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Diagnose Diabetes erhalten

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 28.03.2015
    am 28.03.2015 10:58:00
    Hallo zusammen,

    ich bin 52 Jahre und habe vor 8 Wochen im Rahmen einer Vorsorge die Diagnose Diabetes erhalten. Auch die Blutfettwerte waren viel zu hoch. Das hat mich richtig schockiert. Die Ärztin meinte nur ich solle mich bewegen und weniger Kohlenhydrate zu mir nehmen. In 3 Monaten würden wir uns wiedersehen. Ich muss zugeben, daß ich wirklich immer gegessen habe was mir schmeckt. Jeden Tag alle Arten von Süßigkeiten, viel Brot und Nudeln und kaum Bewegung (kein Sport). Mein Gewicht war eigentlich immer noch im Rahmen. Allerdings war meine Mutter Diabetikerin und auch ein Bruder von mir hat Diabetes. In der Zwischenzeit habe ich folgendes versucht: keine Süssigkeiten mehr (macht mir komischerweise gar nicht viel aus), vegetarische Ernährung (kein Fleisch, das ich eh kaum gegessen habe und keine Wurst, die ich wahnsinnig gerne verspeist habe), täglich nur noch 2 Scheiben Vollkornbrot (vorher Halbweissbrot), Joghurt (von dem ich gut 300g pro Tag schon immer gegessen habe) nur noch in der Magerversion, genau wie Käse. Dann mache ich jetzt täglich 30minütige Spaziergänge und auch sonst im Alltag mehr körperliche Bewegung (Sport fällt mir immer noch sehr schwer - bin immer total ausser Atem). Habe 4 Kilo dadurch abgenommen (bei 174cm jetzt 77 kg) - muss noch gut 3 Kilo abnehmen, dann hab ich Normalgewicht. Was mir auffällt ist, daß bei mir nur der Nüchternwert so hoch ist. Ich messe täglich nach jedem Essen. (War aber auch immer schon so - habe immer mal wieder in den letzten Jahren Blutzucker gemessen, da ich ja schon durch meine Mutter vorbelastet bin. Morgens immer zwischen 100 und 110, nach Essen kaum mal über 100 (egal was ich esse, auch bei kohlehydratreichem Essen kaum höher). Der Langzeitwert bei der Untersuchung vor 8 Wochen war 6,5. Ich weiss nicht, wie ich diesen Nüchternwert runterkriegen soll. Abends Kohlehydrate oder Eiweiss oder was? Hat jemand vielleicht Tips? Ach ja, esse auch viel Haferkleie und trinke Artischockensaft!!! Für die Blutfettwerte. Hoffentlich hat`s was geholfen, wenn ich im Mai zur Kontrolle muss. Was habt ihr gemacht? Will nämlich keine Tabletten nehmen.
    Liebe Grüße giesi
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 28.03.2015 11:42:10
    Hallo Giesi,

    mit diesen Werten hast du keinen schlimmen Diabetes und kannst deshalb ganz in Ruhe die nächsten Schritte gehen. Das meiste machst du ja schon sehr gut. Keine Angst, das mit der Bewegung wird auch noch. Du bist erst mal ein bisschen eingerostet und musst dich langsam steigern. Das ging mir ma Anfang genso. Auf die weitere Abnahme brauchst du nicht viel zu geben. Bei deinem fast Normalgewicht, wird das kaum noch große Auswirkungen auf deinen BZ haben. Mit den guten Werten nach den Mahlzeiten und dem leicht erhöhten NBZ bis 110 kannst du schon ganz gut leben.

    Wenn du die KH moderat reduzierst, brauchst du nicht auch noch das Fett zu reduzieren. Nimm ruhig den Vollfettjoghurt und den normalen Käse. Die schmecken besser und du wirst von weniger mehr und anhaltender satt. Bei vielen Lightprodukten wird das Fett durch mehr Zucker ersetzt, um ein bisschen Geschmack reinzubringen.

    LG Rainer
    Bearbeitet von User am 28.03.2015 11:43:42. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 28.03.2015 12:42:42
    Hallo Giesi,

    die von Rainer vorgeschlagene Vorgehensweise ist mittlerweile sehr beliebt und verbreitet. Viele kommen damit sehr gut zurecht. Ich möchte dir der Vollständigkeit halber noch eine weitere Variante vorstellen: die selektive Erhöhung (bzw. Reduzierung) von Kohlenhydraten bei starker Reduzierung der Aufnahme von Fetten und insbesondere tierischen Fetten. Es ergibt sich dann eine Ernährung, die sehr ballaststoffreich und fettarm ist. Damit würden sich dein Blutfettwerte sehr schnell hervorragend verbessern. Also zusammengefasst:

    1. Kohlenhydrate ausschließlich nach guten glykämischen Eigenschaften auswählen (http://jumk.de/glyx/
    2. Vermeiden aller Fette, insbesondere tierische Fette

    Dadurch ergibt sich eine reichhaltige Kost basierend auf Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst und Getreide/Körner. Ich halte mich selbst an diese Ernährungsweise und habe erfreuliche Verbesserungen meiner Werte feststellen können, obwohl ich nun viel mehr Kohlenhydrate esse als vorher. Vorher habe ich mich ganz ähnlich der Weise ernährt, die Rainer skizziert hat.

    Viel Erfolg bei der weiteren Wissensaneignung :-)

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    am 29.03.2015 13:08:47
    Danke Euch,

    kann mir vielleicht noch jemand erklären, warum mein Nüchternzucker zu hoch ist, aber die Werte nach jedem Essen normal? Was passiert da in der Nacht? Unterzuckerung? Hab auch schon den Tip bekommen vor dem Schlafengehen eine Scheibe Vollkornbrot zu essen. Ist aber auch nicht besser gewesen. Gestern abend nur Pellkartoffeln und Gemüse gegessen (sonst meistens Brot - Hauptmahlzeit habe ich sonst mittags), danach noch ein Stück Bitterschokolade.Und heute morgen BZ 95!!! Zufall?

    LG Giesi
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 29.03.2015 13:21:18
    Der Morgendliche Anstieg der Blutzuckerwerte hat bei Menschen, die kein Insulinspritzen, nichts mit Unterzuckerungen zu tun. Es sind Hormone, die ausgeschüttet werden die das Verursachen. Zum einem produziert der Körper (Leber und Niere) in der Nacht mehr Körpereigenen Zucker (Gluconeogenese) zum anderen aber steigen auch die Gegenspieler von Insulin bei manchen an (besonders in der Pubertät aber auch später). Bei ausreichend Bewegung am Tag werden beide Prozesse egalisiert.
    Bearbeitet von User am 29.03.2015 13:22:52. Grund: .
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.03.2015 13:23:20
    giesi1962 schrieb:
    Gestern abend nur Pellkartoffeln und Gemüse gegessen (sonst meistens Brot - Hauptmahlzeit habe ich sonst mittags), danach noch ein Stück Bitterschokolade.Und heute morgen BZ 95!!! Zufall?

    Allgemein kann man sagen, dass der NBZ sich nur wenig davon beeinflussen lässt, was du am Abend isst. Wenn du aber etwas gefunden hast, dann probiere ruhig aus, ob es bei dir immer oder zumindest häufig zu einem besseren Nüchternwert führt.

    Der hohe BZ-Wert kommt durch die Ausgabe von Glukose aus der Leber zustande. Das ist eigentlich ein normaler Vorgang, nur bei uns Diabetikern gibt die Leber mehr Glukose aus als gebraucht wird.

    LG Rainer
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    Mitglied seit: 28.03.2015
    am 30.03.2015 14:16:51
    vielen Dank für Eure Antworten. Mal sehen was ich in 4 Wochen noch erreichen kann.

    LG
    giesi
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    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 28.03.2015
    am 30.03.2015 14:16:51
    vielen Dank für Eure Antworten. Mal sehen was ich in 4 Wochen noch erreichen kann.

    LG
    giesi