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Schwanger mit massiver Insulinresistenz - Hilfe!
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am 19.05.2015 21:39:20
Hallo Freunde!
Also... Wo fange ich am Besten an... Vor etwa 6 Monaten wurde bei mir PCOS festgestellt, welches mit einer massiven Insulinresistenz Homa 6,9 einher ging. Der HbA1c war wohl im oberen Normbereich, 5,1. Mir wurde dann Metformin verschrieben, aufgrund starken Kinderwunsches und ich wurde auch kurz darauf schwanger.
Habe das Metformin bis zur 18. ssw weiter genommen und es dann ausgeschlichen, morgen nehme ich die letzte Tablette.
Nun bin ich in der 20. Woche und
Habe recht heftigen Schwangerschaftsdiabetes.
Mein Problem ist hierbei lediglich der Blutzucker nach den Mahlzeiten. Dabei esse ich schon fast keine KH mehr. Als "Ersatz" für Metformin habe ich Humalog Insulin bekommen. Leider schlägt es manchmal gar nicht an und ich bin echt verzweifelt!
Der Professor in meiner Diabetesklinik ist leider recht selten zu sprechen...
Ich bin echt am Überlegen ob ich wieder Metformin nehmen soll. Irgendwie scheint die Diabetesberaterin mit meinem Problem überfordert. Als ich sie fragte wie man seine Mahlzeiten richtig berechnet, was BE sind, verwies sie mich aufs Internet und meinte 3 Einheiten wären genug wenn ich KH esse. Was ja aber nicht stimmt! Der BZ geht locker auf 189 hoch wenn ich auch nur irgendwas an KH esse!
Heute war ich wieder dort. Sie meinte ich soll dann eben 8 Einheiten spritzen. Doch auch das "korrigieren" schlägt oftmals nicht an.
Bin halt echt verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll...
Danke für's lesen und Antworten.
Euer Warzenwürstchen.
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am 19.05.2015 22:17:36
Moin Warzenwürstchen (ehrlich?),
erstmal Glückwunsch zum gelungenen Start vom Familienprojekt :)
Herausforderung mit dem Insulin: Jede/r von uns hat da ne eigene Wirkkurve, und die können meilenweit von einander abweichen. Lassen sich also nur mit persönlichem systematischem Testen herausfinden. Einer meiner Töchter würd ich in Deiner Situation empfehlen:
Spritzen und essen, wie die Beraterin vorgeschlagen hat, und dann in Halbstundenschritten messen. Der BZ wird steigen und irgendwann wieder anfangen zu sinken. Und wenn er zu sinken aufhört, hat die Menge Humalog ausgewirkt.
Wenn dann auf etwa der selben Höhe wie vor dem Essen, hat die Dosis zur BE-Menge gepasst. Wenn drüber, war's zu wenig, wenn drunter, war's zu viel. Einige Male ausprobieren, bis Du die passende Dosis gefunden hast, wobei Du natürlich auf das Pieksen zwischendurch verzichten kannst, wenn Du erst mal raus gefunden hast, wann die Humalogwirkung bei Dir ausläuft.
Wichtig ist dabei das ausführliche Aufschreiben. Dabei kannst Du dann durchaus herausfinden, dass Du morgens pro BE ne andere Insulin-Dosis brauchst als mittags oder/und abends.
Bei der Dosierung ist alles zwischen 1 und 10 Einheiten pro BE recht normal und drüber durchaus möglich. Wichtig ist, dass der BZ bei Dir passt. Dabei brauchst Du wegen des womöglich vielen Insulins keine Angst um Dein Kind zu haben, denn das Insulin aus Deinem Kreislauf gelangt wegen der Hormonsperren nicht in seinen Kreislauf.
Und keine Angst! Auch wenn heute sehr enge Blutzucker-Grenzen für werdende Mütter Standard sind, läuft die weit überwiegende Mehrheit der Schwangerschafts-Diabetes-Ergebnisse früherer Jahre mit sehr viel weiteren Grenzen für die Mütter völlig gesund und munter durch die Welt. Also keine Panik, wenn die Werte in den nächsten Tagen noch nicht gleich passen!
Munteres Ausprobieren und Brüten! Jürgen
hey, und wenn's hier gleich zu lebhaft werden sollte, weil ich gewagt hab, Dir zu raten, gern weiter per PN
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter
Bearbeitet von User am 19.05.2015 22:19:28. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.05.2015 22:46:17
Hallo Jürgen und vielen Dank für deinen Beitrag!
Gerade eben ist auch was richtig merkwürdiges passiert... Mir wurde von jetzt auf gleich schwindelig. Hab gemessen - kabum, 44 BZ. Dabei war die letzte Ladung Humalog (8 Einheiten) um kurz nach 6 und eine Stunde nach dem Essen war der BZ bei 157, halbe Stunde später 131, wieder halbe Stunde später bei 119. Bis auf die erste Messung war ich eigentlich zufrieden - und dann sowas...
Hab dann 3 Kiwis verdrückt und ein Glas Milch getrunken - 10 Minuten später BZ bei 130.
Bin echt ratlos warum mein Körper sowas macht.
Das mit dem Messen in 30 Minuten Abständen halte ich auch für eine sehr gute Idee, hab ich auch die letzten Tage gemacht.
Das Insulin wirkt ja sehr schnell, man merkt auch irgendwie wenn es anfängt den BZ aufzuräumen. Nur irgendwie ist nach dem Essen Schicht im Schacht und der BZ bleibt oben und hält sich hartnäckig.
Mache mir halt ein wenig Sorgen ums Baby. Man wird ja auch vielfach verunsichert. Erst gestern hat mir eine langjährige Freundin (Typ 1) erzählt, dass ihre Mädels nach der Geburt auf der Intensivstation waren, da sie so extrem unterzuckert waren - obwohl sie in der Schwangerschaft sehr niedrig eingestellt war. Da bekam ich echt Angst.
Auch sonst hört man so oft dass der hohe BZ nach den Mahlzeiten so schlimm für die Babies sind.
Meinst du es ist Ok bei sehr hohen Werten nachzuspritzen oder soll ich das lieber lassen?
Grüße, Warzenwürstchen
P.S. Sorry wenn ich irgendwelche Knöpfe gedrückt hab im Forum. Bin mit dem Handy on und neu hier.
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am 19.05.2015 22:57:34
Deine 44 sagen ganz einfach, dass die 8 Einheiten ein bisschen zu viel gewesen sind für was Du gegessen hast :)
Wichtig: die Insulinwirkung hört nicht nach 3 Stunden auf, sondern dann, wenn sie bei Dir aufhört!
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ferrato
Rang: Gastam 20.05.2015 06:36:17
Warzenwurst schrieb:
Hab dann 3 Kiwis verdrückt und ein Glas Milch getrunken - 10 Minuten später BZ bei 130.
Hallo,
Aber auch von mir ein kleiner Tipp:
Wegen des Fettgehalts der Milch ist diese nicht geeignet, gegen eine HYPO zu intervenieren, denn Fett verzögert die Glukoseaufnahme. Dies ist in diesem Fall nicht erwünscht. Dass der Wert nach 10 Min. schon wieder im grünen Bereich war, liegt an der Gegenregulation des Körpers.
Auch von mir alles Gute :-)
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am 20.05.2015 09:45:22
Moin Warzenwürstchen,
nein, ich würde an Deiner Stelle nicht nachspritzen. Denn wenn die Dosis gepasst hat, so dass der BZ nach dem Auslaufen der Wirkung nach 3 oder 4 oder 5 Stunden damit wieder in der Höhe von vor dem Spritzen und Essen ankäme, wär das ja mit dem zwischendurchen Nachspritzen insgesamt zu viel Insulin, und Du müsstest dafür wieder Kiwis nachessen und Apfelsaft oder Cola nachtrinken. Womöglich dann wieder zu viel BZ messen und dafür wieder nachspritzen usw. usw.
Also erstmal Deine Insulin-Dosis so Deinem Essen anpassen, dass am Wirkauslauf vom Insulin eben der präprandiale (voressliche) BZ wieder erreicht wird. Also irgendwie zwischen der Menge, die Du vorher hattest, und weniger als nach dem letzten Vorschlag Deiner Beraterin, denke ich.
Dabei kann dann durchaus sein, dass die Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen höher ansteigt, als Du's haben willst. Darum kannst Du dich aber erst mit Aussicht auf Erfolg kümmern, wenn Du die regelmäßigeren Mengen vom Essen und vom Insulin im Auslauf am Ende einigermaßen zueinander passend hast.
Und nochmal: Keine Panik! Ńicht verrückt machen lassen! Bei vielen Leuten, die heute mit 30 Jahren und mehr gesund um Dich rum laufen, hatte die Mutter Schwangerschafts-Diabetes. Wurde damals nur selten entdeckt. Und als dann später häufiger diagnostiziert wurde, galt viele Jahre der zuckerfreie Urin als sehr gute Einstellung. Und der bleibt zuckerfrei, wenn die meisten von 24 Stunden unter 180mg/dl gemessen werden kann.
Also ruuuuhiges Brüten, Jürgen
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am 20.05.2015 10:01:46
hjt_Jürgen schrieb:
Und nochmal: Keine Panik! Ńicht verrückt machen lassen! Bei vielen Leuten, die heute mit 30 Jahren und mehr gesund um Dich rum laufen, hatte die Mutter Schwangerschafts-Diabetes. Wurde damals nur selten entdeckt. Und als dann später häufiger diagnostiziert wurde, galt viele Jahre der zuckerfreie Urin als sehr gute Einstellung. Und der bleibt zuckerfrei, wenn die meisten von 24 Stunden unter 180mg/dl gemessen werden kann.
Hier muß ich Jürgen aus eigener Erfahrung zustimmen. Mein Sohn ist Jahrgang 1981. Ich hatte wohl mehrmals angegeben, daß ich Typ2 hab, hat niemanden interessiert. Meiner Schwester ging es genauso. Trotzdem sind mein Sohn und ihre beiden Töchter völlig gesund.
Also nicht in Panik geraten,1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.05.2015 15:57:11
Hallo Freunde!
Erst mal möchte ich mich noch mal ganz herzlich für die lieben Antworten bedanken!
Nun ja, ich habe mich recht "low-carb" ernährt, also kein Brot, keinen Reis, keine Nudeln und ein oder zwei mal die Woche ein bis zwei Kartoffeln. Der BZ war relativ in Ordnung, die Spitzen waren so bei 156. Doch es ist nach wie vor nicht möglich einen radikalen Anstieg zu verhindern, trotz Bewegung, Humalog und eben wenig KH. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung habe ich dann erfahren, dass das kleine Würstchen vier bis fünf Tage im Wachstum hinterher war!
Nun bin ich ratlos... soll ich doch wieder mehr KH essen? Kann der Schwangerschaftsdiabetes auch dafür sorgen, dass die Kinder zu klein bleiben? (habe ich aber bisher noch nie gehört) Oder hat das Wachstum vielleicht gar nichts damit zu tun?
Auch bin ich recht häufig unterzuckert und heute habe ich erfahren dass der HbA1c bei 5,1 lag.
Heute habe ich (mit erlaubnis der Diabetesberaterin, auch wenn's mir nicht ganz wohl bei der Sache war) eine Schale Haferflocken mit Milch und Erdbeeren gegessen. Mein BZ war nach einer halben Stunde bei 165, 30 min später bei 172 und noch mal 30 min später bei 189! Ich bin sogar zwischen den Messungen spatzieren gegangen und der BZ stieg trotzdem!
Bin aber momentan am überlegen ob ich meine Diabetesklinik wechseln soll... fühle mich dort irgendwie alleine gelassen. Herrn Professor habe ich bisher ein mal persönlich und ein mal 5min am Telefon gesprochen... den nächsten Telefontermin habe ich erst wieder am 17!
Auch bin ich durch gewisse Aussagen sehr verunsichert. Die eine Diabetesberaterin sagt dass der hohe BZ eine extreme Belastung für das Baby ist, die Wahrscheinlichkeit für Organmissbildungen extrem hoch sei und sie wahrscheinlich nach der Geburt in ein Unterzuckerkoma fallen wird.
Die andere sieht das alles nicht so eng und meinte sogar man könne bei mir recht tolerant sein, da die Kleine ja eben verhltnismäßig klein wäre und ich ja ohnehin stetig leicht abnehme.
Eine Bekannte mit Typ 1, meinte ich solle stationär für zwei Wochen in eine Diabetesklinik und mich einstellen lassen. Ist das nötig? Mir wäre das sehr unangenehm, aber wenn die Einstellung anders nicht geht, dann muss es halt sein.
Übrigens, wie ist das mit Amylin und GLP-1? Kann man das irgendwie untersuchen oder substituieren? Kennt sich jemand damit aus?
Grüße, Warzenwürstchen
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am 29.05.2015 16:39:58
Was zeigt denn Dein Testgerät, wenn Du dich unterzuckert fühlst?
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am 29.05.2015 17:09:22
Zitat Warzenwürstchen:
"Auch bin ich durch gewisse Aussagen sehr verunsichert. Die eine Diabetesberaterin sagt dass der hohe BZ eine extreme Belastung für das Baby ist, die Wahrscheinlichkeit für Organmissbildungen extrem hoch sei und sie wahrscheinlich nach der Geburt in ein Unterzuckerkoma fallen wird.
Die andere sieht das alles nicht so eng und meinte sogar man könne bei mir recht tolerant sein, da die Kleine ja eben verhältnismäßig klein wäre und ich ja ohnehin stetig leicht abnehme. "
Ich will auf keinen Fall hier irgendwelche Behauptungen aufstellen, die ich nicht beweisen kann. Obwohl es mein Motto ist, nur Selbsterfahrenes zu posten möchte ich doch leise Zweifel an den Aussagen der einen Diabetesberaterin anmelden. Ich halte ihre Aussagen für Panikmache. Deine BZ Werte lesen sich nicht so, als wären sie eine "extreme Belastung" für das Kind und das mit den Organmißbildungen halte ich auch für ein Schauermärchen. Sonst müßten alle Kinder von Diabetikerinnen, die heute über 30 Jahre alt sind, mit Mißbildungen herumlaufen. Auch das mit dem Unterzuckerkoma nach der Geburt leuchtet mir nicht ein. Die Kinder hätten doch durch den hohen BZ der Mutter eher erhöhte BZ-Werte. Wo soll denn da ein Unterzucker herkommen, schließlich wird man ja wohl einem Neugeborenen kein Insulin spritzen.
Daß Kinder von (unbehandelten) Diabetikerinnen ein hohes Geburtsgewicht haben, ist eine alte Geschichte. Bei vielen Frauen wurde durch diese Tatsache erst der Diabetes "entdeckt".
Unser Sohn wog auch fast 5kg, er hat aber weder Unterzucker bekommen noch sonst irgendwelche Beeinträchtigungen. Sein Gewicht (und damit auch sein erhöhter BZ) hat sich innerhalb von 7 Tagen normalisiert. Daß er heute 198 cm groß ist, dafür mache ich eher seine Gene verantwortlich als meinen Diabetes.
Ich will bestimmt keine Ratschläge erteilen, aber ich würde doch mal darüber nachdenken, ob nicht ein paar KH mehr die bessere Wahl wären, auch wenn der BZ dann mal kurzfristig höher geht.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.05.2015 17:58:52
Danke sehr für deinen Beitrag!
Also die Sache mit dem Unterzucker wurde mir so erklärt, dass das Kind im Mutterleib ja für die Mutter Insulin mitproduziert. Das kommt aber im mütterlichen Organismus nicht an. Nach der Geburt muss es ja dann den hohen BZ der Mutter nicht mehr ausgleichen, hat aber dennoch sehr viel Insulin übrig. Darum muss sie oder er dann an eine Glukose Infusion, damit das überschüssige Insulin verstoffwechselt wird.
Die Tochter meiner Bekannten mit Typ 1 hatte das nach der Geburt angeblich. Darum war sie drei Wochen im Krankenhaus.
Hoffe es ist in der Tat so wie du sagst und meiner Tochter geht es trotz dem BZ im großen und ganzen gut. Ein Ausnahmewert waren mal 202, ansonsten ist er nie höher als 189 gegangen. Nach den Mahlzeiten ist der BZ zwischen 130 und 170. Würde ja so gerne mehr für die Senkung des BZ machen, wenn ich doch nur wüsste wie und womit.
Ist auch überhaupt nicht schlimm wenn du deine Meinung dazu sagst, ich bin ja froh über Tipps und Anregungen! Es ist halt nur leider unglaublich schwierig, wenn die zuständigen Fachleute dazu nichts sagen können, oder jeder an einem anderen Stranag zieht...
@Jürgen; Also wenn es mir schon richtig schlecht ging, hatte ich 58, 56, 55, 44, und der Rekord war 34. Passiert etwa ein mal am Tag...
Bearbeitet von User am 29.05.2015 18:43:52. Grund: was vergessen -
am 29.05.2015 19:35:52
Moin Warzenwürstchen,
Dein Unterzucker wenigstens 1mal am Tag sagt schlicht und einfach, dass Du 2-3 Stunden vorher mehr Insulin gespritzt hast, als jeweils für Dein Essen passend gewesen wäre. Und dass Du eben recht regelmäßig praktisch zu viel spritzt.
Klar spritzt Du immer "möglichst" viel, damit die Spitze nach dem Essen nicht so gewaltig über Deine Vorgabe ansteigt. Aber das soooo passende Spritzen schaffen praktisch alle INSULINER nur mit seeeehr kleinen KH-Mengen.
Wo ich extrem wenig KHs esse, gelingt mir das meistens. Und wenn ich mal mehr essen und damit nicht über meine Zielvorgabe von 140 in der Spitze raus will, dann spritze ich zwar für die ganze KH-Portion und esse die dann aber in Raten mit ner halben bis ner Stunde Pause dazwischen.
Wäre das Aufteilen in mehrere Raten vielleicht eine Option für Dich? Mit der Du ja dann auch insgesamt ein paar mehr KHs essen könntest?
Wie verschiedene Diabetologen und Gyns und Beraterinnen nach verschiedenen Richtungen an werdenden Müttern zerren können, hab ich mit meinen Töchtern und Enkeln und in deren Umfeldern Jahre lang miterleben müssen. Ich hätte diesem Fachpersonal manches Mal die Hälse umdrehen mögen.
Deswegen bitte, bitte, bitte... lies bitte jedes mal, wenn Du an diese zerrenden Schauergeschichten denkst, was EH Dir hier geschrieben hat! Und tu Dir RUHE an!
Ommmm.........mmmm, Jürgen
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Bearbeitet von User am 29.05.2015 19:37:49. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Tino
Rang: Gastam 29.05.2015 20:09:23
Warzenwurst schrieb:
.. Bin aber momentan am überlegen ob ich meine Diabetesklinik wechseln soll... fühle mich dort irgendwie alleine gelassen. ....
.. Auch bin ich durch gewisse Aussagen sehr verunsichert.
Vorsicht: In dieser Plattform könnte deine Verunsicherung noch zunehmen. Du gehörst in die Hand eines kompetenten Arztes und nicht in die Fänge der hier wirkenden Wikipedia-Fachleute.
Deine Überlegung, die Diabetesklinik zu wechseln, scheint deshalb richtig zu sein.
Bearbeitet von User am 29.05.2015 20:10:00. Grund: . -
ferrato
Rang: Gastam 30.05.2015 05:58:05
hjt_Jürgen schrieb:
.... Aber das soooo passende Spritzen schaffen praktisch alle INSULINER nur mit seeeehr kleinen KH-Mengen.
Wo ich extrem wenig KHs esse, gelingt mir das meistens. Und wenn ich mal mehr essen und damit nicht über meine Zielvorgabe von 140 in der Spitze raus will, dann spritze ich zwar für die ganze KH-Portion und esse die dann aber in Raten mit ner halben bis ner Stunde Pause dazwischen.
Wäre das Aufteilen in mehrere Raten vielleicht eine Option für Dich? Mit der Du ja dann auch insgesamt ein paar mehr KHs essen könntest?
Hallo Jürgen,
ich erwarte zwar auch in diesem Fall keine Reaktion der Admins hier im Forum, aber ich weise Dich doch darauf hin, dass ich Deinen Beitrag gemeldet habe.
In der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf an einigen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen stärker als der Energiebedarf. Deshalb gilt grundsätzlich keine Diät auf eigene Faust in der Schwangerschaft. Ob und wann eine Diät notwendig ist, entscheidet der Gynäkologe.
Und Du rätst hier zu "extrem wenig KH", also quasi zur Atkins Diät.
Ja sag mal, hast Du sie noch alle beisammen? Ist Dir überhaupt bewusst, was Du mit solchen Ratschlägen anrichten kannst?
Naja, die Hoffnung, dass die Admins mal reagieren, bleibt ... :-( -
Tino
Rang: Gastam 30.05.2015 07:21:11
Die Art und weise, wie hjt_Jürgen seine Erfahrung auf eine werdende Mutter appliziert, mag ein Zeichen seines immensen "Fachwissens", aber auch seiner Skrupellosogkeit sein: Im Sinne der Selbstdarstellung einfach mal zu jedem Thema viel schreiben und damit auf jeden Fall Recht haben. Dieses Verhalten ist nicht nur bemühend, sondern kann für Betroffene auch gefährlich sein.
Es wird kein Zufall sein, dass andere von ernstzunehmenden Foren reagiert haben.
Bearbeitet von User am 30.05.2015 07:23:43. Grund: . -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.05.2015 07:27:45
Hallo,
ich finde die Vorgehensweise schon grenwertig. Die Aufgabe von Diabetesberaterin , in der Einstellungsphase, sollte das Vermitteln des Wissens bezüglich der BE/KH-Faktoren sein.
Mein Rat wäre zu einem anderen Diabetologen zu wechseln.
Im Internet gibt es zwar einige gute Seiten aber auch einiges Ominöse, wenn es um das Thema Diabetes geht.
LG
DM1Diabetes
P.S.
ich (Typ 1 Diabetiker unter ICT) kann soviel KH Essen wie ich möchte und dennoch steigt der Blutzuckerwert nicht so hoch an, dass er die 140 mg/dl übersteigt. Zumindest wenn ich den Aufwand betreiben möchte. Lasse Dir kein Floh ins Ohr setzen.
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am 30.05.2015 10:20:51
@DM1Diabetes
Die Vorgaben für die werdenden Mütter sind nüchtern max 90-100mg/dl, in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen max 140 (ausdrücklich nicht wie in der üblichen guten ICT-Einstellung nach 2 Stunden) und nach dem Wirkauslauf des Bolus 1-2 Stunden weiter wieder 70-100.
Alle INSULINER können solche Vorgaben nur mit kleineren KH-Portionen einhalten. Je näher an der Typ2-Insulinresistenz (hier ausdrücklich im Titel), umso kleiner.
Mehr KHs passen unter die in der Spitze 140 nur dann, wenn sie auf mehrere entsprechend kleine Raten aufgeteilt werden.
Mit dem Raten-Hinweis hat Warzenwürstchen die Möglichkeit, wie sie mehr KHs (schreibt selbst, dass sie aus Angst vor den BZ-Spitzen nur sehr wenige isst) in ihre BZ-Vorgaben packen kann.
Werdende Mütter haben häufig über Wochen und Monate und manchmal sogar die ganze Schwangerschaft große Schwierigkeiten, überhaupt was im Magen zu behalten. Deswegen geb ich da prinzipiell keine LowCarb- oder sonstige Empfehlungen.
Schön wäre, wenn Warzenwürstchen einen Arzt finden würde, der sie ruhiger begleiten könnte. Vor allem, wo sich der Insulin-Bedarf pro BE ja praktisch täglich ändern kann.
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am 30.05.2015 10:25:38
Ich würde auch auf jeden Fall den Diabetologen wechseln. Die Unsicherheit und Angst, die dir momentan eingeredet wird, schaden deinem Baby mehr als ein wenig erhöhte BZ Werte.
Ich hab ein bißchen gegoogelt, weil ich noch nie etwas von Unterzuckerung bei Neugeborenen gehört habe. Konkretes habe ich nicht gefunden, aber es sieht so aus, als käme das am ehesten bei Frühgeborenen und kranken Kindern vor.
Unterkühlung und Nährstoffmangel wurden auch genannt.
Während der Schwangerschaft solltest du auf keinen Fall abnehmen und eine Diät ist in diesem Fall nicht angebracht und mir kommt es vor, als würde dir genau das von der "Beraterin" empfohlen. Also wechseln, so schnell es geht. -
am 30.05.2015 10:31:00
hjt_Jürgen schrieb:
@DM1Diabetes
Die Vorgaben für die werdenden Mütter sind nüchtern max 90-100mg/dl, in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen max 140 (ausdrücklich nicht wie in der üblichen guten ICT-Einstellung nach 2 Stunden) und nach dem Wirkauslauf des Bolus 1-2 Stunden weiter wieder 70-100.
Ach hör doch mit deinen "Vorgaben" auf. Ein Mensch ist keine Maschine. Wichtig ist, wie sich ein Mensch fühlt. Die TE fühlt sich im Moment alles andere als gut, das Letzte, was sie braucht, sind irgendwelche Vorgaben, denen sie nachhechelt soll.
Die KH Zufuhr an der untersten Grenze halten zu wollen, ist in meinen Augen kein guter Ratschlag während einer Schwangerschaft, Das Baby braucht Glucose. -
am 30.05.2015 10:51:06
Die Vorgaben sind nicht meine, sondern die der DDG für Schwangerschafts-Diabetes. Dass ich die persönlich für viel zu eng halte, hab ich schon oft genug geschrieben und deswegen ja auch auf Deine guten Erfahrung hin gewiesen.
Bei höherem BZ hat das Baby mehr Glukose als es braucht, auch wenn keine gegessen WÜRDE.
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.05.2015 10:59:04
Jürgen,
danke für den Hinweis. Ich kenne die Vorgaben aber bin zu sehr von mir ausgegangen. Ich bin sehr Insulinsesitiv und das Spritzen von Insulin von Kindheit an gewohnt. Eventuel ist dass der Grund warum ich meine BZ sehr genau steuern kann wenn ich genügend Aufwand betreibe.
Noch mal kurz zu den Unterzuckerugen: Nach heutigen Stand der Wissenschaft haben diese Unterzuckerungen der Mutter keinen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung des Kindes.
Und den Beschreibungen nach entspricht das Vorgehen in der Diabetologie hier gar nicht den Leitlinien der DDG. Dort findet man etwas von Ernährungsplan für Schwangereusw. -
am 30.05.2015 11:05:17
hjt_Jürgen schrieb:
Die Vorgaben sind nicht meine, sondern die der DDG für Schwangerschafts-Diabetes. Dass ich die persönlich für viel zu eng halte, hab ich schon oft genug geschrieben und deswegen ja auch auf Deine guten Erfahrung hin gewiesen.
Bei höherem BZ hat das Baby mehr Glukose als es braucht, auch wenn keine gegessen WÜRDE.
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Wenn es nicht deine Vorgaben sind, warum zitierst du sie dann ständig?
Wenn eine Schwangere täglich Unterzuckerungen hat und dann auch noch keine KH zu sich nimmt, dann hat das Baby eben nicht genug Glucose.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.05.2015 11:07:46
@DM1Diabetes
danke für Deinen Leitlinienlink!
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.05.2015 11:16:15
Hallo EH,
noch mal: Nach heutigen Stand der Wissenschaft schädigen gelegentliche Unterzuckerungen das werdende Kind nicht da das Kind über eigene Zuckerreserven verfügt. -
Tino
Rang: Gastam 30.05.2015 11:54:57
@hjt_Jürgen
Hör doch damit auf, dich mit deinem Wikipedia - Wissen als Fachmann im Bereich Diabetes in der Schwangerschaft aufzuspielen. Du wirkst so lächerlich!
Deine Rechtfertigungsversuche und deine Besserwisserei sind echt nervig
-
am 30.05.2015 11:55:51
DM1Diabetes schrieb:
Hallo EH,
noch mal: Nach heutigen Stand der Wissenschaft schädigen gelegentliche Unterzuckerungen das werdende Kind nicht da das Kind über eigene Zuckerreserven verfügt.
Ja, gelegentliche Unterzuckerungen haben vermutlich keinen Einfluß, aber tägliche? Und dann noch Abstinenz bei KH?
Gewichtsabnahme bei einer Schwangeren ist nicht normal, da muß etwas unternommen werden.
Es ist eine Krux, zu meiner Zeit hat man sich um den Typ2-Diabetes einer Schwangeren gar nicht geschert und heute "schert" man sich zu viel (und auch falsch). Ein Mittelweg wäre die Lösung.
Ich kenne meine BZ-Werte während meiner Schwangerschaft nicht, denn damals konnte man noch nicht zu Hause messen, aber sie dürften um einiges höher gewesen sein als die der TE. Ich habe aufgrund der Größe des Kindes eine Kaiserschnittentbindung machen lassen. Darauf habe ich bestanden, weil ich Angst vor einem Sauerstoffmangel des Kindes bei der Geburt hatte. Aber diese Gefahr besteht ja im aktuellen Fall nicht.
Die Schwangere in Angst und Schrecken zu versetzen anstatt ihr zu zeigen, wie man das Humalog einsetzen kann um die Spitzen zu vermeiden ist jedenfalls in meinen Augen ein Kunstfehler.
Aber du hast ja auch schon einen Wechsel des Diabetologen vorgeschlagen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.05.2015 13:06:24
Tino schrieb:
@hjt_Jürgen
Hör doch damit auf, dich mit deinem Wikipedia - Wissen als Fachmann im Bereich Diabetes in der Schwangerschaft aufzuspielen. Du wirkst so lächerlich!
Deine Rechtfertigungsversuche und deine Besserwisserei sind echt nervig
Tino, bitte nicht nachlassen in deinem Kampf gegen diese selbstgefälligen Hobby-Mediziner! -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.05.2015 13:39:21
EH,
warscheinlich hast Du recht. Zumindest steht in den Leitlinien das auch die Sorgen und Nöte der werdenden Mutter Bestandteil der Therapie sind. Das scheint da nicht zu funktionieren. Auch steht da, dass es zu einer Gewichzunahme kommen soll. Die Ziele sind gestaffelt nach dem BMI vor der Schwanerschaft .
Bearbeitet von User am 30.05.2015 13:41:19. Grund: .... -
am 30.05.2015 20:15:36
DM1Diabetes schrieb:
EH,
warscheinlich hast Du recht. Zumindest steht in den Leitlinien das auch die Sorgen und Nöte der werdenden Mutter Bestandteil der Therapie sind. Das scheint da nicht zu funktionieren. Auch steht da, dass es zu einer Gewichzunahme kommen soll. Die Ziele sind gestaffelt nach dem BMI vor der Schwanerschaft .
Verständlicherweise ist es für einen Mann nur schwer möglich, die (oft auch irrationalen) Ängste einer schwangeren Frau nachzuvollziehen.
Aber eine Beraterin für schwangere Diabetikerinnen sollte sich dessen schon bewußt sein und nicht noch mit Schauergeschichten Öl ins Feuer gießen.
Ich hab in meiner langen Diabeteskarriere auch so manches erlebt, aber so etwas ist mir zum Glück erspart geblieben.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.