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Unser Lebensstil zerstört die Keimvielfalt der Darmflora 19.04.2015, 13:47 Uhr | AP

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    am 19.04.2015 22:17:08
    Wir könnten neidisch sein auf die Yanomami-Indianer am Amazonas. Ihre Welt ist in vielerlei Hinsicht noch heil, ihr Lebensstil harmonisch und gesund. Als einen Indikator dafür haben Forscher die Darmflora entdeckt. Denn die hat Auswirkungen auf das gesamte Wohlbefinden. Der isoliert lebende Stamm kennt kein Übergewicht, hat keine Probleme mit Allergien und Diabetes. Grund dafür sind wohl eine Vielzahl von Keimen und Bakterien. Eine Studie wirft neue Fragen über die mikrobielle Vielfalt unserer Vorfahren und darüber auf, ob moderne Ernährungsweisen und Lebensstile Bakterien zerstören, die für das Immunsystem wichtig sind

    Vergleiche der bakteriellen DNA der Yanomami zeigten, dass das Mikrobiom von Amerikanern gut 40 Prozent weniger divers ist. Das Yanomami-Mikrobiom war auch vielfältiger als das von anderen Ureinwohnerpopulationen, die mehr Kontakt zur Zivilisation haben, wie die Guahibo in Venezuela und die Landbevölkerung im südostafrikanischen Malawi. Der westliche Lebensstil scheint also die Anzahl der Mikroorganismen im Darm zu reduzieren.

    "Stille" Bakterienstämme sind das Geheimnis

    Gentests brachten die Überraschung, dass die Yanomami "stille" Bakterienstämme haben, die gegen Antibiotika resistent sind. Nach ihrem "Einschalten" konnten sie einige moderne Antibiotika blockieren, erklärt Koauthor Guatam Dantas. Die Bakterien kämen im Boden vor und die Yanomami hätten sie irgendwann aufgenommen. Diese Bakterien hätten Widerstandsgene als Abwehr von Wettbewerbern entwickelt.
  • Diabmonarch

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    am 19.04.2015 23:03:32
    Gratuliere, toller Beitrag! Hätten mich meine Eltern vor 55 Jahren an die Yanomami-Indianer verkauft wäre ich wahrscheinlich nie Diabetiker geworden?
    Dank an Koauthor Guatam Dantas für diese Erklärung, er oder sie verdient damit den Nobelpreis!
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    am 19.04.2015 23:21:51
    Heinz-Hermann schrieb:
    Gratuliere, toller Beitrag! Hätten mich meine Eltern vor 55 Jahren an die Yanomami-Indianer verkauft wäre ich wahrscheinlich nie Diabetiker geworden?
    Dank an Koauthor Guatam Dantas für diese Erklärung, er oder sie verdient damit den Nobelpreis!



    ist das positiv oder negativ gemeint !!
  • Diabmonarch

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 23:27:12
    Sowohl als auch! Mir persönlich bringt diese "Erkenntnis" als Diabetiker nichts!
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    am 19.04.2015 23:27:40
    Davon habe ich auch gelesen, aber erstaunt hat es mich keineswegs. Zudem ist es irrwitzig, wie die Presse alle möglichen Umstände mit Diabetes mellitus verknüpft. Einfach nur absurd.
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    am 20.04.2015 07:41:34
    antiDia schrieb:
    Gentests brachten die Überraschung, dass die Yanomami "stille" Bakterienstämme haben, die gegen Antibiotika resistent sind. Nach ihrem "Einschalten" konnten sie einige moderne Antibiotika blockieren, erklärt Koauthor Guatam Dantas. Die Bakterien kämen im Boden vor und die Yanomami hätten sie irgendwann aufgenommen. Diese Bakterien hätten Widerstandsgene als Abwehr von Wettbewerbern entwickelt.




    Wenn die Bakterien Antibiotika blockieren... hört sich nicht gut an, oder?