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Resistente Stärke gegen Diabetes. Oder: endlich wieder Nudeln?

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    am 30.03.2015 15:39:39
    TypEinser schrieb:

    Soso, am nächsten Tag al dente, und dann mit resistenten KH.
    Wie darf ich mir denn das lufttrocknen vorstellen?


    Lufttrocknen bedeutet, die Speise so stehen zu lassen (nicht luftdicht verschlossen). Bei Nudeln bildet sich dann recht schnell eine Art Trockenkruste, der den Al-dente-Effekt noch verstärkt.

    Es geht übrigens um Resistente Stärke. Resistente Kohlenhydrate könntest du aber gerne noch erfinden bzw. erforschen und dann hier posten ;-)
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    am 30.03.2015 15:43:00
    Ah! Wieder was gelernt. Stärke = Kohlenhydrat? NEIN!

    Aber ich werde wohl auf den nicht messbaren "Effekt" verzichten und meine Nudeln so wie eh und genießen.

    Schön frisch gekocht, lecker dampfend.... auf den Punkt gegart.


    Ganz ohne Brimborium eben.
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 15:49:34. Grund: .
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    am 30.03.2015 15:54:20
    purea schrieb:
    Ja, du hast es eben gar nicht gelesen, ziehst die dann nicht gelesene Studie ins Lächerliche und suggerierst sogar Gefahr beim Verspeisen von Vortagsessen, was in unzähligen Haushalten seit "Jahrtausenden" Praxis ist. Da provozierst du natürlich einen harschen Kommentar. ("Seventeen individuals with well controlled T2DM (HbA1c 46.6±2 mmol/mol) consumed, in a random order, either 40g of type 2 RS (HAM-RS2) or a placebo, daily for 12 weeks with a 12 week washout period in between.")

    "Verwesungsprozess" ..... samma :-))). Es gibt einen praktischen Unterschied zwischen Verwesung (schlecht-werden) und lagern. Und sehr vieles REIFT gerade erst bei Lagerung. Das betrifft nicht nur alle Obstsorten. Bei Leichen ist das in der Tat ein wenig anders. Die Verwesen sofort.

    Es bleibt weiterhin VÖLLIG unproblematisch, Nudeln und Kartoffeln sowie die allermeisten anderen Speisen vom Vortag wieder aufzuwärmen und zu essen. Dass du den Effekt von Vortagskartoffeln oder -nudeln auf deinen BZ deshalb nicht testest, weil du eine nichtgelesene Studie für nicht aussagekräftig hältst, ist ein denkbar schwaches Argument angesichts der völlig gefahrlosen und einfachen Testbarkeit.



    Ok...bitte zitiere mich zu folgenden Punkten.

    1. Wo ziehe ich die Studie ins Lächerliche?
    2. Wo suggeriere ich Gefahren beim Verspeisen von Vortagsessen?
    3. Wann beginnt, deiner Meinung nach, der Prozess des Verderbens/Verwesens (Verderben ist ein Synonym von Verwesen, welches aber eher auf Lebensmittel angewandt wird, sagt aber dasselbe aus.)
    4. Wie stellst du den Zusammenhang zwischen Verwesen und lagern her?

    ...und wenn DU die Studie richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass 40 g RS 2 (RS2 = unverdaulich, sofern sie NICHT erhitzt wird) über 12 Wochen zugeführt wurden. Und jetzt machst du den (einmaligen!) Test mit 1 g RS 3 (RS 3 = erhitzen und danach abkühlen) aus 100 g Vollkornnudeln.

    Was kommt als nächstes? oGTT-Partys mit alten Nudeln?
    ________________________________________________________________
    Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P.
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 15:56:52. Grund: tags
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    am 30.03.2015 15:55:24
    TypEinser schrieb:
    Aber ich werde wohl auf den nicht messbaren "Effekt" verzichten und meine Nudeln so wie eh und genießen.

    Und es spricht jetzt genau WAS dagegen, dass du einfach die doppelte Menge Nudeln (oder Kartoffeln) machst und eine Hälfte nach dem Lufttrocknen in den Kühlschrank packst für den Nudelsalat am nächsten Tag?? Einfach mal aus Neugier??

    Sorry, but your reluctance doesn't make any sense :-)
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 15:56:54. Grund: .
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    am 30.03.2015 16:20:49
    purea schrieb:
    Es bleibt weiterhin VÖLLIG unproblematisch, Nudeln und Kartoffeln sowie die allermeisten anderen Speisen vom Vortag wieder aufzuwärmen und zu essen.


    Machen wir so seit Jahrzehnten häufig, seit unsere Kinder aus dem Haus sind. Und ich hab noch nie einen BZ-/Insulin-Bedarfs-Unterschied zwischen der frischen Portion am ersten und der aufgewärmten am zweiten Tag gemessen. Und das, wo ich schon recht aufmerksam mit BZ und Spritzmengen umgehe.

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 16:21:29. Grund: Ergänzung
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    am 30.03.2015 16:26:54
    "1. Wo ziehe ich die Studie ins Lächerliche?"
    - Von mir bewusst überspitzt formuliert, weil dein Tenor Tendenz vermuten lässt. Anders ausgedrückt: Wer kritisch denkt, formuliert anders. Du hast dagegen offensichtlich ein Tendenz, und so lesen sich deine Texte dann auch.

    "2. Wo suggeriere ich Gefahren beim Verspeisen von Vortagsessen?"
    - Wenn du bei Kartoffeln aus dem Kühlschrank von Verwesungsprozessen sprichst, dann suggerierst du sehr deutlich gesundheitlich oder geschmacklich nachteilige Effekte. Und du zeigst wieder eine deutliche Tendenz. Denn das "Verwesung" eine negative Konnotation besitzt, ist dir wahrscheinlich klar. Insofern Vorsatz ;-)

    "3. Wann beginnt, deiner Meinung nach, der Prozess des Verderbens/Verwesens (Verderben ist ein Synonym von Verwesen, welches aber eher auf Lebensmittel angewandt wird, sagt aber dasselbe aus.)"
    - Verderb/Verwesung beginnt mit der Ungenießbarkeit von Lebenesmitteln. Das kann aus geschmacklichen oder aus gesundheitlichen Gründen der Fall sein. Der 24 Monate gereifte Parmesan D.O.C. verdirbt eben nicht, noch verwest er. Das macht er erst viel später, oder bei falscher Lagerung auch wesentlich früher. Das ist also ein ganz praktischer Unterschied.

    4. Wie stellst du den Zusammenhang zwischen Verwesen und lagern her?
    - Siehe 3. Es ist ein ganz praktischer Zusammenhang. Beim Verwesen wird estwas schlecht, ungenießbar, gesundheitlich bedenklich. Lagern ist eine geschmacklich wie gesundheitlich unbedenkliche Form der Konservierung, die in vielen Fällen geschmacklich sogar eine Voraussetzung für "Vollendung" schafft.
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    am 30.03.2015 16:28:59
    hjt_Jürgen schrieb:

    Machen wir so seit Jahrzehnten häufig, seit unsere Kinder aus dem Haus sind. Und ich hab noch nie einen BZ-/Insulin-Bedarfs-Unterschied zwischen der frischen Portion am ersten und der aufgewärmten am zweiten Tag gemessen. Und das, wo ich schon recht aufmerksam mit BZ und Spritzmengen umgehe.


    Interessant. Na mal gucken, Versuch macht kluch :-)
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    am 30.03.2015 17:50:57
    So, nun also einen Selbsttest durchgeführt mit folgenden Werten:

    0h/87
    0,5h/122
    1h/110
    1,5h/117
    2h/111
    3h/103

    - bei genau 100g Vollkornnudeln (Trockenmasse, Penne von Aldi)
    - kurze Lufttrocknung bei Raumtemperatur
    - ca. 15 Stunden im Kühlschrank gelagert
    - Konsistenz: sehr al dente

    Dazu gab es:

    - 1 Esslöffel Balsamico (mosthaltig)
    - vermischt mit einem Teelöffel Senf, scharf
    - 150g Salatmischung (Lidl, Eisbergmischung)
    - ordentliche Portion Leinsamen, geschrotet
    - getrocknete Tomaten
    - 1 Chicoree
    - ca. 150g Cherrytomaten

    Demnach also kein verzögerndes zusätzliches Fett. Außer dem Balsamico, der mit einem Esslöffel kaum Gewicht hat, sind alle Zutaten mit Ausnahme der Nudeln BZ-technisch nicht relevant.

    Bei mir also ein überraschend positiver Effekt, wie vorhergesagt. Kalte Nudeln: Daumen nach oben!
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 19:48:02. Grund: Werte hinzugefügt
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    am 30.03.2015 19:11:02
    Nudeln entfalten ihre Wirkung durchaus später...
    Würdest du noch vier Teststreifen im Stundentakt anwenden hast Du Gewissheit.

    Die Anfangswerte lassen da Überraschung schließen.
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    am 30.03.2015 19:53:20
    Nee, das kann nicht sein, wie man an den aktualisierten Werte sieht.
    Auch war ja der Peak bei 0,5h eindeutig, der nur von den Nudeln kommen konnte (siehe Zutatenliste).

    Das ist wirklich ein auffällig guter Wert nach 100g Nudeln. Auch wenn ihr es als Versuchsunwillige nicht hören wollt ;-)

    Wäre ja interessant, ob es bei anderen auch positive Effekte hat.