte weiche Knie. Eine neue Messung ergab 144 und nach 20 Minuten noch 133. Am Vormittag hatte ich ein Wurstbrötchen, später einen Schaumkuss und ein Hühnerei.
    Nachmittags beim Arzt (ca. 3 Stunden später), war der Zucker noch bei 87 und der Blutdruck normal. Der Arzt sagte, ich solle es Beobachten und beim nächsten Mal einen Liter Cola trinken. Das würde schneller helfen. Ein Messgerät habe ich mitbekommen.
    Seitdem Messe ich regelmässig und nehme auch regelmässig Traubenzucker, um einer Unterzuckerung vorzubeugen.
    Um ca. 11.30 habe ich gemessen. 119. Dann hatte ich um 12.15 eine erneute Unterzuckerung. Zuerst 2 Plättchen Traubenzucker, dann Mittagsessen(Bratwurst, Kartoffelbrei und Tomatensauce). Ich dachte es wäre noch bisschen Zeit, sodass das Essen ins Blut gehen kann. Nach dem Essen (12.15 Uhr) war der Wert bei 61 und dann habe ich erstmal eine Flasche Cola getrunken. Mir war kalt, knallroter Kopf, Zittern, Schwäche, Herzklopfen. Nach ca. 20 Minuten ging es besser. Der Wert war dann irgendwann bei ca. 124. Höher als 130 war er nicht (trotz Cola, Essen und Traubenzucker)

    Meine Frage: Warum fällt der Zucker SO SCHNELL rapide ab?

    Es ist selten, dass der Zucker so weit oben ist. Aber ich kann doch nicht ständig Cola trinken oder Gummibärchen, geschweige denn Traubenzucker essen! Und warum ist es neuerdings so, dass er so tief sinkt? Sonst kam ich doch auch immer zurecht.
    Würde es jetzt noch helfen, mehr Vollkornprodukte zu essen? Nudeln, Brot usw? Stabilisiert das den Zucker?

    Mein Langzeitzucker war im November noch völlig in Ordnung. In der Familie gibt es kein Zucker.

    Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen,

    panische Grüße
    Fasan
    Bearbeitet von User am 20.03.2015 18:20:14. Grund: Leertaste klemmte
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 07:46:53
    Hallo Fasan,

    Diabetes definiert sich durch erhöhte Blutzuckerwerte, weil dieser nicht in ausreichendem Maß in die Zellen gelangt. Und, wenn Du, wie Du schreibst, selbst nach dem Konsum von Cola, Traubenzucker und Essen nie über 130 kommst, scheint das nicht auf einen Diabetes hinzuweisen.
    Allerdings kommt es auch bei Nichtdiabetikern vor, dass sie in den Unterzucker kommen. Meist steckt eine andere Erkrankung dahinter, deshalb solltest Du dies unbedingt bei einem Arzt überprüfen lassen. Diabetes ist es aber wohl nicht.
    Aber wir alle hier sind keine Ärzte, das solltest Du mit bedenken. Wir können also nur unsere Meinung schreiben, niemals aber eine Diagnose stellen.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald zusammen mit Deinem Arzt die Ursache findet und erfolgreich behandelt.

  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 07:57:56
    Ich bin kein Arzt aber ich erkenne auch nirgends Unterzuckerungen oder Überzucker.
    Wenn du wirklich Unterzuckerungen haben solltest dann hat das nichts mit Diabetes zu tun sondern mit anderen Erkrankungen. Diabetes mellitus ( so heißt die Krankheit über die sich hier ausgetauscht wird) bedeutet auf deutsch Honigsüßer Durchfluss weil die Blutzuckerwerte so hoch ansteigen dass Zucker im Urin nachweisbar ist.
    Unterzuckerungen bei Diabetikern ist folge von Medikamenten oder gespritzten Insulin und wird nicht durch die Erkrankung produziert.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 20.03.2015
    am 21.03.2015 08:49:09
    Hallo,

    danke für Eure Antworten.

    Wenn ich noch keinen Unterzucker habe, wieso geht es mir dann so schlecht? Und wenn ich Zucker zu mir nehme, geht es besser?

    Eine Kollegin meinte, dass solche Unterzuckerungen Vorboten sein könnten. Die BSD würde sich ein letztes mal aufbäumen, bevor sie ihre Arbeit einstellen würde. Sie selbst ist auch keine Diabetikerin, daher wollte ich diese Frage mal hier in einem speziellen Forum schreiben.

    Viele Grüße

    Fasan
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 21.03.2015 09:27:39
    Hallo Fasan,

    was deine Kollegin meint, scheint mir aus dem Reich der Märchen zu kommen.

    Du solltest dringend einen Arzt aufsuchen und deine Probleme schildern. Nur er kann die Ursache ergründen (hoffentlich schnell).

    Wir können hier nur Mutmaßungen verkünden, genau so wie deine Kollegin.

    Alles Gute dir!
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 09:45:13
    Hallo Fasan,

    Schau mal hier:

    http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Unterzucker-ohne-Diabetes-Was-steckt-dahinter-221083.html

    Vielleicht hilft das weiter.

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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1002
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 21.03.2015 12:06:20
    Fasan schrieb:
    Hallo,

    danke für Eure Antworten.

    Wenn ich noch keinen Unterzucker habe, wieso geht es mir dann so schlecht? Und wenn ich Zucker zu mir nehme, geht es besser?

    Eine Kollegin meinte, dass solche Unterzuckerungen Vorboten sein könnten. Die BSD würde sich ein letztes mal aufbäumen, bevor sie ihre Arbeit einstellen würde. Sie selbst ist auch keine Diabetikerin, daher wollte ich diese Frage mal hier in einem speziellen Forum schreiben.

    Viele Grüße

    Fasan



    Ich weiß, daß die Tatsache, daß "Nicht-Diabetiker" Unterzurcker haben können, gerne ins Reich der Fabel verwiesen wird. Ich weiß aber aus Erfahrung, daß es nicht so ist. Bei mir waren es die Vorboten eines Diabetes, ich kenne aber auch eine Kollegin, die bei körperlicher Anstrengung (z.B. Wandern) auch dieses Problem hatte. Mittlerweile geht sie auf die 80 zu, aber kein Diabetes weit und breit.

    Das mit dem letzten Aufbäumen der BSD klingt in meinen Augen etwas zu dramatisch, Meine BSD hat noch jahrelang weiter Insulin produziert. Auf jeden Fall solltest du dich mal gründlich durchchecken lassen. Es wird aber nicht leicht sein, einen Arzt zu finden, der dir glaubt.
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 15:05:26
    Verursacht werden kann ein zu niedrigen Blutzuckerspiegel durch viele Faktoren: Vor allem sind eben Diabetiker gefährdet (wegen der Medikamante von mir ergänzt. Steht im Artikel an anderer Stelle) und Menschen, die zu wenig essen, entweder weil sie eine Fastenkur machen oder einfach "nicht dazu kommen", im stressigen Arbeitsalltag etwa. Manchmal ist aber auch genau das Gegenteil der Grund für eine Hypoglykämie:

    "Ungefähr ein Drittel der Menschen hat, wenn er viele Kohlenhydrate zu sich nimmt, so etwa drei Stunden später eine sogenannte reaktive Hypoglykämie, die ist nicht wirklich gefährlich, aber man kriegt dann Heißhunger, das ist einer der Gründe, warum Menschen dann viel essen, und das ist oft der Hunger auf Süßes, weil unser Stoffwechsel da schon recht schlau reguliert ist und uns sozusagen an den Futtertrog treibt über diese Unterzuckerung."

    In diesen Teufelskreis aus "Unterzuckerung durch zu viel Zucker" geraten besonders oft Übergewichtige, die dadurch noch weiter zunehmen, sagt Andreas Pfeiffer, der auch am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke arbeitet. Und ebenso können die heftigen Kreislaufprobleme nach durchzechter Nacht Anzeichen für zu wenig Zucker im Blut sein.

    Hier geht es zu Quelle http://www.deutschlandfunk.de/wenn-dem-koerper-der-sprit-ausgeht.709.de.html?dram:article_id=89077
    Bearbeitet von User am 21.03.2015 15:26:40. Grund: Ergenzung
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    Beiträge: 1002
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 21.03.2015 15:55:08
    Ach weißt du, ein gestörter Stoffwechsel muß nicht zwangsläufig seinen Grund in den Essgewohnheiten haben, obwohl das von den Ärzten gerne behautet wird. Das ist so einfach, man schiebt den Betroffenen die Schuld zu, ist dann fein raus und hat keine Arbeit mit diesen Leuten. Dir als Typ1 sind wahrscheinlich kaum solche Ärzte untergekommen, aber ich kann ein Lied davon singen. Schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf - also lügt der Patient.

    Sowohl ich, als auch meine Bekannte waren weder dick noch haben wir uns mit Süßigkeiten vollgestopft und trotzdem traten diese Unterzuckerungen auf, die allerdings nicht dramatisch waren, aber dennoch das Wohlbefinden beeinträchtigt haben. Und Medikamente waren bei mir damals noch kein Thema und sie nahm natürlich sowieso keine.
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    Beiträge: 8857
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    am 21.03.2015 17:45:43
    Diabetes ist Überzucker, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern schon vergleichsweise gewaltig. Doch, es gibt auf dem Weg dahin oft den Unterzucker als Reaktion auf vorherigen immer höheren und immer längeren Überzucker.

    Aber bei Menschen, deren Blutzucker sich nur mit viiiiel Glukose auf 140 zwingen lässt, also gerade mal an die Obergrenze von von völlig gesund, sind 60mg/dl kein Unterzucker. Der beginnt für Stoffwechselgesunde erst ab 50mg/dl und setzt dann auch nicht so vehement ein, wie vom Fasan beschrieben.

    Ab 70mg/dl abwärts Unterzucker gilt nur für Menschen, die sich normal im Blutzucker-Bereich über 100mg/dl aufhalten und mit Blutzucker senkenden Medikamenten behandelt werden. Und auch dann verursachen 60mg/dl noch keine so starken Symptome.

    Ich kenne viele Menschen, die alle unwohlen Gelegenheiten als Unterzucker deuten und schnell mal ne Süßigkeit rein schieben. Und ich weiß von vielen Ärzten, dass sie die Krankheits-Vorschläge ihrer Patienten gern annehmen. Wenn also jemand ein bisschen rundlicher ist und damit schon auf den ersten Blick in das Diabetes-Beute-Schema passt und sich selbst da auch noch kritiklos freiwillig einsortiert, ist dem Dok nicht zu verdenken, wenn er das Zuspiel gerne aufnimmt :)

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