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Bildung von Insulinantikörpern durch Gebrauch von Analoginsulin immer noch ein Thema?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 09.09.2015
    am 09.09.2015 15:11:20
    Hallo,
    vor geraumer Zeit hat mir meine Diabetologin zum Test einen Pen mit dem Analoginsulin Liprolog mitgegeben. Ich war mit den Werten sehr zufrieden, jedoch hat mir meine Mutter einen Ausschnitt aus dem INSULINER und einen Beitrag aus dem Forum hier gezeigt, in denen die Bildung von Insulinantikörpern beim Gebrauch von Analoginsulinen angeprangert wird. Deswegen bin ich erstmal bei meinem Humaninsulin von Berlin geblieben.
    Wie steht es zur Zeit um dieses Thema oder war es jemals wirklich so kritisch mit den Antikörpern?

    Gruß,
    Matthias
  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 16
    Mitglied seit: 14.06.2015
    am 09.09.2015 20:54:20
    Wir sollten das weiter im Auge behalten, auf jeden Fall. Auch wenn die Insulinhersteller versuchen, das unter den Tisch zu kehren, damit sie weiter an den horrenden Preisen fürs Analoga verdienen.
    Aber das Ganze sollten wir auch nicht zu unkritisch sehen. Nicht alles glauben, was die Insulinhersteller uns erzählen, nicht alles glauben, was die teils pharmahörigen Ärzte uns erzählen. Lieber ein eigenes Bild machen.
    Es gibt einige Diabetiker, die mit einem oder mehreren Humaninsulinen nicht (mehr) zurechtkommen, die besser mit den Analoga fahren. Andere kommen mit den Analoga nicht mehr zurecht. Wir sollten das also ganz differenziert betrachten und jeder Diabetiker muss das Insulin für sich finden, was für ihn das Richtige ist. Wenn Du mit dem Humaninsulin gut zurecht kommst, bleib dabei. Ich nutze auch Humaninsulin in der Pumpe und würde nicht mehr zu Analoga zurückkehren.

    Gruss,
    Britta
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 10.09.2015 07:10:05
    Guten Morgen!

    Soooo viele Menschen nutzen Analog-Insuline und haben keine Probleme mit Antiköpern – und einige vertragen die Alt-Insuline nicht. Da ist auch von Verlust der Hypowahrnehmung die rede... in beide Richtungen.

    Da sollte man tatsächlich nicht auf die tägliche Panik-Mache anspringen.

    Ich bin heilfroh, dass es für uns Insuline in ausreichenden Mengen gibt!
    Man stelle sich vor, es gäbe nur Rinder- und Schweine-Insuline für uns alle – das würde lange nicht mehr reichen....
  • Rang: Mitglied
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    Beiträge: 16
    Mitglied seit: 14.06.2015
    am 10.09.2015 13:18:20
    Die Hypo-Wahrnehmung hat nichts mit den Insulinen zu tun, egal, welche(s) man benutzt. Die Wahrnehmung der Hypos oder Nicht-Wahrnehmung der Hypos hat - im Gegensatz zur landläufigen Meinung - etwas damit zu tun, wie lange und wie oft man Werte im Hypo-Bereich hat und wie schnell man Hypos ab 70 mg/dl mit schnellen (!!!) BE's (Cola, Fanta, Traubensaft, Traubenzucker, Gummibärchen, Brause, Honig, aber auf keinen Fall Säfte wie Apfelsaft, Orangensaft, Nutella etc) beseitigt.
    Die Hypo-Wahrnehmung kann man wieder trainieren, da das Nebennierenmark lernfähig ist und die Symptome sich wieder erkennen lassen.
    Hierzu ein paar sehr wichtige Links:

    http://chrostek.de/neues-aus-althausen/hypounterzucker.html
    http://chrostek.de/neues-aus-althausen/hypounterzucker/kraft-einer-hypounterzuckerung.html
    http://chrostek.de/neues-aus-althausen/hypounterzucker/unterschiedliche-power-einer-hypounterzuckerung.html
    http://chrostek.de/neues-aus-althausen/hypounterzucker/hypos-vermeiden.html
    http://chrostek.de/neues-aus-althausen/hypounterzucker/zusammenhaenge-erkenne-u-vermeiden.html

    Gruss,
    Britta