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Anmerkung zu starke Insulinresistenz

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 24.04.2016
    am 24.04.2016 09:53:40 | IP (Hash): 11248247
    Hallo liebes Forum
    Bei mir ist beim Nüchternzucker auch ein überhöhter Wert von mal 100 bzw. auch schonmal 114 herausgekommen. Der Arzt meint aber dass dies bei mir sicherlich daran liegen würde dass ich immer so aufrgeregt bin wenn ich zur Untersuchung komme. Er hat aber so einen ogtt bzw. Insulinuntersuchung nicht durchgeführt, sondern einen hba1c gemacht bei welchem ein hba1c von 5,3 herausgekommen ist. Er sagte dass wäre der Beweis das bei mir blutzuckermässig alles okay sei. Wie soll ich das denn jetzt annehmen wenn der Arzt von dem anderen Forenschreiber komplett anders vorgeht?
    Danke und lieben Gruß
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 25.04.2016 09:26:30 | IP (Hash): 1634614260
    Moin
    Das was Dein Arzt da sagt ist schlichthin Quatsch und so auch nicht erklärbar. Wie Du selber bemerkt hast wäre in Deinem Fall das richtige Vorgehen wie im Threat ´´starke Insulinresistenz´´ beschrieben, einen ogtt durchzuführen. Der hba1c hat seinen Stellenwert in der Therapie und ist dort ein wichtiger Parameter. In der Diagnose und Ausschluß findet er jedoch keine Anerkennung mehr. Dies war mal ein Versuch über ein paar Jahre der aber leider gescheitert ist. Als primäres Diagnosemittel ist der Langzeitwert daher nicht zu gebrauchen.
    Gruß Michael
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 26.04.2016 00:26:22 | IP (Hash): 69996700
    Manuela, zum einen: Das was der Arzt bei einer morgendlichen Blutabnahme messen kann ist nie der echte Nüchterblutzucker, weil das ist eigentlich der direkt nach dem Aufstehen. Denn bereits das Aufstehen und dann noch das zum-Arzt-fahren bringt Insulin-Gegenspieler in Fahrt, die den BZ auch erhöhen können.

    Zu der vehementen Meinung von michael kopiere ich mich mal selber, weil jedesmal was neues formulieren wird bei der nötigen Häufigkeit einfach zu viel :-)

    Nur zur Klarstellung für Neue hier: Kritisch sieht ihn (den Hba1C) vor allem und in dieser Penetranz annähernd nur einer. Nämlich Michael74. Zugegebenerweise kann Michael auch einfach mal genau das Gegenteil behaupten:
    http://www.diabetes-forum.de/forum/topic/11818/Erwiesener-Vorteil-des-hba1c-in-der-Diagnose-und-Ausschluss "Erwiesener Vorteil des hba1c in der Diagnose und Ausschluß" Einfach lesen und Meinung bilden.
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    am 26.04.2016 10:34:37 | IP (Hash): 981767124
    Hi Tarabas...Danke für Deine Antwort, aber wäre das Vorgehen denn von meinem Arzt richtig, ab wann wäre da ein Grund Glukose zu messen (meine jetzt ab welcher hba1c Höhe)?
    Gruß Manuela
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 26.04.2016 15:13:25 | IP (Hash): 407368932
    Hi Manuela
    Da haben hierzu, bis auf Tarabas alle die gleiche Meinung und daher nervt dieses Thema auch ein wenig, denn es gilt schon als geklärt. Der hba1c kann nicht zum Ausschluß genutzt werden, Werte über 6,0 bestätigen jedoch den Verdacht das was vorliegt. Ansonsten gilt als die sicherste Variante nach einhelliger Meinung der Experten (auch die hier schreiben.....) Finger von dem Wert weg in der Diagnose.
    Michael
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    am 26.04.2016 16:39:02 | IP (Hash): 644419706
    Hallo Manuela!

    Du kannst Deinen Arzt vertrauen!
    Hier im Forum können wir Tipps zum Alltag geben, und dabei gilt: Das sind alles keine Therapieanweisungen.
    Gleiches gilt für Diagnosen.

    Unser Michi meint zwar, sein diffuses Halbwissen als Gral der Diagnostik mitteilen zu müssen - darf er ja.
    Allerdings ist es tatsächlich besser zu solchen Dingen den behandelnden Arzt zu fragen, wenn man mit den Erklärungen nicht befriedigt ist.
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    am 26.04.2016 19:13:49 | IP (Hash): 283739302
    Hallo Manuela,

    das Vorgehen deines Arztes ist richtig.

    Die DDG empfielt als zuständige Diabetesgesellschaft in ihren Leitlinien bei einem HbA1c zwischen 5,7...6,4% weitere Untersuchungen. Ab 6,5% gilt ein Diabetes als festgestellt.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 27.04.2016 06:49:40 | IP (Hash): 407368932
    Rainer schrieb:
    Hallo Manuela,

    das Vorgehen deines Arztes ist richtig.

    Die DDG empfielt als zuständige Diabetesgesellschaft in ihren Leitlinien bei einem HbA1c zwischen 5,7...6,4% weitere Untersuchungen. Ab 6,5% gilt ein Diabetes als festgestellt.

    Beste Grüße, Rainer



    Danke Rainer
    Also kann ich bei meinem Wert sicher sein das alles okay ist?
    Gruß Manuela
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    am 27.04.2016 09:14:21 | IP (Hash): 2108455638
    Hi Manuela!

    Die Antwort hast Du bereits gepostet:

    Manuela1974 schrieb:

    einen hba1c gemacht bei welchem ein hba1c von 5,3 herausgekommen ist.

    Er sagte dass wäre der Beweis das bei mir blutzuckermässig alles okay sei.




    Dein Arzt kennt Dich, er weiß wie fit Du bist...

    Wenn Du unsicher bist, kannst Du ja eine zweite Meinung einholen, und wenn Du wirklich so extreme Angst vor Diabetes hast, kannst Du auch einen Termin beim Diabetologen machen, hier dann allerdings mit einer Diabetesberaterin. Einige Praxen bieten eine "Aufklärungsstunde".
    Hier könnte man Dir Deine GESUNDEN Werte erklären, Du hättest eine zweite Meinung aus erster Hand und eine Menge Tipps, um weiterhin so schön gesund zu bleiben.

    Gruß
    Andy
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    am 27.04.2016 10:05:51 | IP (Hash): 509085399
    Moin Manuela,

    Diabetes mellitus egal welchen Typ gibt es nach Kriterien verteilt, die die Medizin allenfalls in einigen Ansätzen zu kennen anfängt. Also niemand weiß beim tatsächlichen Eintreten wirklich, warum. Und so weiß bis heute auch niemand, wie sich jemand vor so einem Eintritt schützen könnte. Zumal die Entwicklung dazu zu einer Zeit einsetzt, in der noch keine Marker bekannt sind, an denen man sie erkennen könnte.
    Und bis zu einem weit fortgeschrittenen Stand dieser Entwicklung bleiben HBA1c und Blutzucker, auch der beim oGTT, im völlig gesunden Bereich.

    Nennenswerte Fortschritte hat es in den letzten 20 Jahren allerdings in der Behandlung eines eingetretenen Diabetes gegeben: damit können aktive Betroffene mit ihrem Diabetes praktisch völlig gesund und ohne besonderes Folgenrisiko leben.

    Vor diesem Hintergrund frage ich mich immer bei Fragen wie Deiner, warum jemand Himmel und Hölle in Bewegung setzen und unbedingt herausfinden will, ob er/sie denn nun auf dem Weg zum Diabetes sein könnte. Zumal das Ding ja erst dann als behandlungsbedürftig anerkannt Diabetes heißt, wenn es einen der dafür definierten Grenzwerte (HBA1c 6,5 - Nüchtern-BZ 125mg/dl - oGTT-2-Std 200mg/dl) überschreitet.

    Bin neugierig, Jürgen


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 27.04.2016 11:15:09 | IP (Hash): 407368932
    Hallo Jürgen
    Du hast mich da nicht ganz verstanden :)......Ich will ja gar nicht wissen ob ich auf dem Weg dorthin bin, ich weiß das dies niemand weis, niemand weis auch ob ich vielleicht in einem Jahr Krebs habe oder was auch immer. Ich will nur wissen ob es der richtige Weg ist mit dem hba1c den Diabetes zu bestimmen bzw. zu sagen, hey im Moment ist da nichts; ich meine kann ich mit meinem Wert sicher sein, dass keiner der anderen Kriterien oberhalb des Grenzwertes liegt.
    Danke für Deine Erklärungen, finde es nett das Du Dir soviel Zeit für mich genommen hast.
    Gruß Manuela
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    am 27.04.2016 14:36:45 | IP (Hash): 1878340609
    Vielen Dank allen, die mir hier geantwortet haben. Ich bin auf dieses Forum gestoßen, wegen meines Arbeitskollegen, der seit 2 Monaten jeden in der Firma verrückt macht mit seiner Paraneuer Diabetes. Er hat mich soweit getrieben, dass ich zum Arzt gegangen bin um mich testen zu lassen. Nachdem dieser mir wie oben gesagt, nur den hba1c bestimmt hat, ist der Kollege weiterhin darauf herumgeritten, das dieser Wert nicht ausreicht und ich mich da auch ruhig mal im Forum informieren könne.
    Nun habe ich mich natürlich auch schon auf der Internetseite der DDG informiert und das gleiche gelesen was ihr hier, bzw. mein Arzt gesagt hat. Leider erklärt mir der Kollege auch noch hier das es nicht sein könne, wie ihr selber gelesen habt (Michael)
    Ich weiß wirklich nicht was er für ein Problem hat, nur das seine Mutter wohl an den Folgen von Diabetes vor 2 Jahren gestorben ist.
    Ich wollte mich aber trotzdem bei Euch bedanken, das ihr mir so freundlich geantwortet hat. Der Kollege googelt den ganzen Tag warum der hba1c keine Verwendung finden dürfte und ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann.

    PS Wisst Ihr wie ich mich hier wieder abmelden kann? bin sonst noch nie in einem Forum gewesen.....Gruß Manuela
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    am 27.04.2016 15:15:16 | IP (Hash): 509085399
    Keine Ahnung, ob Du damit Deinem Kollegen helfen kannst. Denn wenn der glaubt, dass seine Mutter am Diabetes gestorben ist, ist er schon mit dem völlig falschen Fuß in das Thema eingestiegen:

    Seit über 20 Jahren braucht niemand mehr am Diabetes zu sterben, also an einer oder einer Auswahl der dadurch verursachten Folgen. Denn über 20 Jahre können wir Betroffenen alle unseren Blutzucker jeden Tag im dafür ausreichend gesunden bis völlig gesunden Bereich steuern. Mit unserem Ess- und Bewegungs-Verhalten und mit der persönlich dann noch passend notwendigen Medikation. So weit wir das wollen und uns damit nach unserem Diabetes richten.
    In dem Maße, in dem wir das nicht tun, laden wir ebenso selbstverständlich Folgekrankheiten ein und fördern die bis hin zum mehr oder weniger beschwerlichen und qualvollen Ableben.

    Ok, in dem Bereich zwischen dem völlig gesunden Blutzucker-Verlauf und dem für die Behandlung als völlig ausreichend gesund definierten verteilt ein mieses Risiko-Lotto schon die eine oder andere miese Folge. Aber die ist dann immer noch ohne besondere Beschwerden behandelbar.

    Wirklich mies wird es erst in den meisten der Fälle, in denen die Betroffenen auf alle Empfehlungen ihrer Ärzte pfeifen, ihre Medizin nicht passend zu ihren Blutzucker-Anforderungen nehmen, sich möglichst nur von der Couch in den Sessel und zurück bewegen und z.B. zum Nachmittags-Kaffee grundsätzlich wenigstens 1-2 Stück Torte brauchen.

    Das betrifft leider auch viele ältere Herrschaften, die im Arzt immer noch den Gott in weiß sehen, ihren Diabetes nicht verstehen wollen und sich freuen, wenn der Dok bei den Quartalsuntersuchungen einigermaßen mit ihnen zufrieden ist. Denn kein noch so guter Arzt kann einen gesunden Blutzucker in irgend einer Weise auch nur annähernd gesund einstellen, auch wenn die Tätigkeit des Arztes leider sehr missverständlich traditionell so bezeichnet wird.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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