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Kohlenhydratblocker!

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    am 07.06.2015 22:05:04
    Hallo an euch alle, :-)

    ich habe heute zum ersten Mal etwas von Kohlenhydratblockern gelesen und da ich als Diabetiker Typ 2, einen besseren Langzeitwert habe, wenn ich auf Kohlenhydrate verzichten, möchte ich hier fragen, ob so ein Blocker etwas bringt?

    Bitte keine Grundsatzdiskussionen beginnen, dass man solche Mittel überhaupt in Erwägung zieht. Ich greife halt nach jedem Strohhalm. Ich esse nun mal gerne Kartoffeln. Fleisch/Fisch/Eier mit Gemüse oder Salat, hängen mir zum Hals heraus, aber ich weiß, dass ich mich überwiegend so ernähren MUSS.

    Nur wäre dieser Blocker für mich eine kleine, abendliche Hilfe, denn es geht mir nur um Kohlenhydrate, die ich eventuell abends einnehmen würde.

    Generell: Nützt das Zeuch was, hat es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und kann man diesen Blocker auch auf Dauer einnehmen?

    Laienhaft gedacht, stelle ich mir vor, dass so ein Blocker doch für einen Typ 2 Diabetes geradezu fantastisch sein müsste, sofern er denn wirkt. Denn der überwiegende Teil der aufgenommenen Kohlenhydraten, wird von Körper nicht verwertet. Wie genau das funktioniert, weiß ich nicht, deswegen ja auch meine Frage an euch.

    Soviel wie ich jetzt schon herausgefunden habe, wird der Wirkstoff aus Kidneybohnen hergestellt. Das kapiere ich schon mal gar nicht. Wie kann so ein Mittel Kohlenhydrate blockieren, wenn es eigentlich nur aus Kohlenhydraten besteht - oder ist das falsch gedacht?

    Was ist der Unterschied zwischen den teuren Blockern aus der Apotheke und denen aus den Drogeriemärkten, die wesentlich günstiger sind?

    Dankeschön für eure Hilfe und Mühe?


    Liebe Grüße

    Gudrun :-)



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    am 07.06.2015 22:21:53
    Kenne ne Reihe Leute, die drauf schwören. Aber keiner davon hat je seinen Blutzucker ohne mit dem mit verglichen, weil die halt alle nix vom Blutzuckermessen halten. Würde mich also echt interessieren, wenn Du mal etwas systematischer Dein Abendessen ohne mit dem mit sonem Blocker vergleichen würdest.

    Mit anderen Medis scheinen sich die Blocker übrigens ganz gut zu vertragen, denn die Blockernutzer unter meinen Bekannten nehmen alle täglich so um die 6-10 von den gängigsten Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfett-Tabletten.

    ------------------------------------------
    Wer eine andere Meinung als falsch und womöglich gar gefährlich kritisiert, und seine Kritik nicht in der Sache mit plausiblen Fakten begründet, hat wahrscheinlich keine Ahnung von der Sache und will ganz offensichtlich einfach nur verunsichern und stänkern :(
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    am 07.06.2015 22:41:33
    Hallo hjt_Jürgen,

    Ja, den Unterschied könnte ich feststellen, da ich täglich meinen Blutzucker, zu den verschiedensten Tages und auch Nachtzeiten messe.

    Ich nehme auch ne Menge Medis, die mit dem Thema Diabetes nichts zu tun haben, aber ich habe nun schon einige Beipackzettel gelesen und festgestellt, dass es keine Wechselwirkungen und auch keine Nebenwirkungen gibt, es sein denn, man ist allergisch gegen Bohnen an sich.

    Ich würde mich freuen, wenn es einfach funktionieren würde und wenn es nur ein bisschen wäre, dann müsste ich mich nicht gar so quälen. Denn genau das, was ich nicht essen soll, esse ich so gerne. Auf Nudeln und Reis kann ich schon ne Weile verzichten, aber die Kartoffel und alles was man aus ihr machen kann, hat es mir angetan. :-)

    Mittags esse ich meistens Fisch/Fleisch/Gemüse und ein Joghurt dazu, aber gerade abends kommt die Kartoffellust. Und wenn ich mir da Gemüse mit Kartoffeln machen könnte, wäre das himmlisch, zumal Gemüse mit 3-4 Kartoffeln, auch noch im Kalorientoleranzbereich liegt.



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    am 08.06.2015 00:29:12
    hjt_Jürgen schrieb:
    Würde mich also echt interessieren, wenn Du mal etwas systematischer Dein Abendessen ohne mit dem mit sonem Blocker vergleichen würdest

    hallo jürgen, wenn sich der Effekt des Blockers innerhalb der Messtoleranz des BZ-Schätzgeräts befindet (+-15-20%) dann wirst du mit "etwas systematischer" nicht viel herausfinden.
    Im Internet ist zu dem Thema - wenn man von den Produktvertreibern mal absieht - auch nicht viel zu finden. Ordentliche Studien auch Fehlanzeige.

    Grüße H4

    P.S. eigentlich hatte ich ja gerade im LOGI-Forum Erkenntnisse erwartet und da gibt es auch einen Thread von 2010. Die Unterhaltung der Mädels muss man sich echt mal gönnen ;-))

    --- da ist irgendwas aus Bohnen drin ---

    Bearbeitet von User am 08.06.2015 01:06:25. Grund: r
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    am 08.06.2015 01:05:48
    Gudrun schrieb:
    Wie kann so ein Mittel Kohlenhydrate blockieren, wenn es eigentlich nur aus Kohlenhydraten besteht - oder ist das falsch gedacht?

    hallo Gudrun,
    aus den Kidneybohnen wird Phaseolin gewonnen , ein Gemisch aus Glycoproteinen. Und die wiederum setzen sich aus Proteinen (Eiweiß) und "Kohlehydraten/Zucker" zusammen.
    Die Wirkweise hab ich hier mal aus dem Internet geklaut:
    Zitat-Anfang
    Das Protein Phaseolin hemmt die Aufspaltung der Kohlenhydratmoleküle durch das Enzym Alpha-Amylase. Alpha-Amylase wird in den Speicheldrüsen der Mundhöhle produziert und spaltet Speicher-Kohlenhydrate wie Stärke und Glykogen in einzelne Bestandteile auf.

    Durch die Hemmung des Speichelenzyms Alpha-Amylase, werden die Kohlehydratmoleküle komplett unverwertet vom Körper wieder ausgeschieden. Somit werden nicht alle, mit der Nahrung aufgenommenen, Kohlenhydrate vom Körper verwertet, sondern teilweise unaufgespalten wieder ausgeschieden.
    Zitat-Ende
    Kurz gesagt .... Phaseolin hemmt die Aufspaltung von Kohlehydraten. (aber wohl nicht bei allen)

    Grüße H4

    --- bei Haarspalterei hilft es auf jedenfall nicht ---
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    am 08.06.2015 01:44:43
    Hallo havier,

    dann könnte es vielleicht etwas bringen, wäre ja toll. Ich kaufe mir morgen jedenfalls in meiner Drogerie mal eine Packung davon. Wenn es gar nichts nützt, dann sind halt ein paar Eurochen beim Teufel. Man gibt ja sonst auch schnell mal Geld aus für Dinge, die man später dann doch nicht braucht. (°⌣°)
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    am 08.06.2015 09:16:59
    Moin H4,

    erfahrungsgemäß scheinen die "Messwerte" innerhalb einer Streifen-Charge mit dem selben Gerät nur recht wenig rumzuspringen, so dass zumindest ne tendenzielle nennenswerte Verbesserung im Bereich von 20% nachweisbar sein könnte

    ------------------------------------------
    Wer eine andere Meinung als falsch und womöglich gar gefährlich kritisiert, und seine Kritik nicht in der Sache mit plausiblen Fakten begründet, hat wahrscheinlich keine Ahnung von der Sache und will ganz offensichtlich einfach nur verunsichern und stänkern :(
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    am 08.06.2015 18:30:24
    hallo Gudrun,
    gut. Du musst dich selbst vom Gegenteil überzeugen ;-)
    Mach beim Essen und Messen einfach so weiter wie bisher dann siehst du ja ob sich was gravierndes tut. EIne grafische Darstellung der Messwerte wäre dabei hilfreich.

    Grüße H4

    @jürgen:
    ich stehe Messwertanalysen von Laien eher skeptisch gegenüber. Aber okay, zumindest könnte man eine vage Aussage treffen wenn man den BZ über längere Zeit am Besten grafisch oder über Tagesmittelwerte-Vergleich beobachtet.
    Die Ess- und Tagesabläufe sollten natürlich auch nicht zu sehr schwanken.

    Ein Problem könnte meiner Ansicht nach aber bei der "unreflektierten" Anwendung solcher Mittel auftreten. Wenn es denn wirkt könnte man dazu neigen sich dementsprechend mehr KH zuzuführen.

    Grüße H4

    --- unser Gehirn stellt auch kostenlose Blocker zur Verfügung ;-) ---

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    am 08.06.2015 18:48:19
    havier schrieb:
    Ein Problem könnte meiner Ansicht nach aber bei der "unreflektierten" Anwendung solcher Mittel auftreten. Wenn es denn wirkt könnte man dazu neigen sich dementsprechend mehr KH zuzuführen.

    Hallo H4,

    da hast du vollkommen recht, aber bei Gudrun habe ich diese Befürchtuing nicht. Ich finde, dass sie sehr umsichtig an den Versuch heran geht. Mich interessiert auch sehr, was bei Gudruns Versuchen herauskommt. Für mich selber werde ich es nicht brauchen, aber so eine Frage zu dem Drogerieprodukt wird uns wohl noch öfter über den Weg laufen.

    Als Medikament mit diesem Wirkprinzip wurde Acarbose ja eine zeitlang als AntiDiabetikum häufig genutzt. Bei uns in D wird es kaum noch angewendet, aber in den USA ist es immer noch stark vertreten.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 08.06.2015 19:01:20
    Ja. bei uns wird das Medikament zum Glück nicht mehr angewendet. Die Nebenwirkungen sind ziemlich übel und stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.
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