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Eine Frage zum Spritzen
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am 05.08.2015 21:40:08
Hallo.
Ich habe ja jetzt schon einige Zeit Diabetis Typ 1 und spritze 3 mal Täglich vor dem Essen und einmal abends für die nacht.
Jetzt eine Frage, was passiert wenn ich mir zwischen den Mahlzeiten mal etwas spritze um ein stück kuchen zu essen oder so?
Ist das schädlich?
LG Heiko
Würde so gern ab und an mal ein stück essen:-( -
am 06.08.2015 08:23:16
Guten Morgen!
Das geht natürlich.
Du solltest dann aber vor dem Spritzen/Essen tatsächlich den BZ messen und je nach Höhe einen Spritz/Ess-Abstand einhalten, um die PP-Werte im Zaum zu halten.
Wurde im Rahmen Deiner Schulung zum Thema SEA etwas festgelegt? -
am 06.08.2015 08:57:34
Ich bin etwas (oder eher sehr) geschockt über die Frage, um ehrlich zu sein. Diese Frage im Zusammenhang mit "einige Zeit" und "Diabetes Typ 1" ergibt für mich irgendwie wenig Sinn, außer du wurdest echt katastrophal behandelt bzw. beraten von deinem Diabetologen. Also dass ein Typ 1er nur nach Plan essen soll, versteh ich nicht. Welche Insuline spritzt du denn? Wobei das ja irgendwie klingt, als wäre es nur eines...?
Sprich doch am Besten mit deinem Diabetologen... Evtl. wirst du ein anderes Insulin bekommen. -
am 06.08.2015 10:31:03
Ich messe immer wenn ich mir mal was zwischendurch gönne, und spritze dann nach Plan.
Was ist eine SEA?
Kenne die ganzen Abkürzungen noch nicht;-) -
am 06.08.2015 10:37:50
Als es bei mir festgestellt wurde hatte ich nüchternwerte von 580 BZ.
Ich habe dann keinen Crash Kurs im Spritzen bekommen.
Dann habe ich eine Ernährungsschulung mitgemacht.
Die sagten das ich nur drei mal Täglich Essen soll und auch keine Zwischenmahlzeiten machen soll. Außer ich unterzuckere mal dann soll ich eine BE Essen oder so das es halt passt.
Ich habe als Schnellwirkendes Insulin das Actrapid ( vor dem Essen ) und das langsam wirkende Insulin Protaphane ( für über die Nacht ).
Mein Diabetologe hat jetzt 4 Wochen Urlaub, bin aber am überlegen ob ich diesen nicht wechseln tue.
Ich habe den Typ1 jetzt so zeimlich genau ein Jahr, es werden zwar immer die Blutweerte gemessen ( alle 3 Monate ) und die waren zuletzt Langzeitwert 6,6.
Aber ich habe gelesen das auch immer mal die Füße kontroliert werden sollten, das hat mein Arzt noch nie gemacht. -
am 06.08.2015 10:47:00
Heiko schrieb:
Als es bei mir festgestellt wurde hatte ich nüchternwerte von 580 BZ.
Ich habe dann keinen Crash Kurs im Spritzen bekommen.
Dann habe ich eine Ernährungsschulung mitgemacht.
Die sagten das ich nur drei mal Täglich Essen soll und auch keine Zwischenmahlzeiten machen soll. Außer ich unterzuckere mal dann soll ich eine BE Essen oder so das es halt passt.
Ich habe als Schnellwirkendes Insulin das Actrapid ( vor dem Essen ) und das langsam wirkende Insulin Protaphane ( für über die Nacht ).
Mein Diabetologe hat jetzt 4 Wochen Urlaub, bin aber am überlegen ob ich diesen nicht wechseln tue.
Ich habe den Typ1 jetzt so zeimlich genau ein Jahr, es werden zwar immer die Blutweerte gemessen ( alle 3 Monate ) und die waren zuletzt Langzeitwert 6,6.
Aber ich habe gelesen das auch immer mal die Füße kontroliert werden sollten, das hat mein Arzt noch nie gemacht.
Eine Leuchte scheint dein Diabtologe nicht zu sein, ich würde wechseln.
Eine Ernährungsberatung für einen Typ1 ist wohl nicht das dringlichste nach der Diagnose. Da wäre eine Schulung weitaus vernüftiger gewesen. Du solltest versuchen, schnellstmöglich eine solche Schulung zu bekommen.
Untersucht werden sollten nicht nur die Füße, sondern auch die Augen und die Nieren. -
am 06.08.2015 11:00:44
SEA = Spritz-/Ess-Abstand! ;-)
Nach einem Jahr Diabetes Typ 1 solltest Du wirklich besser geschult sein...
Du hantierst mit einem Spritzplan? Ist Dein Diabetologe so um die 90 ?
....probiere ruhig mal einen anderen Diabetologen aus, Du wirst staunen, was so alles geht....
Actrapid ist ein gutes Insulin... aber dann doch recht langsam...
Da ist mit Zwischenmahlzeit nicht viel drin...
Was hat Dein Diabetologe gegen Novorapid, Liprolog/Humalog oder Apidra?
Bearbeitet von User am 06.08.2015 11:02:02. Grund: Ergänzung -
am 06.08.2015 11:32:06
Meine Versorgung:
- vierteljährliche Langzeitblutprobe mit HbA1c und vielen weiteren Blutwerten ( Fette, Blutkörperchen uvam )
- bei Auswertung dieser Blutwerte: Kontrolle der Füße, Blutdruck, Lunge, Herztöne
- halbjährlich zum Kardiologen
- jährlich zum Augenarzt
- alle 2 Jahre Diabetesschulung in einer Diabetes Schwerpunktpraxis
dies alles von meiner Hausärztin !
Ich messe 4x täglich Blutzucker, spritze 3x Actrapid zu den Mahlözeiten, 1x Lantus zur Nacht. Mein HbA1
seit mehr als 2 Jahren 6,2 - 6,6 mmol/L = also Klasse.
Dies dank meiner Hausärztin!!!
Also lieber Freund verlange von Deinem Hausarzt Untersuchung der Füße, Diabetesschulung, Aufnahme in ein Programm "DSM" Deiner Krankenkasse.
Oder wechsle den Arzt !!!! -
am 06.08.2015 11:58:05
Darf ich mal fragen wie alt du bist, wenn du erst vor einem Jahr DM1 bekommen hast ? (Gibt es eine Altersgrenze beim Lada?)
Also Actrapid und Protaphane habe ich auch bekommen als ich neu-Diabetiker war. Da war ich allerdings mit 8 Jahren noch ein Kind und vor 15 Jahren waren sie mit der Medizin bestimmt noch nicht so weit. Diese beiden Insuline sind meiner Meinung nach total unvorteilhaft, mit Actrapid kann man ja kaum individuell selbst entscheiden.
Nach einem Jahr Diabetes ist es vllt. noch unwahrscheinlich, dass Schäden an den Füßen entstanden sein könnten. Mein Kinderdiabetologe hat auch die Nerven an den Füßen kontrolliert, meine letzte Diabetologin komischerweise auch noch nie in 5 Jahren, habe nun den Doc gewechselt.
Auch wenn falkreiner vom Hausarzt berichtet, würde ich definitiv und unbedingt einen Diabetologen nehmen...(klar, man kann Glück haben, dass sich der Hausarzt genügend mit Diabetes auskennt, dies ist jedoch oft nicht der Fall, dass er den DM alleine behandeln kann.)
(DM=Diabetes mellitus) -
am 06.08.2015 17:54:15
Hallo Lydia,
selbstverständlich gingen meiner Einstellungen 3 Termine bei einer Diabetologin voraus. Offensichtlich
bin ich "an die Richtigen" geraten, beide Diabetologische Schwerpunktpraxis und Hausärztin haben sich abgestimmt und mir entsprechende Empfehlungen gegeben.
In jedem Fall Hilfe suchen, Arztwechsel, Diabetiker Selbsthilfegruppen aufsuchen und dort fragen hilft oft auch weiter -
am 06.08.2015 20:42:11
Danke erstmal an euch alle, das war jetzt viel auf einmal:-)
Ich werde den arzt wechseln, ich bin jetzt 37 Jahre alt.
Ebenfalls werde ich mal nach einer selbsthilfegruppe in meiner nähe suchen.
Es ist nur schwer den richtigen arzt zu finden, man kann ja vorher nicht wissen ob er sein gewerbe versteht. Ich habe auch keine bekannten die diabetis haben wo ich sonst nach Ärzten fragen könnte. -
am 07.08.2015 09:02:53
Guten Morgen!
Nehm die Sache ruhig in Angriff – ein junger Mensch wie Du kann mit den "modernen" Insulinen (die gibt's auch schon fast ewig) deutlich flexibler durch den Tag gehen!
Dein "alter" Arzt versteht sein Gewerbe auch - halt auf Stand 1986.... -
am 07.08.2015 09:21:44
Heiko schrieb:
Danke erstmal an euch alle, das war jetzt viel auf einmal:-)
Ich werde den arzt wechseln, ich bin jetzt 37 Jahre alt.
Ebenfalls werde ich mal nach einer selbsthilfegruppe in meiner nähe suchen.
Es ist nur schwer den richtigen arzt zu finden, man kann ja vorher nicht wissen ob er sein gewerbe versteht. Ich habe auch keine bekannten die diabetis haben wo ich sonst nach Ärzten fragen könnte.
Es gibt im Internet Patienten-Beurteilungen von niedergelassenen Ärzten. Natürlich kann man sich nicht darauf verlassen, denn jeder sieht den Arzt anders. Aber eine grobe Vorauswahl kann man schon treffen.