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Apps im Diabetes-DMP: Sinnvoll? Eure Meinung ist gefragt

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 13.05.2016 16:09:43 | IP (Hash): 775044806
    Der Alltag mit Diabetes wird leichter mit Hilfe einer App? Viele Diabetiker meinen Ja (DiMAPP, 1). Gilt das auch für DMP-Programme, d. h. werden diese besser, wenn Arzt und Patient als gemeinsame Arbeitshilfe eine App nutzen?
    Was spricht eurer Meinung nach für und was gegen die Nutzung von Apps im DMP? Unter welchen Voraussetzungen haltet ihr den Einsatz für sinnvoll, wo seht ihr Risiken? Bringt eure Meinung ein!

    Jeder, der mitmacht, bekommt von uns auf Wunsch eine unabhängige Testübersicht der beliebtesten Gesundheits-Apps seiner Wahl, z. B. Diabetes-, Blutdruck-, Raucherentwöhnung- oder Rückenschmerz-Apps oder Apps zur Ernährung von Kindern/Schwangere. Und natürlich auch die Ergebnisse dieser Umfrage.

    Hier der Link zur anonymen Online-Umfrage QappKOM (Dauer ca. 5 Minuten): http://qappkom-diabetiker.healthon.de
    Das Akronym QappKOM steht für Qualität im DMP Diabetes verbessern durch Nutzung einer App als Kommunikations-, Organisations- und Motivationshilfe.

    Wir freuen uns, wenn ihr den Link auch teilt mit anderen Diabetikern, die ihre Meinung einbringen wollen.
    (1) Deutscher Diabetes Kongress: DiMAPP: Diabetes-Management mit Apps. Wie nutzen Diabetiker Apps, welche Funktionen schätzen sie als hilfreich ein? Hier geht´s zum Poster der DiMAPP-Umfrage (https://www.healthon.de/sites/default/files/uploads/files/wp-content/uploads/2016/05/1605_DiMAPP-Poster_DDG_DiabetologieUndStoffwechsel_11-P118.pdf).
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    am 13.05.2016 18:20:28 | IP (Hash): 480566786
    Was soll mir /uns eine App bringen??? Zeig makl ein Beispiel???? Vl kannst Du mich überzeugen.

    Komme jetzt 30 Jahre ohne App aus.... Die Wetter app die ich habe...die ist OK.
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    am 13.05.2016 18:45:24 | IP (Hash): 309139859
    Habe grad mal so ne App ausprobiert und festgestellt, dass die mich recht systematisch zu sehr viel höherem BZ anleiten wollte, als ich mir normal leisten will. Nachfrage beim Macher der App: Das sei so, weil optimal gesundes Ziel für INSULINER HBA1c 6,5 bis 7 sei. Meine um 5 seien völlig unnötig und für Insuliner sogar gefährlich.


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    am 13.05.2016 19:24:27 | IP (Hash): 356259660
    Im Bereich des DMP halte ich eine App oder ein Programm, wo man bei Bedarf seine Elektronischen Auswertungen hochladen kann, schon für sinnvoll.
    wenn nur der Hausarzt und Der Diabetologe so wie die Diabetesberaterin darauf zugriff haben und ich z.B. die wöchentlichen Auswertungen von accu-Check Smartpix in dieses Programm laden könnte oder in die app, erleichtert das auf der einen Seite die arbeit der Mediziner und zum anderen könnte man anhand dieser Daten sagen: Ok pass auf deine Morgenwerte sind zu hoch, wir rechnen nicht mehr 1:1 sondern pro BE 1,25.
    Das würde vermehrte Besuche ersparen meiner Meinung nach und nicht jeder Arzt nutzt die E-Mails.
    Ich hatte heute z.B. mein Tablet mit weil ich in mein Diabetestagebuch im programm auch Sachen eintrage wie z.B. was ich aß ob ich stress hatte etc pp.
    Wenn ich das richtig verstanden habe was der Threatersteller wollte, dann ist es genau das, das im Rahmen des DMP alle behandelnden Ärzte zugriff auf diese Daten haben und sich somit koordinieren und besser auf den Patienten eingehen können bei Schwankungen Hypos etc
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    am 13.05.2016 20:13:17 | IP (Hash): 309139859
    Ok, ich nehme den Anfänger-Anfang mal auf:
    Wenn ich damit mit meiner Diagnose anfangen würde, würde meine Wunsch-App mit mir zusammen immer zutreffender lernen,
    + wie welche Menge von welchem Essen zu welcher Tageszeit in welchem Zeitrahmen auf meinen Blutzucker wirkt,
    + wie welche Menge von welchem Tun zu welcher Tageszeit in welchem Zeitrahmen auf meinen Blutzucker wirkt,
    + wie welche Menge von welcher Medi zu welcher Tageszeit in welchem Zeitrahmen auf meinen Blutzucker wirkt.

    Und spätestens nach einem halben Jahr könnte meine Wunsch-App mir zu jeder Tageszeit zu jeder Eingabe angeben, wie die in meinem jeweiligen Tages-Rahmen passt und wie ich mein Verhalten ggf. passend optimieren könnte.


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    Mitglied seit: 07.05.2016
    am 13.05.2016 20:26:30 | IP (Hash): 356259660
    Im Thread steht allerdings ich zitiere:
    Gilt das auch für DMP-Programme, d. h. werden diese besser, wenn Arzt und Patient als gemeinsame Arbeitshilfe eine App nutzen?
    Zitatende.
    Für mein Empfinden heißt das, das nicht die App lernt sondern die app wie von mir beschrieben ein portal für den Patienten und die behandelnden Ärzte im Rahmen des DMP ist.
    Da kann man dann seine elektronischen Auswertungen hochladen und bekommt Feedback von den behandelnden Ärzten.
    Somit würden die Termine entfallen wo nur kurz auf die Werte geguckt wird und dann die Insulinmenge erhöht wird oder gesenkt wird.
    Das würde dann alles durch hochladen der Daten und einer Messageoption erfolgen, wo der arzt reinschreibt: Morgens sind die werte zu hch Herr Aaragorn, berechnen sie den BE mal mit 1,25 dann sollte sich das Problem erledigen.
    Und somit wieder einen Arztbesuch gespart in dem nur kurz das gesagt wurde.

    Ich halte die Idee für sinnig da ich in mein elektronisches Tagebuch vieles reinschreibe was im schriftlichen keinen Platz hat.

    Bearbeitet von User am 13.05.2016 20:28:04. Grund: .
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 14.05.2016 11:10:25 | IP (Hash): 1353512501
    Ich nutze bestimmte Apps, besonders die Tagebuch Apps, sehr gerne.
    Und das hat verschiedene Gründe:

    -Mein Lifestyle ist geprägt von starker Action. Ich bin viel unterwegs und auf Reisen. Dabei muss ich als Typ 1 Diabetiker immer daran denken, dass ich alles was den Diabetes betriff, mitnehme; Pens, Ersatznadeln, BZ Messgerät, Teststreifen, Stechhilfe, Lanzetten, Anti-Hypoglykämiehelfer und, und, und..
    Das allein passt schon in keine Hosentasche also wäre es ein zusätzliche Last noch Tagebuch und Stift mitzunehmen. Ein Smartphone hingegen trage ich immer bei mir, auch auf Konzerten, Partys, Kino oder beim Sport.

    - Da heutzutage fast jeder an seinem Smartphone tippt fällt das eintragen, z.B. im Ristorante, in der Fußgängerzone oder anderswo, nicht auf. Wem sieht man den noch mit Heft und Stift den draussen irgend etwas eintragen?

    -Das durchsuchen nach bestimmten Eintragungen ist wesentlich einfacher als in solchen Heften. War ich z.B. mal in einer Pizzaria und habe dort eine bestimmte Pizza gegessen und komme ein halbes Jahr später noch mal hin kann ich in sec. herausfinden wie ich sie mit Insulin abgedeckt habe. Versuch das mal mit solch einem Heftchen.

    Kritisch sehe ich aber den Datenschutz. Deswegen nutze ich nur Apps zu denen ich vertrauen habe, da mir klar ist, dass aus diesen Daten sehr viel abgeleitet werden kann.

    Mit meiner diabetologischen Schwerpunktpraxis tausche ich ab und an per Mail Daten aus und finde es sehr Praktisch. Während meine Ärztin, dieses nicht so bequem findet. Sie findet die exportierten Daten unübersichtlich. Ich würde mich aber dagegen wehren wollen wenn es zum Zwang führen würde, dass jeder solche Apps verwenden muss und die Daten hin und her transportieren Muss


    Bearbeitet von User am 14.05.2016 11:50:14. Grund: ,,,
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.05.2016 16:23:24 | IP (Hash): 737280555
    Genau, Deine App hilft Dir bei Deinem guten Auskommen mit Deinem Diabetes. Im Smartphone immer dabei und voll im Rahmen der völlig normalen Gerät-Nutzung. Insofern überhaupt nix zusätzlich auffällig "diabetisches" ;)

    Genial auch die gezielt mögliche Erinnerung an die spezielle Pizza-Erfahrung!


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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.05.2016 23:14:03 | IP (Hash): 737280555
    Genau da ist auch das, was ich mit Lernen bei der App meine:
    Wenn Du Deine Erfahrung mit der Pizza komplett eingegeben hattest, müsste so eine lernende App mit der Eingabe einer ähnlichen Pizza die entsprechend optimierte Dosis empfehlen.


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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 15.05.2016 12:00:38 | IP (Hash): 1802485879
    Wenn der Stoffwechsel so einfach wäre, so linear, so übersichtlich wie er in manchen Lehrbüchern dargestellt wird, dann könnte eine künstliche Intelligenz so etwas auch wunderbar berechnen. Leider aber gibt es vieles was noch nicht bekannt ist.

    Kürzlich habe ich einen wunderbaren Blogg, einer Typ 1 Diabetikerin gelesen. Sie nahm an einen Versuch, des Kinderkrankenhauses Hannover auf der Bult Abteilung für Allgemeine Kinderheilkunde III Diabetologie/Endokrinologie, zur Steuerung einer Insulinpumpe, mittels einer app und CGM teil. Sie beschreibt dort wie die App scheitert, aus Sicht einer Patentin.
    Bearbeitet von User am 15.05.2016 13:02:08. Grund: .