Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Insulinresistenz besiegen, wann weiß ich das ich es geschafft habe?
-
am 30.03.2015 10:11:30
Hallo Zusammen,
kurze Zusammenfassung der Sachlage, damit ihr meine Frage versteht.
Ich bin jetzt 39, letztes Jahr wurde bei mir Insulinresistenz und gestörte Glukosetolleranz, also Pre-Diabetes festgestellt und mir wurde empfohlen mit LowCarb abzunehmen. (ich hatte damals hier schon mal deshalb gefragt(
Gesagt getan, startgewicht waren 140 Kilo bei 173cm Körpergröße. Ich hab bis jetzt 28 Kilo abgenommen.
Im Juli 14 und Nov 14 hatte ich Blutzuckerbelastungstests, beim Test im Nov zeigte sich, dass der Gkukose-Zuckerwert (nach 2 Stunden) sich deutlich gesenkt hatte.
Also, ja, ich musste nüchtern zum Test und folgenden Werte wurden gemessen, sowohl nach 1 Stunde (Probe 2 und nach 2 Stunden = Probe 3)
Werte im Juli
1. Insulin Basal = 11
2. Insulin Probe 2 = 68
2. Insulin Probe 3 = 62
1. Glukose nüchtern aus FCP = 95
1. Glukose Probe 2 = 176
1. Glukose Probe 3 = 147
HOMA Index = 2,6
Werte im November
1. Insulin Basal = 20,3
2. Insulin Probe 2 = 85
2. Insulin Probe 3 = 72
1. Glukose nüchtern aus FCP = 102
1. Glukose Probe 2 = 184
1. Glukose Probe 3 = 119
HOMA Index = 5,2
Was mich jetzt mal interessieren würde. Bei welchem Wert weiß ich, wann ich die Insulinresistenz besiegt habe? -
am 30.03.2015 13:40:21
z.B. http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/h/HOMA-Index.htm
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 30.03.2015 13:41:39
Danke aber das hilft nicht so ganz, da der HOMA Index ne Moment aufnahme ist und die beim letzen Mal schlecht ausfiel, obwohl der Glukoswert deutlich besser war -
am 30.03.2015 16:33:55
Schon richtig:
Das Verhältnis von gerade im Moment umlaufendem Insulin (Halbwertzeit so 4,5 Minuten) zu gerade umlaufender Glukose bestimmt den Grad der Insulinresistenz, also den HOMA-Index. Auch mit völlig gesundem BZ ohne alle auffälligen Spitzen kann man ne fette Insulinresistenz haben, also seeeehr viel mehr Insulin in Umlauf, als vollkommen gesund zum BZ passt.1
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.03.2015 20:25:55
Ich persönlich halte diese Methode für ungeeignet um eine erfolgskontrolle bezüglich einer Resistenz durchzuführen.
1. Der Ort an dem die Resistenz wirkt ist nicht die Bauchspeicheldrüse und nicht die Betas also nicht dort wo das Insulin Produziert wird. Die Resistenz ist an den rezeptoren an den Muskeln und allen anderen Geweben. Es erfolgt also nur eine Indirekte Messung.
2. Die Halbwertszeit von Insulin ist so gering, so daß Fehler von der Probenahme bis zum Labor praktisch vorprogrammiert sind.
3.) Die Zahlen haben dadurch keine Vergleichbarkeit.
Aber diese Methode gibt Anhaltspunkte über die Existenz einer Resistenz. Also ist sie eventuell gut bei einer differential Diagnose als eines von fielen Messinstrumenten. -
am 31.03.2015 22:37:36
Am einfachsten ist das mit dem prädiabetisch zeitweise höher als gesund verlaufenden BZ, der häufig als Insulinresistenz bezeichnet wird.
Wenn der BZ zuverlässig im gesunden Rahmen bleibt, womöglich sogar in der Spitze nach dem Einfüllen von ganz viiiiel Glukose, dann ist diese IR ganz eindeutig durchbrochen.
Komplizierter wird’s, wenn man das Verhältnis vom jeweils präsenten Insulin zum jeweils entsprechenden BZ bestimmt. Da kann sich auch bei z.B. völlig gesunden 80mg/dl die 3 oder 4 oder noch mehr fache Menge an Insulin im Vergleich zu einem Gesunden im Blut befinden und damit eine große Insulinresistenz darstellen.
Und die führt nur in den Fällen in den Diabetes, in denen die Beta-Zellen dem Bedarf nicht mehr nach kommen können.
Traditionell wird als erste die periphere Insulinresistenz benannt, das verminderte Ansprechen der Muskelzellen auf Insulin und damit die verminderte Aufnahme von Glukose aus dem Blut. Mit dieser verminderten Aufnahme wird traditionell der diabetisch erhöhte BZ und eben der Typ2 erklärt. Obwohl die verminderte Aufnahme z.B. in Ruhe bei gesunden Menschen keinerlei BZ-Erhöhung zur Folge hat - infolge gesunder Regelung, die dafür sorgt, dass im Blut nur immer die Menge an Glukose vorhanden ist, die auch ge- und verbraucht wird.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 02.04.2015 12:47:34
hjt_Jürgen schrieb:
Komplizierter wird’s, wenn man das Verhältnis vom jeweils präsenten Insulin zum jeweils entsprechenden BZ bestimmt. Da kann sich auch bei z.B. völlig gesunden 80mg/dl die 3 oder 4 oder noch mehr fache Menge an Insulin im Vergleich zu einem Gesunden im Blut befinden und damit eine große Insulinresistenz darstellen.
Und die führt nur in den Fällen in den Diabetes, in denen die Beta-Zellen dem Bedarf nicht mehr nach kommen können.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
6h
Danke, und da taucht das nächste auf, was ich bewusst nicht erwähnte. Die Spanne wieviel Insulin bei Gesunden im Umlauf ist bei einer bestimmten Menge Glokose, sind so hoch das sich darunter auch Prädiabetiker verstecken könnten. Ebenso kann ein Gesunder zu den Prädiabetiker gehören. Es gibt keine scharfe Abgrenzung der Insulinmengen, weil diese nicht nur vom Faktor Glukose oder Resistenz abhängt sondern von einer Vielzahl von Faktoren.
Bearbeitet von User am 02.04.2015 13:07:30. Grund: .