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Spezialist für Lada
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am 06.08.2015 03:08:32
Hallo liebes Forum
Ich bin Sandra, 29Jahre alt und mache mir große Sorgen um meine Mutter! Sie ist 58 und hat Diabetes Lada... Ich weiß nicht welchen Typ und ich weiß auch nichts über ihre Werte! Aber was ich weiß ist, das es ihr sehr schlecht geht...
Ich suche DRINGEND einen guten Diabetologen, der zum einen mit fachlichem wissen glänzt und zum anderen menschlich eine Wucht ist!
Ich möchte nicht zu sehr ausholen, sie ist schon ewig Vegetarierin, ein absolutes Arbeitstier das viel zu dünn ist :( Fakt ist, das sie sich keinesfalls in ihrem Job einschränken wird... 7 Tage die Woche, im Schnitt 6,5stunden... Sie liebt ihre Arbeit, ohne diese würde sie kaputt gehen...
In den letzten Wochen wird es zusehens schlechter, sie hat seit längerer Zeit Probleme mit Durchfall, aber plötzlich war es bis zu 40 x am Tag!!! Nerven und Körper waren am Ende und sie sah wirklich schlecht aus... Ein Internist den sie vor 2 Wochen deswegen aufsuchte sagte ihr -als sie von ihrem Krankheitsverlauf berichtete -lachend!!!- das ihr Darm da doch das kleinste Problem wäre und das sie sicher ihre Rente nicht erlebt... Als sie mir das erzählt hat musste ich gehen - ich hab so geheult :( Wie kann man so etwas sagen?? Is doch klar das man das Vertrauen in die Ärzte verliert oder? Okay, jetzt ist sie plötzlich lactose und Gluten unverträglich! Prima... Das gibt es doch nicht!?
Meine Mutter ist eine grandiose Chefin, immer fair, würde niemals nicht mal zu einer Notlüge greifen (ich hab es als Kind schon oft versucht, ohne Erfolg), hat jederzeit ein offenes Ohr für alles und jeden - Mama schreibt Loyalität ganz groß und stellt sich selbst dabei eh und je in den Hintergrund...
Aber jetzt braucht sie Hilfe und einen Arzt, der ihr wirklich helfen kann und will auch wenn sie es versucht nur bedingt zuzulassen!
Sie stellt sich selbst nicht an erste Stelle, okay... Das darf doch aber kein Grund sein sie einfach so laufen zu lassen :(
bitte helft mir bzw uns, ich möchte meine Mama NIE wieder schütteln müssen weil sie mit unterzucker weg kippt :(
Ich bitte euch mich nicht "in der Luft zu zerreißen", schreibt bitte nur hilfreiche und themenbezogenen Antworten! Wir leben im Rhein-Pfalz-Kreis -
am 06.08.2015 08:30:16
Leider ist es so, daß man mit Medizinstudium und Doktortitel nicht unbedingt auch Empathie erwirbt. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe fast 20 Jahre lang nach einem guten Diabetologen gesucht - und letztlich auch gefunden. In der Zwischenzeit hab ich einige Ekelpakete und Deppen erlebt.
Ich kann dir nur raten, daß ihr euch ein dickes Fell zulegt und so einen Arzt wie den, den du geschildert hast, links liegen laßt und schnell vergeßt. Dem Typ hätte man gehörig die Meinung sagen müssen. Deine Mutter wird in ihrem jetzigen Zustand dazu nicht in der Lage sein, du solltest sie begleiten, zu zweit ist man immer stärker.
Einen Arzt kann ich euch nicht empfehlen, dazu bin ich zu geographisch zu weit weg. Vielleicht findet sich ein User, der dir helfen kann, dann aber per PN, denn öffentlich darf man Ärzte nicht namentlich erwähnen. Es gibt ja auch noch andere Foren, in denen du die Frage nach einem guten Arzt stellen kannst. Ich habe meinen tatsächlich auf diesem Weg gefunden.
Ihr könntet auch die Ambulanz einer Uniklinik oder eine diabetische Schwerpunktpraxis aufsuchen. Zwar kann man auch da auf Ärzte treffen, für die Feinfühligkeit ein Fremdwort ist, aber immerhin kann man dort auf professionelle und sachliche Hilfe hoffen.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.08.2015 08:34:39
Hallo!
Lada Diabetes heißt nichts anderes als "langsam verlaufender Typ 1 bei älteren Menschen"
Wenn es ihr aktuell nicht gutgeht kann das natürlich am Diabetes liegen –
warum aber schüttelst Du Deine Mutter wenn Sie unterzuckert?
Ich würde da eher Traubenzucker (am besten Flüssig, z.b. Jubin) geben. Und wenn Sie nicht mehr schlucken kann, ist ein Hypo-Kit angesagt:
http://www.mein-diabetes-blog.com/glucagen-hypo-kit-schutzengel-im-orangen-plastikmantel/
Ich würde zur nächstgelegenen Diabetes-Schwerpunktpraxis gehen.
Und eine Schlung Typ 1 mitmachen.
JEDer Diabetologe ist in diesem Fall erstmal die Beste Anlaufstelle! -
am 06.08.2015 10:01:40
Hallo Besorgte,
wie ich es sehe, hat deine Mutter zwei große Probleme: LADA und sehr wahrscheinlich Zöliakie. Es ist nicht so, dass die Zöliakie verschwindet oder zumindest harmloser wird, wenn sie ihren LADA besser im Griff bekommt. Die Krankheiten hängen lediglich so zusammen, dass es beides Autoimmunkrankheiten sind und Autoimmunkrankheiten gerne gehäuft auftreten.
Für den LADA, einem speziellen Typ1-Diabetes, ist Der Diabetologe der richtige Fachmann. Ohne Aktivitäten deiner Mutter kann es aber bei Typ1-Diabetes und der Behandlung mit Basal- und Mahlzeitinsulin auf Dauer nicht richtig laufen, egal wie gut oder schlecht der Arzt ist. Dass das auch bei starker Belastung im Job möglich ist, beweisen viele Typ1-Diabetiker, die ihren Job und ihren Diabetes gut im Griff haben. Der Diabetologe sollte eine gute Schulung anbieten, für die sich deine Mutter dann aber auch die Zeit nehmen muss.
Bei der Zöliakie kommt es noch mehr auf das Mittun deiner Mutter an. Wenn sie es nicht schafft, ihre Ernährung umzustellen und den Weizen aus ihrem Speiseplan zu verbannen, dann kann sie die Krankheit wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen. Das ist viel Aufwand, aber ohne den geht es nicht. Die Einschätzung des Arztes für den Fall, dass sie ihr Leben in der Beziehung nicht ändert, hat sie ja schon erhalten. Es gibt bestimmt auch Foren für Zöliakie, in denen du dir konkrete Anregungen holen kannst. Ich drück dir die Daumen, dass du es schaffst, deine Mutter in Bezug auf ihre Gesundheit wachzurütteln und sie wirksam zu unterstützen.
Beste Grüße, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.08.2015 09:53:48
Hallo besorgtes Kind,
das hört sich alles ziemlich übel an, deine Mama braucht wirklich ganz dringend Hilfe.
Durchfall mit einer Frequenz von 40 Stuhlgängen pro Tag ist mehr als besorgniserregend. Da kann alles Mögliche dahinterstecken...und mit Darmerkrankungen ist nicht zu spaßen. Um so schlimmer, dass Rainer sich schon wieder gemüßigt fühlt, hier eine Diagnose zu stellen...vergiss das Geschreibe von Zöliakie ganz einfach, es geht dabei nur um seine eigene Selbstdarstellung.
Leider bin auch ich vom Rhein-Pfalz-Kreis zu weit weg. Aber ich empfehle dir, mit der Mama in die nächstgelegene Uni-Klinik oder eine andere größere Klinik zu gehen. Es sollte auf jeden Fall ein Klinikum sein, in dem es eine Endokrinologie und eine gastroenterologische Abteilung gibt. Nur in einem solchen Haus ist es möglich, dass Ärzte verschiedener Fachrichtungen zusammen arbeiten und sich ergänzen.
Alles Gute - und verlier keine Zeit!!!