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Low Carb Ernährung und glücklich
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ferrato
Rang: Gastam 31.03.2015 07:32:38
Rainer schrieb:
Es geht weder bei Ulf noch bei den Diabetikern hier im Forum um das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Deshalb sind die Studien der DGE dazu für uns völlig ohne Bedeutung und müssen schon mit einem sehr krummen Gedankengang ind die Diskussion reingebracht werden. Den Diabetes haben wir und werden ihn auch nicht mehr los. Es geht darum eine geeignete Ernährung zu finden, mit der wir unseren Diabetes am besten im Griff behalten können.
Hallo Ulf,
siehst Du, was ich meinte? :-)
Rainer weiß genau, dass die Ernährungsempfehlungen für Diabetiker der DDG sich eben an die der DGE anlehnen. Weil es ihm nicht in den Kram passt, ignoriert er es einfach und versucht, mit Beleidigungen, wie ein getroffener Hund, um sich zu beißen.
Aber wenn man sich in einem öffentlichen und noch dazu unmoderierten Forum bewegt, muss man halt auch mit solchen Typen rechnen.
Ich schreibe es daher nochmal:
Jeder kann sich mit der Kostform ernähren, mit der er will. Wenn jedoch jemand eine Kostform wählt, die von allen Ernährungsfachleuten als Kritisch für Diabetiker eingestuft wird, dann darf er nicht permanent für diese Kostform werben und die Risiken verschweigen. Dies hast Du vorbildlich gemacht, Reiner macht das nie!!!
Bearbeitet von User am 31.03.2015 07:36:35. Grund: Korrektur -
am 31.03.2015 12:36:44
ferrato schrieb:
Hallo Ulf,
siehst Du, was ich meinte? :-)
Rainer weiß genau, dass die Ernährungsempfehlungen für Diabetiker der DDG sich eben an die der DGE anlehnen. Weil es ihm nicht in den Kram passt, ignoriert er es einfach und versucht, mit Beleidigungen, wie ein getroffener Hund, um sich zu beißen.
Aber wenn man sich in einem öffentlichen und noch dazu unmoderierten Forum bewegt, muss man halt auch mit solchen Typen rechnen.
Ich schreibe es daher nochmal:
Jeder kann sich mit der Kostform ernähren, mit der er will. Wenn jedoch jemand eine Kostform wählt, die von allen Ernährungsfachleuten als Kritisch für Diabetiker eingestuft wird, dann darf er nicht permanent für diese Kostform werben und die Risiken verschweigen. Dies hast Du vorbildlich gemacht, Reiner macht das nie!!!
Ich glaube aber, das gilt für alle Seiten. Weder die eine Herangehensweise ist im Zweifelsfall absolut ohne Risiken, noch die Andere. Im Grunde kommt es doch immer auf die richtige medizinische Begleitung und den Willen, sich auch selbst ein wenig fachlich mit dem Thema zu beschäftigen, an.
Nimm mal das Beispiel Metformin, als sehr wirksames und schnell verschriebenes Medikament. Es hilft aber ist eben nicht nebenwirkungsfrei - kann in bestimmten Fällen sogar problematisch sein. Verschrieben wird es trotzdem manchmal sicher vorschnell. Kläre ich Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel die Schilddrüsenfunktion oder auch die der Leber nicht ab und konzentrieren mich bei Diabetes nur starr auf die Bauchspeicheldrüse, kann der Schuss auch gewaltig nach hinten losgehen und mindest mal "komische" Behandlungs"erfolge" liefern.
Exakt das Gleiche gilt richtigerweise auch für Ernährungsformen - hier halte ich den Begriff "Diät" bei LOGI im Übrigen auch eher für falsch - das ist nur eine andere / mögliche Ernährungsform (im Übrigen ja NICHT wie manchmal dargestellt mit dem totalen Verzicht auf KH). Wie ich schon sagte gilt doch immer: bei Kranken (womit auch immer), sollte eine fachliche Beratung (Arzt) an der Seite stehen und ganz sicher ist es keine gute Idee, ungeprüft einfach irgendwas zu starten (weder in die eine oder andere Richtung).
Man sollte offen sein, für alle Wege - manchmal mag der Eine optimal sein, dann der Andere oder eben auch eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen.
Hier ärgert mich eigentlich das typisch deutsche Festlegen auf einen - meist bürokratisch festgelegten - Lösungsansatz. Auch hierzulande halten namhafte Institute wider (weltweit) längst anderen Ansätzen an überholtem Kram fest - der teilweise leicht zu widerlegen wäre.
Sorry, dass ich das so sagen muß - aber so manches mal beschleicht mich schon der Verdacht, das so mancher Lobbyist aus der Pharma- oder Lebensmittelindustrie zumindest sehr deutlich unterstellbar kein Interesse an anderen Erkenntnissen platziert. Anders ist jedenfalls manches nicht zu erklären - und gerade Typ2-Diabetiker kann man nicht nur wegen ihres "Lebenswandels" anklagen - da sind dann schon auch noch die Blicke auf die Zutatenliste der "normalen" Lebensmittel erlaubt, die nur so von z.B. völlig unnötigen Zuckerbeigaben zur simplen "Geschmacksverbesserung" strotzen und Gesunde erst zu letztlich Kranken (und Diabetiken) macht.
Das zusätzlich Überzeugungen auch bei "Fachleuten" auseinander gehen, kommt hinzu - für mich gilt dann immer: selbst Risiken abschätzen, sich kundig machen, nachfragen und gegebenenfalls fachlich betreut testen (zumindest bei Ernährungsformen kann dann auch weniger schief gehen).
Ich verstehe schon aber auch, dass einige Leute sich schon ärgern, wie sehr in unserer Gesellschaft Alternativen weggedrückt werden und man lieber sehr starr an Bekanntem festhält - sorry (ich darfs sagen, bin selber Deutscher) ... aber da ist sie wieder, die sehr typisch deutsche Eigenschaft.
Und ich muß manchem "fachlich versierten" Kritiker schon deutlich widersprechen, wenn teilweise überhöht Risiken herausgearbeitet werden, wo nicht ZWANGSLÄUFIG welche sind. Größer als beim falschen Einsatz der angepriesenen Medizin können die Probleme dann auch nicht ausfallen.
Erfahrungsaustausch JA - bedingungslosen Kampf und Krampf eher nicht ... :)
Beste Grüße,
Ulf -
am 31.03.2015 13:34:21
Oha, "die Deutschen" und die böse Pharma hat Schuld. Woran bitte? Helfen Verschwörungstheorien wirklich weiter?
Zufällig weiß ich, wie in den USA mit Diabetikern, die nicht Hunderte von Dollars ausgeben können, umgegangen wird. Ich kann nur sagen, daß ich glücklich bin in Deutschland zu leben.
Wie du jahrzehntelang mit Diabetes leben konntest ohne es zu merken, hast du mir leider nicht beantwortet. Dabei würde es mich wirklich interessieren.
Bearbeitet von User am 31.03.2015 13:41:59. Grund: Berichtigung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.03.2015 14:32:13
Ulf schrieb:
Nimm mal das Beispiel Metformin, als sehr wirksames und schnell verschriebenes Medikament. Es hilft aber ist eben nicht nebenwirkungsfrei - kann in bestimmten Fällen sogar problematisch sein. Verschrieben wird es trotzdem manchmal sicher vorschnell. Kläre ich Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel die Schilddrüsenfunktion oder auch die der Leber nicht ab und konzentrieren mich bei Diabetes nur starr auf die Bauchspeicheldrüse, kann der Schuss auch gewaltig nach hinten losgehen und mindest mal "komische" Behandlungs"erfolge" liefern.
Und auch komische Theorien ;)
Denn Metformin macht gar nix an der Bauchspeicheldrüse. Es bremst vielmehr die Glukose-Ausgabe der Leber. Die dient eigentlich dem Nachfüllen für Glukose, die das Blut auf seinem Umlauf ausgeliefert hat und hört bei Gesunden immer dann auf, wenn die persönliche gesunde Soll-Höhe erreicht ist. Bei uns mit Typ2 macht sie stattdessen eben diabetisch fehlgesteuert munter weiter. Übrigens häufig besonders viel gerade dann, wenn sie gesund praktisch stoppen würde, wenn nämlich neu gegessene Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird. Bei der Glukose-Ausgabe der Leber und nirgendwo anders setzt Metformin bremsend an.
Natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse. Denn für die wenigere Glukose aus der Leber kann die dann auch weniger Insulin ausgeben und der überfordernde Druck auf die Betas nimmt ein Stück weit ab :)
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 31.03.2015 14:33:53. Grund: Ergänzung -
am 31.03.2015 16:00:04
Man sollte lesen können, was andere schreiben. Ich habe nicht geschrieben, das Metformin negative Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse hat - ich habe nur davon gesprochen, dass es eben auch Nebenwirkungen hat und man sich beim Thema BZ m.E. oftmals zu sehr auf EIN Organ konzentriert. Der Satz war anscheinend zu lang um das korrekt auseinander zu halten :)
"Leber" ist z.B. ein guter Stichpunkt, resultierende Probleme mit Harnsäure, oder z.B. bei mir nachweisbar unglaublichen Kopfschmerzen (die weg sind, wenn ich das nicht mehr nehme), eben auch. Wir müssen das auch gar nicht zerpflücken - der Hersteller schreibts ja selbst im Beipackzettel (was sein KANN / nicht MUSS).
Also: nichts mit "komischen Theorien" - vielleicht darf ich um etwas Sachlichkeit bitten!
Verschwörungstheorien? Ach was für ein Quatsch - es wird ja auch gerade hier von einigen eindrucksvoll starr und unbeweglich belegt.
Ich habe gar nichts gegen die Pharmaindustrie und bin auch durchaus dankbar, dass man dort weiterhilft und das es viele hilfreiche Entwicklungen gibt. Allerdings weiß jeder normale Mensch, dass es dort eben auch vordergründig zunächst mal ums Geld verdienen geht und teilweise die Interessenlage ein wenig abdriftet. Das muß nicht schlimm sein, aber man sollte es wissen, bevor man allzu leichtgläubig alles für DIE Lösung ansieht.
Verschwörungstheorien im Lebensmittelbereich? Lange nicht so gelacht - ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Lebensmittel spricht doch Bände und bisher konnte niemand sinnvoll begründen, warum das so sein muß.
Beste Grüße,
Ulf -
am 31.03.2015 16:42:10
Ulf schrieb:
Verschwörungstheorien im Lebensmittelbereich? Lange nicht so gelacht - ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Lebensmittel spricht doch Bände und bisher konnte niemand sinnvoll begründen, warum das so sein muß.
Weil die Produkte von den meisten von uns Verbrauchern so gekauft werden. Wenn die meisten von uns Verbrauchern andere Produkte kaufen würden, würden garantiert auch andere produziert. - Wenn Du ein Produzent wärst, würdest Du doch auch nach Kräften versuchen, immer das möglichst kostengünstig zu produzieren, was gerade besonders eifrig gekauft wird, oder?
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 31.03.2015 17:01:43
hjt_Jürgen schrieb:
Weil die Produkte von den meisten von uns Verbrauchern so gekauft werden. Wenn die meisten von uns Verbrauchern andere Produkte kaufen würden, würden garantiert auch andere produziert. - Wenn Du ein Produzent wärst, würdest Du doch auch nach Kräften versuchen, immer das möglichst kostengünstig zu produzieren, was gerade besonders eifrig gekauft wird, oder?
Nicht nur, weil die Produkte so gekauft werden - da hast Du natürlich völlig recht - wohl aber auch, weil zu wenig aufgeklärt wird und viele Leute sich gar keine Gedanken machen, was da passiert. Wenn dann noch eben sinnvolle Diskussionen wie hier z.T. mit derartigem Nachdruck verhindert werden, kommt es zum nötigen Nachdenken auch nicht.
Naja, als jemand, der eine eigene Firma hat, weiss ich natürlich schon, wie man seine Produkte am besten an den Mann bringt und warum manche Zusammenhänge in den benannten Industrien so sind, wie sie sind. Dass das Käuferverhalten einen Einfluss auf das Angebot hat, ist auch logisch und trotzdem hat auch jedes Unernehmen eine gewisse Pflicht, verantwortungsvoll und nicht nur mit Schielen auf die Rendite zu agieren. Füttere ich heute meine Kundschaft mit meinen Waren tot, habe ich morgen keinen Kunden mehr - auch das ist ein Fakt.
BTW: es sollte auch nicht NUR nach "kostengünstig" gehen, sondern auch verantwortbar und gut sein, was man da anbietet. Und "gut" ist längst oft nur das Siegel irgendeines Warentests - inhaltlich ist vieles hinterfragbar, da kann doch kaum einer widersprechen. Wer an Diabetes Typ2 erkrankt ist, wird sich mit etwas klaren Versand schon fragen müssen - wo kommt das her? Warum ist das so - muß das wirklich so sein?
... und das ist weit mehr als eine Frage irgendwelcher "übertriebenen", doofen Überzeugungen.
Beste Grüße,
Ulf -
am 31.03.2015 17:54:33
Ulf schrieb:
Wer an Diabetes Typ2 erkrankt ist, wird sich mit etwas klaren Versand schon fragen müssen - wo kommt das her? Warum ist das so - muß das wirklich so sein?
Schon recht, aber vielleicht besser der Reihe nach? Vielleicht erst einmal ergründen, was den Diabetes mellitus und in Sonderheit den Typ2 denn verursacht?
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ferrato
Rang: Gastam 31.03.2015 17:55:25
Von welchen "übertrieben doofen Überzeugungen" sprichst Du da genau?
Das würde mich jetzt schon interessieren.
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am 31.03.2015 19:18:06
hjt_Jürgen schrieb:
Schon recht, aber vielleicht besser der Reihe nach? Vielleicht erst einmal ergründen, was den Diabetes mellitus und in Sonderheit den Typ2 denn verursacht?
In meinem Fall? ... leider etwas unklar. Ganz sicher hat meine frühere Ernährungsweise eine Rolle gespielt, aber möglicherweise auch erbliche Faktoren (wir hatten die Diabetiker durchweg in der Familie). Da ich mich (ausdrücklich MEIN Fehler) sehr spät darum gekümmert habe und wirklich erst mit schlimmen Symptomen wie (u.a.) tropfnasses Schwitzen und unendlichen Durst (hätte selber nicht gedacht, das man so viel trinken kann ohne jemals das Gefühl zu bekommen, den Durst löschen zu können) + entsprechendem Übergewicht, "aufgewacht" bin.
Beste Grüße,
Ulf