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Konkrete Antwort?
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am 15.08.2015 21:52:45
Hey...da ich noch nicht mal weiß, welcher Diabetes Typ ich bin, mich aber ständig belese und ich mich für eine Umstellung der Ernährung interessiere, kann mir da jemand konkret sagen, welche Möglichkeiten es gibt??? Bitte ohne Abkürzungen und Fremdwörter. ...damit kann ich noch gar nichts anfangen! Soviel ich weiß, bringt eine Umstellung der Ernährung bei Typ 1 gar nichts?! Bei Diabetes Typ 2 sehr wohl! Welche Möglichkeiten gibt es da??? -
am 16.08.2015 00:30:33
Hallo Cindy,
es ist richtig, dass eine Ernährngsumstellung besonders bei Typ2-Diabetes viel bringt. Es macht Sinn, bei der Ernährung besonders auf die Menge und die Qualität der KH zu achten. Eine moderate Reduzierung der KH und die Bevorzugung von Gemüse und Vollkornprodukten als KH-Quellen kann dir helfen, den BZ besser im Griff zu behalten.
Du kannst dir das z.B. in diesem aktuellen Artikel von Prof. Scherbaum bestätigen lassen. Eine praktische Umsetzung wird sehr gut in dem Buch "Stopp Diabtes" von Riechert/Gonder beschrieben. Darin geht es konkret um die LOGI-Ernährung. Wenn du Interesse hast, dann schau einfach mal in das Buch oder in das LOGI-Forum hinein.
Für deinen Diabetes reicht es allerdings auch aus, wenn du ohne weitere Anleitung in der oben beschriebenen Art auf die KH achtest, auch ohne dich mit LOGI zu beschäftigen. Das soll lediglich eine Empfehlung sein und nicht, wie bestimmt gleich wieder lautstark behauptet wird, Schleichwerbung für das Buch oder für LOGI.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 16.08.2015 00:36:27. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2015 20:56:46
Danke für die Antwort! Das man mit den Kohlenhydraten aufpassen muss, das ist mir klar! Ich könnte sogar komplett darauf verzichten. ....weiss allerdings nicht, ob das so viel bringt! Bei meiner Gestationsdiabetes habe ich das mal ausprobiert. ...habe ein paar Tage, bevor ich beim Arzt meinen Blutzucker testen sollte, keine Kohlenhydrate gegessen! Hat aber nichts gebracht!???
Was mich interessiert ist, warum einmal behauptet wird, daß man sich vegetarisch ernähren sollte und auf der anderen Seite heißt es, man sollte wenig Kohlenhydrate essen und sonst viel Gemüse und Fleisch u.s.w.??? Was ist denn nun gesünder??? Und womit bekommt man die Diabetes denn auch ohne Tabletten oder Spritzen in den Griff, zum Anfang zumindest??? -
am 16.08.2015 21:30:56
Hallo Cindy,
was nun besonders gesund ist, dazu wird dir fast jeder etwas anderes erzählen. Für einen Stoffwechelgesunden gibt es auch tatsächlich viele verschiedene Möglichkeiten. Nach meinen Beobachtungen ist das allerwichtigste, dass man möglichst zu natürlichen Lebenmitteln greift und Fertigprodukte und Junkfood stark reduziert.
Für uns Diabetiker kommt es neben der gesunden Ernährung auch noch darauf an, dass man beim Essen möglichst geringe Auswirkungen auf den BZ provoziert. Deshalb fallen etliche Ernährungsforem raus, die für andere durchaus gesund sein können. Ob du dich nun vegetarisch oder mit Fisch und Fleisch ernähren willst, das musst du am Ende selbst entscheiden. Auch die Frage, wie weit du die KH reduzieren willst, musst du dir alleine beantworten. Mit moderater Reduzierung kommst du schon ziemlich weit, aber zugegeben, mit ketogener Ernährung wie z.B. mit LCHF kommst du noch ein Stück weiter. Das bingt aber nur etwas, wenn du das wirklich willst und auch durchhältst. Au meiner Erahrung kann ich dir sagen, dass die Umstellung der Ernährung nicht so einfach ist, das langfristige Durchhalten ist zumindest für mich überhaupt keine Problem.
LG Rainer -
am 16.08.2015 22:08:51
Hey...ich werde sicher die Möglichkeit nehmen, mit den reduzierten Kohlenhydraten, den "guten" Fetten (sagt man, glaub ich, so?) und dem Fleisch...ich kann nicht auf das "Grillfleisch" verzichten! Grins!
Danke für die Antwort! Lg -
Tino
Rang: Gastam 17.08.2015 07:42:42
Ich lebe seit sehr vielen Jahren sehr gut mit meinem Typ 1-Diabetes, ohne eine spezielle Ernährungsform anzuwenden.
Für mich entscheidend ist, die eingenommenen Kohlenhydrate richtig zu berechnen und entsprechend zu insulinisieren. Seit vielen Jahren erreiche ich so ausgeglichene, stabile Blutzuckerwerte und einen entsprechend stabilen Langzeitwert (HbA1c). -
am 17.08.2015 10:01:22
Tino schrieb:
Ich lebe seit sehr vielen Jahren sehr gut mit meinem Typ 1-Diabetes, ohne eine spezielle Ernährungsform anzuwenden.
Für mich entscheidend ist, die eingenommenen Kohlenhydrate richtig zu berechnen und entsprechend zu insulinisieren. Seit vielen Jahren erreiche ich so ausgeglichene, stabile Blutzuckerwerte und einen entsprechend stabilen Langzeitwert (HbA1c).
So sollte es auch sein.
Deshalb plädiere ich auch bei Typ2 dafür, früh Insulin einzusetzen. Wenn es erstmal so weit ist wie bei mir, daß die BSD nur noch gelegentlich (mal mehr, mal weniger) Insulin absondert, weil sie mit Tabletten total ausgepowert wurde, ist es sehr schwer, gleichmäßige Werte zu bekommen.
Leider haben viele Typ2er Angst vorm Spritzen und Leute wie Rainer, die behaupten, mit LOGI könne man einen Typ2 "behandeln" tun der Sache auch keinen Gefallen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
ferrato
Rang: Gastam 17.08.2015 10:50:16
Rainer schrieb:
Du kannst dir das z.B. in diesem aktuellen Artikel von Prof. Scherbaum bestätigen lassen. Eine praktische Umsetzung wird sehr gut in dem Buch "Stopp Diabtes" von Riechert/Gonder beschrieben. Darin geht es konkret um die LOGI-Ernährung. Wenn du Interesse hast, dann schau einfach mal in das Buch oder in das LOGI-Forum hinein.
Beste Grüße, Rainer
Nur als Info: Der genannte Artikel bezieht sich auf eine von Nutriton, einer Firma, die Muskelaufbaupräparate vertreibt, gesponserte Untersuchung. Also entbehrt sie jeglicher Wissenschaftlicher Seriosität. Denn wer beißt schon die Hand, die einen Füttert.
Und ein Buch, dass schon im Titel "Stopp Diabetes" den Eindruck impliziert, Diabetes sei heilbar, kann man nur als Scharlatanerie bezeichnen. -
am 17.08.2015 11:24:56
ferrato schrieb:
Und ein Buch, dass schon im Titel "Stopp Diabetes" den Eindruck impliziert, Diabetes sei heilbar, kann man nur als Scharlatanerie bezeichnen.
Den Titel hat der Verlag gestzt und die Autorin (Typ1, Diabetes-Assistentin) vor die Wahl gestellt, ihn zu akzeptieren oder das Buch zu vergessen.
Und wo der Typ2 sich doch nicht zwangsläufig von selbst weiter verstärkt, sondern in seiner Entwicklung mit dem passenden Behandlungs-Verhalten extrem verlangsamt bis in Remission gehalten, also de facto gestoppt werden kann, scheint mir der Titel zwar ambitioniert, aber keineswegs falsch.
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Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden.
Bearbeitet von User am 17.08.2015 11:28:05. Grund: Ergänzung -
am 17.08.2015 11:37:26
hjt_Jürgen schrieb:
ferrato schrieb:
Und ein Buch, dass schon im Titel "Stopp Diabetes" den Eindruck impliziert, Diabetes sei heilbar, kann man nur als Scharlatanerie bezeichnen.
Den Titel hat der Verlag gestzt und die Autorin (Typ1, Diabetes-Assistentin) vor die Wahl gestellt, ihn zu akzeptieren oder das Buch zu vergessen.
Und wo der Typ2 sich doch nicht zwangsläufig von selbst weiter verstärkt, sondern in seiner Entwicklung mit dem passenden Behandlungs-Verhalten extrem verlangsamt bis in Remission gehalten, also de facto gestoppt werden kann, scheint mir der Titel zwar ambitioniert, aber keineswegs falsch.
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Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden.
Ach, du bist in Kontakt mit dem Verlag oder bist du bei den Verhandlungen dabei gewesen?
Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, Typ2 verstärkt sich von selbst. Ich habe noch keinen Typ2 erlebt, bei dem sich nichts tut. Es sei denn, es geht um den sog. "Prädiabetes", der ja keiner ist.
Wer Neulingen einredet, sie könnten ihren Diabetes nur mit einer Ernährungsumstellung in Schach halten, der ist in meinen Augen fast schon kriminell, auf jeden Fall aber bodenlos leichtfertig.
Inzwischen sollte es sich rumgesprochen haben, daß die Ernährung nur wenig Einfluß auch auf Typ2 hat, vorausgesetzt man ernährt sich vernünftig wie jeder Gesunde es auch tun sollte.
Leute wie du und Rainer ihr erweist den Diabetes-Neulingen einen Bärendienst.