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  • Susanne Großkopf

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 21:39:55
    Hallo an alle. Bin neu hier und hoffe mir kann jemand helfen. Bin seit 15 Jahren Diabetiker Typ I und ehrlich gesagt misserabel eingestellt. Mir kommt es vor als würde ich gegen die Krankheit statt mit ihr zu kämpfen..... Bin in der Hinsicht noch etwas kindlich.
    Nun mein Problem, ich schaffe es einfach nicht die Disziplin an den Tag zu legen, die ich bräuchte. Noch nicht einmal mein stark ausgeprägter Kinderwunsch hilft mir dabei.... Bin fast am verzweifeln, weil ich schon gerne nä Jahr ein Kind planen würde....
    Ich schaffe es immer mal ein paar Tage regelmäßig zu messen und habe dann auch gute Werte, aber dann passiert irgendetwas und schwupp die Motivation geht dahin.... von Susanne Großkopf
  • Gerald

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 22:39:35
    Hey Susanne,

    ich denke, da kann dir niemand helfen, wenn du dir nicht selber helfen willst.

    Du sagst, wenn du es machst, stimmen deine Werte, danach nicht mehr.

    An deiner Motivation wirst nur du was tun können, es ist der Kampf gegen den inneren Schweinehund.

    Und du hast doch ein Ziel, ein Baby, ist das nicht Ansporn genug? von Gerald
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 22:40:42
    Hallo Susanne,

    tja, ich kann Dich gut verstehen. Meine Motivation ist erst nach Althausen wieder gekommen - mit den ersten Erfolgserlebnissen und nu könnte ich das Ganze zum Beruf machen - es macht mir mittlerweile echt Spaß zu sehen wie sich winzige Änderungen gezielt auf den BZ-Verlauf auswirken. Es ist zwar anstrengend seinen BZ zu steuern, aber irgendwann, so hoffe ich doch, wird das automatisch gehen.

    Ich glaube Du brauchst auch nur Erfolge. Schau nicht drauf welche Konsequenzen Missmanagement haben könnte,schau drauf was Du erreichen kannst, wie Dein Körper Dir zeigt was gerade abgeht (ich merke Infekte am BZ bevor sich ein Schnupfen gezeigt hat).

    Liebe Grüße, Daniela
  • Susanne Großkopf

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 22:54:39
    Eigentlich sollte ein Baby ansporn genug sein, nur leider ist es das nicht, obwohl ich mir ein Kind von Herzen wünsche... aber der zucker sollte ja auch sonst ok sein...
    wenn dann die werte einmal schlecht sind oder ich doch mal gesündigt habe, bin ich wieder frustriert...
    Ich wäre in der Hinsicht wirklich gerne "erwachsener", schaffe es leider nicht... =( Ich sehe den Diabetes mehr als Belastung.... von Susanne Großkopf
  • Icone

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 23:33:33
    hey! ich hab dir ne mail geschrieben :)

    mein text war zu lang für hier :)

    lg von Icone
  • peter

    Rang: Gast
    am 25.10.2010 23:45:18
    und ihr habt noch nie überlegt daß dieses bekloppte wort "gesündigt" (das überhaupt nicht zum diabetes sondernin die kirche gehört)
    euch so runterzieht,
    so ich doc teupe richtig verstanden habe, gibt es für diabetiker kein sündigen, sondern nur das vergessen der richtigen reaktion.
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 26.10.2010 00:45:40
    "so ich doc teupe richtig verstanden habe, gibt es für diabetiker kein sündigen, sondern nur das vergessen der richtigen reaktion."

    Und Agieren ;-) von Daniela
  • r6u6ruj7e6

    Rang: Gast
    am 26.10.2010 03:20:42
    >>Umgangssprachlich wird unter Sünde oft eine als falsch angesehene Handlung verstanden, ohne dass damit eine theologische Aussage impliziert wäre. In trivialisierter Form begegnet der Begriff im Verstoß gegen Diätvorschriften.<<
    Was andere als falsch ansehen (vor allem, wenn sie keine Ahnung [von DM] haben), ist mir sowas von egal und da der Diabetiker OHNE jegliche Diätvorschrift auskommt, gibt es für ihn also KEINE Sünde. (w.z.b.w./q.e.d.). Manche Diabetiker kommen mir wie Mönche/Ordensschwestern vor, die sich ständig die Geiselrute über den Rücken peitschen - wenn's Spass macht immer zu! Ich lebe lieber (mit meinem DM).
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 26.10.2010 10:00:35
    Also das mit dem Sündigen kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich den beim Umgang mit dem Diabetes nicht mag und dagegen schreibe. Denn er steht für den unmündigen Diabetiker.

    War ich ja zu Anfang auch. Und so hab ich mich in meinen ersten Jahren meiner Einstellung auch wie ein Schüler oder eben Sünder benommen und daneben benommen und gefühlt. Also wie jemand, der einen vorgegebenen und guten Rahmen kennt und den aber mehr oder weniger häufig nicht einhält und überschreitet, nicht zuletzt, weil im irgendwie übergeordneten medizinischen Dunkel bleibt, was das Therapieergebnis wirklich beeinflusst. Landungen im Zielbereich waren Glücksache, und meinen 1c hab ich mir jedes Quartal wie ein unmündiges Schüler- oder Sünderlein ne Klassenarbeit abgeholt.

    Wer beim leckeren Essen - auch zwischendurch - mal zuschlagen will, ohne eine Ahnung, wie er gesund dafür spritzen müsste, kann nur sündigen, vor allem, wenn ihm dazu auch noch jeden Tag eingehämmert wird, dass der Diabetes von den zuvielen Pfunden käme. Der sieht ja dann auch nur vor dem nächsten Essen diesen Mords-Zielwert, der ihn drohend zum nächsten Verzicht gemahnt. Und damit trifft dann son Geißlerbild voll zu.

    Aber wer sich's erarbeitet hat, wie's passt, und sich dann eben jeweils völlig eigenverantwortlich passend spritzt, so dass sein BZ auch mit dem leckeren Essen gesund verläuft (ist absolut keine Hexerei), ist in meinen Augen völlig ok und kasteit sich in keiner Weise. von Jürgen
  • Susanne Großkopf

    Rang: Gast
    am 26.10.2010 13:58:43
    Und wie komme ich dahin, dass ich mein leben genießen kann ( tue ich jetzt auch schon), mich nicht mehr eingeschränkt fühle und gute werte habe??? Ich weiß hört sich doof an und ich weiß auch dass wir es eigentlich noch ganz gut getroffen haben. Aber im Moment bin ich echt verzweifelt.... Ich will ja normal leben und meinen Zucker im Griff haben... von Susanne Großkopf