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Resistente Stärke gegen Diabetes. Oder: endlich wieder Nudeln?
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am 29.03.2015 21:04:24
hjt_Jürgen schrieb:
5% der Stärke wird also mit dem Abkühlen BZ-mäßig unwirksam. Kann das sein, dass die Größenordnung nicht einmal aus dem Streubereich der BZ-Ergebnisse mit einem normalen Messgerät herauskommt?
Warum probierst du es nicht einfach aus? Aller Theorie ist grau, wie Rainer oben schon anmerkte.
Mit deiner Prozentrechnung ist das so eine Sache, weil du GLP1 nicht beachtest. Dies scheint ja einer der Hauptgründe zu sein für die signifikant niedrigeren Werte beim Konsum von RS nach den Mahlzeiten. Weshalb sich ja auch keine Erniedrigung beim NBZ ergab, denn GLP1 scheint im Verdauungstrakt zu wirken nach den Mahlzeiten.
Bearbeitet von User am 29.03.2015 21:04:46. Grund: . -
ferrato
Rang: Gastam 29.03.2015 23:53:11
hjt_Jürgen schrieb:
5% der Stärke wird also mit dem Abkühlen BZ-mäßig unwirksam. Kann das sein, dass die Größenordnung nicht einmal aus dem Streubereich der BZ-Ergebnisse mit einem normalen Messgerät herauskommt?
Ja, das denke ich auch. Ich schrieb ja schon, dass ich darauf gar nicht geachtet und immer die kompletten KH berechnete habe. Wenn das mehr als 5 % gewesen wären, müsste ich zwangsläufig und ziemlich häufig in unerklärliche Hyponähe gekommen sein, da ich ja dann zu viel gespritzt hätte. Ich konnte aber objektiv keine Auffälligkeiten beobachten.
Und wenn dies so ist, dann ist das nur wieder ein Hype. denn Resistente Stärke hat es ja schon immer gegeben. Und nicht einmal in der Pumpenschulung (und die war eigentlich sehr ausführlich) wurde das Thema erwähnt.
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am 30.03.2015 00:44:42
Schade dass es ausgerechnet bei dir nicht funktioniert. Da kann ich deinen Ärger ja fast verstehen.
Die Studie aus der ich zitiere ist übrigens von 2014. Hat deine Pumpenschulung also erst in den letzten Wochen statt gefunden, ja? Wie soll denn der Lehrer davon gewusst haben, wenn es eine derartige Untersuchung vorher nicht gab ;-) ("However, the efficacy of RS in individuals with T2DM has not been investigated [before]."). Auch wenn Tierversuche es schon vorher andeuteten...
Aber es könnte ja durchaus sein, dass es da einen Unterschied zwischen T2 und T1 gibt. Die Studie wurde an T2ern durchgeführt und hat demzufolge auch nur bei T2ern signifikant niedrigeren Blutzucker nach dem Essen nachweisen können. Allerdings könntest du das ganze auch einfach selbst testen anstatt die deutlichen Hinweise etwas albern und pauschal als Hype wegzuwischen ;-)
Ich werde morgen mal mit 100g Vollkornnudeln testen, die ich heute in den Kühlschrank gestellt habe. -
am 30.03.2015 08:07:32
Aufgewärmte Nudeln.
Per Definition ziemlich matschig und ergo ziemlich "weit verarbeitet".
Der geschulte Diabetiker weiß: Je mehr ein KH-Lebensmittel verarbeitet wird, desto schneller sind die KH im Blut.
Da wird der kleine Anteil "Resistenter KH" den schnellen KH aus den Nudeln den Weg ins Blut nicht verstellen....
Nicht umsonst lernt man in einer guten Schulung:
Al Dente = Der Anstieg kann sich durchaus auf 5 Stunden hinauszögern
Matsche = Schneller Anstieg, lange Wirkung.
5 % Resistente KH sind da echt egal.
Bearbeitet von User am 30.03.2015 08:13:40. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2015 11:13:35
Um messbare Auswirkungen bei einem RKH-Anteil von 5 % erkennen zu können müsste man Mengen an stärkehaltigen Lebensmitteln zu sich nehmen.
Nehmen wir 'normale' Teigwaren ohne Ei.
Die haben rund 70 g Stärke auf 100 g unverarbeitetes Produkt. Macht rund 3,5 g (mögliche) RKH. Das liegt locker im Fehlerbereich des Meßgerätes. Signifikante Auswirkungen mag eine (gedachte) BE-aus RKH haben, was aber bedeutet 350 g Rohnudeln ins Wasser (ich geh davon aus, dass ein geringer Teil der Stärke ins Wasser abgegeben wird). Abkühlen lassen und am nächsten Tag (ohne Zusätze um das Ergebnis nicht zu verfälschen) verspeisen...Mahlzeit...
@purea...was deine Vollkornnudeln angeht...nunja...Die messbare Auswirkung bei einem Stärkeanteil von rund 20 g auf 100 g (selbsthergestelltes) Rohprodukt dürfte hier bei rund 1,2 kg zu sich genommene Vollkornnudeln liegen (20 g Stärkeanteil auf 100 g x 5% = 1 g (mögliche) RKH x 12 = 1 (gedachte) BE-aus RKH). Deine 100g Vollkornnudeln liegen nicht messbaren, bzw. im Toleranzbereich deines Gerätes.
Abgesehen davon, wie aussagekräftig ist eine Studie mit 17 Teilnehmern um diese These selbst zu testen?
Man sollte dabei auch nicht vergessen, dass nach erstmaligem Erhitzen der Stärke der 'Verwesungs' bzw. Gärprozess der Stärke beginnt...also viel Spass bei erwärmen, abkühlen, erwärmen, abkühlen...
________________________________________________________________
Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P.
Bearbeitet von User am 30.03.2015 11:23:46. Grund: Zusatz1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2015 14:08:57
TypEinser schrieb:
Aufgewärmte Nudeln.
Per Definition ziemlich matschig und ergo ziemlich "weit verarbeitet"
Wenn Nudeln zerkochen, dann liegt das am.....genau: untalentierten Koch ;-)
Du könntest z.B. selbst kochen lernen, als Rezepte aus dem Internet nachzubauen. Meine Nudeln sind selbstverständlich auch am nächsten Tag noch al dente. Du kannst den Effekt auch noch etwas verstärken, indem du lufttrocknest.
Wenn bereits wenige Gramm resistenter Stärke offenbar die Konzentration von GLP1 im Verdauungstrakt derart stark erhöhen, so dass sich signifikant niedrigere postprandiale Werte ergeben, dann lässt das eigentlich nur einen Schluss zu: geh und lerne, wie man richtig Nudeln kocht. Als nächstes könntest du dich dann an Kartoffeln heranwagen. Die sind etwas schwerer, weil man aufgrund der verschiedenen Größen nicht genau nach Minuten kochen kann. Aber da greife ich dir gerne auch noch unter die Arme ;-)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2015 14:17:42
DungeonKeeper schrieb:
@purea...was deine Vollkornnudeln angeht...nunja...Die messbare Auswirkung bei einem Stärkeanteil von rund 20 g auf 100 g (selbsthergestelltes) Rohprodukt dürfte hier bei rund 1,2 kg zu sich genommene Vollkornnudeln liegen (20 g Stärkeanteil auf 100 g x 5% = 1 g (mögliche) RKH x 12 = 1 (gedachte) BE-aus RKH). Deine 100g Vollkornnudeln liegen nicht messbaren, bzw. im Toleranzbereich deines Gerätes.
Abgesehen davon, wie aussagekräftig ist eine Studie mit 17 Teilnehmern um diese These selbst zu testen?
Man sollte dabei auch nicht vergessen, dass nach erstmaligem Erhitzen der Stärke der 'Verwesungs' bzw. Gärprozess der Stärke beginnt...also viel Spass bei erwärmen, abkühlen, erwärmen, abkühlen...
Deine Rechnung ist völlig irrelevant, wenn die Hinweise auf GLP1 zutreffen und dieses Peptid die Ursache für die geringeren postprandialen Werte ist (die ja eindeutig nachgewiesen wurden). Wenn 1g RS reichte, um GLP1 im Verdauungstrakt anzureichern, dann brauche ich möglicherweise nicht 3,8kg Nudeln nebst 14,7kg Kartoffeln in 4,5 Minuten zu verspeisen, wie du es suggerieren möchtest.
Und auch für dich gilt: probiere es aus. Dann sehen wir weiter. Dein Hinweis auf die Toxizität von ordnungsgemäß gekühlten Nudeln vom Vortag ist aber nun wirklich Kindergarten. Du kannst Nudeln vom Vortag völlig gefahrlos aufwärmen und verspeisen. Genauso wie jedes andere Essen auch, wie z.B. Kartoffeln. Bei vielen Speisen erhöht sich ja gerade die Qualität von Speisen, wenn man sie einen Tag ruhen lässt. Da fallen z.B. die Kartoffeln, aus denen man am nächsten Tag so gerne Bratkartoffeln macht, genau rein.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2015 15:06:04
purea schrieb:
Deine Rechnung ist völlig irrelevant, wenn die Hinweise auf GLP1 zutreffen und dieses Peptid die Ursache für die geringeren postprandialen Werte ist (die ja eindeutig nachgewiesen wurden). Wenn 1g RS reichte, um GLP1 im Verdauungstrakt anzureichern, dann brauche ich möglicherweise nicht 3,8kg Nudeln nebst 14,7kg Kartoffeln in 4,5 Minuten zu verspeisen, wie du es suggerieren möchtest.
Und auch für dich gilt: probiere es aus. Dann sehen wir weiter. Dein Hinweis auf die Toxizität von ordnungsgemäß gekühlten Nudeln vom Vortag ist aber nun wirklich Kindergarten. Du kannst Nudeln vom Vortag völlig gefahrlos aufwärmen und verspeisen. Genauso wie jedes andere Essen auch, wie z.B. Kartoffeln. Bei vielen Speisen erhöht sich ja gerade die Qualität von Speisen, wenn man sie einen Tag ruhen lässt. Da fallen z.B. die Kartoffeln, aus denen man am nächsten Tag so gerne Bratkartoffeln macht, genau rein.
Es ist immer wieder bewundernswert wie du es schaffst die Beiträge Anderer ins Lächerliche zu ziehen, ohne wirklich fundierte Aussagen zu treffen (3,8 kg Nudeln, 14,7 kg Kartoffeln). Die 'Studie' die du aufführst wurde an 17 DII-Patienten durchgeführt. Soweit ich gelesen habe, sind die Testbedingungen nicht sehr ausführlich aufgeführt, so dass komplette Unklarheit dahingehend besteht welche Mengen RKH zugeführt wurden um relevante Ergebnisse zu erzielen. Es besteht die Möglichkeit, dass es Auswirkungen hat, aber nicht in welchem Umfang. Daraus eine eigene Testreihe zu entwickeln obliegt dir allein.
Welcher Hinweis auf Toxitität kam von mir? Du scheinst keine Ahnung von der Behandlung von Lebensmitteln zu haben. Gleich nach der Ernte bzw. der Tötung beginnt der Verwesungsprozess. Der kann unterbrochen (einfrieren) oder verlangsamt werden (Kühlung). Du kannst ihn aber nicht aufhalten!
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Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P. -
am 30.03.2015 15:28:23
purea schrieb:
TypEinser schrieb:
Aufgewärmte Nudeln.
Per Definition ziemlich matschig und ergo ziemlich "weit verarbeitet"
Wenn Nudeln zerkochen, dann liegt das am.....genau: untalentierten Koch ;-)
Du könntest z.B. selbst kochen lernen, als Rezepte aus dem Internet nachzubauen. Meine Nudeln sind selbstverständlich auch am nächsten Tag noch al dente. Du kannst den Effekt auch noch etwas verstärken, indem du lufttrocknest.
Wenn bereits wenige Gramm resistenter Stärke offenbar die Konzentration von GLP1 im Verdauungstrakt derart stark erhöhen, so dass sich signifikant niedrigere postprandiale Werte ergeben, dann lässt das eigentlich nur einen Schluss zu: geh und lerne, wie man richtig Nudeln kocht. Als nächstes könntest du dich dann an Kartoffeln heranwagen. Die sind etwas schwerer, weil man aufgrund der verschiedenen Größen nicht genau nach Minuten kochen kann. Aber da greife ich dir gerne auch noch unter die Arme ;-)
Soso, am nächsten Tag al dente, und dann mit resistenten KH.
Wie darf ich mir denn das lufttrocknen vorstellen? So richtig mit Wäscheklammern an der Leine?
Da hätte ich gerne mal ein Foto! ;))
Was sich manche Leute antun – Purea, das kann nicht ernstgemeint sein! -
am 30.03.2015 15:30:33
Dungeon schrieb:
Soweit ich gelesen habe, sind die Testbedingungen nicht sehr ausführlich aufgeführt, so dass komplette Unklarheit dahingehend besteht welche Mengen RKH zugeführt wurden
Ja, du hast es eben gar nicht gelesen, ziehst die dann nicht gelesene Studie ins Lächerliche und suggerierst sogar Gefahr beim Verspeisen von Vortagsessen, was in unzähligen Haushalten seit "Jahrtausenden" Praxis ist. Da provozierst du natürlich einen harschen Kommentar. ("Seventeen individuals with well controlled T2DM (HbA1c 46.6±2 mmol/mol) consumed, in a random order, either 40g of type 2 RS (HAM-RS2) or a placebo, daily for 12 weeks with a 12 week washout period in between.")
"Verwesungsprozess" ..... samma :-))). Es gibt einen praktischen Unterschied zwischen Verwesung (schlecht-werden) und lagern. Und sehr vieles REIFT gerade erst bei Lagerung. Das betrifft nicht nur alle Obstsorten. Bei Leichen ist das in der Tat ein wenig anders. Die Verwesen sofort.
Es bleibt weiterhin VÖLLIG unproblematisch, Nudeln und Kartoffeln sowie die allermeisten anderen Speisen vom Vortag wieder aufzuwärmen und zu essen. Dass du den Effekt von Vortagskartoffeln oder -nudeln auf deinen BZ deshalb nicht testest, weil du eine nichtgelesene Studie für nicht aussagekräftig hältst, ist ein denkbar schwaches Argument angesichts der völlig gefahrlosen und einfachen Testbarkeit.
Bearbeitet von User am 30.03.2015 15:31:59. Grund: .