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Bin neu hier und habe viele Fragen
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am 06.05.2015 16:40:42
Rainer schrieb:
Hallo Wolle, hallo EH,
das ist nicht meine Meinung, sondern ärztliche Handlungsmaxime. Das nennt sich "altersgerechte Diabeteseinstellung" und ist in den letzten Jahren groß in Mode gekommen. Das gilt natürlich hauptsächlich für diejenigen, bei denen der Diabetes im Alter erst diagnostiziert wird.
Mit den 70 habe ich mich allerdings geirrt, ich habe jetzt in mehreren Artikeln 75 als Grenze gefunden. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen.
Beste Grüße, Rainer
Damit soll wohl auf das sozialverträgliche Ableben hingearbeitet werden, Irgendetwas muß man schließlich gegen die "Rentnerschwemme" tun. -
ferrato
Rang: Gastam 06.05.2015 20:30:00
Rainer schrieb:
Hallo Wolle, hallo EH,
das ist nicht meine Meinung, sondern ärztliche Handlungsmaxime. Das nennt sich "altersgerechte Diabeteseinstellung" und ist in den letzten Jahren groß in Mode gekommen. Das gilt natürlich hauptsächlich für diejenigen, bei denen der Diabetes im Alter erst diagnostiziert wird.
Mit den 70 habe ich mich allerdings geirrt, ich habe jetzt in mehreren Artikeln 75 als Grenze gefunden. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen.
Beste Grüße, Rainer
Schon eine etwas magere Entschuldigung. Du hast deutlich geschrieben:
So eine Behandlung wäre ja in Ordnung, wenn du 70 oder älter wärst...
Damit hast Du diese ärztliche Handlungsmaxime schon zu Deiner eigenen Meinung gemacht. Da nützt rausreden jetzt auch nicht viel...
Bearbeitet von User am 06.05.2015 20:30:37. Grund: Korrekrur -
Kato01
Rang: Gastam 06.05.2015 20:54:03
Wenn jemand bei -Erstdiagnose-
70 oder älter ist,hat er in punkto
Folgeerscheinungen nicht mehr so viel zu befürchten.
Daher könnte er auch entspannter behandelt werden- ohne ihn abzuwerten. -
am 07.05.2015 09:43:02
Kato schrieb:
Wenn jemand bei -Erstdiagnose-
70 oder älter ist,hat er in punkto
Folgeerscheinungen nicht mehr so viel zu befürchten.
Daher könnte er auch entspannter behandelt werden- ohne ihn abzuwerten.
Das kann man so nicht sagen. Gerade bei älteren Patienten, die ihrem Hausarzt vertrauen, kann es durchaus passieren, daß die "Erstdiagnose" erst nach etlichen Jahren gestellt wird und daß da bereits einiges an Folgeschäden da ist.
Außerdem befürchte ich, daß diese "Behandlung" auch älteren Patienten zuteil wird, die schon länger Diabetes haben, Ich erlebe das im Moment selbst. Meine langjährige Hausärztin ist in den Ruhestand gegangen und ich bin auf der Suche nach einem neuen Hausarzt. Bis heute hab ich nocb keinen gefunden. Immer, wenn ich sage, daß ich Insulin spritzen muß, wird das mit großer Skepsis aufgenommen und wenn ich dann sage, daß ich schon seit ca, 40 Jahren Typ 2 habe, merke ich, daß mir nicht geglaubt wird. Das ist besonders auffällig bei Hausärzten, die keine Ahnung von Diabetes haben und die Typ2 immer noch als "Alterszucker" sehen,
Ich bin nur froh, daß ich meinen Diabetologen habe, der hoffentlich noch nicht in den Ruhestand gehen wird, -
am 07.05.2015 11:32:23
Alle Hausärzte (Allgemeinmediziner) haben eine Ausbildung als Facharzt gemacht...z.B. Kinderarzt u.s.w. Wenn dann dieser Arzt eine Praxis übernehmen will, muß er sich (aufgrund des Drucks der Krankenkassen) als "Allgemeinmediziner" bezeichnen.
Das gleiche gilt für s.g. Diabetologen. Ein Hausarzt/Allgemeinmediziner nimmt an einem Wochenendeseminar teil und kann sich danach als Diabetologe bezeichnen, was ja auch mehr Geld bringt.
Ich persönlich ziehe ein Krankenhaus vor, welches sich auf Diabetes spezialisiert hat und ambulante Betreuung garantiert.
Ich habe das jetzt nur pauschal geschrieben. Jeder muß sich seine eigene Meinung bilden und Entscheidung treffen.
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- Diabetestyp 2
- Medikation Janumet 2 x 50/1000 mg -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 08.05.2015 18:42:40
Ein wenig mehr als ein Wochenende müssen für die Mindestanforderungen schon geleistet werden. Das Wochenende dauert so mindestens zwei Jahre zusätzlich zum Studium und der anderen Faharztausbildung.
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Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 09.05.2015 00:25:30
Ein Arzt hatte mir das mal vor ein paar Jahren in einer privaten Unterhaltung so erklärt.
Kann sein, daß sich das alles mittlerweile geändert hat und die Richtlinien strenger geworden sind. Ich weiß es nicht...ich bin kein Fachmann.
Ich wollte mit meinem Beitrag auch nur "EH" recht geben: Eine gute Arztpraxis zu finden, die hauptsächlich auf die Behandlung von Diabetes spezialisiert ist, ist schwer zu finden.
In meiner Region z.B. gibt es "nur" Hausärzte, die sich zum Diabetologen weitergebildet haben. Die Behandlung fällt dementsprechend aus. 1 mal im Jahr ein Stimmgabeltest an den Füßen, mal ein kurzes Gespräch über Ernährungsumstellung und ab 150 mg/dl Insulin verschreiben...das war's auch schon.
Daher auch mein Tip mit dem Krankenhaus.
Aber wie schon gesagt, das ist nur meine bescheidene Meinung.
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- Diabetestyp 2
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ferrato
Rang: Gastam 09.05.2015 06:37:00
Am besten sucht man nach einer "diabetologischen Schwerpunktpraxis". Der Praxisinhaber muss an einem 80 stündigen Curriculum (Fortbildung) der DDG teilnehmen. Jährlich müssen weitere Fortbildungen im Bereich Diabetologie nachgewiesen werden, und die Teilnahme an monatlich stattfindenden Qualitätszirkeln ist Pflicht.
Auch das Praxispersonal ist speziell ausgebildet. Es sind eine Diätassistentin (Ausbildungsberuf) oder Diabetesassistentinnen (vierwöchiger Kurs nach DDG-Richtlinien) vorhanden. -
am 09.05.2015 09:54:22
Ich bin inzwischen auch in einer Schwerpunktpraxis und sehr zufrieden. Ich muß aber auch Günter Recht geben, denn ich habe einiges Haarsträubendes von Hausärzten, die meinten, Diabetiker behandeln zu können, erlebt. Der letzte, ein Internist, hat jedes Mal ein Riesentheater gemacht, wenn ich ein Rezept für Insulin brauchte, obwohl ich im Krankenhaus Schwabing "eingestellt" worden war. Ich bin dann in die Diabetesambulanz des Klinikums Innenstadt gegangen und war dort gut aufgehoben. Als ich dann die Schwerpunktpraxis gefunden hatte, hab ich gewechselt, aus dem einfachen Grund, weil ich dort auch nach Feierabend hingehen konnte.
Es ist nicht einfach, eine gute Schwerpunktpraxis zu finden, dabei lebe ich in München und hier herrscht kein Ärztemangel.
Daher kann ich Günters Vorschlag nur unterstützen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 09.05.2015 12:33:26
Zumindest in meiner Stadt gibt es, für meinen Geschmack, zu wenig Diabetologen. Insgesamt gibt es nur zwei Schwerpunkt- Praxen Diabetologie und 2 Kinderderdiabetologen. Im Universitätskrankenhaus gibt es zwar eine diabetologische Abteilung aber die macht keine Ambulanz. In den anderen Krankenhäuser der Stadt ist Diabetologie ein Fremdwort, denke ich.
Persönlich bin ich in einer Schwerpunktpraxis in Behandlung und bin damit sehr zu Frieden.
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Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)